Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 4 (April 1925)
- Date
- 1925-04-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- 8 sich in d«m Gesetz nichts. Sir werden uns selVstverkiLudttch auch in tzuktmit "ichr ^abbaUen lassen. dii'jemAen Ka npfm'ttel M^umenften, die wir im Einzelsalle fürZerfü'derliH Kauen. Insbesondere werden wir uns das Siechl nicht nehmen lassen, über Einzelpersonen, die als Kandidai^en «m Sndlkamps aufireien und von »hr^r "eigenen Partei in öffentlichen A-iscLlägen angevriesen werden, auch unsere Meinung in der gleichen Form zum Ausdruck zu dringen. U. In der EmschlieKnng der Ac'prLsenranieiiversamm'ung ift der Sablkampf als ..ninersüdische rtugelegendert' bezeichnet Vir füllen feit, das; d«ese He;ejchnu'ig u »«uirenend in. Der Vahlkaytpf har in dem Augenblick au'gebört. eine-t-nerjndnche «ng''kgenheu «u sein, i dem von zionistischer Eeire du ch Pi«ienan,chlöae. die vo i einem „Judenparl-amenN sprachen, die deutsche. O»ne'rtlichkeit einseitig umer'icknel wurde. Ban diesem Augenblicke an war der Sahlkamps nicht mehr ein innerjüdischer sondern ein innerdeutscher Kamps» UL t?n<5 »nrer dem in unserem Wahlv akar enthaltenen Hinweis auf die 'skandalösen Zusrände" r» d'r Berliner K. ltusgemeinde ^u de,steden ist. bar der mrnm'erzeichnere Boruy nde m Kr. « der Jüdisch liberalen Leitung vom 2'. 2 -5 eingebeno dargelegr. Ans diese- Ausiübruugen. die tchon m--br re Tage vvr der Livuug vorn 8 d DK derr Herren Re. räsemaniei» b kannt sein mur’H, wi d k>'rw:es n. Nach Riineilung des, Israelitische» Familienblalts hat der Vorstand beschlossen., „das schreiben zur Kenntnis zu nebmcn »nd von weiteren Matznabmen ahziiichen". Na. also! Hamburger Gemeindewahl. In Hamburg fanden die Wahlen zur Revrä- > e n t a^» t e n - Ve r > a m m I u n g statt. Die- Zionisten traten in einer neuen Rolle aui: sie hieben diesmal „Jüdisch Demokrakliche Partei". Unsere Hamburger Ürts gruppq bat vor den Wahllokalen Flugblätter verteilen lassen, die nur folgende Sätze enthielten: , ' Lb ihr orthodor oder liberal wählt, ist Lach« Eures Glaubens! Deutsche Juden dürfen nur deutschfühlende Männer wählen!!Wer jüdisch-demokratisch lzioniftischl wählt, oersündigt sich! an seinem Deutschtum. Der Wifcerfoia der Zionisten dürite durch vieles Flugblatt wcicnilich verstärkt worden sein. Dcmgemäbnatürlich grobe Lob>uchisansäIIe i,n alljüdi'chen Kläger, .in einem Hamburger Lolalblättcken schimvil cin Herr Bordert Vachrach wie ein Robripatz: nebenber stellt er ein bitzchcn dle W'ahrbeit auf den Kov» Der Vorstand unserer Hamburger Ortsgruppe bat Li: Belei-igungstlagc eingeleilel. Als?>nri»ium sei noch mitgcleilt. dab die frühere Reprä - ienkansen'Versa-nmlung kurz vor Toresichl.ub beschlossen hat. -cm „nicht modo neutralen" Central- B e r e i n d i e Subvention zu e n t zi eb e n . dagegen f ü.r Palästina 1500 Warf bmndurgi'chcs (vlb zu bewilligen.' - Das zionistenfreundlichc Palästina- Die Vvfiische Z e i I u ir-g . der Zionisten-Feindicharr gcmistniefit verdächtig, meldet am 24. März 1925: 'Mt Jerusalem sind bereit-? alle Borbereittingcn getrosten, um die teterlich« Eröffnung der Universität zu sichern