Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 11 (November 1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 13 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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13 38ifrri<rfc* Wiener Ertrailatt (Mittelstandsorgan) 20.10.25. Voranzeige der Versammlung vom 23. Oktober 1925. Rener 8 Uhr-Blatt. Wien (Bürgerlich-demokratisch) 20. 10. 25. Wie vorstehend. Wiener Zeitnng (Amtliches Organ) 21. 10. 25. Wie vorstehend. K. L^Bliitter (Organ des mit dem Lentraloerein in engster Verbindung stehenden „Kattell-Conoents der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens") Iuli/September 1925 Das Blatt beschäftigt sich an drei Stellen mit unserem Verbände. 2m Leitartikel ..Der internationale Jude" des Leipziger Rabbiners, Centraloerein-Vorftandsmitglieds und Keren Hajessod-Werbers vr. F e l i r G o l d» mann <1. die Rubrik ..Lüge und Lästerung" in unserer Ottober-Rummer und den Arttkel von vr. Peyser ..Meine Streitschrift:! Nationaldeutsche Juden und ihre Lästerer" in unserer Septembe»Nummer) folgender Sah: „lind es ist begreiflich, datz auch im jüdischen Leben nicht nur unser allseitig beliebter Spahmacher, der Verband nationaldeutscher Juden, sondern auch wirklich ernstzunehmende. im Boden posittven jüdischen Lebens stark verwurzelte Richtungen es für nötig erachten, sich gegen den Vorwurf des Internationalismus zu wehren.' Ferner „Das deutsche Judentum und seinejüdijchen Gegner", ein Briefwechsel des Schmähschrift-Verfassers Rechtsanwalt vr. Jakob Marr, Karlsruhe die Rubrik „Lüge und Lästerung" in dieser Nummer, ferner die Streitschrift von vr. Peyser und die letzten Nummern unseres Mitteilungsblattes) mit einem Rechtsanwalt vr. Alfred Ortweiler in Nürnberg (B.C.er). In dem Bnef des vr. Ortweiler der Satz: .Richtig ist vielmehr, datz wohl der überwiegende Teil des B.C. auf dem Boden des C. V. steht, z. T. auch Zionisten sind." In der Antwort spricht M a r r seine „herzliche Freude" darüber aus, datz nach dem Schreiben des vr. Ortweiler „der geistige Radius dieser von mir als durchaus verderblich angesehenen Bewegung (d. h. der unsrigen) noch wesentlich kleiner" zu sein scheine, als er angenommen habe. 8um Schlüsse eine Besprechung der Streitschrift von r. P e ifsje r aus der Feder des Schriftleiters der K. C- Blätter Vr. Berlak. Die Sorgfalt der Besprechung ergibt sich schon daraus, datz der Titel der Streitschrift vr. Peysers falsch angegeben ist (zweimal). Im übrigen Stichprobe für den „geistigen Gehalt": „Erziehung, Erlebnis und Charakter formen kaum eine Seite des Menschen stärker, als seine Beziehung jtu Politik und Staat. Darum mutz iede Gliederung im Naumannschen Sinne an den Menschen'scheitem. Es gibt nun einmal nicht eingeborene Nattonaldeutsche oder nationaljüdische Juden, gäbe es sie, so hätten die Völkischen recht." (Bezüglich des vr. Ortweiler s. das Hochschul e".) Erforderliche unten unter „Deutsche Jüdisch-Liberale Zeitung 23. 10. 25. Noty „3ur Steuer der Wahrh eit". Abdruck der Erklärung des Herrn Mar Speier (s. unsere Ottober-Rummer unter „Lüge und Lästerung"). Wiener Zeitung (Amtliches Organ) 23. 10. 25. Kurze Anzeige der Wiener Versammlung und der Tatsache, datz unser Mitteilungsblatt nunmehr auch in Wien nn Stratzenhandel verbreitet wird. Reues Wiener Tagblatt (Demokratisch) 23. 10. 25. Voranzeige der Wiener Versammlung. Reue Freie Presse. Wien (Liberal) 23. 10. 25. Ebenso. Jüdische Zeitnng für Ostdeutschland (Zionistisch) 23. 10. 25. Nottz „N a u m a n n s n e u e st e r S i e g!" vr. Naumann wird verhöhnt, weil das Strafvettahren gegen F o e r d e r und Prinz infolge der Hindenburg-Amnestie eingestellt fit. Femer ein „Wiener Brief", aus dem folgende Stilproben mitgeteilt seien: „Es sei denn, datz man noch von einer tteinen, zwischen Ankündigungen von Speisefett und Schuhcreme Politik machenden Ankündigung eine» plötzlich aufgetauchten Verbandes natronaldeutscher Juden Notiz nimmt, in der dieser Berband, ein Ableger der biederen Hausjuden Wotans, mit einem Eselsfutztritt gegen den Zionismus an die Oberfläche des politischen Lebens vordringlich zu werden versucht... Wenn man weih, datz die Autoren dieser geschwätzigen Stilübung die letzten Hinterbliebenen der längst verstorbenen liberalen Bewegung sind, ... mag dieser Anbiederungsversuch an Walhall im besten Fall ab das Aufzucken einer galvanisierten Froschleiche gewettet werden." (Der Verfasser dieses Briefer wird dem Israelitischen Familienblatt nachdrücklich st als Wiener Korrespondent empfohlen, — sofern er es noch nicht ist. Die Sckiriftleitung.j Reue» 8 Uhr-Blatt, Wien (Bürgerlich-demottattsch) 23. 