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Der nationaldeutsche Jude · 1926-03-01 · Nr. 3/4 (März/April 1926) · p. Seite 6

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1926
Issue
Nr. 3/4 (März/April 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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f. Die Getauften. Von Br. M a: I. ... Vorbemerkung. otider umn iS c n t r a 1 v c r e i 11 d e in ich c r 2 t a a I s h j, r (, c x j ü b i i di c n W I a u b a n s nerbreitoten Schmäh- Klnifi bco Rechsanwalts I>r. Jacob Marx »nd in den Molr i wäschc-Peisiichcn, die von andere» Voistandsmitgliedern des E t n t r a l u c r c i n 5 an bem Erzeugnis dieics Herrn Man cuisgeübt werden, svicll meine Schrift „Vom in o? a * i idicu ii n b n ich t m o s a i s ch e n I ri d e n" (Deulsdic ^lerlagSgesellichasi für Politik und Geschichte in. b.H , Berlin IHiM) die Hanplrollc. Durch i inn v c rd re hen d e Zitierw e i i e, Herr M a r r in einem Falle durch eine glatte ü l s ch u n n des Wortlautes, versuchen die Herren •in „bciuciicn“, daß ich mit der Taufe sympathisiere. Dieser „Beweis" wird dadurch erleichtert, daß die Schrist-« filbft feit fahren vergriffen ift. Ich gebe hier einen wörtlichen Abdruck des Kapitels „Tie G e t a n f fc n" < Abschnitt V, 2. :V> — -15 der Sdiriftf ohne jede Weglasiniig nyd jeden Zusatz. Nur aus die Fälschung des Herrn- Marr ijt an der ent* sprechenden Stelle durch eine Anmerkung hingcivirseu. Nun mag der Leier entscheiden, ab ich ein freund des Tauijudeuiiims bin — und was Herr Marr und seine Eideshelier sind. ' . II. Die Genausten. Bevar wir den Schluß aus unseren Erkenntnissen ziehen, miinen wir nach einmal zurückkehren aus^ein Gebiet, das unser Blut varher nur gestreift hat. Pan dem Problein der Taufe muffen wir reden. Air sprachen zuletzt vam Au'gehen im deutschen Volkstum. Das bedeutet nicht äußere Assimilation, nicht ein Preisgeben ader hochstavlcrischcs Verberge» der unverlierbaren Stammeseigeiiichasten. Ter nati'analdciitschc Jude ift sich mit Stolz bewußt daß er bei der Einordnung in das deutsche Vo'ksrnm i ^manches mitbriiigt. was einen weitvollen Einschuß in da- Volks- : gut daistellt, in das geistige und Gefülstsgut dei Volk gesamtheit. Starkes und lebendiges Temperament, das Mann nr. wie cs Bismarck gemilcht hat, Organisationsgabe und psychologische Veraiilaqiing, Fähigkeit schnell zu wagen und zu verwerfe», auch ethische Werte, die tiefer im Gefühlsmäßigi n wurzeln, Familiengefühl. Wohliätigkeitssinn. Das alles kann dem deutschen Volke wohl dienen, wenn daneben das eiuqcbradit wird. phnc das eine wahre Eingliederung in die Volksgemeinschaft nicht yiöglich in. das weasichcre, ans dem Boden der Heimat quellende Raiioiialgefühl. Ob der Menich. der mit diesen aufbauenden Eigenicha'teii in die tseiiieinschaft tritt, Eohn oder Schulze heißt, ab leine1?iafe krunlm r d.r gerade, sei» Haar schwarz oder blond, ift, ob bic Weiten, mit denen er leine Redm begleitet, wehr oder weniger lebhaft lind, in gleichgültig, oder sollte doch gleichgültig sein, Und nicht minder belanglos müßte cs sein, ob dieier für aas deutsche Volkstum