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Der nationaldeutsche Jude · 1925-06-01 · Nr. 6 (Juni 1925) · p. Seite 3

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 6 (Juni 1925)
Date
1925-06-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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verein gehört, wird in Riesen-Inseraten der C. V. -Zeitung an ge priesen und kostenfrei an viele, wenn nicht alle BorstandSmitglieder und Ortsgruppen deS C. B. versandt. Kein Wunder, datz der „ganz persönliche" Charakter der Schrift starken Zweifeln begegnet. E s° hätte kaum noch deS Hinweises im Vorwort .bedurft, durch den erkennbar wird, daß die Schrift vor allem bestimmt ist, die Mitglieder deS K.C.. deS von dem Centralverein immer nochabhängigenAkademiker-Bundes, gegen unseren Verband einzunehmen. Die Schrift gibt sich äußerlich als Auseinandersetzung des „deutschen Judentum", als dessen berufener Vertreter Herr Marx sich und seine Gesinnungsgenoffen betrachtet, gegen „seine jüdischen Gegner". Diese Gegner find die Zionisten und die Anhänger des Verbandes nationaldeutscher Juden.' Aber die . Waffen, die Herr Marx verwendet, find gegenüber den beiden „Gegnern" nicht gut und gleich. Den Zionisten werden ganze 7 Seiten gewidmet, und was gegen sie gesagt wird, ist nach Form und Inhalt höchst glimpflich, übrigens ohne jedes Verständnis für die jüdischnationale Gefahr. Unserem Verband dagegen werden 47 volle Seiten zuteil und die herabsetzenden Albdrücke — fast möchte man sie Schimpfwörter nennen — sprudeln in reicher Fülle auf uns hernieder. Zum Schluß wird der nationaldeutsche Jude ein „von Naumann erklügelter und konstruierter Edeljude" genannt. Hier ist nicht der Ort, sich mit dem Machwerk des Serrn Marx im einzelnen zu beschäftigen. Eine berufenere eder wird dartun. wie innerlich hohl und brüchig die Beweisführung dieses fleißigen Sammlers halber Zitate und ganzer Unwahrheiten ist. Aber ein Satz verdient doch schon heute auS der Fülle deS gebotenen Stoffes herausgehoben zu werden. Herr Marx meint, wenn es in der Politik ein Namensrecht oder einen Schutz gegen, „unlauteren Wettbewerb" gäbe« müßte der Richter unserem Verband die Führung seine? Namens verbieten, denn „der wirkliche Verband der nationaldeutschen Juden sei seit mehr als 40 Jahren der Centtalverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die große Organisation mit dem wenig glücklichen Namen, die eigentlich.Verband oder verein der deutschen Juden' heißen müßte." Diese Worte haben Ewigkeitswert. Sie zeigen des Pudels Kern. „Seit mehr als 40 Jahren" besteht der Tentralverein. In seiner Satzung steht das Gebot der „unbeirrten Pflege deutscher Gesinnung". Aber den Gründer des Vereins, den verewigten Raphael Löwenfeld, dem es wirklich ernst um die deutsche Gesinnung war. hat das damalige Alljudentum schon nach ganz kurzer Zeit aus seinem eigenen Verein hinausgestänkert. Und von diesem Augenblick an beginnen dse Irrungen des Vereins, die schließlich an den Puntt geführt haben, in dem die im ersten Teil dieses Aufsatzes gewürdigte Krisis entstehen mußte. Man vergleiche die Behauptung, daß heute der C. V. ein „wirklicher Verband der nattonaldeutschen Juden" sei. mit den Tatsachen, die oben geschildert sind und die auf Wunsch vielfach ergänzt werden können. Aber eS ist schmerzlich, daß Herr Marx so wenig recht hat, denn wenn der Verein den ihm von seinem Gründer vorgezeichqeten Weg zielbewußt weiter gegangen wäre, hätte er in Wahrheit seit 40Jahren ein Verband nationaldeutscher Juden sein müssen und eS wäre nicht nötig gewesen, einen neuen Verband dieses Namens zu gründen, der. wie unS ein sehr bekannter jüdischer Gelehrter zur Zeit unserer BerbandSgründung schrieb. ..dasProgramm deS Central Vereins gegendenCentralverein verteidigen" soll. Heute ist der C.V. leider wirklich nur genau daS, was sein nach Herrn Marx so „wenig glücklicher" Name sagt. Er ist ein „C e n t r a l v e r e i n", denn er will zu» sammenfaffen, was sich unter irgend einem Gesichtspunft zusammenfaffen läßt, auch wenn dieser Gesichtspunkt nicht gerade daS Deutschempfinden ist. Und er ist ein Verein „deutscher StaatSbürger jüdischen Glaubens", denn seine Mitglieder