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Der nationaldeutsche Jude · 1925-09-01 · Nr. 9 (September 1925) · p. Seite 11

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 9 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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11 — Punkt, den der damalige AuKenminifter vr. Rat Henau im Jahre 1922 in einem Schreiben an den Keren Haiessod lundgegeben Hab«. «U>^>^«rl09en fiä. a"r'^ak^ie .^Ildlsche Rundschau den Bericht eines Rührenden Mitgliedes unseres Verbandes erhalten hat.! Die Quelle der „2üdrschen Rundschau" ist an ganz anderer Stelle zu suchen, keineswegs innerhalb unseres Der» band es oder gar ferner ..führenden Mitgliede» - Es ift auch nicht wahr, dak in der Antwort des Herrn Auhenminilters vr. Stresemann erklärt sei, das Auswärtige Amt steh« noch jetzt auf dem s. 3t. von Herrn vr. Rathenau kundgegbenen Standpunkte. W e nnderverantwortlicheSchriftleiterder üdischen Rundschau" Ehrgefühl aenug hat. sich durch die Feststellung dieses Schwindels peinlich berührt zu fühlen, mag er den Beweis für seine Behauptungen antreten oder durch Erhebung derBeleidiaungsklage uns Gelegenheit geben, den« Beweis für Wahrheit zu führen. V.! e U n - Der Fall „Jewish Thronicle". 2n dem Londoner Zionistenblatt „2 e w i s h C h r o n i c l e" findet sick in Rr. 2942 vom 21. 8. 25 eine Notiz, die wir nachstehend in wortgetreuer llebersetzung wiedergeben: Deutsche Assimilanten und der Keren Haiessod. Abfuhr seitens des Autzenministers. iBon unserem Korrespondenten.) Berlin. Die deutschen Assrmilationsiuden sandten kürzlich «>ne Deputation an das Deutsch« Auswärtige Amt. um die Zionisten als unpatriotische Bürger zu denunzieren, die groke Summen deutschen Geldes als Spenden für den Keren Hajessod nach Palästina ableiteten. Herr Stresemann, der AuKenminifter. antwortete, daß erkeinenGrund einsähe, diefreundlicheHal» tung Deutschlands gegenüber der zionistischen Bewegung zu ändern. Er fügte hinzu, dak der verstorbene vr. Rathenau zu dem Schluk gekommen wäre. Zionismus wäre nicht unverträglich mit deutschem Patriotismus. ' Die Notiz ist ihrem ganze« Inhalte nach erlogen. Der Besuchbei Herrn AuKenminifter vr. Stresemann hat niemals stattgefunden. Offenbar ist die ganze Nachricht eine ..Ausgestaltung" der unter der vorstehenden Ziffer gewürdigten Schwindelnachricht der ..2 ü d i s ch e n R u n v s ch a u". Für die Zubereitung d'eser fetten Ente ist offenbar nicht die Schriftleitung des Jewish Chronicle selbst verantwortlich, sondern der Berliner Zionist, den sie als ihren Korrespondenten bezeichnet. Der Name dieses Ehrenmannes ift uns leider nicht bekannt. Vielleicht meldet er sich auf Grund dieser Anregung. Vk. Der Fall Steinhardt. Der Lehrer M. Steinhardt zu Magdeburg, bei den Wahlen zum Landesverband Kandidat der (zionistischen) „Jüdischen Volkspartei". in riesigen Säulenanschlägen als Versammlungs- Redner dieser Partei angekündigt und an dem gleichen Tagein der CD-Zeitung als fünfundzwanzig j ä hri g es Mitglied des Central.Vereins gefeiert hat. hat in der Beilage des „Israelitischen Familienblattes". genannt „Blätter für Erziehung und Unterricht". vom 3. 9. 25. Nr. 36. einen Artikel über die Schulfrage veröffentlicht, in dem er gegen uns mit folgenden Wendungen polemisiert: vom 11. 9. 25. Ist dieser Nummer druckt das Zionistenblatt eine von uns gjemäk 8 11 de« Reichs gesetzes über die Presse eingesandte Berichtigung ab, in der ausdrücklich feftgefte^lt ist, dah die von dem Blatt aufgestellten Behanptungen über einen „Bericht eines führenden Mitgliedes unseres Verbandes" unwahr sistd. 