Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 4/6 (Juni 1927)
- Date
- 1927-06-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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i 7 gebeuten. o m R o di cii i! ti t c r t eh t w et d e n wir as j e n i d e, was o o m 7' u 8 e u t u m 3 a h I c u m ä jj i £ erf aijbar i it. als will'» m in eucs Be i f p i c I[ d e na i; cu. Ter 5> a u s h a i t u n a s u n 1 c r r i d; t ina^t di? 'J.Uätdion mi; der jyülrrang eines iübiictcii Haus lim I l s pertraut. om l<j c i a n g wird an £>cn innigen > ü d i I d> e n '.!.>! e l o b i e n niei;: oorüberiie-uii zeu, und dadurch erzebiu Mt libaaü P!sgjid.!ei!eii. liniere Binder j ü b i i cki zu beein üiiiieii."*! '; Bei ‘ bie;em uiniaiicnöen a 1.1 i ii i) i' d; c n ' > r o >1 r a in ,n i'l nock' der Cliariukalileuchle^r veige-'ieu. der »di fetu '■Uernchmcn nadi in der fraglichen 2d?;i!e als Vorlage im ,!ei.i eihiuterriitt auKero^JiiiIidH'i Beliel ilieil erfreut, , iomie der für die Jutuiirt in 'Ausaht Heilende Plan, iir der Stunde Louilch.ii Unterridns. die iur 'i'o'd.iiftiii’J-n.J mix Tic leiten dienen 'all. das -- Jiddück e zu pflegen. Audi in der hi Tieren -ri.ale ii! es. wie :idi .aas ocrv.bm 2cbii't er-iiol. mtt den u'bd'entiiib ieben 2tun;.eil die i liort iHe rdüdze «harn uatii, 'bentatend . (üetleie. 'Uii\hna. Cmbiidv -(fie'chicUipl, ' uni das iit i-.ban ein Tritte! des ge'ainren u’if1-eui ::.n't.id;:n Unter ri.bis. ieinesiUeav abgetan. Berge-renwärlizen wir uns bo.t r»mal. Nin.- ira et -tiulio. was hier uorcubt: .Hier werden junge 2 » d e ii u n t e r r i d> t e t und erzogen als (5 c n : i f c n eines Volles. das kein eigenes La n d u u d keine >i e m e i u i a ,;i e 2 p r a d. e h a t. Hier wird der T u u l c I' p o m a n s e i iv d Ulten j fi fc i! ä: e n V o I k, der bei Ridzt ruben Uegrei.'^d erwei'e immer wieder -d.UiHtrauen und Hatz etaiidt, pan neue,ii geliegl und gepflegt, und wie andres ais 7 iiufel tollte mau es nennen, wenn im (ft-ei dt i d> t s u i , c r - v i d t der iiil i'.i en 2d'.ile die 2 ei) i cf i a l e des jüdi d: c tt Volkes „a ■ s (O r a 8 m c; t e r t ii r iv a h r e 5t u 11 u r einer %I e i r oder P e r mV n I i d; f e i t“ herang zogen werden! T i e' e i ii d i i dt e n 2 dt n l en find feine B e - i e-n ii t n i s i d u! e u im 2ittne einer epangciiidKii oder latlmliidten 2d’iile, ioubern iie züchten den T np des;>! a t i o ii a! j ii d e ii in Teutidiland mittels fünft licher ('> li e 11 o i' i r n ,i g. Tie Jioniitcn haben ausgeze ebnete Regiiieure: ne wi ien, datz es zahlreiche ehrenwerte Leute hihi, die nadt Al oioierung ihrer Berufsarbeit in ihrer iyunilie anfiieheii, ohne üch um allgemeine fragen zu kümmern. Tiefen Leuten wirderzählt, ,datz die neue 2d,ule, wie fii nadi ten' tSntujiireit eines ÄeichsnUuIgeielzes in Aussicht itehc eine rein d;riitlid-e Angelegenheit iei, in der die Juden benachieiligt werben würben unddatz es daher jetzt erforderlich 'ei, die eigenen 5liit8er in die jüdö'che 2chule zü schicken. 2ie verschweigen dabei, wie dienneue jüdische 2chule beschatten sein wird und betzhaii'en sein iiinsz. wenn die Zioniitrn auf ihre Geste ltung Einilutz haben, was wiederum ange'ichts 8er Verhälni ie in den jübinhen i'jeinciuben, insbesondere der Grotzitädti mit ihren itarfen' o'tjüdildien Bevöl'cr.mgsteilen und mi der befannteii Indifferenz der Liberalen unausbleiblich erfheint. T ie - Leute, die loldieu iLinflüsterungeii Gehör lchenfen, sollen . fieii einmal überlegen, was für Men'chen in 8, bzw. 12 Iphren iit die Lehre oder au' die .Hochschule kommen, nachdem iie d i>e i e jüdische 2chu!e apiolpiett'‘haben. 