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Der nationaldeutsche Jude · 1929-08-01 · Nr. 8 (August 1929) · p. Seite 3

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1929
Issue
Nr. 8 (August 1929)
Date
1929-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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m T H tagen. tägliche Impulse. Hier liefert die Praris stumme al'cr erbitterte Einzelgefechte, die meistens entscheidend oeriufen. Freilich bietet auch dieses Kampffeld, als Ganzes gesehen, den Anblick eines ungelösten Problems. Deni-iÄ kann man sich leichter an Tatsachen halten und auf solchem n^ge hoffen, einer Lösung der Frage näher zu rücken." — Nicht nur für die Diplomatie ist trotz aller Demokrati- Vrunq die „Gesellschaft" noch heute der Boden ihrer pratschen Arbeit: auch in den Kreisen von Bank und Börse. Industrie, Kunst und Sport spielt das rein gesellschaftliche Moment eine bedeutende Roll«. Und die völlige Eindeutschung unserer Mitbürger jüdischer Abstammung ist. mindestens für die große Zahl der Gebildeten, bestimmt nicht in erster Linie durch: aber auch nicht gegen die Gesellschaft denkbar. Und deshalb wird uns auch diese Seite des übergeordneten Themab: der nationaldeutsche Jude und die deutsche Volksgemeinschaft, zum Problem. Die Schriftleitung. Zum 16. Ziomftenkongrers. Die {Überwindung des Zionismus durch die 6inheitsfront aller dcutTih Vom 28. Juli bis 6. August findet in Zürich der i. zionistische Wcltkongretz statt. In der zionijichen Tagespreise aller Länder, voran in Deutschland, häuften die Berichte über Vorwahlen und Vorkonferenzen. Porhlägc und Vorbereitungen. Man , 1 llilt die „Völker" und die Namen, ie festlich dort zusammenkamen, und hofft so mit bewunderungswürdigem propagandistischen Eifer die nötige .reitstimmung. welche angesichts der wirklichen Lage der Bewegung und ihrer Mitzerfolge in Palästina >onst mit Recht ausbleibcn könnte. — Wir nationaldeutschen Juden haben leine Veranlassung, diese Tagung besonders wichtig zu nehmen, noch den lionismus nur um seiner selbst willen ui bekämpfen. Wir wünschen im Gegenteil allen jüdischen Glaubensgenossen. die überhaupt einer „Heimnättc" bedürfen und mit dem Begriff des jüdischen Nationalismus einen inneren, und wenn auch nur theoretisch-gefühlsmäßigen Zufammenbang haben, möglichst schnelle Erfüllung ihrer Hoffnungen. Wir haben nur seit jeher an1 sie die Bitte hic zu einer Kampfforderung wird, wenn wir an die Wühlarbeit der Zionisten in der „deutschen Dia- «poras' denken, und an ihr Ziel der Zerreißung oft Jahrhunderte alter Heimatbindung deutschen Judentums —, sie möchten ihr Bündel schnüren und dem schwer um seine Eristcnz ringenden deutschen Volke nicht unter der Maske von „gleich berechtigten Steuerzahlern" und „deut schen Staatsbürgern" das Brot we nehmen: wichtiger noch, nicht durch Dasein ewigen Zwiespalt und neuen, erst durch ihre Arbeit verständlich werdenden Hatz in die deutsche Volksgemeinschaft tragen. Falls es aber mit der jübischen Volksgründung in Pa- \ lästina nach allen bisherigen Anzeichen j noch nicht so schnell gehen sollte: es würde zur Bereinigung der Lage vorerst genügen, wenn jeder Zionist freiwillig auf alle öffentlichen Aemter deutscher Belange verzichten, sein für ihn neben dem jüdisch-zionistischen ja nur fosrmale Bedeutung haben des d e u 1 s ch c s Wahlrecht freiwillig sich überall offen als Ausländer und neuen palästinensischen Vaterlandes b aber im Gegenteil Zionisten es mit ih cinbar halten, etwa in der preußische und nichtjüdische Deutsche politische lönnen, solange solche Zionisten F richtunggebende Politiker deutscher fälschlicherweise, zusammen mit Resse ichen Bindestrichlern und „Staatsbürgern", das deutsche Judentum vor dem deutschen Volke zu vertreten behaupten — solange sind wir Nationaldeutsche! verpflichtet, den Zionis nius als eine Gefahr für die deutsch^ und die jüdische Sache zu bekämpfen. Und keine sogenannte- „jüdische Einheitsfront", die es in Wahrheit für