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Der nationaldeutsche Jude · 1925-01-01 · Nr. 1 (Januar 1925) · p. Seite 7

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 1 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 SRonqtsfdjauykn , in der unter gelegentlicher Einfügung hebräischer Worte ..Arier" un^ Zionisten, insbesondere die immer noch snmpathiscksten Jungzionisten vom Wandervogelthp, mit dem gleichen Gnfer bespritzt werden. Der ..Monatsschaute" schreibt: „Man kann sich auch urteilen. Vielleicht gehe ich zu der geschlossenen Front Naumann—Ludendorff—Kunze über und schreibe mal rechts. Wenn nur nicht der Knüppel beim Kunze läge! So schwanke ich zwischen' Hawdoloh und Zapfenstreich. Werden S e sagen: Wenn er sich nicht entscheiden kann, dann ist er doch wirklich ein Schlemiel. Kann ich Ihnen auch nichD u rrecht geben. Also will ich mich nicht länger von den Westen und Wogen des Zweifels treiben, lassen. Wohlan denn: As Se wellen, will ich's wogen." Wir bedauern lebhaft, dab! wir nicht nach dem zurückgenommenen Beispiel der Jüdischen Rundschau in der Lage sind, unseren Lesern je ein vollständiges Eremplar dieses ..Witzblattes" beizulegen. Beispieße lehren. Wir können nicht besser, als durch solche Beispiele därtun, dab es eine Form des .,(freistes" gibt, dem gegenüber der Humor versagt und dafür die Faust sich ballt bei dem Gedanken. datz jemand diesen Geist als „jüdisch" bezeichnen könnte. Der brüllende Löwe. Dir C.-V. -Zeitung gibt in ihrer Nr. 51 Auszüge aus einer Rede, die der Zionistische Professor Dr. Heinrich Löwe im Dezember zu Berlin gehalten haben soll. Die Red« scheint eine einzige Schimpfkanonade gegen den C. V. und seine antizionistische Wahlparole gewesen zu sein. Als Kuriosum geben wir die Sätze wieder, in denen sich Herr Lowe über den Ursprung der deutschen Juden ver» breitet. Er unterscheidet 3 Gruppen von Juden, die nach und nach eingewandert seien, die „Amharazzim", die ..Polackim" (aus Westpreuken und der Provinz Posen stammend) und die „Planjes" (ans Polen stammend). Dann fährt er fort: , -- ..Di« Organisation der „Polackim" ist der „Centralverein jüdischer Staatsbürger >d«ütschen Glaubens" oder wie der Verein mit dem langen! Namen und kurzen Inhalt sonst Heiken mag. Das Kotnischste aber ist, datz die Juden, die sich gänzlich deutlchnational gebärden, noch iveiter aus dem Osten stammen: (Naumann-Verein),." Es ist;u bemerken, datz dieser Löwe frei umherlausen darf. s - Die Oftjudenfrage in England. Zwisckenschichtler ..Slntr behaupten geemitismus", zu dem sie ostjüdischen Einwanderung Unsere Zipnisten und wohnheitsmähig, dab der in erster Linie die Bekämpfung der! rechnen, pur oder doch hauptsächlich in Deutschland zu finden sei. keineswegs jedenfalls in England, wo es doch hob« zionistische Würdenträger hebe. Zu den letzteren rechnen sie z. B. Sir Alfred Mond, der nicht wenig dazu beigetragen hat, die liberale Partei unbeliebt zu machen, ferner Sir Herbert Samue!l. der in Palästina als korrekter Engländer antizionistische Politik treibt, u. a. in. Wir haben schon öfter darauf hingewiesen, datz diese Beurteilung der englischen Zustände grunpfalsch und datz die Judenfeindschaft in England zwar; noch nicht ganz so weit fortgeschritten wie bei uns,- aberl immerhin in ständigem Wachsen ikt. Die Gründe dieses Anwachsens liegen genau auf denselben Gebieten wie bei uns. Vor allem findet der Antisemitismus einen vorzüglichen Nährboden in der Vergrökerung und dem Verhalten der oltjüdischen Bevölkerunqsteile. Dies kommt gerade jetzt in einer regelrechten Kampa g n e zum Ausdruck, die von einer Reihe führender Zeitungen, wie „T i m e s" und „M orning-Po st", gegen das Vordrinaen des Oltjudentums geführt wird. In einer Artikelfolge der ..Times" wird darauf hingewiesen, datz sich in gewissen Stadtteilen von London regelrechte Ghetto verhält nisse berausgebildet haben, dah man in dielen Stadtteilen den Eindruck hat. ..in Odessa oder in dem Ghetto einer galizischen Stadt" zu sein, dah die eingeborenen Engländer einschlieblich der alteingesessenen Juden „zur Abwanderung in andere Bezirke gezwungen werden",> dak die ..neuen Juden" einen,Fremdkörper und damit «in« Gefahr bilden, zumal „die roten Apostel hier einen fruchtbaren Boden für ihre Doktrinen finden" usw. Die „Times", die „Morning-Post" und andere Blätter fordern aus diesen Gründen: eine Verschärfung der Emwanderungsbestimmungen für Fremde, insbesondere aber für Ostjuden. i Diese rein tatsächlichen Angaben, die der zionistischen I. T. A. entnommen sind spfechim für sich Ob der Fortschritt der Jugenfeindschaft in England sich so rapid« ge- . •>* ' ' stalle» wird wie bei uns, wird im wesentlichen von dem Verhalten der