Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 1 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ttötiiflsbcrgtr $«rtnngfd)t Leitung «Demokratisch- 6.12.24. Notiz über dir Arbeit unserer Ortsgruppe Königsberg und die neue Zusammensetzung des Vorstandes «sieb« „Verbandsnachrichten"). Negensburger Anzeiger «Banerische Volkspartei» 6. 12. 24. Inballsangabe unseres letzten Mitteilungsblattes. Die wesentlichen Lätze unseres 'Wahlaufrufes find in Sperrdruck wiedergegeden. .Leipziger Neueste Nachrichten u Parteilos. national» 7.12.24. ..Wie wäblt der nationaldeutsche Jude?" Wiedergabe des Wablaufrufes aus unserem letzten Mitteilungsblatt. . Berliner Börsen-Zeitung »Parteilos, national» 7. 12. 24. Erwiderung eines iHerrn, I»r. Hailer auf llr. Naumanns Artikel „Zur Iudenfrage im Alpenoerein". Die . Lachdarstellung des ..sehr hochgeschätzten Herrn vr. Naumann" wird als ..doch zu einseitig" bezeichnet und der Ltandpunkst vertreten, das; Donauland aus Gründen des inneren Friedens aus dem Alpenverein ausscheiden müsse. . Bezüglich der Lektion Berlin, in der von bestimmter jüdischer Leite «siehe den Aufruf an her Lpihe dieses Blattes» Treibereien im Gange sind, wird dem Ltand punkt vr. Naumanns, der diÄe Streitigkeiten. ..nicht in die Lektion Berlin hineintragen" lassen will, beigetreten. Neues Wiener Journal «Offiziöses Organ» 7. 12. Hl. Längere Inhaltsangabe des Aufsatzes ..Weihestunde statt Gottesdienst" aus der letzten Nummer unseres Mi^ leklungsblattes. Untertitel: „Eine einschneidende Reforick?' treten des vr. Badt, der München „die Stadt eines Fechendach-Urteils" nannte und durch stürmische Schluß-, Hinaus- und Pfuirufe zum Verlassen des Saals genötigr wurde. Zusatz der Schriftleitung der B. B. Z.: „Der in dein vorstehenden Berichte erwähnte vr. Badt ist der bekannte zionistische Ministerialrat aus Berlin. Die in dem Artikel vr. Mar Naumanns in unserer Morgenaus- - gäbe vom 13. d. Mts. ausgesprochen« Vermutung, datz nicht nur von deutschvölkischer, sondern auch von ziostistischer Leite auf eine Verslhärfung des Konflikts hingearbeitet .wird, erscheint durch das provokatorische Auftreten des , Herrn Badt voll bestätigt." Die Welt am Montag «Linksradikal» 15. 12. 24. - „Die jüdisch-antisemitische Syntlzese". Hehartikel gegen vr. Breslauer. Deutsch« Zeitung <„D«uts«hvölkisch"> 20. 12. 24. Kritik der Broschüre vr. Naumanns „Von deutscher Zukunft". Näheres siehe unter „Verinischtes". Hannoverscher Kurier «Deutsche Volkspartei) 21. 12. 24. Sehr ausführlicher Bericht über den Vortragsabend ln Hannover «siehe Verbandsnachrichten). Eingehende Wiedergabe des Referats und Feststellung, datz in der Aussprache von »ichtjüdisihen Vertretern der verschiedensten Parteien und im wesentlichen auch von den Vertretern des C. V. die volle Uebereinstiminung mit den Aus- ' führungen des Referenten zuin Ausdruck gebracht wurde. Die Welt am Montag «Linksradikal» 22. 12. 