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Der nationaldeutsche Jude · 1929-09-01 · Nr. 9 (September 1929) · p. Seite 7

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1929
Issue
Nr. 9 (September 1929)
Date
1929-09-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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JJjMW T i t Zur Lage der jjfuden in Bowjet-R In letzter Zeit mehren sich die Klagen der russischen Juden über die wachsende >P ogromstimmung sowie die sl,stematische Unterdrückung der Juden in ihrer religiösen, wirtschasilichen und politischen Betätigung in erschreckender Weise. Die Betätigung in der kommunistischen Partei und den einzelnen Sowjets hat den russischen Judenhatz nicht nur nicht gemildert, sonder» 'in viele» Fällen erst von neuem aufslackern lasten. Zum Zwecke naheliegender Rückschlüsse auf die politischen Verhältnisse in Deutschland veröffentlichen wir nachstehend einige Berichte neuesten Datums über die enge Verkettung von Kommunismus und Antisemitismus in Nutzland, die nach Ansicht von .Nennern der Verhältnisse in ihien Folgen für die russischen Juden noch gar nicht abzusehen ist. Die Schristlcitung. VIu-3 dein ilrcis der" in Berlin ansüssigeii emigrierten ,i l i o » a l r u s s i s ch e n 'Juden wird uns geschriebene „Wie ist die Lage der Juden in Rutzland? — 38 «.» der russischen Juden waren vor der Revolution u:> Handel tätig. Ta > tatst -der bolschewistische Umsturz, und im Ru sind alle Händler brotlos geworden: der Handel u.irde „sozialisiert". Illach unbeschreiblich qualvollen Jahre» ti'.m der erlösende REP. (neue ökonomische Politik). und die 'Handeltreibenden atmeten auf. Die Freude war aber OL.ic lurzc. Rach der amtlichen Statistik haben sich z. B. im .'iicrncr und Witedsler Gouvernement, wo die Händler meist . .iten sind, von den Handclsstätten. die hier im Januar 1923 im Betrieb waren, bis Mai desselben Jahres nur 29 bzw. „ erhalten. Und darin ist leine Folge ölonomischcr Ausi v zu sehen, sondern das Ergebnis behördlichen Druckes: u allen Mitteln suchen die Herrscher den „nicht-sozialistischln - Iior" der Wirtschaft zu ruiniere». War der private Hanarl i l Jahre 1923.24 mit 44,9 ».» am. Umsätze beteiligt, ist » Anteil schon im Jahre 1.926.27 aus 13,5 «,o gesunken ■ seitdem nie gestiegen. 37«/» der russischen Juden waren im Handwerke bewältigt. Bei der überaus enge» Verbundenheit zwischen H»'.del und Handwerk sind keine weiterest Aussührungcn nötig, um die verzweifelte Lage des Handwerkes zu schildern. Es genügt zu sagen: Tag auf Tag hören wir den Schrei: der Handwerker verhungert! Es fehlt der! Runde, noch grötzcr i : der Mangel an Rohstoffen. Aus der. in den letzten Wochen lbrannlen Polemik zwilchen zwei prominenten jüdischen Romanisten. Merejm und Larin-Lurje, erfahren wir, datz unter » 900 000 arbeitslosen Juden im Sowjetland 200 000 voriligc Raufleute sich befinden. Dafür liat der Jude jetzt die Möglichkeit, ein Sowjetbeamter zu sein. Was für unglück- -iges Volk sind aber diese Beamtei! Riemand ist des orgigen Tages sicher. Heule wird in dieser Behörde „reininacht" und Tausende werden entla sen, morgen ist eine adere an der Reihe: so geht es jahrais, jahrein. Hat aber- » eine oder der andere das Glück, :incn höheren Posten > besetzen, dann hat er sein Leben aufs Spiel gesetzt: er kann de Stunde in die Hände des Henkers geraten. Die Raine» >allschinslii. von Meck und Welitschli» sind noch in aller düchtnis. Uebcr die „Grotztat" der jüdisch:» R o l o n i s a t i o n m man zurzeit, nachdem iin unermetzlichen Rutzland für e Juden. Land nur noch im entlegenen, versumpften und!'en Biri-Beirdjan übrig geblieben ist mit Worten sparen: iichc Leute, die früher aus Kurzsichtigkeit für dieses Ilnterumen hcitz gefachten haben, rücken jetzt davon ab. Wie cs mancher jüdischen Rolonic auch im!europäischen Rutzland ssicht. darüber unterrichtet das sowjftrussische Blatt „Der - aluer Arbeite r", das über die neuesten jüdischen Sied- I »gen mit solchen klingenden Rainen, wie z. B. „Der Stein i Sozialismus", berichtet. Plan hat gen Leuten 237 Hektar enig geeignetes, mit Gesträuch bewachsenes Land gegeben", r das voin Ozet zugeteilte Geld konnten sie 23 Pferde, aber in Fptter für sie kaufen: die Leute haben ihre ganze Habe .'