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Der nationaldeutsche Jude · 1927-09-01 · Nr. 7/9 (September 1927) · p. Seite 9

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1927
Issue
Nr. 7/9 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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9 - Prager Deutschtums zu lichten droht. I» B r ü n n. wo die 3uben zur Erhaltung deS Deutschtums in besonders hohem Maße Materiell (deutsches Theater) und moralisch beitragen, bilden die arischen Deutschen mit 47000 noch immer 21,3 Pro- .ent der Gesamtbevölkerung. Die nächste Volkszählung jedoch wird dank der präzise arbeitenden TschechisierungSmaschine die leutsche Bevölkerung auf unter 20 Prozent Herabdrücken und die 5 Prozent, d. y. 11000 Juden, von denen sich jetzt nur noch etwa 6—7000 zur deutschen Nation bekennen, werden >en Ausschlag für die Erhaltung der Zwei, iprachigkeit der m ä hr is ch e n H äup t st a d t geben, .'lehnlich liegen die Verhältnisse in Olmütz. Mährisch.- Sstrau konnte bei der letzten Volkszählung ausschließlich m i t H i l f e der s i ch z u in D e u t s ch t u m bekennenden Inden die 20 prozentige Mindestzahl und , o milden deutschen Charakter der Stadt und die Zweisprachigkeit.noch retten. In Prosnitz naben die Zionisten, insbesondere durch das Hinüberziehen der jüdischdeutschen Jugend ins jüdisch-nationale Lager, das Deutschtum so gut wie vernichtest. Dort führen die Verfechter des Zionismus gegen die deutschen Juden, die das „Deutsche Haus", die einzige kulturelle Pflegestätte der Deutschen, erhalten, einen besonders gehässigen Kampf. Durch die syst ein atischePropagierung der tschechischen Schule für die jüdische Jugend seitens der Zionisten ist das deutsche Schulwesen in Prosnitz bis auf die letzte Schulklasse bereits verschwunden. Unter der jüdisch-nationalen Parole: „Juden können keine Deutschen sein", sind die Juden Massen- Haft aus dem deutschen Gesangverein, dem deutschen Turnverein und dem deutschen Leseverein ausgetreten. Aehnlich liegen die Dinge iin jetzigen Polen. In K ö n i g s h ü t t e haben eingewanderte Ostjuden, fast durchweg Zionisten, den deutschgesinnten Rabbiner" l)r. G o l d s ch m i d t durch allerlei Schikane. Intrigen und sogar Denunziationen bei den polnischen Behörden aus der Gemeinde verdrängt und sich schließlich in den Besitz der zwei Synagogen sowie aller religiöser Einrichtungen gesetzt. Der bodenständigen deutschen Judenschaft. \ die sozusagen aufs Pflaster gesetzt war. blieb nichts übrig,! als sich! einen eigenen Betverein zu gründen und einen kleinen Betsaal zu mieten. ,^Jn K a t t o w i tz haben die Z i o n i st ein. diesmal unter dem Deckmantel eines p ol n i s ch e n.Pa t ri!o t is mu s, einen der prominentesten Vertreter der deutschen Juden, einen Herrn Or. R., bei der W o i w o d,s ch a f t wegen angeblicher „h a k a t i st is ch e r Umtriebe" denunziert. Als diese Anschuldigung in Nichts zerran, versuchten sie sich mit dem d e u t s ch fr e s s eri s ch c n „G on i ec S1 ask i “ in Verbindung zu setzen, »m l)r. R. durch Hctzartikel mürbe zu machen. Einen charakteristischen Fall aus jüngster Zeit meldet die „Teschene? Z e i 1 u n g ". Dort erlaffen jüdischnationale Kreise einen Aufruf an die Judenschaft Teschens, die Kinder „in Anpassung an die neuen Verhältnisse" nur in polnische Schulen und auch „die Kleinsten der Kleinen" in polnische Kindergärten zu schicken. So betätigen sich die zionistischen Freunde der nichtjüdischen Mitglieder des deutschen Pro Palästina-Komitees gegenüber. dem Auslandsdentschtum. Und doch braucht das arg bedrängte Auslandsdeutschtum zu seinem nationalen Existenzkampf den ganzen deutschen Menschen mit allen seinen seelischen, geistigen und materiellen Energien. Wer seine wahre Heimat in Palästina erblickt, kann diese Energien nicht aufbringen. Beiin Umsturz in Posen im Jahre 1919, in den trübsten Stunden deutschen Schicksals, haben deutsche Ju'den ihre Glaubensgenoffen zur Gründung eines deutsche n^Polksrates aufgerufen. Was haben dagegen die Zionisten getan, z. B. der jetzt in Berlin lebende Z i o n i st e n f ü h r e r v r. K o l l e n s ch e r, dessen Bekenntnis zum Zionismus nach Ansicht des Grafen Bernstor ff dem Deutschtum nicht Abbruch zu tun brauchte? Er hat in dieser deutschenSchicksalsstunde sich auf seine vermeintlichen jüdisch-nationalen Pflichte» besonnen, hat das Deutschtum glatt im Stich gelassen und hat — im ausgesprochenen Gegens a tz zum deutschen V o l k Sr a t — e i n en jüdischen, d. h. jüdisch»nationalen Volksrat gegründet. Der jetzige Präsident der 8iM istischen Weltorganisation Professor Weizm an n, geborener russischer Jude und dann englischer Staatsbürger, hat für England den chemischen Krieg gegen Deutschland organisiert Als Gegenleistung gab England den Juden das Danaergeschenk Palästina als angebliche jüdische Heimstätte. Wir können es dem Profeffor W e i z m a n n nicht ü b e l n e h m e n, daß er gegen Deutschland handelte, denn Deutschland war nie sein Vaterland.?