Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 3/4 (März/April 1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/6682492-5438659-5438794--188-4871403- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
. Nun stelle man sich ein Programm vor. das von den g e s d> m q d I o f e jt e n Iüdeleien f ö r nt 1 i d> triefte. Li» Bortragsiünstler suchte immer de» andere» an Mauschelet zu übertreffen. Und das Publitum ist begeistert,. restlos begeistert, ersohlt vor Vergnügen. Ter Augenschein lehrte, da» dir Vortragenden „Nünjtler" meist jüdischer Abstammung tunen; auch die Leitung des Naba retts soll in jüdischen Händen liege». Lrfahrungs-geii.äh findet an diesen Tingen gerade die Sorte bilden Freude, die am meisten über Antisemitismus klagt. Ja tollten denn die'e Herrschaften, die.sicher in Auge des nichtjüoischen Mitmemchen jeden t,einite.i 'Splitter »ehe» und rügen. a.:er den Baiken im eigenen Auge nicht legen mögen, wirtlich nicht erkennen, wie sie mit ihrem treiben den . A n t i > e m i 11 s in u s- >0 zu sagen rechtfertigen'.' E>ibl c$ denn wirtlich tcin Nüttel, dieiem wi'de rwärtigen Unfug zu steuern? - Ich weih sehr uoji:. dag der Sache mir bloiiem Reden und Schreicen nicht beizukmnm.-ii irt, weih aber' auch, das? in unterem Beröaivü Berufenere sind, da; hier einmal mi, ciiernein Besen auslehren könnten. Mit d;item Vrrti; ergebend Ihre P. W. Tas ,.2lu-lehren" ist leider nicht ganz so einfach, wie unser verehrtes M.tg.ied ei.- sich oor tel.t. Ls hat leinen nach l-attigen Lrfolg, wenn man nur an den Shingtouirii herum turiert. statt auf den.Si-z des llevelszu zielen. Tie Bühnten «iiö Hnbarett 'JJi a u i di c-t e i wird io lange nu ch t v e r l ch w i n den, als die' Nt a u s ch e l e i destäglichen Lebens n i'd’ t ausgerot.tet i st. Veradc die Tattache. das; in derartigen Nün,ttempe,n. wie iie unler Mitglied id-.ildert. Juden und Ehti teu um die Wette vor B.rgnü-en ..johlen", wenn tudiiche Sänger und Sd'.anit'i.Ier turd, unwürdiges Vejüdel >ih iclbit und ihre Slammesge uoiien erniedtigen, spr.cht Bände. Tie jüdisdien ..vornehmen ' & i e B c r a dtun» m i t f I i n gg . und sie fühlen auch nicht, das; iie leibst iogiicherw.'iie nur dann m i t l a d; e n dürfe», wenn and; iie d i e ' e B e r n d) t u ti » t e 11 c n , d. h. > i d, selbst verachten. Art eiten wir unablüiiig daran, unsere Staininesgenoiien ' n in wahren Tent ich tum zu'en ziehen und ihnen den Sinn dafür zu schärten, dah sich der ifiit Ne du zum E>c- 'oött macht, der in Ausdrudsweiie und Tonfall das Haloaiiatcntum des viel zu nahen Ostens-'fortzühiel. dabei aber Werl darauf legt, als voilgiltigrr deutid.er Staa'.suürger angeieben zu werden! Lrweclen toir die Erkenntnis, dah es eine koternite Sa die i t, üoer die Judeii und Ehrt.en iid; vor Lacken biegen! Tai; die es g e in e i n i a in e L a d: e n ünincr wieder de» T r e n n u n g s it r i d; nächste it. der heiil. -Noch Juden und Richlinden ick.inet. Tai; es das Problem der Fremdheit ik, das hier ' itit Narrengewande >i b nercizl, und das; diese » r c m b h e i t f o r t v est e he n solange nicht die Juden s e I b st dieses ni I e ch e