eingesessenen englischen Juden abhängen. Vielleicht lassen sie sich durch das deutsche Beispiel warnest. ■ Jedenfalls wollen w i r uns durch das englische Beispiel warnen lassen, die Wurzel der Judenfeindschaft an der falschen Stelle zu suchen. Es dämmert. In der Weihnachtsausgabe des „Berliner Lokal-Anzeiger" (Nr. 611.) findet sich unter anderen in Spruchform adgefakten politischen Betrachtungen auch eine Aeujzerung des bekannten deutschnationalen Historikers der Universität Perlin, Geheimrat Dietrich Schäfer. Der Schlutzsatz lautett „Wird unser Volk der'internationalen Sozialdemokratie nicht ledig, so ist es als Volk zum Untertange bestimm:, zum Untergange ohne Unterschied von Stand und Bern:, Partei,' Bekenntnis-und Stam m." — Die politische Anschauung des Herrn Geheimrat Schäfer bezüglich der Sozialdemokratie ist seine eigene Sache: wir machen uns diese Auffassung natürlich nicht zu eigen. Sehr bezeichnend ist aber, dak hier eine führende Persönlichkeit der Deutschnationalen es wagt, das deutsche Volk als eine Ge» meinschaft aufzufassen, in der „Bekenntnis und Stamm" nicht die entscheidende Rolle spielen. Wir begrützen es. dah auch in diesen Kreisen die Einsicht zu dämmern beginnt. Völtische Kritik. Die ..Deutsche Zeitung" veröffentlicht eine immer-i hin ausführliche Besprechung der neuen Broschüre Dr. Na u nuanns „V o n deutscher Zuk.unft". Der Verfasse« d^ Kritik zeichnet Dr. S. G.. ist also wohl Herr l)r^ Schmidt-Gibichenfels, Form und Inhalt der Be-> sprechung sind recht interessant. Herr L)r. S.-G. meint: „Vieles, was 1>r. N. sagt, können auch wir völkisch gesinnten Deutschen durchaus unterschreiben." Dann folgen längere wörtliche Zitate aus der Broschüre. Am Schlüsse aber zeigt sich wieder — entschuldigen Sie. Herr Dr. S.-G. —! der Pferdefuh. Der Kritiker meint: ..Wenn man's so hört, möcht's leidlich scheinen. Die arohe Schwierigkeit liegt nur darin: wie sollen wir arglosen Deutschen bei -der raffinierten Verstellungskunst der Juden aufrichtige und Unaufrichtig«, wahrhaftige und lügnerische Juden unterscheiden?^ Wenn uns Dt. N. ... ein zuverlässiges Rezept verschriebe, das uns instand setzte, solche, Unterscheidunqen zu machen, dann könnten auch wir Völkischen manches Stück Weges mit ihnen Zusammengehen. So aber müssen wir uns an dir Taten — Nicht bloh an Worte — halten, und die Taten des V. N. D. I. sind vorläufig nicht danach, dah wir, ohne Gefahr zu laufen, Zusammengehen könnten." Man kann sich, „ohne Gefahr zu laufen", mit solchen Ausführungen ruhig einmal in sachlicher Form auseinandersetzen. Der Eindruck, den wir aus den Abführungen des Herrn Dr. S.-K. gewinnen, ist der. dah er selbst recht gut weih, wie die Didge liegen, dab er es aber als Kritiker der „Deutschen Zeitung" nicht wissen darf. Seine Be sprechung ist «in Eiertanz zwischen dem Kolumbus-Ei rich tiger Auffassung sehr klarer 'Worte und einem gewissen Willen zur Sachlichkeit einerseits, während auf der anderen Seite das Kuckucks«! der pflichtgemäben Judenfresserei liegt, das ihm sein Verlag, elnaewickelt in den Anstellungsvertrag, ins Nest gelegt hat. Was stellt sich Herr Dr. S.-G. unter den „Taten" vor. die er von uns verlangt und bisher bei uns vermiht? Wenn unter Taten nur die Handhabung mangelhaft erhaltener Handgranaten und das i Ererzieren mit ein paar verrosteten Maschinengewehren verstanden wird, können wir freilich Herrn Dr. S.-G. nicht dienen, weil wir auf diese Weise dem deutschen Volke nicht dienen würden. Als di« Maschinengewehre noch ordnnngsmätzig imstande waren, haben wir auch mit ihnen unsere Pflicht getan und nicht nur notgedrungen unter dem Zwapge der allgemeinen Wehrpflicht, sondern mit freudigem Herzen für unser deutsches Volk. .Und sollte es einmal wieder so kommen, so wird man uns nicht zweimal zu rufen brauchen. Aber das bedeutet natürlich nicht, dab wir heute für Abenteuer zu haben sind, die im Augenblicke keinesfalls gelingen, dagegen unsagbaren Schaden anrichten können. Wenn also die Taten, die man von uns verlangt, mit solchen Abenteuern in Verbindung stehen, dann müssen wir allerdings darauf verzichten, mit den Lesern der Deutschen Zeitung ..manches Stück Weges zusammenzugehen". zumal wir unsere Bedenken dagegen haben, ob auf dem fraglichen Stück Weges von den patentiert Völkischen auch wirklich im Sinne des Herrn Dr. S.-G. etwas getan und nicht nur nach Taten geschrieen wird. Die einzige wirklich fruchtbare Tat. die beute im wahrhaft, nicht patteimäbia ..deutschvölkischen" Sinn« geleistet werden kann, ist di« Emporzüchtung eines entschlossenen deutschen Geistes, die Schaffung eines deutschen Gemeinschaftsbewutztsein» unter Ausschaltung aller kleinlichen

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