Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 5 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Parteien besucht werden. Wenn da und dort ein Dersammleitungsleiter vielleicht nicht in der richtigen Weise eingegriffen hat. so kann dies keinesfalls zrm Anlah genommen werden, allgemein den Vorwurf arger die Deutsche Dolkspartei zu erheben^ das; diese den Antisemitismus nur theoretisch ablehne, sich^ aber scheue, aus dieser Einstellung praktische Konsequenzen zu ziehen. (Hier felgt Stellungnahme zu den Einzelvorgängen. Diese werien zum Teil als in der Presse falsch dargestellt bezeichnet, teils als Entgleisungen Einzelner bzw. einzelner Gruvren mitzbilligt, wie z. B. das im Wahlkreise Halle-Mersebu:g verbreitete, von der C.-V.-Zeitung wiedergegebene Plakat D. Schriftl.) Nach allem scheint uns die falsche Auffas!ung, die über die Steilung der Deutschen Volkspartei in der jüdischen Presse vorhanden ist. nicht sowohl auf der Mangel an klaren Erklärungen der Partei zurückzuführen sein, als vielmehr auf die matzlose Hetze, welche die demokritische Partei- Presse gegen die Deutsche Volkspartei betrieben hat, und a»f die leichtfertige Ars. in der die jüdischen Blätter alles das nachgedruckt haben.! Auch wenn die Parieileitung nach dieser Hinsicht irgendwelche Erklärungen erla sen hätte, so hätte gerade die Presse wiederum dafür gesorgt, datz sie den Lesern in einer Form vorgesetzt worden wären, mit der nur neue Angriffe gegen die Deutsche Volkspartei verbunden gewesen wären. Die Stellung der Deutschen Volkspartci gegenüber dem Antisemitismus erscheint uns nicht nur durch das Programm. sondern auch dürch alle offiziellen Verlautbarungen wie auch durch das gesamte parlamentarische Verhalten der Partei völlig klar gegeben und keiner besonderen Erklärung bedürftig. Daran. können, wie wir noch eiitmal betonen, irgeirdwelche Entgleisungen einzelner Mitglieder, besonders in Wahlversammlungen, nichts ändern. Wir hoffen, das; sich diese Haltung der Partei über alle Entstellungen hinweg auch in Ihren Kreisen durchsetzen wird. Jedenfalls wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie bei Ihren Mitgliedern in diesem Sinne für die nötige Aufklärung sorgen würden. Wir haben mit Wiedergabe dieses Schriftwechsels unsere Informationspflicht gegenüber unseren Lesern erfüllt. Don weiteren Erörterungen bittenwir abzusehen, da solche doch kaum ohne Berührung des parteipolitischen Gebietes möglich wären. Centralverein und Zionismus. Wir haben in letzter Zeit mehrfach Gelegenheit gehabt, mit Genugtuung festzustellen, dah innerhalb des Centralvereins deutscher Staatsbijrger jüdischen Glaubens die deutschfühlcnden Mitglieder nunmehr entschlossen scheinen, gegenüber dem Zionismus und den angrenzenden alljüdischen Bestrebungen entschiedenere Töne astzuschlagen. als es früher geschehen Hk. Wir dürfen annehmen, datz es dem deutschfühlenden Teil der E.-V.