und die gepl inten arabischen P r o t e st d e m o n st r a tr o n e.n unwii k>nm zu machen Auster dein 9. U l a n e n - R e g i m e n t. das von g.iiro nach Jeruialem «erlegt worden ist, sind übernll an ge'äbrdeien Punkten Drachel drahtverbaue - mit Maschinengewehren postiert. Eine groste Anzahl von Ä e h ei m »o I i z t st e n wird dauernd die Bewachung Lord B a l s o u r d übernehmen. der während seines Anfcntbaltes in Jerusalem nur solche Speisen geniesten wird, deren .4 «bereit ung eigens überwacht wird. Die energischen Wastregelg Englands haben anscheinend gcwirft.. Die Eröffnung ist glatt verlaufen: Lord Baisour bat unvergntct die Rückreise angetreien. In nächster Zeit wDd der jüdische Oberkommisiar durch einen Richtjuden erseht. Und die englische Kolonie Palästina wird neben sonstigen nützlichen Einrichtungen auf dem von irregeleiteter zionistischer Jugend mit Scheveitz und Blut gedüngten Böden auch eine englische Universität baben. aut der —.zunächst noch hebräisch > gelesen wird. Hans Lachs der Jüngere. Aus Mitgliederfreisen ist vielfach der Wunsch geäustert worden, mit dem Verfasser des prächtigen Hans-Sachs Schwanks in t>erviveb r u.a r- 9! u mmer unseres Mitteilungsblattes persönliche Fühlung zu nehmen. Wir können leider dieie freundlichen Wünsche dem Verfasser-nicht weitergeben, denn — er ist schon vor 13 Jahren in hohem Alter verstorben. „Hans Lachs der 'Jüngere" ist der um bie deutsche Lprache hochverdiente Lerifogravh Daniel Landers, der Grobonkel eines unserer Mitglieder. unb sein Lchwanf ist schon i rit Jahre 1831 tum ersten Wale gedruckt worden. /3lMr haben nichts t daran geändert auszer einer einzigen Zabl. weil sich seit . 34 Jahren der jüdische Prozentsatz der (deutschen Bevölkerung » etwas -- vermindert hat. Und die Moral von der <4 c > ch i ch t'? Der Antisemitismus scheint doch nicht eine so hochmoderne Erfindung l zu lein, wie einreden wollse „Enthüllung" noch „wie nett". treuherzige Abwehrapostel der Gegenwart uns n. Wir empfehlen unseren Lesern, nach dieser den Lchwanf noch einmal zu lesen. Er isl Kückerscbau. Der neubeutsche Heide im Kamps gegen Christen und Juden von l)r. Als.ons 2 teiger iPerlag der Germania A. G„ Berlinj 1924». Das Buch ist vom Ltandpunkt des gläubigen Katholiken aus geschrieben, um darzulegen, welche Konseanenze» sich aus der „deutsch höllischen." Bewegung nach der religiösen Leite hin erheben. Rach Ansicht des Verfassers ist der Kampf der (Höllischen gegen das Judentum nur der Vorläufer des Kampfes gegen das Ehristentum und aus diesem Grunde besonders gefährlich. Für uns nationaldeutsche Juden widerspricht diese einseitige Betonung der religiösen Leite der judenfeindlicheck Bewegung unserer Anschauung über das wahre Wesen der Judenfrage. Die religiöse <Deite ist nur ein Ausschnitt aus dem gesamten Kompler. Lie ist, wenn sie auch in früheren Jabrcn und Jhhrhunderten als das Wesentliche erschien, niemals wirklich das Wesentliche gewesen: gerade in den letzten Jahren ist sie auch äuszerlich in den Hintergrund getreten, mir die Lösung der Judenfrage bietet somit das Lteigersche Buch nicht viel Brauchbares. Es stellt im Gegenteil für