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Der nationaldeutsche Jude · 1929-10-01 · Nr. 10 (Oktober 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1929
Issue
Nr. 10 (Oktober 1929)
Date
1929-10-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Die Jucken von Kerlin. Ein Mitglied schreibt uns: Ta in der demokratischen Partei bekannte Politiker ,t s g e r i ch t s r a t a. D. Ur. Ludwig Herz, der jüdir Herkunft, «der christlichen Bekenntnisseist, beschäftigt sich einem „Briefe an die Bossische Zeitung" <Nr. 38 iee Blattes vom 15. September 1929) mit Moses > ende ls soh n und seinem 'Bestreben, die Juden des da- >,ligen Berlin dem Deutschtum zu assimilieren. Anitsgerichtst Herz setzt ausführlich auseinander, wieso nach seiner An- .!■ t die alteingesessenen preußischen Juden, die ein Ghetto ,;:t gekannt haben, ssich hinsichtlich ihrer deutschen Gesinnung :t den Juden anderer deutscher Staaten! unterscheiden mußten, iran anschließend drückt er sein Erstaunen darüber aus, i; der Zionismus in diesem Kre se Wurzel fassen konnte, der ebenso merkwürdig findet er es, daß. wie er schreibt, inige Herren" es für nötig befunden haben, einen Verd e n zu begründen, denn .int nationaldeutscher Iu lenßischcs Judentum und Nationaljdeutfchtum seien doch eine!!il verständliche Einheit. Amtsgerichtsrat Herz spricht .Inichanung aus, der wir gern er Ansicht, daß der deutsche Jude denkt und fühlt, und daß der deutschen Judentum ist. Deshalb II ä ch s. unter den alteingesessenen deuitschen Juden keine Wurzel gefaßt, sondern ihren Nährboden ir Deutschland nur unter später Zugewanderten gesunde,. mit letzterem Satze eine zustimmen. Auch wir sind von Hause aus deutsch Zionismus ein Fremdkörper im hat diese Richtung z u - Durch nur hemmungslose willen hat selbst mancher zunächst nicht erkennend, zere Generation sich der Propaganda, unterstützt durch Familienvermischungen, hat der ionismus dann aber bedauerlicher veise weiter um sich gegrisscn, und um des lieben Friedens Angesessene Jude, die ganze Gefahr rin Auge zugedrückt, wenn die jün; sndischnationalen Ideologie zuwandt«. Inzwischen haben die Dinge sic, geändert. Ebenso wie >- vor nunmehr bald 200 Jahren on der Zeit war. daß ein Moses Mendelssohn seine Glaubensgenossen zum Deutschtum führte, so ist es heute an der Zeit, die deutschen Juden aus ihrem Schlummer zu wecken, in den sie seit beinahe 30 Jahren verfallen sind. Heute ist der Zionismus auch in Deutschland riiie Tatsache, die man sich eingestehen und gegen die man Stellung nehmen muß. Biele deut che Juden müssen heute wieder daran erinnert werden, was Moses Mendelssohn sic gelehrt hat. daß sie ein Teil de , großen deutschen Polles sind, mit dem sie eine I ihrhunderte alte Kulturmgchörigkeit verbunden hat. Sie müssen daran gemahnt werden, nicht weiterhin den Zioniste , ihr Ohr'zu leihen, die ihnen erzählen, daß ihr Baterland in Asien liege und daß eine über die Gemeinsamkeit mit unsern hristlichen deutschen Mithiirgcr» hinausgehendc Gemeinsamkeit zwischen ihnen und ausandischcn Juden bestehe. Abzusehe, ist hier natürlich von >er Religion, die nicht in Frage steht, wo es sich um >ie nationale Zugehörigkeit handelt. Biele deutsche Juden nniscii heute! wieder daran erinnert wrrdcn, daß sie Deutsche inter Deutschen, Gleiche unter Gleichen sind, wie ja auch Protestanten und Katholiken trotz verschiedener lonsession das gemeinsame Bekenntnis zum cutschtum eint. _ Daß Amtsgerichtsrat Herz bi« ie heutige Situation so ar nicht kennen will, ist merkwürdig. Sollte er wirklich nicht avon gehört haben, daß die Jewish A k e n c y, bic ber .csamten Judenhcit zu einem neuen Baterland in Palästina oerhelfen will, Anspruch darauf ei hebt, auch die deutsche öudenheil in ihrer Totalität zu vert cten, insbesondere, nachdem sich diese ursprünglich reiiz zionistische Körperschaft durch inige angeblich nichtzionistische Mitglieder verstärkt hat? Ti enn die J c \v is h Agency und der Zionismus echt hätten, so hätten auch die Antisemiten echt, die finden, es sei höchste Zeit, daß die deutschen öuden ebenso wie andere lästige Ausländer ihr Bündel chnürcn, um den seit dem unglücklichen Ausgang des Krieges erengten deutschen Raum um eine halbe Million Seelen! zu ■ ntlasten. Aber glücklicherweise Hab m Zionisten und Antimitcn unrecht. Die Juden, die deutsch denken und fühlen, ohne Hintertür und doppeltes Vateiland. bilden in Deutschland noch immer die überwältigende Mtehrheit, nur daß sie