äutzert, um die Tiere zu füttern, 20 von den 23 Tiereü >d trotzdem gefallen. — Die Wohnungen? „Ein guter -irt wird in solch einen Stall kein Prtzrd stellen, hier abor ohncn Menschen." — Das Aussehen der Leute? „Düstere eiichter: Scherzen und Lachen haben dm Leute verlernt." .Rock eine kurze Bemerkung über die „geistige Freieit" der Juden im bolschewistischen Reich. Oeffentlicher uilerricht in der Bibel ist ein Ding der Unmöglichkeit: die nrcm Glauben treu Gebliebenen versuchen cs heimlich zu tu». . rer Lehrer geht von Haus zu Haus und lehrt die Knaben »'bräisch. während seine Gattin drautzen auf der Wache "lebt", um einen drohenden Ueberfall der Polizei möglichst zü vereiteln. Der letzte Rongretz der dritten Internationale, der im 2uli/August 1928 sichtslos jede Spur ogi kauer Regierung lätzt Die allerletzten Rachii Rabbiner, die die Jp zwei von ihnen sind Schicksal der anderen s ch uji haben die P c die Synagoge und secp die direkt von ihnen an einem absichtlich wo st a t t M a; z o t mittelalterliche Jnauisijt Ueber ein Nebel zuschöpfen imstande, w^ zu sagen. Genügt abe der zu hören bereit ist ir i k;j: PC s eti Zur Ergänzung wörtlich einige licM Bildes bringen wir im folgenden Mldungei» |ier „X. C. H.“-Berlin, unser Ritualmordhetz« Die Leiterin des Wichorewa, jüdischen Mitglieder u einem Juden gehören^ Juden geschändeter C war, datz die jüdisch' mutzten. Jüdische Arbeiter verlasst sgland. Moskau^iagte. hat beschlossen, rück- Religion auszumerzen, und die Mossolche Dinge nicht zweimal sagen, en melden: In Rewel sind fünf eiid unterrichteten, verhaftet worden^ rch Sibirien verbannt, das noch unbestimmt. In R r e m c n t - itrden, ausgerechnet zum Passahfest. Bethäuser der Gemeinde beraubt: cfbshängigen Juden haben sie genötigt, veranstalteten Mahl teilzunchmen, Brot oorgelegt worden ist. Die ojx war bei weitem nicht so erfinderisch! auch Hunderte von Bänden nicht ausist in einer engen Spalte nicht viel nicht auch das hier Gesagte für den. und sehen will?" »h üb en )ti » ai „Eines" oeröffent ich Riassenflucht jüdischer A sie einem Riartnriuni .Zeitung, der Wahrhaft schweigen, datz di« Fabriken unterzubrin^ Juden haben das Dune ans Tultschin 300 jung« mowsk geschickt, die Fabrjk zu | Fabrik u stellen. Es wurde ih icn wie gehörig. 1 Ruffel lietzen die jüdischen sandte Romzet IM d Pctrowsk, ferner 30t) beide Aktionen erwie en schenden Ehaos. Rc mztt der kommunistischen Paqt „Eines" fordert cin^ die Sowjet-Fabriken wegen schlechter BeWndlung. ielr e Antisemitische Ofga 1 Die Zeitungen > Woronesch, Samara, Wjel anderen gröberen u antisemitische Organist Hemden", „Reue Ge i unter der Arbeiteru lauten: „Reue Revol Rutzland!" und ähnl Aus dem Jahresbericht litik der Unter Bei 1 en. Aib klag id atto erqti »b utib d) c< Rlubleiterin. kommunistischen jrii^munistischen Mädchenklubs in Dniukg. te im Klub eine Hetze gegen die verbreitete das Gerücht, datz in einem Rellcr in Dzanloj neun Leichen von tcn aufgcfundcn wurden. Die Folge Mädchen aus dem Rlub austrclen aufsehenerregende Mitteilungen über beiter aus Staatsfabriken, in denen sgcsctzt sind. Plan mutz, schreibt die >ie Ehre geben, und nicht weiter vu suche, jüdische junge Leute in den bisher fehlgeschlagen sind. 200 jnnge zs-Bajsin verlassen müssen. Romzet hat Juden in die Fabriten von Artioibrilsvcrwaltung aber liefe sie von ern und verweigerte ihnen Schlaf ein Tagcslohn 'von 60 Rvpckcn statt 15 Ropcken gezahlt. 9latürlich vcr eiter diese Fabriken. Aus Unian ierte Juden auf Arbeit nach Dnjeprjunge Juden aus Mohilew-Podolsk: sich als Fehlschiäge infolge des Herr t und „Jcwsetzia". «jüdische Sektion eil schieben einander die Schuld zu. stirenge Untersuchung. nsationen in russischen Städten. n, das; in den Städten Leningrad, iko-Luki, Swcrdlowsk. und in vielen kleineren Städten der Sowjetunion neü bestehen, die sich „Schwarz on" usw. nenne», und Propaganda Schuljugend betreiben. Ihre Losungen n". „Schlagt die Juden und reitet mehr. »er amerikanischen Zionistenlonoention in Detroit. Die russische Regiert ng befolgt eine vorsätzliche Po d r ückung der zionistischen Bewegung: die Zionisten werden gehetzt und in grauenvolle sibirische Kerker geworfen. Un erricht in Hebräisch ist verboten, hebräische Bücher werden unterdrückt, hebräische Sck>ulen verboten. die Religion joirU lächerlich gemachte Alles, was dem ist. wofür es in all den Jahrhunderten entwurzelt und vernichtet. Der Spürsinn der E. P. 11., berliunben mit strenger Zensur, hat es drei Millionen unserer Brüder in Rutzland unmöglich gemacht. die Wahrheit über die wirklichen Verhältnisse der Welt mitzuteilen. Die von den jüdischen kommunistischen Sektion» befolgten Methoden erweisen ssch in ihrer Auswirkung'noch grausamer und destruktiver als die Pogrome unter dem Zalrenregime. Die Pogrome vernichteten die Körper, die jük ifchien kommunistischen Sektionen unterdrücken Körper und Seele. -

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