n reihen, an f'e in noch i m m e t -b e r Jv 1 c d der Vhe11ozeit d en E>r u n bl o n an r. i r d . Jv I c i gelbe gibt. " urck solche Erziehungsaro.ii. dje von" der Zivi chen'dstcht und ihren Mitläufern „jüdischer Antiiemitismus' genannt wer tcn mag. „cfieit man uiueirrt die deutsche Gesinnung", nichturch Protestaktionen und klischierte .Beteuerungen staa.s bürgcrlidur Logalität. In der Sd>ule. tut Nontor und vor allem in der I a in i i i e muh das, Teutsch tum erarbeit etwerdeu, daun wird es midi von Bühne und Brettl verschwinden und das nichtjüdilche Publikum njrb Linen Aniah mehr haben, üfjcr ben M a n g e l an S e I b >t a d; t u n g seiner jüki d en Nütbürger zu „johlen" Der Fall Peiper und die Wahrheit über Palästina. Ein jugendliches Mitgned un'ercks Wiener Schwesteroerbandes, Herr R o h e 71 P eiper. hat an Vortragsabenden riniger unserer Ortsgiuov.n, io auch in Berliit, über das Thema „T ie ÜBahrhoit üb e.r Palä it in a" ge'prochen. Er hat als Journalist Palästina bereist und [ein Portrag lief daraus hinaus, zu zeigen, wie wenig die' a,iatüche Wirklichkeit mit be.t europäischen Tgrstellunaen der poniitiichen Organisation ub.-rrinstimmt. Es ist begreiflich, dast feine Mitleilungen den ,’icniiten auf die Neroen-fielen. Tie Folge war ein Schreiben, das die Zionistische Organisation an tznleren Vorstand richtete und in dem Herr Peiver einer Neihe snidU ganz einwandfreier Handlungen, insbesondere eines ,licht (korrekten Verhaltens in 1 Eieldanaebegenhcüen. ..denunziert" wasde, — lim die sonst m s zionistischen Nreisen übliche Ausdruckswüse anz iwenden. Ta wir; im E-acnsah zu anderen Organiiationen Wert darauf legen. ' dai unseren Mitgliedernand» in persönlicher Hinsicht bej arundct-: Vorwürfe nicht gemacht werden dürfen,'haben wir Herrn Peiver zur Aeutzerung aufgefordext. Herr Peiper hat es daraufhin vorgezogen, ans dem Wiener Berbandauszuscheiden. Damit ist für uns und unseren Wiener Schwesteroerdand die Angelegenheit natürlich erledigt, da wir weder Veranlassung noch auch nur die Möglichkeit haben, gegen ein Nichtmitglied weitere Erwitte, langen anzustellen. Herr Peiper mag;sich jetzt mit seinen Beichuldigem unmittelbar auseinandersetzen. Selbstverständlich ist damit nur die persönliche Seite des Falles erledigt. Tie Frage, ob der Vortrag des Herm Peipec wirklich „die Wahrheit über Palästina" enthielt, wird durch sein Ausscheiden nicht berührt. Und gerade deshalb, weit wir hittttchttich der Frage der persönlichen Norreklheit iofort altes getan haben, was auch nur das empfind. Iid;ite Zionistengemüt von andere» Leuten verlangen kann, bürten wir ohne Scheu feitstellen, dah die Wahrheit des Herrn Peiper nicht nur subjektive, sondern objettive Wahrheit ist und bleibt. Was Herr Peiper uns vargetragen hat, war nur eine Neihe von Einzelbeobachtungen, die in jeder Hinsidit mit den F e it it e 11 u 11 g e it zahlreicher anderer Palästina- R eisender überein st im men, — soweit sie nicht als „vromin.'nle Rci ende" sofort bei der Landung von der dortigen Zionistischen Orgapisalion mit Beschlag be.egl und mit telephonischer Poranmeldung von einem Potemkinschen Torfe