Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 12 (Dezember 1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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„Hugcnberg in Noten" gesagt,- dah an der Telegraphen-Union eine grohe jüdische Organisation finanziell beteiligt sei. Dieser Passus ist, wie uns von mehreren Leiten mitgeteilt wurde, auf den Unterzeichneten Verbandbezogen worden. Wir' erklären daher, um einem Wcitergreifen vieles Gerüchtes vorzubeugen, dah unser B c r - band weder an der Telegraph en-Union, noch an Jittern anderen ähnlichen Unternehmen gleiä viel welcher Richtung finanziell bete i l i g t i >t. Berband nationaldeutscher Juden e. B. I«r. Naumann. l»r. Breslauer. Zur Jugendsrage. Ms einer b a v e r i sch e n . Stadt erhielt der Berbandsvorülzende das folgende schreiben: Sehr geehrter'Herr Doktor! Als Altgehöriger des Deutsch-jüdischen Wände rbundcs „i\ a tn c r a b e n" und als Freund Ihrer Bewegung möchte ich mit den folgenden Zeilen, an Sie heran treten. Ich schreibe nicht im Aufträge meines Bundes — denn wir haben keine offizielle Einstellung zur Politik —, iondcrn höchstens im Sinne eines kleinen Säncs Gleiche geturnter. Wie Sie wohl wissen werden, Wlt sich der CentraIvcrein in letzter Zeit sehr an alle möglichen Jugendbewegungen herangemacht und dies scheinbar nicht mit Miherfolg. 3n seiner Zeitung hat dieser Verein sogar eine be>ondere Beilage ..Bon der Deutsch-jüdischen. Jugend" für die Jugendvcrbände geschaffen. ■ Auch wir „Kameraden" haben unsere Teilnahme an diesem Blättchen zugesagt, indem wir uns von mancherlei bedeutsamen Gründen verleiten liehen. Ich ^persönlich halte es wenigstens für „verleitet", während allerdings die Mehrzahl meiner Bundesmitglieder in diciier offensichtlichen Annäherung des C. B. keinen Haken erblickt. Ich vermute nämlich, dah hinter diesem Vorgehen der E. B.er andere Absichten versteckt sind. Und gegen die Erfüllung dieser Absichten werden wir uns natürlich im Bunde selbit mit Händen und Fühen wehren. Da aber nun die E. P. Zeitung durch ihre Beilage diese Annäherungsversuche bereits in die Oeffentlichkeit gezerrt hat, io . würde ich es für gut halten — darin stimmen mir auch sicher andere Kameraden bei —wenn auch Sie Ihrem offiziellen Organ eine Austprachc.Beilaae für die deutschjüdische Jugend beifügen würden, lieber Haupt iit es sicher sehr zu empfehlen, wenn Ihr Verband einmalaus seiner Abgeschlossenheit gegenüber jeglicher Jugendbewegung her auslreten würde. Denn wenn es ja auch eine von Ihnen gegründete nationaldeutsche jüdische Jugend gibt, io Kat diese doch schliehlich. besonders bei uns in Bayern, nur eine führ geringe Gefolgschaft und kann sich sdaher mir >ebr schwach durchsetzen. Sie werden es hoffentlich nicht als Beleidigung auifaisen. das, sch Ihnen diese« wohlgemeinten Rat gegeben habe, uni> ich wäre Jhiten nun sehr verbunden, wenn Sie die Güte hätten, mir auf brieflichem Lvege oder durch Ihr offizielles Organ eine Änt wort zukommen zu lassen. Der junge Einsender mag versichert sein, düh wir nicht nur nicht „beleidigt", sondern im Gegenteil für seine Anregung sehr dankbar sind. Die Stärke unserer Jugendorganisation im ganzen scheint der Verfasser des Schreibens allerdings zu' unterschätzen, aber richtig iit leider, dah gerade in Bayern wie überhaupt in Süddeutschland unsere Bewegung fich unter der Jugend noch nicht in wünschenswertem Mähe "durchgeietzt Kat. Ob gerade eine besondere Jugendbeilage" der richtige Weg zur Förderung unserer Bestrebungen ist, mag zunächst dahingestellt bleiben. Jedenfalls wäre es b c - grühenswert. wenn Jugendliche aller, Richtungen die Anregung zur freiipütigen Aussprache. die allein Klarheit schaffen und Mihverständniise beteiligen kann, aufgteifen würden. Wir stellen, solange eine besondere Jugendbeilage noch nicht besteht, di^ Spalten Minieres Mitteilungsblattes gern für solche Aussprache zur Verfügung. wird, seinen wohlgemeinten Ratschlägen den erforderlichen Nachdruck zu geben. Die Wiener Zionisten, eine be-! sonders liebliche Gattung, waren über diese „unjüdtlche j Haltung" der Budapester Juden so gekränkt, dah sie ,n der! Repräsentantenvcrsammlung der Wiener Kultusgemeinde den t Antrag, der Budapester Gemeinde zum 125jährigen Jubiläum zu gratulieren, niedergestimmt haben. Der Berliner Gemeinde zur Nacheiferung empfohlen. I^üge und LäTterung. Der Fall Jakob Marr. In der l£. B. -Zeitung vom 18. 