brauchbare Mensch in der - a»iilicheii Liste als Religionsjnde. als Ebrist oder: unter anderer Bezeichniiiig ge'übrt wild, ob er voll ehrlicher Andacht in dieser oder jener ,"*01111 mit dem Weligcist spricht. Es uuißic gleichgülng f.nr. Aber Jahrtausende lang ist es nicht gleichgüliig gewesen. wengsieiis nicht gleichgültig erschieiien. früher,, als über SmiunieS- und Religionsfrage» noch weuigi r nudigedad» und gesprochen wurde, war der Ilebertriti zili» Ehriiteiituui der Schult, der dem Juden ohne weiteres -und ohne Euiichiänkiiiig den Euitiitt nt das deutsche Volkstum euuoglichle lind doch Faun schon damals kein deuh'ii.'>er Richlind.- ildi da,über getäu'cht habeis. daß der durch Drohung mit dem Feurrtode oder durch Lodung mit besserem Foiitonimeu eipreßie II bertiiit chaiakteijchwacher Mensche'', daß ein io veranlaßies Heileiei» dis christlichen ttt.iubensbeke' iitnisses auch Nichi eine Fa'er,iui Körper und tsehirn des neuen E iristen vetm k-erie. daß dieser nach der Rückkehr vom Tauibecten a» Leib. ('io;» und bk'innt genau noch der gleiche mar Ivie vorder, ehe e den Weg zum Altar beschritt Von den erireiiiste» Fällen der äliere» Z.it soll hier lischt die Rede sei», von den Fällen, in denen de. llebertiut iüi de» Juden nur ein reut augeier Ati des Roistandes, nur et» vermögen, oder gar ledcnreiteud.r Bet'u» war... In deue» die Sdieuidnuien zu Haute hinter veiichiosseneu Türen weiter znm Gott Abrahams nud um die Rückkehr nach Zion beteten, in deuen sie das Maskenklcid des R a u m a n n. Ehristentums auf offenem Markt wieder abwarfen, sobald die Gefahr vorüber war. Rur von der neueren Zeit wollen wir sprechen, von der Zeit, zu der schon die drei Schichten sich voneinander zu sondern begannen. Zu der man den Juden nicht mehr als ein jeder Willkür preis-gegebenes Freiwild betrachtete, sondern bereits als Menschen und Bürger, wenn aucfi_ noch längst nicht als vollberechtigten oder gar vollgeachteten Bürger. Damals schltig mancher denische Jude de» Weg zur Kirche rin, weil er sich sagte, daß ihm das Ehriste. tum innerlich schließlich nicht ferner stände, als das Religionejudeiitum, daß seine eigene Persönlichkeit und Weltanschauung;» öefestigt wäre, um durch einen Tropfen Taufwasscr aufgelöst zu werden, und daß er darum sich selbst einen Rarrcn heiße» müßte, wen» er den Tropfen Wasser nicht hiiinchitien würde, ntn bürgerliche Achtung, ruhiges Leben und den richtigen Platz im deutschen Volkstum für üch und seine Kinder zu erwerben. Diejenige Schidit, auS der später die Zionisten und Jüdisdinationalcn hei vorgingen, war schon damals gegen die Lodung, die in dieser Form an üc herautrat, gefeit. Sie ivnrzcltc zu fest in dem. was ihre Angehörige» für Religion hielten, »nd was, von ihnen selbst »och unerkannt, starkes und echtes jüdisches Nationalgcfühl war, ein Gefühl, das ftch weniger gegen die GlanbenSlehren des Ehristentuins, alS gegen das Sktfgcbcn des eigenen Volkstums sträubie. Aber ans den beiden anderen Schichten strömten ständig wachsende Abtciliingen durdt die offene Pforte. Zwischenschichtler, die der greifbare Vorteil lodte, und nationaldeutschc Juden, die das Gebaren