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Der nationaldeutsche Jude · 1926-03-01 · Nr. 3/4 (März/April 1926) · p. Seite 13

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1926
Issue
Nr. 3/4 (März/April 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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13 Abdruck des betreffenden Absatzes. Zweig meint, man könne sich mit denjenigen Iudengrupphn, „die sich den verfänglichen Rainen der .nationaldeutschen' bcigclegt baden", überhaupt nicht unterhalten. Man solle ihnen lediglich die Frage vorlegen. „wie sie sich eigentlich zu so grunddeutsch cn Gestalten stellen, wie Friedrich Wilhelm F ö r st e r. wie G u st a v W y n e k c», wie Helmut von Gerlach, wie Heinrich Logier - W o r P s w e d c. wie W i n d h o r st u n d Bebel, H e i n r i ch Mann oder W e d e k i n d. ch i e S\ l a r a Zetkin, d e n Cardinal Faulhader, I um das ganz gryhc ii n l i nennen, Georg Rietzsch e". Sollte man es sogenannter geistiger Mensch ich Wenn dieses Daneben-Gefragc genannten „jüdischen Gbistes" o s e p h W i r1h, —. wie, der der Wegweiser zu Büchher oder Friedrich ür möglich halten, dasein Ernst solche Fragen jtchll? etwa der Ausdruck des jo sein sollte, dann wird manchem vefständlich werden, das; wir uns gegen dsesen „Geist" der Rufer im streit weder hält, „w e n n in an nicht strie undDeutschtum en will," ist sein Geschäft. „Almosen i n G e st a l t ne sehr z e i t g c m ä s; c. nach Kräften wehren. Das; unsj für national nock^ für deutsch ,n a t i o' mit «chwerindu mit 2 u n k c r t u m g l e i ch s e tz Wir „sammeln" nach Zweig von Mitläufern für ei durchaus nicht etwa konservative Weltanschauung. die nichts als bourgeois ist." Der politische Dichtersmann weih natürlich nicht, dah gerade der „Verband n a 1 i o n a l d eu t sch e Juden" die einzige jüdische Organisation ist, die „Mitläufer" von sich fernzu halten weih und deren Bestrebungen von „zeitgemäher" Konjunktur-Politik so weit entfeint ist. wie es im Zeitalter des ewigen Geschwätzes von „jüdischer Wiedergeburt" nur sein kann. 2n einer Beziehung allerdings Ixit der ulkige Mann recht: wir denken wirklich üder Judentum und Deutsches Reick» ähnlich wie seinerzeit Treitschke, der'— fälschlich verallgemeinernd, aber doch den Kernpunkt des Problems erfassend — seine Ansicht, dahin formulierte, dah „die Juden" gute Deutsche sein könnten, wenn sie nur wollten. Das unterscheidet uns eben von Leuten wie Zweig, dah wir wirklich den festen Willen zum Deutschtum haben. — Aber damit genug von einem Menschen, der cs nicht verschmäht, ohne den schalten . eines Anhalts Gegner der Denunziation zu bezichtigen und damit nachzuschwätzen, was die plattesten und zetermäuligsten seiner Gesinnungsgenossen vorzubringen pflegen, wenn ihnen sachlich gar nichts mehr cinfällt. 