Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 9 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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1 W* der jüdischen Zwischenschicht zu finden und andererseits gebe es „Zwischenschichtler von lauterstem Wesen, von feinster geistiger Kultur, von ehrfurchterweckender Innerlichkeit-? 7. Ist eS wahr. waS ich behaupte, datz Herr vr. M ar x seinen Lesem nur vorspiegelt, vr. Naumann habe „das Judentum alS Religion abgeschafft- und seine in eineni öffentlichen.Vorträge gebrauchte Wendung vom „deutschen Gottweise auf ein „freundnachbarliches geistiges Verhältnis zu deutschvölkischenPhantasten-, die „zur deutschen Religion der Vorväter zprückkehren wollen" hin? 8. Ist «S wahr, waS ich behaupte, daß Dr. Naumann niemals ein Wort gesag t oder g e» . schriebe nhat, durchdaSdieseDarstellung gerechtfertigt würde, datz er sich vielmehr stets, insbesondere auch in dem zu 7. erwähnten Vorträge, ausdrücklich zu dem prophetischen Judentum bekannt hat? Mit der Stellung dieser vier Fragenpaare, die sich mit Leichtigkeit vermehren lassen und in denen die albernste Nachrede, wir nptionaldeutschen Juden betrachteten nur uns selbst als vaterländisch gesinnt, nicht einmal enthalten ist, da sie bereits unzweideutig widerlegt ist. sei es jüt heule zunächst genug. Herr vr. Marx möge sichautzern.ober daS von mirvorgeschlageneSchiedSverfahren anzunehmen und ohne Berzögening durchführen zu laffen bereit ist. Bedingung ist, daß sowohl die C. V. -Zeitung als auch unser Mitteilungsblatt „Der nationaldeutsche Judesich imvoraus verpflichten, den Schiedsspruch, der sich auf die Entscheidung „Wahr- oder „Unwahrzu jeder Frage beschränken soll, init den Fragen selbst an erster Stelle, in grotzem Druck und ohne jedenKommentar sofort nach der Entscheidung des Schiedsgerichts abzudrucken. Wir sehen allem Weiteren mit Zuversicht entgegen. Nun hat Herr vr. Marx zu einer klaren und eindeutigen Antwort bas Wort! Hn die nationaldeut tcbe Jugend. J Bon Charlotte Fraenkel-Eisner.! Siehe die Aufsätze „Deutschtum und Judentum" in den Nummern 2, 4 und 5 des Mitteilungsblattes. Die Schriftl. Persönliche Bekenntnisse einer ringenden Seele wurden hier meine Aufsätze über Deutschtum und Judentum genannt. Mein Wille war es. mehr als Persönliches zu geben. Ohne den Blick ins Allgemeine wären diese Aufsätze nie geschrieben worden. - I An die nationaldeutsche Jugend wende ich mich heute, um zu erkunden, ob auch hier Indifferenz und Zurückhaltung in den Dingen des geistigen Lebens sich finden. Die Führer des Verbandes nationaldeutscher Juden nennen unseren Derband eine Kampftruppe. So wird, wie ich meine, an erster Stelle für die 2 d e e zu kämpfen sein, die im nationaldeutschen Judentum nach Entwicklung strebt. Uns Juden wird nicht selten der > Vorwurf der Zersetzung auch in den Fragen des idealen Lebens gemacht. Hier mutz zuerst die Unbequemlichkeit überwunden werden, die ein tieferes Eindringen in Bedeutung und > Berechtigung, dieses Vorwurfs mit sich bringt. Ohne den notwendigen inneren Ruck werden wir immer fremd und kühl Dingen gegenüberstehen. um die auf dem Boden der deutschen Umwelt bereits heig gerungen wird. Dem Borwurf der Zersetzung soll von unserer nationaldeutschen Jugend nicht nur Widerspruch, sondern die wache Tat entaegengeftellt werden. Mutz nicht der Kampf, den unsere Bewegung verlangt, ein gröberer sein — nicht an Umfang, aber an Tiefe —. als etwa der Kampf, den der Centralverein gegen die Äeutzerungen des Antisemitismus führt? Genügt etwa das reinliche und klare Abstandgewinnen von den lahmen und nicht immer offenen Taten dieses Nur- Vereins? Die unter den echten Zionisten, dem Zuge ihres Herzens folgend, unter Opfern nach Palästina gehen, zeigen immerhin und trotz aller Enttäuschungen, die gerade sie als ideale Zionisten m einem modernen Zion erwarten mögen, — Gröhe! Wie finden wir unsere Grütze? Sie kann und mutz viel stärker, viel aufbauender sein, als je ein Mensch zu zeigen imstande ist, der seine Heimat verlässt. um das Land seiner Träume anderswo zu schaffen. Denn das Land unserer Ideale liegt da, wo wir wurzeln, im deutschen Vaterlande! Zu unserer Gröhe genügt nicht na Stille >uc >er n « I das blohe B e k e n und Tat. Wirf darum, heit fort! Der Ka zunächst in die < aus ihr hinaus Wiedererwachen st ärgster Feind ihm verfallt, haften AeuheruNgei du. nationaldeutsche