(ber die Zionisten Deutschlands operieren auch heute noch bei passender G elegenheit mit den Worten „Heimat" und „Vaterland", wenn sie von Deutschland redi n. und das Beispiel des Grasen Bernstorff und anderer Ni ht juden zeigt, daß solche Redensarten nicht sinnier durchsch iut werden. Man sollte von den deutschen Zionisten verlangen dür en. daß sie auf dieses Gelegcnheits- und Bedarfs-Vaterland wenigst nis soviel Rücksicht nehmen nicht gute Deutsche für eine dem Deut chtum abträgliche und nur für England vorteilhafte Sache ein zu fangen. Der Zionismus ist eine Gefahr für das Deutschtum im deutschen Reich und im Ausla-n »e. In Reichsdeutschlond zerstört er der jüdischeit Jugend ihr d e u t s ch e s K u l t u ru n d H e i in a t >i ewußtsein. Das Auslandsdeutschtum u n t > rgräbt er an der Wnrzel. Die nichtjüdischen Deutscken. die sich für das Pro Palästina-Komitn anwerben liefe», sollten endlich begreifen, daß der von ihnciDäls so harmlos < uf gefaßte Zionismus nicht nur „dieStcllung der Juden im deutse jen Volksleben", sondern das deutsche Volksleben s e l sb st auf das Schwerste gefährdet. Deutsche Einheitsfront gegen die Kriegsschuldlüge. Der Arbeitsausschuß Deutscher Verba ul dem auch unser Verband angeschlossen ist, hielt vom 5. 7. Juli seine diesjährige Reichstagung in Goslar Auf dem geschichtlichen Boden der tausendjährigen Kai stadt fanden sich die Teilnehmer aus den verschiedensten Parteien. Richtungen und Verbänden zusammen, um in zwa ig loser Aussprache vor alleml die notwendige persönls-'- Fühlung zu suchen. In bejr Zusammensetzung der nehmerschaft (es waren etwa 70 Verbände aller tungen vertieten) kam der überparteiliche Charakt des A r b e i t s am s s ch u s s p s voll zur Geltung^ diesem Zusammensein d den lag mit der Hauptwcrt er verschieden Denke der Veranstaltung. Es ist große Verdienst des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände, die verschiedenartigste» „Rlch- »er daß er es verstanden hat. tungen" innerhalb unseres Vaterlandes zu sammeln unter Devise: Kampf gegen die Kriegsschuldlüge! Aus der _ Hauptthema „D e ntsche R Entwicklung und ihre das in sachlicher und klarer Arbeitsausschusses Herr D der Vortrag von Prof. Stellung Europas in Er zeigte in formvollendeten bewußt der Abwehrkampf d die Vorherrschaft Europas ist e. dis nb. erche T-il- Rfchc r In n -!>ao Fülle der Referate interessierte besonders >as visionsbeweg » n g , ihre künftigen Ziel e". über Form der Geschäftsführer res r a e g c r sprach. Ferner rot Erich O b st über '..T ic der Welt" reiche Anregung. Ausführungen, wie stark > »d der übrigen Welt heute gegen Besonders beachtenswert >>ar die Mahnung, bie der Redner an die Versammlnug richtrte: „Je treuer du deinem eigene n V ol kst n m bist . desto siche re r kom mst du zum M^ » s ch e n t » in!" Auch der Vortrag des bekannten Oberst Sch wertst g er über „Deutschlands Kriegsschuld in der öffe > t - lichen Meinung der Welt" fand viel Beacht» ig Leider war Prälat Prof. Kaas durch Verhandln,», en im Reichstag verhindert, seinen angekündigten Vortrag n,er „Probleme der deutschen V ö l k e r b n » d v o l, t k" zu halten. Für ihn sprang in letzter Minute Herr P r i vrtbozent I)r. Mommsen aus Göttinge» ein. dessen s;l,r interessante Ausführungen lebhaften Beifall, aber auch s st» starken Widerspruch hervorriefen. Die Diskussion hielt in, leider nicht völlig auf der Höhe der Referate. Trotzdem dürfte die Tagung in ihrer Gesamtwirkung bei allen T-,1nehmern starke Eindrücke hintirlassen haben. Wenn cs heitc in einer Zeit stärkster Paftei-. Klaffen-. „Nassen". , »d Religions-Gegensätze gelingt, eine Fülle der verschiedensten Richtungen unter einen Hut zu Kriegsschuldlüge zusammenzufassen. ~' ' deutschen die --- als ein Schritt zur wärmste zu begrüßen. Für uns national Mitarbeit in dieser Selbstverständlichkeit. Satz unseres Programms arbeit". besser und wirksamer leisten. gemeinsame in Bekenn bringen und zum Kampfe ge >en ist dieses Werk schon Einheit auf »ne deutsche Jude» ist Ire deutschen Frage eine Der erste und wesentlichste , ... tautet „Verständigung s - Wir können solche Verständiaungsarbeit nicht als indem wir uns in di ker Herzenssache jede.s Deutschen. gleichviel weh her „Richtung" er. sonst angehkrt. mit unseren nicht,ndisl,en deutschen Volksgenossen zu gemeinsame m -K a in p f » n d 1 n i s zusammenfinden. Heinz Zeimani.

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