2m Gegensätze zu diesem Schreier liefern die Aufsätze von Oscar A. H. Schmitz und W o I f g a n g S ch u - m a n n wertvolle Beiträge zu dem Problem Deutschtum und Judentum. Es ist leider nicht möglich, cingehend in dieser Besprechung ihren Gedankengängen zu folgen. Um dieser Aufsätze willen lohnt es sich allenfalls, das Heft selbst zu lesen. Manches von den dort geäuherten Meinungen war der Schriftleitung des „Juden" offenbar sehr unangenehm, weil es in die Richtung fällt, welche die f t t nationaldeutschen Juden für die richtige halten. Man hat deshalo schleunigst Hern: G u st a v ii r o j a ii f c r auf den Plan gerufen, der mit seiner sehr geschickten Dialektik, aber auch 'Rur-Dialektik, den Sinn der Ausführungen Schumann's und Schmitz' neu lralisieren soll. So gefällt ihm z. B. Schumann's Wort „der deutsch-maskierte Jude mit dem heimlichen Willen zum Judentum ist unerträglich" gar nicht, und er kommt selbst zu dem Ergebnis, dah „der Weg zum Deutschtum über das Judentum führe." Was uns von dieser Anschauung trennt, bedarf keines Wortes. Zur Verdeutlichung des Gegensatzes ist es n»r noch nützlich, auf einen anderen Satz Krojankers hinzuwieisen, der sagt, dah „der krampfhafte und seiner Natur nach unmpgliche, jedenfalls im Entscheidenden unmögliche Angleichungsversuch an deutsche Art die Lähmung eines wahren, erfüllten Judentums und damit Menschentums (!) gewesen sei." Wir müssen im übrigen darauf verzichten, die Beiträge des Sonderheftes eingehend zu betrachten, weil es uns an Raum fehlt und weil die meisten Beiträge nichts von besonderer Bedeutung enthalten. Hinzuwcisen wäre nur auf die Ausführungen Hermann Sst e hr s und Hans Goslars. Stehr belmndelt die Frage des jüdischen Problems mit tiefem Ernst und glaubt, dah Nur der sittliche M - n sch eine ideale Lösung schaffen könne. Goslar bemüht sich diesmal, fehr sachlich und deutschhetont zu sein, erreicht aber gerade durch die Art. wie er die Einwirkung des jüdischen Elements auf das öffentlich: Leben darstellt, dah man die Gefährlichkeit seiner Ansichten uizd seiner Stellung erkennt. Der bekannte Pazifist O u i d d e! schreibt einen Artikel über „Entschuldbaren und unentschuldbaren Antisemit i s m u s", der unseren Ansck-auungen so nahe steht, dah er besser im „Nationaldeutschen 2ud:n" ait Platze gewesen wäre, als inmitten einer Gesellschaft, zu der die Herren Zweig, Krojanker und Goslar gehören. K. w.- R—b. Vermischtes. Geschäft und Zum Passah-Fe in Haifa ansässige „nationale Befreiung". te. das vor der Tür steht. Mühlengesellschift mit., fra Hirch Baron Edmond de en i'I, durch ibrc Berliner i t h Er-e z Israel" «„ungcsh Israels"» an. k'em Werbeich bcigefügt, diewert sind, von 411 ein iischcr F i r m a. die s ch i l d ins.Leben geru Vertretung ihre „M a z z Brote aus dem Lande i.nd folgende „Mottos" deutschen Juden gelesen chi werden: 1. Jude! Schmücke Danen schönen Siidcrtisch mit E 2sra-el Mazzo 1 hj sie werden Dich an wahre nationale Befreiung erinnern. 41 ni Feite d e r B e f r c i u n g, ihs Mazzoth aus L an d.b d e r B ef r e i u n g! Dieses Jahr Mazziith aus Erez-Isjrael. nächstes in Erez-Israel! i Was bedeutet „Zwef"? Zwei bedeujtct: Jüdische im jüdischen Land! i Warum essen wir dchse Mazzoth heute? Weil sic , 4lrbeit aus dem jüdischen Lande, si id! Pessach nach dem Gesetze feiern hiihte den Tisck 2. 3. ‘4. 5. 6. 7. Erez Israel Mazzoth decken! Wer Pessach nicht Er e z - 2 s r a c I-M a z!ht, erfüllt nicht seine nat onale Psl Sieben Tage soslit Du Erez Israel Mazzoth essen 10. Mc; M ich fragen wird Was für u, ihni sagen: Das sind HIen in Erez-Is ael. 2 s r a e l - M a z z o t h i h t. dem j ü d i siehe. Duft das feinet Wenn Dein Lind 1 sind das? sollst D von den groben Mi Jeder, der Erez den jüdischen Häusern und 4l r b e. i 1 c r i ii Erez-Israel. 