vaterländische Juden auherhalb der rein religiösen und charitativen Sphäre nicht geben kann, ^wird uns daran hindern! — 1 ..... Wenn wir als unsere Festgabe an den zionistischen Wcltkongretz wahllos einige der täglich unserer Redaktion zu Dutzenden zugehenden Berichte über ^die in jeder Hinsicht — wirtschaftlich, sozial und politisch — geradezu katastrophale Lage Palästinas veröffentlichen, sind wir uns bewutzt. den Unterrichteten nur eine neue Bestätigung alter Tatsachen zu geben. Aber abgesehen davon, datz diese ^atsachen bisher nicht zu genügenden dringlichen zionistischer sicher, datz die welliger ihren Hoffnungen Nationaldeutfche "Juden der Vergangenheit. en Juden. Konsequeilzen iist Sinne der Abwehr der auf- J Propaganda geführt haben, ist es Einsichtigen von der Eristenz solcher Gesicht schsagenden Wahrheiten nicht genügend unterrichtet sind. Denn weder die z i o n i st i s ch e Presse (was man ihr nicht verdenken kann) noch auch die erfahrungsgemätz von jüdischen Lesern geschätzten grotzen Tageszeitungen legen Wert darauf, die palästinensischen .Verhältnisse ungeschminkt zu kennzeichnen, da sie „Gefühle zu schonen" kftlven. Und so bleibt die HosfnLng, datz bei endlicher Erkenntnis der Aussichtslosigkeit. das jüdische Problem durch zionistische Rezepte zu lösen, unseren deutschen Juden wenigstens die Vernunft den" richtigen Weg weisen wird, den Verantwortungsgefühl und seelisches Einssein mit dem deutschen Vaterland schon von sich aus finden lätzt: die Verneinung jüdisch - nationaler und -jüdischinternationaler. hie tatfreudige Bejahung aller . nationaldeutschen Bindüngendie Uebcrwindung der jüdischen Einheitsfront durch bic| nationale Einheitsfront aller Deutschen. I. % (□alter Dcymann Dichter und Schrislfteller, geb. 1882, NriegdfreiwUIiger ISId.tftehe gefallen als 5. 5). ufgeben. und überhaupt ürgerschaftsanwärter des kennen würde. Solange r Ueberzeugung für ver- Regierung über jüdische ntscheidungen treffen zu rer deutscher Parteien, geszeitungen sind und imentjuden. jüdisch-deut- Aus dem Palästina-Bericht der Britischen Regierung an den Völkerbund. Gens. 5. Juli (I. T. A.) Die wirtschaftlicke Lage in Palästina ist nicht befriedigend. Trockenheit und Heuschreckeninvasion drückten auf die Landwirtschaft, die Wirkungen de« Viehseuche deS Jahre« 1926 warennoch nicht überwunden.Die Lage der Juden war ernst genug, um ein großes Matz von Hilfe seitens der Administration zu rechtfertigen. In Einzelsällen wurde! die Leistung dcs Zehnt, der durch eine entsprechende Steuer abaelüft ist, fast ganz erlassen. Bon Zinsberechnung für verzögerte Zahlungen des abgekösten Zehnt wurde' abgesehen. Diese Maßnahmen wurden ergänzt durch positive Hilfeleistung in der Fornt der Vergebung von Baranleiben und von Warenvorschüssen an Landwirte im Gesamtwerte von 200VV Pfund, die aus der Ernte 1929 zuzüglich ö% Zinsen rückzahlbar sind. Die jüdischen Bauern erhielten Anleihen im Ausmaß von 2500 Pfund Nach anderer Ri btung hin litt Palästina in den Winter- und VorfrühlingSmonatfn immer noch unter den Nachwirkungen der unökonomischen Einwan )erung von 1925. Nachdem zu Beginn des Jahres 1928 5000Ziidische Arbeitslose gezählt wurden,, durfte eine neue Zuwanderung hii gelernter Arbeiter nicht zugelassen werden.. . Hand in Hand t diesen Maßnahmen war eine AuSihandeningSbewegung solcher Eser rente sestzustellen, für die keine Aussicht bestand, sich in befriedigender S Seife in Palästina zu verwurzeln. Uuökonomische Unternehmungen wu:den entweder geschlossen oder auf gesünderen Grundlagen wiedeij, reichtet. Die Sch ilden der Zionistischen Erekotive. Die „Türkische Post" in K o n st an tino p e l schreibt: Jaffa, Dritte Juli. Wie der Presto mitgeteilt w.ird, ist in der Finanzlage der Zionistischen Exekutive neuerdings eine .Besserung' eingetreten. ES ist gelungen, allerdings, nur durch die Aufnahme neuer Anleihen, die Schulden der Exekutive von ursprünglich etwa 400000

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