-Mitglieder, insbesondere der entsprechenden starken Gruppe im Hauptvorstande des Centralvereins, erwünscht ist. wen» wir auf Vorkommnisse aufmerksam machen, die beweisen, das; cs immerhin hier und dort noch an dem richtigen Verständnis für das Notwendige fehlt. Wir bringen im Folgenden die Zuschrift eines unserer Mitglieder, das. wie unsere meisten Mitglieder, gleichzeitig Mitglied des CenkralverciNs ist. Die in dem Schreiben angeführten Namen lassen wir fort, da es uns lediglich auf die Bekämpfung gewisser- Strömungen, nicht auf die Bekämpfung ehrlicher, nur leider verworrener Persönlichkeiten ankommt: Folgenden typischen Vorgang möchte ich Ihnen Mitteilen. Am.fand die Generalversammlung der Ortsgruppe.des Centralvereins statt. Hierbei hielt das H a u p t v o r st a n d s - M i t g l i e d X. P. einen Vortrag . Insbesondere führte er aus: .. In der natioualdeutschen Bewegung der deutschen Juden st eckt kein idealer Kefn wie im Zionismus <!). Der Verband nationaldeutscher Juden stützt Beleidigungen gegen den Centralverein aus, wendet sich vom Judentum ab und trägt ein prononziertes Deutschtum, wZ e cön früherer Kavalleriestehe ich hinn auf gänzaffilier, zur Schau. Besonders aber sichtlich des heiklen <!> Themas der Ostjudö lich anderem Boden, als.der V. n. I. Unter den Ostjuden, die von Ludendorff ngch Deutschland gescha 'ft sind, besindcn sich auch vernünftige Leute . . ." Zum Schluß möchte ich Ihnen noch milteilen, das; sich sowohl X. V, als auch der Vorsitzende d^r Ortsgruppe .... gegen eine Kandidatur Hindenburas scharf gewandt hasten «der un politische Ccntralverein!) Die Aeutzerung?» sprechen für sich und bieten psychologisches Interesse, als der Redner. der u gungcn gegen den Centralverein" vorwirft, im über uns so geist- und -geschmackvolle von dem „früheren Kavallerieoffizier" braucht, wäre es aber, wenn der Hauptvorstand des Eentralvereins das bezeichnete Vorstandsmitglied, dessen Ranen wir ihm auf Wunsch gern nennen wollen, darüber aufklären würde, dah von den durch Ludendorfs nach Deutschland ge! erachten Ostnur insofern ns „Beleidiselben Atem Wendustgen. wie die Zweckmäßig in iuden kaum mehr ei rer in Deutschland ist. und Ostjuden, gegen deren (übrigens in der keft Valutagründen erheblich verminderte) Zuwandx sträuben, agni andere sind, als die-seinerzeit vo Heeresleitung importierten Handarbeiter, bei dem Barmat-Skandal in strafrechtl nicht so viel heraus koipmen sollte, wie man i Untersuchung angenommen hilt, geben die und Vorgänge, mögen sie auch kriminell nicht faß einen recht klaren Aihalt dafür, gegen welche"! judentums sich jeder wirklich deutschfühlende M oder 2üde, zur Wehr setzen mutz. Abgesehen den ostistdisch-zionist schen .,Staatsminiskern a. lichen Erscheinungen, mit deren politischer Betäy, land auch heute no«!> beglückt wird. — Der Einsender »es oben wiedergegebenen zeichnet den von ihm geschilderten Vorgang als . Bezeichnung geht siiierlich zu weit. Wir kenn Anschauung Ortsgruppen des Centralvereins, derartiger Redner »hne weiteres ausgekacht Aber datz ähnliche Fälle au«h nicht vereinzelt . unserer Mitglieder, das C.-V.-Versammlungen besonderer Bedeutui g ist zurzeit der Kampf ' 1 lüdischnationalen und der u. der Residenz des Herns Zionistenblätter bringen über die -Vorgänge, abspielen, spaltenlange Berichte, die des Beis Foerder voll sind uid für den Fall, datz die Anhänger nicht in cheitestgehendem Matze erfÜI dem Centralverein droh: datz diejenigen *en Zeit aus rung wir uns « der Obersten Selbst wenn '«her Hinsicht Anfang der est ritt«nen tz»ar sein, doch Kreise de« Ostnsch, Richtjude natürlich von D." und ähnigung Deutsch- Massenaustritten au sind bie i Ereignisse Port noch im Flutz. ' Wir genen