find heute tatsächlich durch nichts Anderes zu» sammengehalt.en, als durch die Gemeinsamkeit deS formellen StgakSburgertumS und deS jüdischen Glaubens, gleichviel ob sie auf daS eine oder das andere besonderen Wett legen. So lange diese Verhältnisse fortbeste hen, solange innerhalb deS gleichen Rahmensnationaldeutsche u» pfindende Juden und Gesinnungsgenossen de» Herrn Foerder nebeneinander wirken dürfen, solange sogar offizielle Zjenisten zu dem Verein gehören. nen Sitzungen mit strengster die nach geschloss« Karten kontrolle in zionjstischeBl eS gut und not Venedig, daß ne ein Verband steh zu etne.r kampfb schließen. Es wäre sofort spaltenlap älter bringen e Berichte plan ge ist den diesem . . t. der nicht wilj, waS innerlich nichts ,Centralverein „zentralisieren miteinander gen ein hat, sonderis der sich be gnügt, eineents ' ' " ~ heitlich gesinnte prechend kleinereZahl etn- . . r. zur vollen Auswirkung ihreS Deutschem; finden» bereiter Menschen ireiten Schar znsammenzu -' Zeit, daß die national deutschen Juden im Centrc lverein, die noch nicht gleichzeisig Mitglieder unseres Verbondes sind, sich endlich Har daxüber würden, wie wertvoll gerade ihnen für die Austragung ihrer inneren stampfe daS Bestehen unseres außenstehenden -VerbandeS sein müßte. Sie sollten erkennen, datz kein Mensch in unserem Verbände närrisch genug ist. sich als „Eieljude" zu fühlen oder aufzuspielen, sondern daß wir unse Deutschgefühl für das normale Empfinden jedes Menschen halten, den mit der deutschen Heimat nicht nut das durch den Zufall der Geburt bestimmte Staats bürgertum verbindet, sondern der Wille, der aus g esu n d e m ,-b«dpn st an d i g e m Empfinden quillt. Wir wiffen sjehr wohl, daß nicht jeher in Deutschland geborene Jude dieses Deutschgefühl haben kann, wie es ja in jeder Menschengruope mehr oder wenigei zahlreiche Abweichungen vom Normalempfinden gibt. Wir ein wahrer Zionist, ein rettungslos fü(r~ baS Deutschtum virlorener Volksjube ist, mag den Weg seines Herzens gehen wenn er nur unS Deutsche nicht durch aufdringliches Hereimeden in unsere vaterländischen Dinge belästigt. Die Zwischenschicht ber. deren Halbhfutschtum Herr Marx zum rmalempfiiidt n stempeln' eeinflussung )urchjüdiicht nur deutscie Staatsaubens sind, penn viele von arxiaden empfänglich sind, können dem Deutschtum gerettet! werden, indem man sie zur Klarheit fühtt und sie lehrt, daß chan auch das von den Vätern ererbte Deutschtu!m erwerben mutz, um eS zu besitzen. j Darum ist es unser Wunsch, daß der „saufe Fttede", der heute innerhalb des Cenfralvereins in Breslau und anderswo zwischen Nationaldeutschrum und Alljudentum besteht, endlich einer reinlichen Scheidung der Geister weichen möge. Wir wünschen der Leitung des Centtalvereins die Kraft und die Entschlvffenheit, Herr zu werden über die ewigen Beschwichtiger. Leisetreter und Angstmeier, die bisher jeden Versuch, eine klare deutsche Polittk zu treiben, >auS Scheu vor der „Zersplitterung" vereitelt haben. Hie«!ist nichts mehr zu zersplittern, hier ist nur noch das morsche Band jüdisch-deutschen Ni möchte, bedarf det s sche Deutsche, diel bürger jüdischen s ihnen, die heute noch für zu zerschneiden, noch immer dürft» ver ewig unwahre Einheitsfront! So und auch ein Fall Marx der Centtalverem wirkljich Juden ist, besteht für uns lä.ngst ZarfPlittertelS zusammen hält. Fort mit ewig brüchigen jüdischen ljld im Centtalverein ein Fall Foerder nicht mehr Möglich ist. sobald ein Verband nationaldeutscher Edeljuden" im Sinne des Herrn Marx nicht mehr der gerimste Grund, unseren Sonderverband auftecht zu erhalten. Wir werden auch wahrhaft „uni unS einzuordnen in die heitSfront der j wiederum nur großen Einheit deutschen ohne mung und des <2 wollen nur arbeiten, aber wir esrtt" arbeiten, bis es unS möglich ist. ößere nationale Eindischen Deutschen, die n Teil sein kann der ront aller Nationalüterschied der Abstaml u b e n 8. Z)ie vorliegende Nummer des Mitteilungsblattes erscheint ausnahmsweise im Umfange von 16 Seiten. Dagegen wird die Nummer (Nr. 7) voraussichtlich aus Urlaubsglrünüen in verkürztem Umfange erscheinen. Die Schriftleitung. üttUHlMli i_

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