von ihrem Nationaldeutschtum, gerade weil es ihnen ine Selbstverständlichkeit war. früher nicht soviel Wesen in der Oeffentlichkeit gemacht haben, wie die Iüdischnationalen von ihrem National j u d e n t u m. vis mußte in Deutschland ick t An n i wieder einmal n werden, daß es Wahrheit in die Selbstverständlichkeit aber heute leider war es notwein deutscher Jude was uns ein Herr an die B o<f f t f di c unterstellt, daß wi Es gibt, wie z. K a i s e r r ii> der e zeigt, viele natioiza die Mitglieder un Gründen nicht och muß bestehen, um zu führen, der un nisten und ihres nochmals für dicjl•; die Herren H c r daß mir, abgesel, Bölk und Bat« Ilebercinstimmung Gebiet fordern, und freidcnkcnde jeden Feiertag ch Jahre einen «iotf Mitgliedern Angl gesehen von den natürlich vom Z auch trennen , Deutschtum, t u nt weder d scmiten o e r k^ des National den des National j u d Wir hoffen, mehr begreift, wckr gründet werden in daß wir M i t g deutscher Jud Familie, für nötin zum christlichen Gründung unsere« n a t i o n a l d e u lassen, und da gerade er 'davon ab unseres Verbanden c! es und Verb 1. Berlin. A „Rheingold" der statt. Der Besuch — erfreulich gut; für unsere Arbeit lien n da; B«k ts i i tt M I) ■ I' »IIMvWp nur gefühlt, sonderin auch gesagt Uationaldeutsche Juden gibt. Um diese elcn zu prägen, diese Wahrheit, die eine für jeden deutschen Juden sein.sollte, ne Selbstverständlichkeit mehr i j!t. darum dig, einen Verband naTionaln zu gründen. Wir haben nie behauptet. Matzdorf, ebenfalls in einem „Brief Zeitung" vom 22. September 1929, alle nationaldeutschen Juden vertreten, die Zuschrift des Herrn cancl. cliom. en Nummer der „Bossischen Zeitung" deutsche Juden, die genau so fühlen, wie Verbandes, aber sich aus irgendwelchen gntsieren wollen. Aber eine Organisation Kampf um unser Deutschtum durch das aggressive Vorgehen der Ziohanges aufgezwungcn ist. Es sei dabei gen Leser, die uns so wenig kennen, wie und Matz d o rf, ausdrücklich betont, von dem Bekenntnis zum deutschen and, von unseren Mitgliedern keine auf religiösem oder parteipolitischem Wir^i haben unter uns schriftgläubige Juden, solche, die jeden Sabbat und 1 »alten, und solche, die kaum einmal im e;dienst aufsuchen. Wir zählen zu unseren hörige sämtlicher politischer Parteien, ab kremen ganz rechts und ganz!Iinks und fttrum. Uns eint, was uns sonst mag. unser Bekenntnis zum die Entschlossenheit, uns unser Deutschm ch Zionisten, noch burdi m ern 3U lasse n. Wir sind ch t u m s, wie die Zionisten die n t u m s sind. Herr Amtsgerichtsrat H un unser Verband begründet isi A nt i Aktivisten Aktivisten i ßte. Und zur Ergänzung sei ihnf gesagt, ion al oder seine ederdes Verbandes na n es nicht, wie Hdrr Herz halten, unser Deutschtum durch Uebertritt enntnis zu dokumentieren. Gjerade die Verbandes dürfte ihm zeigen, sein kann, ohne sich tatzfen zu wäre es wohl richtiger pieitn, wenn »eschen,hätte, zur Frage der Notwendigkeit Stellung zu nehmen. sinclsnscbrickiten. m 26. September 1929 fand im Restaurant irte diesjährige Verbandsabend mit Gästen dr war — in Anbetracht des schöner tzi zeigte, daß nach wie vor reges besteht. Ur. Mar N au mar einige andere für trifft. Wir bitten dieses Rundjch zu schenken. .3. Versicheruntzch. über das Thema: „Zhett.omauern aus Wor einer lebhaften Ai-spräche, die sich an die mit Beifall auf genommenen Ausf il rungen des Hauptredners anschlnß, wurde der Grundgedanke d s Vortrages weitergesponnen. E« kam der feste Wille der Veijbmdsmttglieder zum Ausdruck, nach Kräften an der Abtragung de: „Ehettomauern aus Worten" zu 2. Rundschreiben. Unseren Mitgliedern geht demnächst ein Rundschreiben zu. dos die Sicher st ellung des Weitererscheinens unseres Mitteilungsblattes und e r z nun und be 8. Wetters Interesse n sprach e n". In utzsere Verbandsarbeit wichtige Ptznkte beschon jetzt unsere Mitglieder, dem Inhalt eibens größte Aufm^ksstin ke it Unser Mitglied Ur. Hanns A r o n,” Berlin-Tempelhof,^ Hohenzollernkorso 66 < Fernsprecher: Bärwald 1680), der die Victoria und die Deutsche Krankenver sichern in vertritt, ist zur Erteilung von Auskünften in allen Versicherungsangelegenheiten gern be reit, insbesondere auch betieffend Aufwertung alter Versich-erungen. Bei Tätigung von Abschlüssen kommt ein Teil der Abschlußgpbühr unserer' Verbauds lasse zugute, ohne daß dadurch eine Verteuerung für den Versicherungsnehmer eintritt. Der 'Notstand.

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