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Der nationaldeutsche Jude · 1925-05-01 · Nr. 5 (Mai 1925) · p. Seite 9

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 5 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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die gleich«, feste Stellung gehabt hätte, wenn er wirklich, wie es die Begriffsklitterung der Einfältigen nennt, „Antisemit" od«r»,.PHi>osemit" gewesen wäre? Waren denn die Juden zu Goethes Zeiten, selbst die Juden zur Zeit [feines Todes, die gleichen wie die Juden von heute? Geht es wirklich an. das damalige, erst vor kurzem aus dem Ghetto befreite Geschlecht mit dem unfern gleichzusetzen? Vergessen wir nicht, das; die Judenheit jener Tage im Zustande ders Gärung war- und dast die von heute in einem^ganz anderen Gärungsprozesse begriffen ist. einem Prozesse, dessen Ergebnis noch niemand mit Sicherheit Voraussagen kann. Vergessen wir nicht, dast die Judenfrage von heute eine ganz andere ist. als die Judenfrage der Uebergangszeit vom achtzehnten zum neunzehnten Jahrhundert. Die heutige Judenfrage hat rhre- Geltalt crsh in dem Augenblick gewonnen, als die Emanzipation der- Juden de? Form nach vollendet war. D i e Judenfr.age zu Goethes Zeiten war die Reaktion der Juden auf ihre Knechtung. Die Jude „frage von heute ist die Reaktion der Umwelt auf die Befreiung der Juden. Dies sollte man sich gegenwärtig halten, wenn man in vergilbten Büchern und Briefen nach vorgestrigen Beweisen für heutige Parteibehauptungen forscht. Wollen wir die Judenfrage der Gegenwart lösen, so müssen wir „hineingreifen ins volle Menschenleben", in das Leben von heute, nicht in die Archive früherer Jahrhunderte. Was wir Durchschnittsmenschen von heute zur Ueberbrückung der Gegensätze arbeiten. ist für die Zukunft, die deutsche Zukunft wichtiger, als was ein Grober vor mehr als einem Jahrhundert dachte uifd sprach. ■ M. N. 6cbo der prelle. Wir bitten um llebersendung aller unsere Bestrebungen betreffenden Zeitungsausschnitte unter Angabe des DatuMs und der Parteirichtung. Die Schriftleitung. Deutsche Zeitung für Chile, Santiago (Parteilos, national) 18. 3. 25. Auszug aus der Januar-Nummer des Mitteilungsblattes unter besonderer Hervorhebung des Leitartikels und des Aufsatzes „Ich Antisemit" von Vr. Breslauer. Burschenschaftliche Blätter ' (März 1825. Nr. 6). Besprechung der Broschüre „Von deutscher Zukunft" von M a i Naumann. Anerkennung des „ehrlichen Willens des Verfassers, Deutschland zu dienen", mit folgenden Zusätzen: ..... und doch haben> wir gerade in dieser Schrift zwischen den Zeilen allzuhäufig Belege hcrausgelesen für den tiefsten Grund der Tatsache, datz sich die Juden ausgerechnet in Deutschland und nicht z. B. in Frankreich und England vorwiegend international gebärden. Es ist die materialistische Denkweise des grobstädtischen ... Judentums, das immer viel stärker angezogen werden wird von der Denkweise der kapitalistischen Westmächte, als von deutscher Art. Menschen und Dinge zu betrachten. Der Jude wird stets mehr im Lande Zolas und Balzacs seine Heimat sehen, als im Lande E. M. Arndts. Daran wird auch kein noch so ehrlicher Wille, nationaldeutsche Juden zu erziehen, etwas ändern." (Wir beglückwünschen den Verfasser dieser Besprechung zu seiner Fähigkeit, zwischen den Zeilen unserer Schriften Dinge zu lesen, die sonst auch das schärfste Äuge nicht entdeckt. Sollte Herr Büchner, von dem die Kritik stammt, nicht beim Lesen eine Parteibrille auf der Nase gehabt haben? Die Schriftleitung). Israelitisches Familienblatt > 8. 4. 25.' Abdruck einer „von beteiligter Seite", d. h. offenbar von Herrn Rechtsanwalt Foerder eingesandten Zuschrift, die unter Verschweigung des Wesentlichen eine völlig irreführende Darstellung des Prozebstoffes bezüglich des von vr. Naumann gegen Herrn Foerder anhängig gemachten Beleidigungsverfahrens gibt. Berliner BSrsen-Zeituna (Parteilos, national) 12. 4. 25. Erstabdruck der Buchbesprechung „G o e t h e u n d die Juden" (siehe Bücherschau dieser Nummer) unter dem Titel „Goethes Stellung zum Judentum". j Der Reichsbote (Deutschnational, christlich) .12, 4. 25. Besprechung der Broschüre „Von deutscher Zukunft" von vr. Naumann, bestehend im Wesentlichen aus wörtlichen Zitaten. Einleitungssähe: „Die beiden Aufsätze betiteln sich .Von deutscher Zukunft' und .Zionismus und Alljudentum' und sind getragen von einem vaterländischen Geiste, der dem Ultra-Völkischsten Ehre machen würde. Es heitzt z. B." Das Gewissen (Rechtsstehende Wochenschrift) 13. 4. 