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Der nationaldeutsche Jude · 1929-08-01 · Nr. 8 (August 1929) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1929
Issue
Nr. 8 (August 1929)
Date
1929-08-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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IX. Die Zionisten Palästinas erkennen ihre Lage! Marl Loewq -Haifa, ein sozialistischer Zionist, schreibt >.r Zeitschrift: „Die Tat" (Juli 1929): Englands Absichten: .Die verheitzung der BalfourdeNaration hat sich nicht erfüllt, Palästina, da» al» Asyl starte gedacht war, in der ein heimatloses Volk unter dem Schutze England« die Ruhe zum Ausbau einer neuen nationalen Kultur und einer neuen Wirtschaft finden sollte, ist gleich den übrigen Ländern de« «orderen Orient« in den Strudel der Weltpolitik geraten. England sucht da« Heilige Land zu einer seiner Positionen für die Sicherung seiner Macht in Asien, zum Ausgang eine« Landwege« nach Indien und zum Stellwerk für die Verbindung seine« afrikanischen und seine« asiatischen Kolonialbesitze« auszubauen Damit zieht Grostbritannim Palästina in den Krei« seiner arabischen Politik und macht e» gleichzeitig zu einem der Schauspätze der kommenden Auseinandersetzung mit den Bereinigten Staaten um die Hege« monie im Mittleren Osten.' Zur Araberfrage: .Die Hoffnung schrumpft zusammen, die jüdische Minorität Palästina» in absehbarer Zeit zahlenmäßig auch nur in ein annäherndes Verhältnis zur arabischen Majorität zu bringen. Die U<oliiik der palästinensischen Juden wird sich deshalb darauf einstellen müsset,, auch im Mittleren Osten die Vertretung einer Minderheit zu bleiben. Die palästinensische Na'ionalilätenpoliiik lvird unter diesen llmsiünden vorläufig weiter aus dauernd n Reibungen zwischen Juden.und Arabern bestehen, die durch Englands „djvide et impera“ immer wieder in« .Gleichgewicht" gebracht werden." Zur Wirtschaftskatastrophe: .Im Gegensatz zu den au« der. Bibel stammenden Vorstellungen ist Palästina kein gelobte«, schidern ein arme« Land. Seine geringen wirtschaftliche» Hilfsggellen, die zum allergrößten Teil im Ackerbau liegen, sind überdies in jahrhundertelanger Mifiivirtschalt teil« verkümmert, tei(< sogar gänzlich verschüttet. Ihre Wiedererschliestung wird nur mit einem grasten AuswanV physischer und seelischer Kräfte möglich, sein. Sie wird zudem > J^ationaldeutfcJbe Juden der Vergangenbeit* Unsere Bilderfolge. 3m Gedenken der Gefallenen zwei Namen aus der .Heldenschar der Namenlosest herauszuheben. könnte Unrecht sein an allen anderen, die wie diese ihre freudige Vaterlandsliebe in de» Tod getragen haben. So sind uns denn im Anblick ungeheurer Gräberfelder die Namen Ludwig Frank und 'W aller Hey mann vor allem Symbol und Vestätigung. dast im gleichen Geiste wie sie alle gelebt und gelitten haben, tausende unserer Glaubensgenossen ebenso wie ihre andersdenkenden Raineraden. Ludwig Frank und Walter Heymann sind uns aber auch im engeren Gedankenkreis unserer besonderen Ziele und Aufgaben Symbol und Bestätigung gleichen Geistes und Lyollens. Beide waren schon in jenen glücklicheren Vorkriegszeiten L e b e n s k ä m p f e r für die deutsche Sache: Führer, di. uns nationaldeutschen Juden auf unserem Wege zum „Quellgrund des Deutschtums" im Sinne Fichtes, der auch der Weg zu uns selber ist. vorausgegangen find. Auch diese, der eine durch politische Arbeit, der andere als Sänger seiner ostpreustischen Heimat, haben die Aufgabe ihres Lebens, fast möchte man sagen, die Berechtigung ihres Lebens, im kämpfenden Dienst am deutschen Volk gefunden. Beide haben aus dem Quellgrund des Deutschtums Gegenwart und Zukunft ihres Volles formen helfen. Dabei war ihnen, gerade durch ihren Dienst und Hingabe an die Arbeit der Welt, ihr Judentum notwendiger und bemühter Dienst an Gott. Mit Stolz können wir sagen, dast sie im Leben die Unsrigen waren, wir werden sie auch im Tode zu den Lebendigen zählen. — I)r. Ludwig Frank, geboren 25. Mai 1874 zu Nonnenweier in Baden, gefallen am 3. September 1914 bei Noissoncourt, war von Beruf Rechtsanwalt, widmete sich als überzeugter Sozialist aber bald der Politik. Seine Führerstellung in der S. P.D. — erst als Abgeordneter und Vorsitzender der badischen Landtagsfraktion, dann auch als Reichstagsadgeordneter — verdankte er seinem besonderen Sinn für Und diese Anlah, auf den verwenden. noch durch die sek äst für die akklimatisierten Araber Ungünstigen hygienischen Ber>ältnisse erschwert. Die Malaria herrscht nicht nur in den Gebi> ten. die noch zu erschliesten sind, sendera auch dort, wo sich di« Land längst in Kultar befindet. Natürliche Reichiümer besitz, Palästina nur in beschränktem Maste. Voraussetzungen. größeren Menschen,iiossc» „och ejne Eristenzbäsi« zu schaffen, sind für lange Zeit'nicht vorhanden."