zum anderen, geleilet worden sind. Wir brauchen nur den Namen Artur Holit scher zu nennen, der — selbst Zionist und Noinmiinist dazu -- zu wahrhaft vernichtenden Urteilen üi.er die Zustände i.n „gelosten Lande" gelangt ist. Ergebnis: Ter Verband n a t i 0 n a l d e u t s ch,e r Juden hat ein Mitglied weniger, — aber die 28 a h r b e i t u der Palästina bleibt, d a sz dieses Land der V e r h e i tz u n g ein Land der Enttäuschungen ist und d a sz wir der deutschen Jugend jüdischen S t a 111 m e s gegenüber verpflichtet lind, weiter aufklärend zu wirken, damit unsere Minder nicht zu ihrem g ei st i g e n und leidlichen Schaden den Nattenfängern von I i 0 n 11 a fr, l ü u f e n. Echo der Presse. 'Wir bitten um Ueberiendung alle* "> unsere Bestrebungen betreffenden Zeikungs- und Jeitichriiten Ausschn.tte unter Angabe des Tatums und der Parteirichtung. Schimpfartkel der zsonist.fchen. zwischenichichtUch.m und Hakenlreuzler-Presse werden in dieser Rubrik nur insoweit erwähnt, als aus ihnen Eirundlätzkiches abzuleiten ist. Tie Schriftleitung. Israelitisches Familienblatt 14. 1. 26. Unvollitändiger Abdruck eines richtigstellenden Schreibens nnieres Vorstandes betreffend die Beleidigungsklage gegen Lehrer Steinhardt. Deutsches Tageblatt. Berlin (Deutschvölkischt 27. 1. 26. Polemik' gegen den „Berliner Lokal- A 11 z e i g e r" und dessen Chefredakteur Dr. Breslauer, der anfragehden Abonnenten mitgeleilt hat, über den Hamburger''Prozetz Warburg-Fritsch werde der „L 0 k a l - An z e i g e r" nur berichten, wenn es nötig sein sollte. Das „Deutsche Tageblatt" wirst Herm I'r./Bresläuer vor. er wolle damit seinen „biamietten Rassegenossen" schützen, und schlietzt wörtlich: „Blut ist eben dicker ass Wasser. Auch wenn man im Verband iiationalbcutsche^ Juden sitzt." Danziger^Alkgnncine Zeitung iTeutschnationa» 28.1.26. Sachlicher Bericht über den Vortrag des Herm stud. iiikr. I acohn in der Danziger Ortsgmppe und Voranzcige des Vortrages un'eres Hauptvorstandsmitgliedes l>r. 'B lochort. 1 Jüdisch-liberale Zeitung 29. 1. 26. , HelImitth von Verlach schreibt über „D i o u d e n als P 0 I i t i I e r",. erörtert die Gründe, die nach seiner Ansicht die Juden zu den linksstehenden Partcien gedrängt haben, und sagt dann: „In demselben 2lugenblick, wo die DeutschnatioNafen aus ihre religiöse und rassemässtge Abschlieszung verzichteten, würden sicherlich die nationaldeutichen Juden sich in deutschnationale verwandeln. Denn alle ihre Neigungen treiben sie nach rechts, so weit nach rechts apie möglich." <Dah ein Publizist. Mie v. Verlach, der doch schlietzlich die P s l i ch 1 hat. sich einigermatzen zu unterrichten, immer wieder Beweise seiner mangelhasten Information oder >eines manaelnden Willens, sich über Tatsachen belehren zu lassen, gibt. w:rd besonders diejenigen unserer Mitglieder intereirieren, die politisch wie er auf demokralijchem Boden stehen. Solange er derartigen Unnnn über uns zusammenschrcibt und ihn womöglich selbst glaubt, ist jede Diskuslton mit ihm zwecklos. Die Schriftlk. Danziger Neueste Nachrichten (Deutsche Bolkspgrtei» 29.1.2'. Wie „Danz.ger Allgemente Zeitung".