Stellungnahme und Mitgliedern Endgültig daher zunächst der e _ Juni-Nummer unsersen können. ..Ealuth' Die R e p r ä s e liner Iüdische unter der Ueberschrif teten, fast eine voll Landesverbands-Wah Mitglieder mögen a Arbeit bestimmt fei^e mein de schon des um Wahlen zum L wofür hätten wir Körperschaften, wenst dah die Gemeinde gehen?. Datz dke schreitungen nicht g,l, ist. hat das Borste m kürzlich selbst an einem lich zu verstehen gegeb 8. April 1925 berichi n!tantenve'rsammku ig der Ber «Gemeinde hat. wie wir. sn. Nr. 4 ft „Der Sturm im Wasserglas«" benche! Sitzung auf „Leichenre!>en über den hlkampf verwendet. Ras inehmen, dah die Sitzung best lsieh V,'l SH, Redner emp sicher <d. i. der postulieren . . . Kreise für diesen ohnehin die wenigstens in ihrer als sich ja au meinden nicht religiöser Be ionirmus und deutsche % i Schreibens betypisch". Diese pv aus eigener in denen/ ein worden wäre, stnd. weih jedes besucht. Von ischen der — lschfühlenden öerder. Die e sich dort s für Herrn .Zühsche seiner t werden^ mit n. Immerhin enthalten uns honen, in .der «s berichten zu oiittt. che Gemeindeigen zur positiven kkc mpf dir G e - baslb nicht interessieren könie. weil.«s sich »snd es verband gehandelt hat. Aber N die Herren Zionisten in! den Gemeindesie nicht einmal dafür sürgen wollte», -mit Dingen abgibt. dir sie nichts an- Züchtung solcher Zuttäi idigkeits-Uebergentliche Verirrung, fordern System Man kann für sd viel wenn man die Erklai ungen den Verdunkelungsvei suchen ds-Mitglied Herr vr Kolkenscher zionistischen „ErörterüngS-Abend" deut^ n. Die Jüdische Rundschau vom darüber: t überall eine Trennunc »lksgemeinde) und religiös, c n solle versuchen, auch Redanken zu gewinnen.?! olksgemeinde sch rsten Anfängen, und zu ck die 'heutig,en jü mehr auf die Bert strebungen beschrä ziöi zwischen welt- >tri Gemeinde zu Nicht zionistische dg wir ja o n hätten, r i n j o f e r n, »ischen G e - etung rein ke n. Offenheit nur danl bar sein, zumal des Herrn,vr, Kollenscher mit „ vergleicht, die von > zionistischer Seite während des A ahlkampfes voraenommey. worden sind. Hier bestätigt ein. fsll»render zionistischer Gecheinde-Politiker, was wir stets behauptet haben, datz manchx jüdischen Gemeinden unter zionistischem Einfluß ihre Tätigkeit über den /Rahmen dessen ausoeinen, was nach dem E«setze ihre ai;sschlietzliche Aufgabe ist. Ein Grund mehr,, dcst Taschenspielern genau ^uf die Finger zu sehen. 2m übrigen hat!,as Geschwätz über den mühig es sonst war, iienigstens eine 1 frucht gezeitigt. Diese, entdeckt man man den Pericht te - I ü d i sch-L ib« ra lj< mit dem Bericht des lRemeindcblattes. Regierungs-Zionist tzerr Oberregierunj; la r hat wieder ei nnal eine Erläuterung Zionismus gegeben, her — um einen schon gebrauchten Ausdruck tu wiederholen — auf Wahlkanwf. so beachtenswerte Reben allerdings^ erst, wenn sen-Zeikuäg . vergleicht. Der igrrat G.o,s seiags Spezial früher von uns!>as...auswechsellinausläuft. Ein libera!«r Repräsentant bare Nationalgefühl' ..._ hat ihm «nach der Jüdisch-Liberalen Zeitung 1925) sehr treffend erwidert: Es geht dem Zionismus wie dem Iud, Juden, so viele Jusventümer. Aber wenn o unpolitisch i lkl s »j., davon zu red. .MUS wirklich s doch endlich a, im Ealuth leb vom 13. März Müm. 'So-vftle Sh.rZionrsö' 1)ören Sie NHätz wlr