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Der nationaldeutsche Jude · 1926-11-01 · Nr. 11/12 (November/Dezember 1926) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1926
Issue
Nr. 11/12 (November/Dezember 1926)
Date
1926-11-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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.-i-i uiiiuu 8 - WMWW MWWWM^M^WWM WWW stmkttjch unmöglich sein wird, da die Schaffung von „Personalgemeinden", zu denen der AuSscheidende übertreten müßte, ganz gefliffentlich erschwert, im Grunde nur in ganz besonderen Ausnahmefällen möglich ist. Darüber, ob eine „Personalgemeinde durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gewähr der Dauer bietet", kann man natürlich immer streiten und die ostjüdisch-zionistischen Machthaber der Synagogengemeinden werden in jedem einzelnen Falle streiten wie die Löwen. Der Staat wiederum „kann" zwar der Personalgemeinde die Rechte einer Synagogengemeinde verleihen, aber er darf eS erst tun, wenn er die Synagogengemeinde selbst angehört hat. und er braucht eS in keinem Falle zu tun. auch wenn alle Voraussetzungen der Verleihung vorlieg e n. Man kann sich ungefähr vorstelle», welcher Sturm auf die zuständigen Staatsbehörden einsetzen wird, wenn die Frage der Bildung einer Personalgemeinde gemäß diesem Entwürfe einmal brennend werden sollte, und wie schwer eS den beteiligten Regierungszionisten, die an dieser Entscheidung etwa mitzuwirken haben, werden wird, bei allem guten Willen wirklich objektiv zu bleiben. Praktisch bedeuten diese raffiniert ausgeklügelten Bestimmungen also nichts anderes, als daß ein Austritt aus der von Zionisten beherrschten Synagogengemeinde überhaupt nur bei gleichzeitigem Austritt aus dem Judentum möglich ist, demgemäß unmöglich für jeden Juden, der sich nicht als „Dissident" von seinen ehemaligen Glaubensgenossen eines gewissen Schlages verachten und boykottieren lassen'will. Wenn bisher in einer jüdischen Gemeinde daS Treiben der Ostjuden und Zionisten zu toll wurde, blieb dem unterdrückten deutschen Teil der Gemeinde immer noch die Möglichkeit, den Jüdischnationalen das Gemeindevermögen vor die Füße zu werfen, aus der Gemeinde auSzutreten. und eine deutsche Gemeinde zu bilden. Gerade jetzt melden die Zeitungen einen derartigen Vorfall aus Königshütte. daS heute zu Polen gehört, wo aber noch die deutschen Bestimmungen gelten. Wird der jetzige Entwurf Gesetz, so sind die Deutschen in jeder von Zionisten terrorisierten Gemeinde, insbesondere in den Großgemeinden, den Herrschet aus dem Oste» schlechthin ausgcliefert und niüffen, wenn sie sich nicht endgültig von ihrem Judentum trennen wollen, mit ansehen, wie mit dem unter schärfstem Steuerdruck ihnen abgenommenen Gelbe eine auf Vernichtung des Deutschgefühls hinauslaufende Gemeindepolitik getrieben wird und ihre eigenen Kinder dem deutschen Vaterlande entfremdet werden. So sieht der Entwurf eines neuen Judengesetzes auS, den ni an dem Preußischen Landesverband vorzulegen gewagt hat. Wir empfinden es als unsere Pflicht, die ,Oeffentlichkeit auf diesen Anschlag h inzu - weisen. Daß nicht nur die Preußischen Juden daran interessiert sind, wie diese wichtige Materie gesetzlich geregelt wird, daß es sich vielmehr um eine eminent deutsche Frage handelt, die auch jeden vaterlandsliebenden Nichtjuden berührt, ist bereits in der Vorbemerkung zu dieser Aufsatzfolge gesagt. , Von den großen jüdischen Vereinigungen, die sich stets in der Oeffentlichkeit als Gralswächter des Deutschtums ansgebcn, hat noch keine es für nötig gehalten, gegen diese Spottgcburt ihre Stimme hören zu laffen. Von „liberaler" Seite hat man sogar die Bestimmung über daS Ausländerwahlrecht ausdrücklich für berechsigt erklärt. Daruni betrachten wir es als unsere Pflicht, den WarnungSruf zu erheben, den keine andere Organisation zu erheben wagt. * Noch ist es Zeit. Morgen ist eS vielleicht schon zu spät. Regt euch, jüdische Deutsche! Victeant consules! III. Die Zionisten gpf der Landesverbandslagung. Von Dr. Alfred Peyser. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden brauchte für seine Verhandlungen diesmal drei Tage. Er hätte bequem mit einem Sitzungstage aus« kommen können, wenn er sich auf seine eigentlichen Ausgaben beschränkt hätte. Die Zionisten haben eS anders gewollt. Sie eröffneten die Verhandlung mit einem scharfen Protest gegen den Vorsitzenden, Justizrat Sachen der Anfechtung de: in l)r. Sonnenfeld, der Berliner Repräsentantenwahlen eine Unterredung beim Minister des Innern nächgesücht und in dem betreffenden Briefe darum gebeten hatte, den Ministerialdirektor, der nach seiner Ansicht als zionistischer Parteimann in dieser Sache als befangen gelten mußte, nicht hinzuzuziehen. Die Angelegenheit wurde stark aufgebauscht, ein Mißtrauensantrag jedoch abgelehnt- Herr Sonnenfeld und wir sind bekanntlich nicht gerade Freunde; es ist aber nicht erfindlich, worin in diesem Falle jein großes Verbrechen bestanden haben soll. Wer iit einer strittigen Angelegenheit ausgesprochene Parteistellung einuimmt, soll weder richterlich, noch gutachtlich (li), fioch in sonstiger ^Funktion, die völlige llnbefangenheit erfordert, mit i!>r befaßt werden. Herzerfrischend, daß Herr Sonnen selb etzt Herrn Badt gegestnbcr den gleichen Standpunkt einnimn t, wie ich bisher Herrn Sonnenfel d, dem Gutachter, gegenül»er. Denn daß Herr Ministerialdirektor Dj. Badt nicht illein gesinnungsmäßig Zionist ist, sondern, Sn erster Reihe der leidenschaftlichen zionistiichen Agitatoren steht, bedarf doch ke nes Beweises, und sehr j sein und humonoll wies ihm der Führer der liberalen Fraktion, Dr. Baerwald (Frankfurt a. M.), im weiteren Läuf^ der Debatte gerade an seinein Auftreten im Landesverbände und der Art. wie er dort sogar sa blich auf die umstrittene Materie einzugehen versuchte, seine öerstricktheit in zionistische Parteipolitik nach. Die "unerquickliche Debatte nahm e i n paar Stunden in Anspruch II i Tätigkeitsbericht und Haushaltsplan hätten nun Handhaben einig für sachliche und nützllche Erörterungen geboten, z. B. n Jntereffe solcher jüdischen Gemeinden, die nicht mehr oderkaum noch in der Lage sind, die nötigen Mittel für Prediger, Lehrer. Kantoren, für Erhaltung von Synagogen uyd Friedhöfen aufzubringen, oder hätten weitere Vorschläge erwarten laffen, um dem drohenden Mangel an Nachwuchs von geeigneten Geistlichen und Lehrern zu begegnen; von wichtigen Fragen der jüdischen Wohlfahrtspflege ganz abgesehen. —In der Tat gingen auch einige Redner auf diese Punkte ein; e r d r ü ck-t «aber 'wurde das! alles durch die sofort einsetzenden zionistischen - Programmredeis, die dann natürlich ihrerseits wieder gegnerische nötig machten: Wiederum gin g es' um Herrn Ministerialdirektor D r. Badt, .de? die Debatte cingelcitet hatte, und, zwar mit Zustimnuuw tller Parteien als erster Redner, : weil, er nach seiner Angabe am nächsten Tage zeitweise durch Dienstgeschäfte an der Teilnahme verhindert sein würde. Wenn aber der Perichter tatter der „Vossischen Zeitung" eine allseitige Zustimi uing auch zu den Ausführungen des Redners feststellt, so ist das objektiv, unrichtig: Jm Gegenteil, seine propagandisti chcn Darlegungen fanden Lebhaften Widerspruch, besonders «ls er mit der Wendung schloß, die allmählich beginnt, den Rei< der Neuheit zu rerlieren: Neunzig Prozent derjenigen Jüdin, die es bisher noch nicht seien,.würde er eines Tages als Zionisten begrüßen können. Unserem Verbände sagte der Reimer noch, daß er eine „ganz neue Art! von Deutschtum" erfunden hqbe. Dafür zum Beweis zitierte ex eine gelegentliche Reben »emerkung Naumann's. daß näistlich mancher in Deutscfland ein bißchen enttäuscht gewesen sei, als nach dem Drcyfu z-Skandal unsere französischen Nachbarn, die beständig unseres irenzc bedrohten, sich übcxraschenderweife und schnell zur igtionalen Einheit und Kraft zurückgefqnden hätten. Es könnet immer darauf an, wie man solche qus dem Zusammenhang gerissenen Wendungen verwertet und vorträgt, danach können sic je nachdem einem weniger Unterrichteten als heilige Weltanschauung, einem bester Unterrichteten als nebensächliches Aperyu rrschrinen. Die geschickte Verwendung! / macht eben den so genannten „Agitator" auS, und ich habe in meiner spätiren Rede sowohl Herrn Dr. Badt ajlS auch Herrn Dr. Kl« e höflich, aber unmißverständlich erklätt, daß ich es vorziehe, mit Männern, wie z. B. dem Führer der deutschen Zionist« n, Herrn Kurt Blumenfeld, jüber ernste sachliche lGegensätze, die uns trennen, in Gedankenaustausch zu treten, alt in Wortgefechle mit Agitatoren, die! nun einmal aus der ai fechtbaren Methodik des politischen PariteibetriebeS nicht herausf »den und deffen Taktik gewohnheitsmäßig auch da zur Anwendur g bringen, wohin sie am wenigsten gehört, nämlich wo es eh lich überzeugten Männern um die heiligsten Dinge geht, dix eS gibt: um Gott und Vaterland. >Die „Jüdische Rundschau" nennt diese Art Dialektik „die Ueberlegenheit des erfahrenen Parlamentariers". Die „Jüdische Rustdschau" irrt sich: es . ist nichts als die Redefertigkeit des Volksversaminlui gsrhetors. Der Zionismus konnle nach meiner Ueberzeugung nur eine

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