! Das sind, wie gesagt, wahllos zuiammengestellle ^Meinnngs- Suherungen, die d,r Redaktion allein in den letzt«» Wochen Vorlagen. Nur 'Zlahmangel hindert uns. offizielle weitere Berichte, etwa des Lord Chancellor an die iritische Regierung, «der des Mandats-Rommmars an den Lord Chancellor, zu veröffentlichen, die sämtlich die Lage in schwärzesten Firben schildern. Man fragt sich, warum bei dieser Sachlac e die verantwortlichen Zionistensführer, *ic doch angeblich ein Herz für ihr „Voll" haben, es, überhaupt zulassen können, tust auch nur ein jüdischer Eutglcubiger aus Polen oder Amerika, welche Länder ja den Hauptanteil der „Chaluzim" imeist kommunistische palästinensische Lyndgrbeiter) stellen, das „Land der Hoffnung" betritt -f «ine für mehrere Jahre itreng durchgeführte völlige Cinwanderuingssperre wäre nach Meinung Aller Sachkenner der einzige! Weg. wenigstens für eine spätere Zukunft etwas bessere Verl gltnisse zu schaffen. 'Wenn der 1t. Zionistenkongreh nicht ein Propagandarummel und eine indirektelindirekte'?) Seelenl und Geldfischerei, sondern ein: ernst zu nehmende, politifit arbeitende Versammlung märe, würde er zu solchen einschn, idenden Mahnahknen, die nicht „letzt von Palästina se >b,st gefordert werden, bereit sin. Dann freilich wäre es y Ende mit der „zionistischen A asbauarbeit in der Diaspora" i und das graste ..Palästinawerk' würde sich als das enthülle, .J was es ist: als eine der vieler verunglückten intcrnationalen Rvlozi,isat o ns verlud» e der WelkLeschichte: beachtenswert frei ich durch die besondere Art ilster Auswirkung auf die Bevö lerung der zivilisierten Länd f, in denen dieses Crperiment toi« letzte Ver wurzelung jüdisch st Menschen mit ihrer w i r k l i d, e n Heimat um Jahrzehnte > «hemmt hat. — ' Hcktsache ist für uns, wie gesagt, der einzige $. Zionistenrummel soviel Druckesschwürze zu ' " Heinz L In d w i ß. staatsmännische einzelnen oft gege essen ausstellte un > verantworkungstewustte Führung die heutige staistsbejahenbe und verstärkt Bevor die Revo gaben stellte, von Arbeit Politiker und Stunde der No sich k r i e g s f r fügung gestellt, scher, ein ganz 'Walter Heymann in der Nacht vo Geschichte der d find realpolitische Aufgaben. „ Parteidogmen und reine durchsührte. So ist nicht )ie er »n Agiiationsinter zule;t auf seizte, nyuonale Haltung der Partei zustickzuführ«». sttion seine Partei als Ganzes vor neue Aufhat Frank die u n I ö sl i ch e Einheit ffdinft'iinto Vollsgesaniiheit /als lls Persönlichkeit bewiesen: er l»al in [fein Vaterland nicht im Stich , >elasse» willig der Volksgemeinschass zur Ein ganze» Politiker, ein g a z e r er Jude und ein und ein ganzer Me,sch! geboren 19. Mai,l6)2. gefallen nt 8. zum 9, Januar 1915 bei einem Sturm Angriff auf Sl issons, hat sich trotz seiner Iucend der Utschön Literatur einen Platz erebert. Seine Gedichte und Novellen haben hohe dichterische arthei und Form. 'Was sie üns besonders wertvoll macht unk-sie h, raushebt aus dem oft beziehungslosen Kunstschaffen der Vor kriegsgeneration ist ihre Heimatliebe und oaterlän )ische Treue. 3n ihnen ist ein Stück Deutsckitum Gestalt gewordm unk viele Volksgenossen licfacn durch sein künstlerisches, riel zu früh für uns zerrisse iss Lebenswerk die deutsche: Hein at ne i und inniger lieben g lernt. Auch Walter Heymann hat Diesen Gottesf, i im Heldentod; lebendig ift un freiwilliger dib! Einheit feiner Leben und seines Dst u t I ch t u m s erwiesen: seinem lRriegsgedichte uüd Feldpostbriefe, München 191$ Müller) gibt es j diese Widmung: D^n Mritgern! ies Buch. ist-geweiht- )pm deutschen 'Wesen, urch Rriegs- und Friedenszeit ird es genesen. Sir sind jetzt hienieden, m unsere Feinde zu schlagen, ottesfrieden »küssen wir darum in uns tragein «den, den seine Gedichte atmen, effunden. Aber auch er und sein eirer Erinnerung. als 1! riegs- >a uf , a b e letzte» Werk bei jGeorg >at Werk er selber bleiben H, Lß.

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