Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1929
- Issue
- Nr. 5 (Mai 1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Zvoi fcbenf >3err JirifthenfclJ sprach: Rannt! tzi perftehn. Daß die teilte In nie! ins Theater gehn / - Cautcr Prctlcme. und wilder Am Hcierabcnd brauch' ich?vuhe. Dar sind ja nur secusihe Aufregungrb’uden. . Und dann: Rein 5tiidc mehr ohne JafenJ. Mir Huden rin ich pricatim gedeckt.. Diebrauch’ ich nicht nach a!r £hc$te:rfckt. Nosi. mein Cicrtir.ij. mach’ dich ne:D Vir gehn zur Lrho.ung inr R.abar^i. Var ein Gedrängel Der Daden geht fein. ’n Aoend. HAr Dr. Wendel:ein! . Auch hier heil.: er nich: an vh auvcbrgcnosfon. rj.cr Orc:! Schaumwein v Aurae chlessen. ’ne Vase!. Die Sängerin / Nette Kleine. Dar iceine Stimme. aber Bring! ' / Aa. ah. n'ar. Deine sind auch nicht ohne. Aber vy! Kommt die bcoHr Hu’morKäüone.' ’ hemr’crer Kragen. Bi'age gescheut' .1 Auch «in inkcl rem 'engen Leut. b.ud aur der- Kanone zurr:: er grr... wie 'r.i: dar erbe Humor’chrapne.:. Ladung: Lehma.; cm: einigem, tdfe^er.i Dere».-:una Melder: Schwacher Lrecher, Da« kan», die Rane ne nicht entmrrriycn. wie ’pe:: einen Vitz. einen alren und bnchge „euo? dieser reih: n:hi eben inr’ Her;. A»an 'recnr nur lei'e in, dumpfem w.chpcerz. Die Kanone -iede.h r.eir: u rerdrolen: wie har lim bircer nur eingeswossen. Ähr Alund’hüwc ru:.-n auf der Krageniaferre' eene nun '.-hießt -'ie mi: 'im ’e.r'r um. die W, Ärehe: au' Lre"er. Lr g.ü?: der 2»u?, - Are Kanone raumi mir dem genauer auf.; ' wC-iltis .inhs und Do.redet«. . eiere gemischten und gleichen Gesu.aehtr. wreuer'raaen und webuür'ermedeh. ’ . Ärder'rrafe und Boxmerhoden. ’ . Rrankhei: der fugend, wee.enkur. Kriegs- und Zriederrreireratur, . - Aechrranwälr« und w«i.-.ießfach’prenger. . .Dimrung.’ Wahrheit und Kamnierjänger.' Rur;, war im Venen man Neue-! rrCfajt Ader war auch nur die Seele oewegt. on Hanr Neusachr. Ar ä Orum Var Van elre. er der u.-.beirrten Ranrneurreb Vird alier Dojerct für goidnen Humor. Dar DuoliKum zeig: im hechl: au'micrr.: Herrn Hwischenfe.’dr Nlo'el ist amrc ikierr-. Dem die Ranrne. r'rn Lifer embrannr. Ha: nunmehr den Huden lieh zugewa^dr. Den Huden, den Kenn: die-.Kanone ainau. - -Der Hude is: komisch. arer schlau. ’ - . . Am Vehlruhl der Heil ^cha^r er unermüdlich' . l^nd sein Dialekt is: humorvoll südliche oogai cid im Kabarett. al; der Ltde ist er bekannt, ist er so inahlor interessant, er tut. das hat seine Nichtigkeit, kann ihn Pichl leiden? Wichtigkeit! Lr ve steht und oerzeiht in mildem Hgnirmur den Antisemitirmur. Die l velt um'pännl sein geistvoller Spott Nom Huden selbst bis zum lieben Hott, . Denn auf Grund seiner über^genen Gaben Braucht er vor [nichts Nespekt zu haben. . Dar Publikum jlaufcht in^ oerlegenem schweigen. Van ^ämt sich im Grunde und will's nicht zeigen. Herr ^>wischenscld flüstert in Nosi'r Ohr: „Geschmacklo^r Bursche! Dar nennt er Humor." Plötzlich ein Küsten. Launen gnd Äragen. Lin Lfast hat otpf den Lisch geschlagen Und rlift, ein älterer graublonder Nlann, Quer durch den 5aa> die Kanone an: „Lin Skandal! D^ir >äht man sich bieten! Und s» etwa; fenimpftj über Antisemiten! i Warum erhebt hier kein Hude Protest? : Pfui!! sie. beschznutzen whr eigener Nest!" Die Kanone versucht sich schnell zu fassen. Doch her Graublonde nai schon den Saal verlassen. Und Herr Hwisc^enfell! lspricht. zur Gattin gewandt: ..Avsi,'hast du den schfeier erkannt? Dar war doch isnfer Kassierer. Herr Krause! Hwanzig Hahre rn unserem Hause! Den heb’ ich vorkannt,!dar muh ich gestehn. — Lin reizender dliwnd. i’fPir woll'n nur gehn." Lagr darauf im Geschäft, kaum angekommen. Hat Herr Hwisck enfeld,'den Kassierer vernommen. Der scrach: ..Hb' bm ganz unpolitisch Und ganz gewiß nicht antisemitisch, weh sehe den einzelnen Huden an Und frage mfch. wie man ihn schätzen kann. Doch solch ein Llown jst, wie mir scheint, Der wahre, gefährliche Hudenfeind. ^Hür Beifall und Geld — ein elender Hweck! — 'Hieht er den eigenen Stä’mm durch den Dreck. , Da hat1’ ich mich für die Huden empört, — Da« Ve.tere haben sie ja gehött." Doch Herr Hwischenfeld sprach mit ernstem Gesicht: ..Herr Krause d r« aller entschuldigt Sie nicht. Das sind so innerjüdische Sachen, Die Anderen soLten da nicht viel machen. LmpeN sich ein ^ude. dann ist es gut, Doch wenn ein Herr Krause s>ar Gleiche tut, f Dann zeigt er. dah er. wie jeder Lkrist, Äm Grunde doch antisemitisch ist." Dar Dienstgespräch war damit beendet. Herr Krause har wyttlor äich abgewendet. Herr Hwischenfeld schrieb zweckr innerer Dämpfung Linen schecic für Antisemitenbekämpfung. Einladung zur!. böeschänsberichi. Ü. Ncchnungsberichli ZutritA nur für Mitglieder. i Hauptversammlung auf Mittwoch, den 29. Mai 1929, abends S UHr pünktlich, im Restaurant „Pscstorr-Dräu", Berlin W. Eauentzienstraste IZ. Tatzesordnung:- BcfchlußfaNung über irntlanung des Borilandes. 4. Verschiedenes. x ■- IzA. Dr. Georg Liegmann, Vornyendcr.