der Zwischenschicht verdroß, die das Bedürfnis fühlten, eine Scheidewand zwischen sich und jenen zu erridsteii. Keiner von diesen Menschen dachte im Grunde au „Religion". Manchen störte gewiß der Wortlaut des Apostolikums, der ihm zuuiutete, an Ehristi Himmel- und Höllenfahrt, an.die Dreiheit des göttlichen Wesens zu glauben. Aber schließlich waren die Dogmen, zu denen man sich in dieser Form zu bekenn'en vorgab, dem Verstände nicht ferner, als die LffeiibarniigSlehren des Judentums: man wußte, daß man log. aber man tauschte eine zwcdmäßige Lüge gegen eine unzweckmäßige ein. Was diese Leute wollten, worauf es ihnen ank.im, war entweder einfach daS „bessere Fortkommen" oder die Geste, durch die sie dartun konnten: Wir sind nicht anders, wollen nicht anders sein, als jeder andere Deutsche^ wollen nid» in äußerer Fremdheit lebe» unter Mensdien, zu denen mir iniierlidi gehören. Ter llebcrtritt znm Ehristenlum war für den Zwischenschichtler der Uebcrgang in günstigere Lebcnsbedingungen. für den nationaldentschcii Juden in erster Linie der llebcrtritt zum Deutsditum.*) Wohl fehlte cs auch, nicht au solchen, die es anders faßten. Denen daS Eyristciktum wirtlidi al^ die höhere, reinere Stufe der Gotiesoerehruiig gegenüber dem religiöse» Judeninm erschien, die den uineren Ausgleich, den Gewisfensansgleich anstrebtcn, indem sie auch nadi außen hin Ehiiftcn wurden, wie sic cs im Innern längst gewesen waren. Es ist bezeichnend genug, daß gciade diese Gewissenschristen es weist sehr viel klarer empfanden, ivie völlig unberührt ihr Sta»uiicsjul>e»tum durch das Taufwaffer blieb, als bip Lippenchriften. denen die Tauie ü»r ein bürgerlidier Formalakt war^die gewöhnlich ihre Abstammung redit bald vergessen zu nnidren und. wen» möglich, selbst zu vergessen trachteten. Wir sehen im Geiste ei» Bild aus unserer Juaeno, das Bild eines evangclisdicn Pietigers, der als Jude geboren, ans ehrlidier Ileberzeugung zum Ehristen geworden war nnöjHid) fein Judentum »jemals doi leugnete. Ter deutsche Snlm-r Fouiaiie, der Franzoseiistämmliiig, hat ihm in seiner „Eff> Brien" ein Denkmal gesetzt, ivie er „seine schwarzen Loden smütiell" »nb die deutjdircligiöic Ehristin durdi sein bei aller F ömmigkeit fremdartiges Wen-n i» ihrer Andacht beirrt. Eine dem Andenken dieses ivahrc» Ehristen, der dabei doch ein ivahicr Jude blieb. Aber feiner Art ivaren nicht viele. In dc> Regel nal der Getaufte aus feiiier Slammes'phäre wie auch aus seiner bürgerlichen und Faimlieusphare in ganz andere - D>ee 2i lle zii-ert He>r Jacob Marx in s.i.'er Swrilt „Dos deiilia,3 ii o e ii t u in und >' e ne j » d i i ch c a .Gegner" -Philo.-t<e I g. ipeiliu I92ö, an' » g(> Z. 8 st v u ui "'lgeiid i iv-'tin uii er -iu;,.ibe der L-ii.iiz.iht ,„einer L.vrin „Die T n n i a >i e r Ist f n i d e „ n a i i o n a I -ö c u i f dj c n Jude n 1 n e - mci V i ii i e Per II. h r r 11 i 11 z n i» D e n > f ct> l u m " -i-o.. Marx v rwiveg fl&inmu lim den ,v n 11 cb n n „? dj n r a 11 e l' die'es „Znais" defond, rs t ar zu eikcnnen. nuiß man de» letzte» Absatz Sieles K a p i t e-l s leien.

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