11. Jude! der Du noch im Galuth b ft. kommt zu Dir und bietet Dir dZn jüdischem Flcih bearbeiteten Felder! Dah eine Firma ihre Erzeugnisse anpreist, iit Bescmderes. 4luch daraus dah solche An »reisungen mit möglichen ethischen, patriotischen oder sonstigen Redenausgcputzt werden, sind wir längst gewohnt, nicht nui Juden, sondern auch von waschechten „4lriern". Ab diesem Falle geht die Getchäftstüchtigkeit »och über di« des Erträglichcn hinaus. Besonders charakteristisch sind Zi 2 und 7, ln denen der. Bezug der Pc kästina-Mazzott „nationale Pflicht" und Beitrag ür „Nation Befreiung" gepriesen wird. 4luch Ziffer 10 ist charakteristisch. Den „jüdischen Häusern und j scheu 4l r b e i t c r ii i fi E r e z - 2 s r a »l" muh du geholfen werden! D a h d;i e s n u r a u f K o st e n d c u t Häuser und d c u t s ch ,e r Arbeiter geschehen ist selbstverständlich gieichgültig. 2n wendet sich die tüchtige Galuth <Fremde»" die in der Form an da angelchnte Ziffer 3 mit M a z z o t h aus Erez Ercz 2 srael!" Wir hoffen, das; dieser <i tfiriiij aii die'Juden, die „m o sind. Besonderwiderlich akch |s Ritual des ciitcn Passah dem Wortlaut: „Dieses 2 -Israel, näch stes Iah allen denen in Erfüllung g 'Heu möge, die in Reklame nichts finden. Firma. Was hier in i gesprochen wird.dc die bei hassender versichern, dah si> n a I e n - E i n st e I l u n g seien. Und wiederum äls die Entgleisung einer ein. t z n n i s ch e r Offenheit nken heimlich nicht wer G e I c g e n h e i mit E m p trotz ihre: jüdischna ausgezeichnete yeu nicht wenige nrhmen die arten dieser Menschen ernst und unterst itzen als angeb „Richtzionistcn" die Sansmlungenfü P a I ä st i n a, in den: j ü d i s ch n a t i o n a l e n werbetreibenden so! Rur weiter allmählich auch denen dir nicht sehen können oder prciit Z ö o t lein uerte cn edem l» eib: dem Jahr l.rbeit stdisch: mit zzoth iMIH 11 f t ichen E Ziffl r letztere „fromme" Wunsc» solcher „Nation R« r das engl französische Firme-n M a z z o i h den Konkurrenz Solche Methoden 4IMn zu öffsien. sehen wollen. deutschen machen, nd der beste die heute — die Kabqr der Gattin „Immer mal wieder Von einem Mitglied, erhielt der Schriftleiterunseres Blattes' Lieber: Herr Naumani Ein Zufall führte mich dieser Tac Kabarett am Kurfürsiendamm. Ich für eine Schande, eine solche Vergnüguh eigener Anschauung zu kennen. Dah i' mühte, sie besucht zu haben, konnte Ein nicht allzugrohir Raum, bis a gefüllt. Die „vornehme" Gesellschaft Damen wie Herren, sahen jedenfalls scheint sich dort alltäglich zu treffen, vertrauten Ton schliehen möchte. Und etwa nur Juden, nein chider sogar sehr. ett-Mauschele eines Schdtm fügenden Brief dl'; e in ein i 'hi befaii i b ich äi hielt es 'bisher gsstätte nichi mich bald nicht ahnen, if den letzten s Westens - ir gepflegt ah oie man aus — bitte — sehr viele fei- Eh: i T* m reife i c k a o 1 h ch t.! Land mit nchts allen arten von r in renze fer 1. als l e ii recht Id i - rchaus che r nn. 11 i m r ist cnds a h r in an il:n“ Zeinen us - i g e. ase t i o - sche ensliche sche mit G e - Weg. noch a nnes. mtes fast aus imen Platz alle, s — dem nicht 'stetn.

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