10. 25. Voranzeige der Wiener Versammlung mit Zusatz: „Die Polizeidirektton hat von beabsichttgten Sprengungsverfuchen Kenntnis und hat den Schutz der Kundgebung zugesichett." Preutzisch« Jahrbücher Oktober 25. Längerer Aufsatz „NationaId « utsch" von Geh. Ob.»Reg.»Rat von Kienitz.; Der Gedanke der deutschen Volksgemeinschaft wird in eingehenden Darlegungen scharf - herausgearbeitet, und zwar unter besonderer Würdigung unserer Bewegung. Stichproben: „Der Verband ist zwar vorläufig noch klein, hat sich aber durch die geistige Tattraft seiner Führung . . . fo weit hervorgetan, datz, wenn auch nicht -das breite Volk,.doch Schrifttum und Presse ihn wohl kennen und, wenn auch die Linkspresse ihn nach Möglichkeit totschweigt, weil er der groben und mächtigen Masse des Judentums die Kreise stött, nimmt doch die Rechtspresse von ihm Vermerk, oft auch mit freundlichem Interesse . . . Datz man, um nattonaldeutsch zu sein, nicht gerade .deutschnattonal' zu sein braucht, ist ohne weiteres ttar . . . Politisch will auch der Verband nattonaldeutscher Juden grundsätzlich nicht sein." Es folgen histottfche und politisch« Erörterungen, die zur Würdigung des Zionismus überleiten. „Aber England denkt weiter. Den Zionismus aufzustacheln hat noch eine gam andere Bedeutung. 'In Wirklichkeit gilt es nicht sowohl, einigen wenigen Juden öttlich eine nattonale Festigung gu geben, als vielmehr das Judentum im Ganzen innerhalb der Völker, denen es je nach dem Gange der Geschichte eingemischt ist, nicht zur Ruhe kommen zu lassen, es durch «in Phantom zu reizen, ihm' möglichst« Unzufriedenheit und innere Unsicherheit beizubrmgen und auf diesem' Wege den modernen Internattonalismus zu fördern. der Mittel- und Osteuropa «ntträften soll. In dieser Richtung deckt sich Englands Interesse mit der Anschauung der oben geschilderten, jetzt im Gesamtnamen des Zionisnms inbegriffenen Elemente des Judentums, die nur internationale Menfchheitsphilosophie treiben, d. h. im Kampfe Aller gegen All« emporkommen wollen. und' diesem Zionismus, der die tatsächlich undurchführbar« eigentliche zionistische Idee n ue als Deckmantel Benutzt. tritt der Verband nationaldeutscher Juden entgegen. Er ist nicht aus dem Bedürfnis entstanden. bei den änderen .nichtjüdischen Deutschen etwa um «inen nattonalen Anschluh nackmisuchen, sondern in der Abwehr gegen «in« vermeintlich neue jüdische Nationalität. di« er als Phantom oder gar als Schein erkennt und an deren Stelle er die deutsche Nationalität für die deutschen Juden setzen will. . . . Wenn bei jedem Anstotz. der uns trifft, das Streben des einen Teils Deutschlands vor allem dahingeht, erst einmal den anderen Teil zu vernichten, so wird endlich die Auflösung kommen, die uns das «insttg« Schicksal der Juden bringt. Soll aber dies Schicksal ebenso von uns überwunden werden, wie von jenen, so werden wir uns nicht von ihnen abwenden dürfen, sondern ihrem erprobten Wege folgen müssen, den eigenen nattonalen Glauben über das Elend hinweg zu bewahren. In dieser Idee tteffen wir mit dem Verband« der nattonaldeutschen Juden zusammen . . . Das Vorgehen dieses jüdischen Verbandes bedeutet «ine erwünschte Unterstützung der sonstigen nationaldeutschen Bestrebungen und zeigt ihnen das Ziel im Bilde der geschichtlichen Erfahrung. Wenn sich in unserem Elend denkende deutsche Juden, die .gebrannten Kinder' der Geschichte, die .das Feuer fürchten gelernt' haben, unter dem Drohen des Chaos um die nattonaldeuttche Idee scharen, um hier Sicherheit zu finden, so ist das e i n Leuchtfeuer auf dem We^ge, das deutsche Volk im Ganzen national wieder zur Vernunft zu bringen." _ Grotze Volkszeitung, Wien (Patteilos) 24. 10. 25. Bericht /.Tumultszenen in einer Versammlung". Schmtzsätze: „Als Herr Peiper dann über sttne Erlebnisse in Palästina benchten wollte. ging ein ohrenbetäubender Lärm los. Die Zionisten schrieen und pfiffen, und stimmten nattonale Lieder an. Schlietzlich kam es zu Tätlichkeiten. Di« Wache mutzt« «inschreiten und räumt« den Saal." | R«»er Wiener Journal (Parteilos) 24. 10. 25. Bericht „Zionisten sprengen ein« Versammlung der nationaldeutschen Juden." Aehnlich wie vorstehend.