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Der nationaldeutsche Jude · 1925-09-01 · Nr. 9 (September 1925) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 9 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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- 6 und gar im Meiste der Buchstaben-Tradition'bewirken will. Als am Schlüsse der Tagung eine Entschließung gefaßt wird, die der sogenannten Universität zu Jerusalem die unbeschränkte Lehrfrciheii sichern will, verlasien die MiSrachisten geschlossen den Saal und ihr Obnianu erklärt, daß sie die Entlchließung als „Angriff gegen die Heiligkeit des Religionsgesetzes" betrachten. Einen Augenblick ist eö. als schwebe durch diesen Saal der östlichen Gedanken ein Geist aus dem fernen Westen, der Geist des groben William Jennings Bryan. verklärt durch die freudige Aussicht auf den künftigen Affenprozeß von Jerusalem. Und mitten in die Debatte platzt Lärm von außen herein. Ein paar hundert „Ehaluzim" versuchen in den Saal zu dringen, jugendliche Zionisten, zur Landarbeit vorgebildet und mit der Hoffnung auf Bodenständigkeit im Lande der Väter geködert, die seit Monate» in Wien vergeblich die Einreise- Erlaubnis erwarten. Beschäftigungslos, ohne Verdienstmöglich, keit irren sie in der groben fremden Stadt umher, zehren ihre kümmerlichen Ersparniffe auf, hungerrst nächtigen in Unterkunftstätten, deren entsetzliche Verschmutztheit erst kürzlich die Wiener Polizei aufgedeckt hat, fühlen sich der Verzweiflung und dem Selbstmord nahe. Man verwehrt ihnen den Eintritt in den Saal des Geschwätzes. Sie überrennen die Ordner. Polizei greift ein und drängt sie zurück. Schlietzlich beruhigt man sie so iveit, datz sie eine Deputation wählen, die von dem Präsidenten Sokolow, dem nächsten Freunde und Mitarbeiter Weizmaiins, mit Versprechungen abgespeist wird. Der Zwischenfall ist erledigt. Die Verhandlung geht iveiter, stürmisch, aufgeregt, unter ständigem Eingreifen der Galerie. Schlietzlich kommt es zur Abstimmung über das Vertrauens - Votum für die Leitung. Dreihuiwerlsiebzehn stimmberechtigte Mitglieder hat der Kongreß. Einhunderlscchsunddreibig Delegierte stimmen für die Leitung, siebzehn Radikale gegen sie, — der Rest enthält sich der Abstimmung oder drückt sich «im sie herum. Die Führung erklärt ihren Rücktritt. Das war zu erwarten, aber kein Mensch scheint darauf gefaßt zu sein. Unbeschreibliche Verwirrung setzt ein. Was soll geschehen? Die Gruppen, die gemeinsam die Leitung gestürzt habe», sind untereinander so uneinig >vie möglich. Den Radikalen die Führung zu übertragen, wäre Heller Wahnsinn. Auch für die MiSrachisten und die Sozialisten ist keine Mehrheit zu finden. Es bleibt nichts übrig, als tage- »id nächtelang im „Permanenz-Ausschuß" zu verhandeln über ine Rückzugs- und Fricdensformel. Aber Weizmann wartet das Ergebnis nicht ab. Er verläßt den Kongreß und läßt eine Liste zurück, auf der alle seine Anhänger, von deren Wiedertvahl er sein Verbleiben im Amte abhängig macht, mit Namen verzeichnet sind. Uebcrall herrscht Einpörung über dieses diktatorische Verfahre», aber niemand weiß, was geschehen soll. Endlich findet der Permanenz - Ausschutz die klägliche Lösung, die wenigstens einen formellen Abschlutz des Kongreffes ermöglicht. Man gibt Weizmann und Sokolow nachträglich noch einmal ein Vertrauensvotum, diesmal mit zweihundertsiebzehn, gegen fünfzehn Stimmen bei achtzehn Stimmenthaltungen und bei Abwesenheit von siebcnundsechzig Delegierten. Eine neue Exekutive ivagt man nicht zu wählen. Man übcrlätzt die „Regierungsbildung" dem Aktionscomite, d. h. in letzter Linie Weizmann selbst. Nicht mit Unrecht sagt ein sozialistischer Delegierter, zuerst habe Weizmann. dann aber habe der Kongreß abgcdankt. Gleictrviel, — ein Ende muß sein. Man peitscht noch ei» paar Entschließungen durch, beivilligt natürlich die von Weizmann geforderte, durch Nichtzionisten verwässerte Jewish Agency und — läuft auseinander. 