2ie .finden sich! einer erdrückenden t>>iehrheit von Andersgläubigen gegenüber, deren '.Uieutaiität ihnen fremd erscheint, und nach dieser Art der Erziehung fremd erscheinen musz. was selbstverständlich ejegenleiiiges Mißtrauen auslön. Und in vielen Fällen werden diejenigen. die einmal diele Fremdheit überwunden haben, i ganz ins andere Lager übergehen, nndibem iie die Einsicht gewönnen haben, das;'ihre einseitig nationaljüdildie Erziehung, die sie' zu Gliedern einer nationalen Minderheit stempelt, für Tcjutickland völlig wertlos iit. 2o beitebt bie Gefahr, das; durch diele nationale Erziehung die religiöse A b w a n d e r u n g v e r m e h r t w i r d. 7m der heutigen Generation der deutschfühlenden Iuden, die ihren i ü d i s ch e n GI a u b e n durchaus nicht p r«r i s » geben wollen, finden üch viele, ja wohl die groge Mehrheit, die an christlichen 2chulen erzogen und trotzdem gute Relickionsjuden geworden lind, obwohl iie gelegentlich einen christlichen Choral mitgeiungen Haben. Aus den jüdischen Schulen, wie. sie uns jetzt drohen und teilweise srhon bestehen, werden nicht Aeligions-,. sondern Bolfsjude-n hervorgehen. Tie'es ErziehungserUebnis lehnen wir ab und deshalb bekämpfen wir mit Entschiedenheit dieie neue j:,d.'sche Schule. ' ' II. Hebräischer Sprachunterricht. Bon Dr. F. Wachs n e r. . \ Tas Problem des hebräischen Unterrichts der deutschen Süden - fit in d. n einschlägigen Zeitungen schon sehr oft erörtert worden und wird leider — nock> sehr oft erörterl werden müssen. Gegehwä-tig liegt dazu, aller Anlah vor, ") F e i I, (b e u i r l P Bei ich! über die jüd sche PolkSfchtile in Breslau. Füd i'che “»eiiiiug iür Tsideutschtand tü. 2.27 Ar. 7. (■Sperrungen von uns vorgeno innen.) Die Schriftleinchg. «> — da die Sprache unserer heiligsten Schriften im Begriff steht, zu einer sehr profanen Modemche zu werden. Wie stets, ist die Berliner jüdische Gemeinde, die bekanntlich üoer eine liberale Piehrheit verfügt, auch in dieser traurigen Angelegenheit der zionijtiichen, von den Trthodoren geswtzten Minderheit bereitwilligst entgegengetommen: 2n mehreren Berliner Aeligionssck.ulen wird nicht nur die hebräische Sprache als Hauptfach betrieben, nein, sogar der Unterricht in der biblischen Geschichte wird in hebräischer S p r a di c gehalten. Pehrer und Schüler bedienen sich dieser Sprache ausschlietzlich während der^ ganzen Unterrichtsstunde. Noch mehr: Man hat dafür^Sorge getragen, dah allen Berliner Aeligionslehrern' diese Form des Unterrichtes nahe gebracht werde, und versucht, ihnen die Vorzüge eines solchen „modernen Religionsunterrichtes“ recht begreiflich zu madicn. Man hat ferner, ohne sich mit den interessierten Zirtijen irgendwie zu verständigen, Magistrat und Provinzialichultollegium veranlaht, in allen Berliner Bolksickule» wvd>entlich zwei Stunden Hebräisch für die jüdischen 5iinder an den Religionsunterricht anzuschlieszen. Ten 'Anstotz gaben unsere sogenannten Liberalen. Ter Gedanke, der sie dabei leitete, war in erster Linie, die Binder sollten in den ZSeist des biblischen Schrifttums eingeführt werde», und iie meinten, dazu sei eine Einführang in den Geist der hebräischen Sprache unumgänglich nötig. Tiefer Gedankengang enthält so viele Fehler, datz es kaum möglich ist, in einem kurzen Aufsatz auf alle einzugehen. Zunächst hat man leinen Zweifel darüber gelassen, datz man unterschiedslos alle jüdischen Binder in den