2n dem auf ^Wahrung des Gesichtes" berechneten Zusatz, der bei Blättern dieses Schlages niemals fehlt, wenn fte gemäk 8 11 berichtigen müssen, heiKt es wörtlich: „Die Quelle, die wir in Nr. 61 unseres Blattes erwähnten, war natürlich kein .erstatteter Bericht' im formellen Sinn. sondern eine private Mitte ilungaus vr. Naumanns Verband nahestehenden Kreisen." Dies heibl. aus dem ^Zionistischen ins Deutsche übertragen: d i e „Jüdische Rundschau" räumt notgedrungen selb st ein. dak sie drei st gelogen hat, als sie in Nr. 61 behauptete, „ein günsti!ger Wind Hab« ihr den Bericht, eines führenden Mitglieds des Verbandes nationa ldeutscher Juden zu- ««tragen." 2m übn'gen halten wir auch die jetzige Behauptung bezüglich der „privaten Mitteilung aus vr. Naumanns Verband nahestehenden Kreisen" für erlögest. Wir halten daran fest, datz die Information des Zionistenblattes aus einer Quelle stammt, di« weit auberhalb su nseres Verbandes sprudelt. Wenn die „2 ü d z s ch e Rundschau" uns schlieblich auffordert. die Antwort der Herrn Autzenmimsters zu veröffentlichen. müssen wir eistoidrrn. dah wir diesem Wunsche sehr gern entsprechen würden, dah wir aber di« Ermächtigung zum Abdruck des Schreibenst trotz ausdrücklichenjAntrags vom Aus-, wärtigen Amt nicht erhalten haben. Wir empfehlen! der „Jüdischen Pundschau". wenn sie ein so besonderes INteressedaran hat,den „privaten" Bericht ihres geheimnisvollen Gewährsmanns nachzupiüfen. durch ihre ausgezeichnete^ Beziehungen zum „Jüdischen Dezernat" in Amts dahin zu wirken, dak >ung der Behörde zu der Verdes Auswärtige uns die Zu stimm öffentlichung erteilt werde. vermifcktes. Drnckfehlerberichtignng. 2n der Broschüre ^.Nationaldeutlsche Juden und ihre Lästerer" von vr. Alfred Prüfer haben sich einige Druckfehler eingfschlichen, die bedäuerlicherweis« erst nach Versendung einiger hundert Eremplare der Schrift bemerft worden sind. Wft bitten alle Bezieher der Schrift, die ein unkorrißiertes Eremplar erhallen haben, die nachstehenden Berichtigurmen in ihrem Eremplar vorzunehmen. 2n dem Rest der Wiflage ist die Berichtigung durch Eindrücken auf der inneren Umschlagseite bereits berückstchtigt. Seite 6. Zeile 9 von unteii, 7. Wort. muk Heiken: „das" statt „d i e". Seite 21, Zeile J 6/17 vo«t unten: An führ u ng sstriche gehören hinter das Wort „Forschung" Zeile 16. nicht hintet „widerlegen" Zeile 17. Seite 24. die Worte: „beim festlichen Begrü- \ Kungsmahl", Zeile 11, gehören hinter di« ' Worte: „geschweige denn" Zeile 13. Seite 26. Zeile 15; von unten, das erst? Wort muk Heiken: „geradezu". Seite 29. Zeile Iß vün unten, das Wort „sich" ist zu streichen. „Ach nein. Herr nationaldeutscher Jude Naumann, die jüdische Schule wird niemanden ins Ghetto zurückfahren: sie kann gar keinen Ihrer Gesinnungsgenassen ins Ghetto zurückfahren, weil sie aus der Ghetto.Gesinnung noch nie herausgekommen sin d". * ferner „knechtische Gesinnung" und „Naumann und seine Denunziant« n". Gegen Steinhardt ist Beleidigungsklage erhoben. VII. (Nachtrag zu IV.) Die „Jüdische Rundschau" riumt ihren Schwindel ein. Nach dem redaktionellen AbschluK der vorstehenden Rubrik erhalten wir die Nr. 72 der .^Jüdischen Rundschau' „RationalbRhne" und Antisemitenfurcht.. Unsere Leser werden sich daran erinnern, dak vor «inigelr Zeit in der Tagesptesse über den Plan, in Berlin eine „Deutsche Nationalbühne" zu gründen, berichtet war. Von zionistischerj Seite und innerhalb gewisser dem Centralverein nahestehender Kreise, in denen die Antisemilenroicherei zu de« ständigen Lebensgewohnheiten gehört, wurde, auf Grund des von dem Gründungecmsschuk erlallenen Aufrufs ohne weiteres angenommen und als feststehende Tatsache verbreitet, dak die neue Bühne eine „Hakenkreuzbühne" werden sollte. Unser Verband hat es für richtig gehalten, sich an einen Unterzeichner der Aufruf», den zur Deutschnationalen Volkspari« gehörigen Staatsminifter i.R. von Loebell mit der Anfrage zu wenden, ob.das Unternehmen tatsächlich judestfeindlichen Charakter haben solle. Aus unserem an Herrn vstn Loebell gerichteten Schrviben geben wir nachstehend folgend« Sätze wreder:

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