24. Hetznotiz im Briefkasten gegen vr. Breslauer. Deutsch« Allgemeine Zeitung «Parteilos, national) 10.12.24^ Erwiderung des Vorsitze» den des Hauptausschusses des Alpenviereins Eizellen; vr von Lndow auf die Ausiührungen ,vr. Naumanns: .TLn—Mr. 579 580 der A. Z. betrachtet Herr vr. Naumany^tzje Donaulandfcäge im Alpenverein vom Standpunkt j desxdeutschfühlenden Mannes jüdischer Herkunft, dem iigtürlickOiedes Hervor treten des.Antisemitismus höchst zuwider im^-lkm dem -Auszenstebeifden ein klares Bild zu geben, möchte ich seine Därstcllungj durch einige Angaben ergänzen, -die erkennen lassen, wie.sich die Angelegenheit ooin Gesichtspunkt -der Zentralleitstng des Alpenvereins . . . äusnimmt." . Dein nächst folgt [eine rein sachliche Darstellung der' Lage' unter klarer Anerkennung, das; die Treibereien gegen Donau Ia»d« aus zudenfeindlichen Gründen eiugeleilet worden sind. Dagegen wird, hervorgehobe», datz angesichts der im Laufe d«r Zeit erfolaten ZuioiUuna des Konflikts der Ausschlutz jder Lektion Donauland iyit Rücklicht auf ...oereinspolilische Notwendigkeiten, Ford.'rungen der Leibst crliallung des AIpenvereiiiL die de/r Hauvtausschutz und die grotze Mehrheit der rDchsLeuttchen Lektionen .... bestimmt hüben, nicht anwenrrlizche Bea>eggründe" ge boten erscheine. Die Republik «Republikanisch» 11. 12. 24. Hetzartifel gegen l»r. Breslauer «siehe den Aufsatz ..Ich Antiieinil" in der vorliegenden Nummer des -Mit teilungsblatfes». Berliner Börsest-Zeitung «Parteilos, nationai» ,13. 12. 24. Erwiderung vr. >Naum««^>ruf die Artikel von l»r. Hailer tzi der B. B. Z. unk^Eizellen; von Lndow in der D. A.i Z. Stichproben: „Wenn, sich .Donauland heute, wie Herr l»r. Hailer es ausdrückt, zu einer ,(stifc zelle' entwickelt hat. > von der, wie auch^ Erzelleyz von Lndow zugibt. Zersetzungserscheinungen im Gefamtoerein ausgehen, mutz das eine um der Gerechtigkeit willen festgestellt und festgehalte» werden, datz die Schuld, nicht auf. Leiten der Donau lai^-MeNslieder liegt. . . Ich selbst hoffe und wünsche, datz die Eristcheidung gegen den Ausschlutz der Lektion Donauland ausfällt.' Aber wie iie auch ausfallen mag, — Besonnenhat und Disziplin inüssen das »letzte Wort behalten. Wer bin der Minderheit bleibt, mutz sich fügen, damit das grotze Werk des Alpenvereins nicht zertrümmert werde, damit die 'Illunden, die in den Jahren des Kampfes . . . dem einst so lebenskräftigen Körper geschlageii worden sind, sich allmählich schlietzen können. Dieser Grundsatz mutz .fürjeden gelten, den das Geschick trifft, »überstimmt zu sein, für Nichtjuden wie für Juden, für den Verein im «stanzen wie für die einzelnen Lektionen. «Wir brauchen eine Einheitsfront derer, die endlich hinaus wollen aus dem kleinlichen «stezänk,- die wünschen, datz wir in Deutschland wieder einmal,zu freiem, freudigem Arbeiten kommen, in der klare,« Luft der Berge wie in der nüchternen Atmosphäre des Alltags. Eine kinheitsjiwtkr brauchen wir gegen die ewigen Hetzer, di^ Wunden aufreitzen. statt sie zu heilem Dieselbe Zeitung 15. 12. 