Geist der hebräischen Sprache einzuführen wünschte. Wenn man bedenkt, datz von den tausenden 5iindern der Volksschule nur wenige hundert alljährlich fähig befunden werden, auf einer höheren Schule eine Fremdsprache zu erlernen, datz dort noch viele kläglich versagen, da sie noch nicht einmal ihre deutsche Viuttersprache beherrschen, mutz man diesen Wunsch als eine unglaublick,: Vermessenheit bezeichnen. Vielleicht liegt ihm das in manchen Rreisen herrschende Dogma von der „überragenden jüdischen Intelligenz" zugrunde, Las, wie unbefangene jüdiiche Lehrer an öffentlichen Schulen immer wieder feststellen müssen, dauernd Verwirrung und Schaden stiftet. Tatz es praktisch unmöglich ist, selbst 5tinder der höheren Sdzulen in der für den Religionsunterricht zur Verfügung stehenden Zeit in den Geist einer weiteren Fremdsprache einzuführen, ist selbstverständlich. Wer das Gegenteil festzustellen glaubt, übt glatten Selbstbetrug, und nicht einmal einen frommen. Tenn die Zeit für den hebräischen Sprachunterricht wird de in eigentlichen Religionsunterricht entzogen, der schon aus mancherlei Gründen mit seiner Zeit sehr Haushalten mutz. Es mützte denn sein, datz jemand Religion und Sprache einfach gleichsöht und an einen Uebergang moralische Werte aus dem Wort, das fremd ans deutsche Ohr klingt, in die deutsche Seele glaubt. Mustik ist ja heutzutage auch Modesache. Ein langes Studium gehört daju, in den Geist einer Sprache einzudringen, und richtig dringt man überhaupt nur in den Geist seiner Riuttersprache. Hier aber kommen wir dem 5tern näher: Unsere Liberalen lassen sich von Leuten, die wirklich dem Deutschtum nicht alle innerlich nahe stehen, gutmütig einreden, das Hebräische sei unsere w e i t e.M u 11 e r s p r a ch e", ihr Geist sei also leicht zu fassen. Solange noch jeder Mensch von einer einzigen Mutter geboren wird, kann er keine zweite M u 11 ersp rack>e bes-itz en und gar erst durch geeigneten Unterricht an sich entdecken. Und selbst bei den Ostjuden, diesem merkwürdigen Bölkergcmisch, das gegenwärtig von unserer liberalen, das heitzt doch wohl deutschen Gemeindemehrheit mit rührender Liebe betreut wird, mutz man doch wohl bezweifeln, ob das edle Hebräisch der Bibel, selbst in modernisierter Form, ihre Muttersprache ist. Ist denn nun aber zum Verständnis unserer Heiligen s-chrift wirklich die Kenntnis der Ursprache erforderlich? Gewitz gibt es in der Bibel Begriffe, die sich aus dem Hebräischen gar nid)t völlig sinngemätz übersetzen lassen, man denke nur an Zedaka und Emuna, die nur der gereifte Mensch gefühlsmähig richtig erfc tzt. Aber haben wir in der deutschen Muttersprache, in der o ir denken, fühlen und leben, nicht ebensolche oeritandesgemätz. nicht erklärbaren Begriffe? Es sind dieselben ethischen Oualitc tsdezeichiyingen wie Glaube. Liebe, die im Deutschen wie im Hebräischen dem Kinde unerfatzbar sind. Gefühl ist hier [alles, und. wenn unser Religionsunterncht diese edlen Gefüile in den Kindern lebendig wirksam macht, so hat er. auch ohne fremdsprachliche Kenntnisse, Ewtzes geleilttt. Wir halten sogar den hebräischen Unterricht, wenn er in falscher Weise betrieben wird, geradezu für ein Hemmnis für das rechte Verständnis der Bibel. Er ist zum grötzten Teil daran schuld, datz die Bibel für die grohe Masse der deutschen Juden, auch solche, die sonst im Deutschtum ganz aufgegangen sind, kein Volksbuch geworden ist. Der chnstliche Freund zieht gern die Bibel'zu Rate, wo wir zu Goethe und Nietzsche greifen müssen, die. bewutzt oder unbewutzt,