1 Die Komödie ist aus» in jeder Hinsicht. Was wird nun weiter geschehen? Je nun, man wird iveiter „wursteln", weiter die Rckloinetrommel schlagen, weiter Geld in allen Erdteilen erschnorren. sich weiter von den Engländern zum Narren halten lassen, und wird weiter unsere Kinder in die Fremde locke», damit sic dann in Wien oder anderswo hängenbleiben, verlaust und verhungert, heimatlos und verzweifelt. Aber die höchst zivilisierten, ganz unverlausten und wohlgenährten Heim? und Etappenkriegcr des Zionismus werden weiter überaus viel Geist und mindestens zwei Vaterländer haben, werden weiter ein wohltemperiertes, von Seelenschwung nicht beeinträchtigtes Jntercffe für Politik und Kultur ihrer „Wirtsvölker" zeigen, und werden jeden einen Renegaten und Denunzianten schimpfen, der nicht der Ansicht ist, die deutsche Judenhcit und das ganze deutsche Volk müffe stolz auf solche pflichtbewußten Staatsbürger mit doppeltem Boden sein. »nr J.i cs Uh V-r! Was bleibt unS haben keinen Grund frohlocken. Ein lebest deutsches Volk, dem Fremdkörpern befreien Zionismus kann nur warten. biS unsere $ feucht ist? Hygiene tut not Schutzstoffen deutschen halten von allem, m Wollen sie hinausführs Heimat, wollen ihrem Kultur erschließen, vor unbefangenem jüdischen Stammes zu vor dem Anlisemitisisti ist Zeiterscheinung, bruchs und des harten Achtung. Dieser A ihn nicht immer von sinnige Betonung der wahre Antisemitismsti der Judenheit, wird und wo die Juden Religion und des B aufzugehen in dem Vc Gedanke beherrscht struktion der reii^stac ist ein Volk nicht eine Nichljuden meinen, das Bindemitiel für Gerade dies hat uns Deutlichkeit gezeigt, durch Kultur und völkischen Willens ver! deutschsühlenden Inder Der Zionismus ist für uns die Lehre destischfühlenden Zhrden zu tun? Wir übjrr das Sterben des Zionismus zu diger Zionismus hätte vielleicht unser bode ir wollen unsere Jugend mit den Eistpfintzxrs impfen. Wösten sie fernsie dem Deutschtum entfremden kann, n ln die herrliche Natur der deutschen sinn die unvergänglichen Werte deutscher d n ollen vor Allem sie lehren, die Scheu ‘ keh l mit deutschen Volksgenoffen nichtüberwinden und mit ihr die ewige Furcht uS. Der Antisemitismus unserer Tage ugniS einer Zeit des nationalen Nieder- Ringens um Wiedergeburt und Selbststlisemitismus wird abklingen, wenn man Neuem aufpeitscht durch größenwahneigenen, vermeintlich besseren Art. Der s aher, der Jo'alt ist, wie die Zerstreuung nn sind überall dort verschwinden, wann sich entschließen. — ohne Aufgabe ihrer epnißtseins ihrer Abstammung —. restlos lfe,1 zu dem sie gehören. Der völkische te yie Welt, er hat die überlebte Konlichen Zweckgemeinschaft abgelöst. Nur ffasiengemeinschaft. wie viele Juden und n die Abstammung allein kann niemals, sonst grundverschiedene Menschen sein.' der Zionistenkongreß mit erschütternder, Lin Volk ist die Gemeinschaft derer, die »ständiges Empfinden, zur Einheit des sjhmolzen sind. Und so ist das Volk der das deutsche,' nur das deutsche Volk, tot, aber das Deutschtum lebt. Das >es vierzehnten Zionisten kongresses. di hei de i ilt ■ Zustiiii bestä (hin zu Die freudige leiten beweist mir. das Lästerern unseres Verba erachtet wird, und Abart unserer Widersachie hin in ihren Schlnpswip ich, daß hiervon die Andersdenkenden nicht darum, gewisse lärmend deckung ihrer verwerflickh zu sondern. Erst wem haben wird, mit uns ständigen Gegner gegei pragmatische Aussprache Ans vollen a ch t 7. August 1925 entgrg i G o l d m a » ii, Leipzig Broschüre selbst, Herr aus Karlsruhe. Beiden Anslegungskunststücke i Position zu retten anderes Mal. Für Herr l)r. Felix meiner Schrift die M wohlwollend bcspx Blattes ihm danach a s ch r i f t übertrug, so deren Rezension von ganz sein würde. In der seine Leute und weiß bestimmte Zwecke mit sogenannte öffentliche suchen heut Vs mit Leib und Seele angehören, von könjnen. Der verwesende Leichnam deS Krastkheitskeime ausstreaen. ^Sollen wir igestd von > dem Gift der Fremdheit ver- JVlct nc ötrettfdmft: jVationaldcutfcbc Juden und ihre Läfterer. Von Cr. Alfred Peyset iii icht i S(u Gegen ö)ft nur mutig zahlreicher wer die verdrießliche Arbeji stdes herumzuschlagen, uü rkt mich in meinem r unbeirrt und systemajt kein aufzustöbern, rtervng sachlicher berührt wird. Zunä e Wortführer durch en Methoden von ern man sich drüben dazst debattieren, wie es »über gehört, werden zurückkommen. spalten der E. V.-Zeity en mir Herr Rabbinje und der Verfaffer der Rechtsanwalt D r. Herren ist gemeinsam istd Ablenkungsmanöver Einzelheiten davon 1 e stur soviel: old man» hatte a r x sche Broschüre in ochen. Wenn die has Referat über vor von vornherein zu besonderer Voreingenomi Leitung des C. V. herauszufinden, messet rtcil bedient. So ei' ' Reihung. Denn it, sich mit den als überflüssig Vorhaben, diese isch auch weiterfs Reue betone sätze mit ehrlich geht es aber rücksichtslose Aufsthafte» Gegnern dnrchgeningen. sich einem anauf die rein uns (», ii ch Schti daß oller Persönlichng Nr. 32 vom r Dr. Felix verlästernden acob Marx daß sie durch ihre schwache nötigenfalls ein vor Herausgabe * C. V.-Zeitung iftleitung jenes streine Gegenerwarten, daß menheit diktiert man ja wohl man sich für iststeht dann die eine kräftige

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