24. Bericht siber den inzwisä^n erfolgten Ausschlutz der Sektion Donauland aus dem Alpenoerein und das Auf- «Die sonstigen gegen vr. Breslauer gerichteten Hetzartikel, die in grötzeren Tageszeitungen erschiene n siitd, werden hier nicht berichtet, weil in ihnen der Hinweis auf die Zugehörigkeit Vr. B reslauers zu unserem Verbände vorsichtig vermieden ist. V h l. - i »i übrigen den Aufsatz „Ich Antisemit". Die Lchriftleitung.1 Ferner liefen: Jüdische Zeitung für Ostdcutschliind. Jüdische Rundschau, Israelitisch e'p < Wien». F a m i I i e n b I a t t, Die Wahrheit Abgeschlossen 23. 12. 24. Verbanctsnackrickten. 1 Berlin. «Bericht oerfatzt von vr. A. Pep se r.) Dem zweit«n der Vorträge mit dem Titel „Vom Wesen des D e u > s ch t u m »' hielt am 18. Dezember Herr Sanitätsrat vr. dl eyser über: .Das deutsche Familienleben". Der 3 Ertragende vermied es absichtlich, auf die Kulturgeschichte der p imitioen Zeiten einzugehen, da jedes ursprüngliche Volk die glichen Stadien habe durchlaufen müssen, und beschränkte «ich, was Historisches betrisst, auf die Zeit bis etwa vor 100 Jahren. I Gera! e aus dieser liegen in reicher Fülle Tagebücher, Briefwechsel, Memoirenwerke vor. von denen er u. a. benutzte: von , Kügelzen, Malvida von Meylenburg, Bismarck, Moltke, Schlo zer, Philipp Eulen bürg. Michaelis, Gabriele von Bülow. Kainzj Feuerbach, Billroth, Leyden, von Bergmann. Waldeyer, Lily Braun, Hennette Schrader-Breymann, Paula Modersohn- Becker, Lamprecht, den Handwerker Carl Schott und den Arbeiter Wenzel Holek. Auherdem aber sind wir Deutschen jüdischen Stammes, deren Väter und Grobväter schon zusammen mit christlichen Familien in Deutschland ausgewachsen sind und vielsach Geselligkeit und Freundschaft grpslogen haben, in der Lage, eigene Kenntnisse zu verwerten. Der Bortrag bezweckte keine Vergleichung und Wertung, sondern wollte rein morphologisch betraä »ten, was war und was ist, um dann eine Antwort aus di e Frage zu versuchen, ob sich das Familienleben jüdischer und iiichtjüdischer Deutscher so wesentlich voneinander unterscheide!, datz es einen Gleichklang nicht ergeben kann, oder ob das Eegenteil der Fall ist. Der enge Kreis der Familie hat für das Schicksal des Volks, anzen in Deutschland eine wesentliche Rolle gespielt, das geht i. a. auch aus »Wilhelm Meister" hervor, den Goethe in ausges orochener Absicht über den enaen Kreis der Familie hinauswc chlen lätzt, und aus einer Aeuberung Hitzigs, der an Carlyl: schreibt, datz »der Deutsch« auch noch der Revolution mehr ür die Familie als für die Oessentlichkeit lebe". Vielleicht liegen hier die Ursachen stzr die unpolitische Einstellung unserer Landsleute. Ohne sich gänzlich auf den Boden der materialistischem Geschichtsauffassung zu stellen, billigt der Vortragende doch Ine naturwissenschaftliche Erklärung, datz das rauhere Klima die Entwicklung einer umfriedeten Häuslichkeit mit all ihren Begleiteischeinungen begünstige. Das Auseinanderangewiesenlein hat eine besondere Innigkeit im Zusammenleben erzeugt. Trotzdem konnte viel kostbares Familiengut verschüttet werde», ,. B. durch den zu schnellen Austchwung nach 1870 und den strchtbaren Zusammenbruch nach 1918. Vernichtet aber is es nicht, denn dazu ist Deutschland trotz vorübergehender Erkrankung itn Kerne zu gesund.