12. 25 Nr. 51 findet sich in fast unlesbarem Kleindruck folgende Notiz: Herrn Sanitätsrat Dr. Peyser. Sie werfen Herrn l>r. Marr Fälschungen vor, offenbar in dem Glauben, dah er auf Ihre Vorwürfe nichts zu erwidern hat. Dieser Glaube ist gänzlich irrig. Die Herren Rabbiner 0r. B a e ck, Reichstagsabgeordneter 0r. Ludwig Haas und Justizrat Sonnenfeld haben sich bereit erklärt, zusammenzutreten und Ihre Vorwürfe zu prüfen: ihr Spruch wird demnächst bekanntgegeben werden. Ein ausgezeichneter Witz! Herr Rechtsanwalt vr. Jakob Mari, der nicht gewagt hat, sich einem unparteiischen Schiedsgericht zu unterwerfen oder das ordentliche Gericht anzurufen. will sich statt dessen einen privaten „Spruch" verschaffen, und -war durch drei Herren, die selbst bei bestem Willen ohne Anhörung der Gegenpartei und ohne Prüfung unseres Beweismaterials natürlich gar nicht in der Lage wären, sich ein objektives Urteilzu bilden. Und diese drei Herren sind - zwei Kollegen des Herrn Mari im Vor st and | desselben Centralvereins, dessen Verlag die Mansche Schmähschrift herausgebracht hat und verbreitet, nebst einem akademischen Perbindungsbruder des Herrn Mari. Für einen Anwalt des Rechts alles Mögliche! Wir wiederholen hierdurch ausdrücklich den schon von Herrn Sanitätsrat 0r. Peyser erhobenen Vorwurf der Fälschung und behalten dem Vorstand unseres Verbandes alle weiteren Mahregeln vor. 6cko der Presse. Wir bitten u.n Uebcrsendung aller unsere Bestrebungen betreffenden Zeitungs- und Zeitschriften-Ausschnitte unter Angabe des Datums und der Parteirichtung. Schimpfartikel der zionistischen, zwischenschichtlichen und Hakenkreuzler-Presse werden in dieser Rubrik nur insoweit erwähnt, als aus ihnen Grundsätzliches abzuleiten ist Die Schristleitung. Die Jüdische (tzemeindt. Wien «Organ der Angestellten der Wiener Kultusgemeinde» S. 11. 25. Notiz ..Jüdischnationale Terrorbanden". Bericht übex die Sprengung der Wiener Versammlung durch etwa 100 zu diesem Zwecke „kommandierte" Zionisten. Stichproben: „Dieser Vorfall ist wieder'ein Beweis, ohne dah wir die nationaldeutschen Tendenzen damit gutheihen wollen, dah die Jüdischnationalen dort, wo ihre geistigen Waffen versagen, zur Brutalität Zuflucht nehmen. Die ILdischnationalen werden die Wahrheit hören müssen, ob sie wollen oder nicht, wenn nicht jetzt, dann später". Vogtländer Anzeiger (National) 18.11. 25. Notiz über die Streitschrift von vr. Peyser „N a - tionaldeuIsche Juden und ihre Lästerer." Die gekränkten Wiener Zionisten. Die Gemeindevertretung der Budapester jüdischen «'m: meiner hat genug gesundes Rationalgefühl gehabt, «ich die Einmischung des V ö lkerbundes. in die Angelegenheit des ungarischen Xumerus clausus zu verbitten. Man ging in Budapest wohl von der richtigen Ansicht aus, dah diese ungarisch« Angelegenheit von den ungarischen Juden selbst erledigt werden muh. und dah jede betuliche Einmischung des Auslandes nur die ungarischen Nichtjuden verletzen und damit den Hah verstärken, den Juden selbst aber nichts nützen kann, zumal der Völkerbund kaum gewillt sein Leipziger Jüdisch« Zeitung (Zionistisch» 20. 11. 25. Notiz über die Einstellung des Verfahrens gegen Foerder und Prinz auf Grund der Hindenburg-Amnestie. Deutsches Tageblatt (Deutschvölkisch» 21. 11. 25. Unter der Ueberschrift ..Bekenntnisse einer schönen Judenseele" wird ein langer Schreibebrief abgedruckt, der von einem angeblichen Juden „Moses Germanicus" an den Deutschnationalen Handlungsgehrlfenverband zu Königsberg gerichtet sein soll. Der Bttef enthält in üblem Deutsch eine Aneinanderreihung von Phrasen., Beschimpfungen. Drohungen usw. Darunter folgende Sätze: „Und dann und vor Allem sind es ja gerade