ab vom Auhen, d mand mehr findet, eigenen Lager, aegf zum Jntelleltualis mählich die deutsche Bruderschaft — im kennen und anerkenn Diskussionen S e i du selbst Geist in Begriffe zwängest willst oü Geistiges Abseits stehen wo deutschen Juden, tum — verleuqnen weils ander« Forche ,stehen ist schon bleibt «in Fremdlir g Geiste sucht. Ordne dich Stammes, in den aber vor jedwedem * denn allzu lange die deutschen Brüh« setzungserscheinungei i statt ihrer jene echt Wahres vom Folf sondern weih. Deij der im Menschen ..Geist Geist i Geist i i t N i s zum Deutschtum. Nötig ist Mut tionaldeutsche Jugendt deine letzte Trägstlpf auf wahrhaft geistigem Gebiete führt der eigenen erlebenden Seele, und führt Tat für den deutschen Geist, der ,m . regt. Des deutschen Gei st es st ch e-r I n te l l ektu a lis m u s. Wer wird sich selber feind. Die kindderer, die sich ..völkisch" nennen, kannst Jugend, nicht „bekämpfen". Wende dich s dir nichts anhaben kann, wenn es niees beachtet. Wendx dich, kämpfend im deine eigenen Anwandlungen, die dich verleiten wollen. Co allein wird allig^nd nichtjüdischenl Stammes dich als Suchen nach dem Geist — endlich er» eni J das. was Geist sei, taugen zu nichts. Geist läht sich nicht analysieren, sich nicht „Suche nach der Einfalt des Kindes, inteN." Sucht in euch stach dem Geiste! gerungen" wird, heiht für bern-nationalen! Ursprung — sein'proohetisches Juven- Dieses stirbt nicht. Es nimmt nur jen an im Wechsel d« Zeitev- Abseits! Zersetzung. Denn -der Nur-Intellektuello rg im Lande eines Volkes, das nach dem über sei i Juden,!IN, nationaldeutsche Jugend jüdischen Gqisteskampf der Gegenwart. Hüte dich Tälmi — es mag heiben, wie es will —. schon schädigt das Halbmnd Unwahre r. Hüte dich vor oillem vor den Zereiner ungesunden Skepsis und bringe e Kritikfähigkeit mit in den Kampf, die chen, Aufbauendes voch Niederreibenden zu, tin solches tust du im Namen des Geistes, ebt und allein zu K p 1 t führt. ** ist nichts Erdachtes! t nicht die Kraft des t lebendiges Licht!"') Denkens! -I werdet Handwerker! Bon Schneidermei ter Bruno GronowSki (Königsberg i. Pr.). Wi setzen mit diesem Artikel, der uns von einem selbst diS ehrsame Handwexk ausübenden BerbaudSmitglicd eingesandt ist, die in Rr. 5 unseres Blattes eröffnet^ Aussprache fort. I ES wäre erwünscht, wenn in «eiteren Einsendungen auch d« Betätigung unserer JuKnd im landwirtschaftlichen Berufe beleuchtet und vor allem die Frage behandelt würde, wie dir stuS Ant isemitiSm u S ui d L i o ni S m uS sich ergehenden praktischen Schwierligkeite » überwunden werden können,- di« sich den Kindern deutschfühlender Jude» ent» gegenste Seit, wenn sie sich dem Handwerk oder der Landwirtschaft zuwenden. Der nachstehende Artikel erschien zuerst im KönigSbc'rger Gemeindeblatt. Die Schriftleitung. Wenn man vom Standpunkt der früher herrschenden Anschauungen und Begriffe aus die jetzigen Zeitverhältnisse überblickt, so fällt uns ein» vollkommene Umwertung aller Werte in die Augen, und j^ar sowohl in ideeller als auch in ma- ■ terieller Beziehung. I Was uns sonst das Höchste war. ist zertrümmert und vom Thron gestürzt, und was als unumstöbliches Gesetz für die meitschliche Gesellschaft betrachtet wurde, hat seine Geltung verloren. So ist auch im wirtschaftlichen Leben bezüglich der körperlichen Handarbeit eine Umwandlung insofern vor sich gegangen, als diese im Verhältnis zur geistigen Arbeit eine bedeutend höhere Bewertung erfährt, als dies bisher der Fall wstr^ was wohl deshalb nicht ganz unbe- ' gründet erscheint, wml dem Hand- und Schwerarbeiter bei dem Wiederaufbau unseach zerstörten Vaterlandes eine hervorragende Rolle zufältl.! WeNn ich als Vertreter des Schneiderhandwerks über die Bedeutung des Handwerks im allgemeinen berichte, so geschieht dies aus einem inneren Bedürfnis heraus, das. was ich für mich als das Beste erkannt habe, auch im weiteren Kreise de« jüdischen Jugend zu verbreiten und sie anzuregen, in mögsichst grober Anzahl' meinem Beispiel zu folgen. Wenn ich mich dem Handwerk gewidmet habe, so geschah dies in der Boden der Kraft uns doch alle von und geschäht habe, Erkenntnis, weil ich in ihm den rechten für unser deutsches Judentum, dem wir gänzem Herzen zugehörig fühlen, erkannt Snd in der sicheren > Ueberzeugung. dah len und Können in jedem Berufe das Höchste zu erreichen vermag. Bö Yin Rä im jBuch vom lebendigen^ Gott'.