Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 9 (September 1929)
- Date
- 1929-09-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mofes JVEenddöfobn, der nationakkutrcbe ^fudf Vergelten« Dank- und Siegespvedigten über friedrtch den Großen. Tie Zweihundertjahrfeier um Moses! Mendelssohn, welche : diesen Tagen in fast allen jüdischen> (Gemeinden Deutschnds begangen wird, stellt nach den bisherigen programmatischen Veröffentlichungen vor allein dtn grohen Reformator Judentums, den ..Luther der jüdischqn Religion", und den alosophischen Erzieher in den Vordergrund. Man vergibt er dabei allzu leicht, das; diese grotzetz Leistungen für das ulsche Judentum auch aus einer ganz persönlichen, wahrhaft nnng, „Fürwahr, mich -lebt unser Erlöser", dachte,: wir, njorf) hat uns der Herr ncht verfassen. Wir wendeten uns daher zn der Gnade unseres Schöpfers, wir stellten öfseitlichs bete und innigliche Bnßtage Riihrnng liebte Brüder! in di an. eneS se utschen Gesinnung Mendelssohns sich schon bewundernswert und eist! einer Zeit, in welcher in kultureller, »sicht die preuhischcn Juden wenig . eie Pflichten und grohe Zurücksetzung Bevölkerung ertragen muhten, hat Rio l’ irrt drisch sentimentale Regungen citu) erwachsen sind, welche er Feier würdig ist. ozialcr und politi cher Rechte halten, über in der nichtjüdilchen es Mendelssohn,' unvcrehrt. Ihm war inig und Vateris jüdischen National » nies, der seinem echten Neligionsempfiuden fremd war, seine ulsche Heimat, sein Vaterland und seinen König in Briefen .l,d literarischen Werken gepriesen unq . .IS altpreuhische: „M i t G o 1 t f ü r K 1 a n d" Weltanschauung im wörtliibftcn Sinne; Gott rief er an mit inständigen Bitten, seinem ö n i g , seinem Vatcrlande in den Stunden der Not zu helfen und ihm einen glücklichen Ausmrng seiner Kriege in Gnade zu ichenken. Dieser grohe Gelehrte des Judentums, dessen Talmiid- »bersetzung und dessen philosophische Werke sich mit der Bedeutung gewisser iNoderncr wissen schöstlicher Vertreter des Judenlums bestimmt messen können, lauute noch keinen unnationalen Pazifismus, wie ihn heutzutage jüdische „Intellektuelle" zu vcr- Iiinden wissen — er war ein nationaler, ein deutscher Jude und unser Vorbild schon vor zweiiuindert Jahren. Ihm und seiner vaterländischen Gesinnung zu Ehren weisen wir auf eine im Jahre 1866 von llr. i Pi. Kayserling veröffentlichte, aeute fast in Vergessenheit geratene Sammlung von Tankpredigten und Dank psalmen hin. die Moses Mendelssohn für die Berlineis Jüdische Gemeinde anlählich der Siege Friedrichs des Groben bei Rohbach und Leuthen geschrieben hat und die besser als Erinnerungsmorte den Geist lebendig machen, ans welchem heraus Mendelssohns Arbeit an der Erziehung niscrer Glaubensgenossen und die Erfolge seines Wirkens lst voll verständlich werden. Moses ■ Mendelssohn wollte »c Juden seineV-Zeit nicht nur aus dem Ghetto, in elchcm sie äuherlich und geistig lebtet!;. befreien — ein so Beste» zweiseln nicht, das; Wer kan» ohne Wchnilth, ostne TageS gedenke», da ihij Alle, geiederfic et, Erhalt, ng m Tempzl vor dt» Herrn i nnd-mit heiße» inbrünstigen 'Thränen sür die unserer einzigen Hof nnng, für die, Wohlsahrit nnsedes, Monarchen und für öe i glücklichen Fortgang feine : vor Eott gerechten Waffen be et t. „Ter Herr hat unser C Ccnb n cht verschmähet noch ve achtet, und dir wir zn ihm chrien, da hörete er es." Er begeisterte nnsern> allergnäd gstcn!3c Herrscher mit einer A ei A>eit, darüber all< Klugen dir Erde erstaunen: Er stärkte ten.Mnth seiner Kriegsheere, ting sie ruf ^Adlersliigeln, wohin il> len ihr Führer