den diilhtinformierten. der den Wunsch hat, sich mit dem Problem im ganzen ernsthaft zu beschäftigen, eine gewisse Gefahr insofern dar, als cs den Blick von dem Kernpunkt ablenkt. Dennoch ist das Buch nicht wertlos. Für den, der die völkische Beivegung bis in ihre närrischsten Entartungen hinein kennen lernen will, bietet die Lchrift eine reichhaltige Materialsami ihmg. die immer wieder Heiterkeit und Kopf schütteln erweckt. . Von den lächerlichen Schundromanen Dinters bis :uj ernster zu nehmenden, aber in ihrem Denken entgleisten „'Völkischen" finden wir die Programme der verschiedenen R chtungen zusammengestellt. Eine Fülle von llnnnn und Verirrungen türmt sich vor dem Leser auf. Der Zahl »r d! Bedeutung nach scheint allerdings der Verfasser die Anhänger der „ncuheidnischen" Anschauungsweise zu überschätzet. Unter den zwanzig von ihm. aufgezählten DräanisationcnZinde ich nur drei, die auf gröbere Bedeutung Anspruch machen können. Bonn einem „Heerbann", der sich „gegen das hriitentum sammelt", kann somit wohl nicht die Rede sein. E; wäre interessant, die Mitgliederzahlen der einzelnen Gruvp:n zu-erfahren: sie würden schlagend die Lächerlichkeit dieser > mit grobem Reklameaufwand arbeitenden Gri ppchen o) er döch des grötzten Teils von ihnen erweisen. In Einze hüten scheint -sich Ltciger vergriffen zu haben. Den Jungdeutschen Orden zü den antichristlichen Per bänpcn zu r cknen. geht wohl nicht an. Man mag zum ' Jungdo steben. wie man will, aber bei diese r Narretei kan» es sich wobl!nur um Entgleisungen einzelner, nicht um die Tendenz des äc nzen Bundes bandeln. Mir müssen dies feititcllen um de: E-erechtigkeit willen, die wir ja auch für uns vergangen, i'l es angebracht ist, den „H ä u sse r bu n d" zu den Ersche!» ingsformen der „neubeidnischen" Bewegung zu rechnen, will ich ebenfalls dahingestellt lassen. Derartige Erscheinungen i iteressieren doch eigentlich nur den Psi»chiater. Ich fojse zusammen: Das Buch geht am Kernvunkt der völkischen Beilegung und der Judenfrage vorbei. Lein Wert liegt in dqr i nifangreichen Sammlung oon.Jitaten aus dem sogenannten rölkischen Lchrifttum.. K. R.! 6cko cler presse.! Wir bitten um Ilebersendung aller i unsere Bestrebungen betreffenden Zeitungs-! ausfchnitte unter Angabe des Datums und j der Parteirichtung. Die Schriftleitung. Königsberger Ausf i der Ortsj Dt\ Lev und den richten in Hamburgischep ,.Ei> Längerer Wablen Jüdischen Vaterland bruch LtaatsbLir, vor einige gründeten Hartungschr Zeitung (Demokratisch) 29. 1. 25. rlicher Bericht über die Januar-Versammlung rpvpe Königsberg und den Bortrag des Herrn s o b n über „Das Friedensvrogramm Wilsons ortbruch von Versailles" (siebe Verbandsnach- "r. 2 des Mitteilungsblattes). Korrespondent iDeutsche Dolkspartei) 31. 1. 25. : Preubischrs Judenpar kamen 1." Uufiatz übrr die — damals — bevorstehenden Landesverband. Scharfe Kritik der tM olkspartci: „Die jüdischen Deutschen, fIr deren sliebe der Freitod eines Ballin beim Zusammen- ' ' ezeichnend war. sind im Centralverein deutscher r jüdischen Glaubens, neuerdings auch in dem Jabren von ... Dr. Mai Naumann geerband n a 1i o n a l d eu t sche r Juden