25. Längerer Aufsatz „E r e z I s r a e l", ausgehend von dem zionistischen Propagandafilm, mit dem';eht wieder Bauernfang für den Keren Häjessod getrieben wird. Demnächst wörtlich: „Er ist für den Austenstehenden schwer, eine klär« Anschauung von dec jüdischen Palüstinasiedkung zu erlangen, keir im jüdischen Lager selbst keine Einstimmigkeit man drei Art« n vom Diesbetresfs kann unterscheiden: 1. Solche, welche sich kulturell und po litisch ehrlich und rückhaltslor als Deutsche fühlen, und er weit von fi irgend eind Verbindung mi oder jemenitischen Gaubens bracht zu werden. Unter ihn fellos nicht wenige menschlich Bedeutung der zumal darüber herrscht. Juden weisen, in g a li zi sch e n genossen^ g e - i:N sind z w e i - und intellek- IX leitnge Selbstein- Volkes bedeutete. tuell hochwertige Elemente, die aus Furcht, ie nicht assimilieren zu können, zurücku st atzen, «ine sehr ätzung de^ deutschen 2. Die vülki»schen Juden, welche die jüdische Eigenart zur Grundlage eines bewubten Volkstums machen wollen, die Sesthaftmachung eines möglichst groben Teiles der Weltjudenschatt in Palästina erstreben, und die übrigen Juden auf Grund der wieder einzuführenden modernisierten hebräischen Sprache als nationale Minderheiten zu konstituieren gedenken. . — 3. Die grob« Masse der Juden, welche prin». zipienlos dazwischen hin- und herpendelt,, wodurch sie moralisch, kulturell und politisch die eigentliche jüdische Gefahr darstellt. Weder imstande noch willens, sich klar vom Wittsvolk abzugrenzen, oder ganz auf seinen Boden zu treten, schädigen und verfälschen sie bewubt oder instinktiv dessen geistige uad matenelle Belange und Wesenheit aufs verhängnisvollste, ^u n d haben auf ihren Stamm die Unsumme!«on Hab, Verachtung und Mihtrauen herabgezogen, welche er besonders in den letztf» Jahren in furchtbarer Zunahme aenieht." — Im Anschlüsse daran folgt Hervorhebung des wahren Zionisten, der wirklich in Palästina leben, körperlich arbeiten und „ohne lügenhaftes Menschheitsgetön" das Leben seiner Freund« auch mit der Waffe verteidigen will, gegenüber dem Typüs des „maukfettigen pazifistisch-sozialistischen Volksverhetzers, der die von ihm Verführteii vor den Gewehrläufen der Schupo oder unter der Faust des Versailler Hungerdiktals krepieren lätzt, und sich selbst in wohlgenährte und höhnische Sicherheit bringt." (Die Sperrungen sind von uns vorgenommen. Wir bringen diese ausführlichen Zitate, trotzdem unser Verband nicht mit Namen genannt ist. im „Echo der Presse", weil die Drei-Schjchten-Einteilung genau der unsrigen entspricht und offenbar aus unseren Schriften entnommen ist. Es ist bemerkenswert, datz hier ein weit rechtsstehendes ' und in der Kritik! sehr scharfes Blatt mutig genug ist, den richtigen Gedanken auszufprechen, dab ein von Angst vor der sogenannfeit Zersetzung diktierter Widerstand gegen die nationaldeutschen Juden „eine sehr geringe Selbsteinschätzung des deutschen Volkes" bedeuten würde. Man vergleiche diese Würdigung unserer Bewegung mit der oben wiedergegebenen Kritik der „Burschenschaftlichen Blätter". | I Die Schriftleitung.) Königsberg» Hartungsch« Zeitung (Demokratisch) 22. 4. 25. Ausführlicher^ Bericht über einen Vortragsabend unserer Ortsgruppe Königsberg (siehe Verbandsnachrichtrn). Eingehende Wiedergabe der Ausführungen des Referenten vr. Kuittmann. Israelitisches Wochenblatt 23. 4. 25. Wiedergabe des Antwortschreibens vr. Naumanns auf das am- 8. 4. 25 (siehe oben) abgedruckte Schreiben des Herrn Foerder: „Die Strafverfahren sind von mir anhängig gemacht, weil ich keine andere Möglichkeit gesehen habe, der systematischen Verbreitung von Unwahrheiten. wie sie mirch Herrn Foerder seit längerer Zeit gegen mich betrieben wird, ein Ende zu machen. Berichtigungen an die „Jüdische Zeitung für Ostdeutschland" zu schicken, ist nach den von mir gemachten Erfahrungen 1 zwecklos. Der Redakteur des Blattes ist bereits einmal auf meinen Antrag mit einer Geldstrafe von 50 Mark bestraft worden, weik er eine von mir «ingesandte Berichtigung nicht entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen abgedruckt hat. Zurzeit schwebt ein gleiches Verfahren gegen. ihn auf Antrag des Verbandes ncttionaldeutscher Juden. Demgemätz bleibt mir. um' auch gegenüber den Lesern dieses Blattes und den ihnen nahestehenden Kreisen die von Herrn Foerder verbreiteten Unwahrheiten zu widerlegen. nur die Flucht in! die Oeffenilichkeit. Die schwebenden Gerichtsverfahren werden ergeben, wer im Recht ist. Das von Herrn Foerder in seiner Zuschrift an Sie erwähnte Schreiben vom 12. 12. 24. besten Inhalt Herr Foerder als „Schimpfereien" bezeichnet.. füge ich in Abschrift bei. Es enthält. wie Sie ersehen, lediglich die Feststellung, datz Herr Foerder „wiederholt mit Bezug

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