winkte. „Nstii riihiyct den Herrn, die ihr ihn fürchtet." <Ps. IR, 20.) Ihr habet! htclüboe gethan,!meine Briher! ziiin der Armen nhd vornehmlich der Wittwen n zd Waisen der tapferen Kriege iU utc, die für das! Baterlant und ür die gerechte Sache i>rrs Königs ihr Lehen anfgeo; sert. Pir di Um 0r»b von piofce stkenclelskobn Llahlstich bon Daniel Chodowieitl. den Mi! le, schuldig bin an Es war^ Tein treuen! . . . Herr der Heerschharen, Knecht Friedrich solche große Dinge Wunsch! . . . Segne da-Z es ewiglich sei vor gesegnet ewiglich. iitiv schöpferisch veranlagter Mensch fragt nicht nach dem zu dem machen, was jüdischem Bindestrich- 6 oh er. wenn er nicht gleichzeitig dajs Wohin endgültig mit — er wollte sie darüber hinaus heute, trotz Zionismus und deutsch!- eist, geworden sind und noch stärker seih werden: zu vaterandisch bewuhten, ihre Nation liebenden, ahrhaft deutschen Volksgenossen?— Die nach- 'lgenden Zitate aus seinen Dankpredigten und Siegespsalmen »d die bleibenden Dokumente solcher Gesinnung, ist. Lß. Die ..Dankpredigt über den groben und herrlichen Sieg, welchen Se. Majestät unser allerweisefter König den 5. Dezember 1757 über die gesamte und weit überlegene Macht der Defterreichischen Kriegsvölker bei Leuth« in Schlesien erfochten, Berlin 1757." enthält folgende in uns, rem Sinne unocrgehliche Worte: , „Er hat sein Antlitz, nicht vor uns verborgen." Da die Gnade des Höchsten unscrii Monarchen erhielt und ihn unter ihren Flügeln schützte, so leuchtete allen treugesinnten Unterthanen in dem größten Trübsale noch ein Strahl der Hoff- Ich will mich intt O daß Ihm n:ei>: Preis' Jhl dem Herrn erfreuen^, Gesang gefiele! mein Geist! in der Gemeine. Laß Dank-i u:id Frcndenlieder schallen! Lobpreiset den Herrn und dankt Ihm mit mir; Laßt Lieder wie nächtliche Thautropfen fließen. Wenn Tapferkeit uns Wunder zeigt; So ist's dir Herr, der Wunder thut. Wie furchtbar tüizt der Feinde Menge Ans Deinen F Toch Tn, Ilm Jh" Ten Held, *) Zur ErlänterMg ganze Armee nach g> vö „Nun danket Alle Got! während des Gesangep r i de:: den Zwei Licht Ten Weg i u Iber Unsterblichkeit. löe 'seS dem Herrn angenehmci als tausend soigenannte Friedensbe« Zeugungen, können. . . die ihr hätte . . . Ahmet dem groß dem weisen Pionarchen der. Herr erwählet, Wr durch ihn zuverrichten sonst die Eigenliebe die Augen Sterblichen zu verblend, n psl. gewe>tn. anstellen n Sie; nach, nderwc So s er. Wen rkc hr >er gt. so schreibt er doch keinen voi» Wen Siegen, die er über seine Lerfol >er davon ^getragen, sich selbst zu. Tein Herrn allein giebt er die Ehre, ler -seine Wafscn segnet, sei icir Verstand erleuchtet und sin Hirz stärket. K a u in hat i i in de r s l i e h e n d e Feind den Sieg und das Schlachtfeld über lasse», a ler m t d i in g e s a in in t e n siegreichen Heere ans e b e n bim Schkachtfcldc d e in Geber alle-Z Guten d a it f t *j) Ich s:he ihn, den gekrönten Siegerl vor dem Angestellte seiner Kriegkschaarm, die müden Hände gen! Himriel empor heben: „Tu weißt! es, rast er, mein Schöpfer! daß! ich «n Htute, das heute vergossen wopden. Vater! Nun danket ihm,! ihr $e Gott Zebaoth! du hast deiiten herrlich gemacht und uni seiiietwilen ggthan. Gib ihin ferner seines Herzens Hirns deines Knechtes Friedrich, daß dijr, denn was du segnest Herr!.das ist d-erich daher! Welten Heil! beschirmest Liebling Deiner Güte. .-. nennt der Nachruhm den Preis der Helden, leitet Gerechtigkeit und Weisheit, die der Herr gesendet. dieses Umstandes sei bemerkt, daß di : nnener Schlacht das Lied uustimmte und daß der König den Hut abzog «nt chit entblößtem Haupte stehen blieb.