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Der nationaldeutsche Jude · 1925-01-01 · Nr. 1 (Januar 1925) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1925
Issue
Nr. 1 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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r Volte und mit ihm den d Jahr wünsche, nicht besser haften, aufpeitschenden Ver Es gibt ein Wort, das Tore sprengt. DaS sich durch Das alle Mauern niederrennt Und weder Sch Das,jede Lanze Ein Wort, das neue utschfühleitden Juden für daS sagen, als er cs in seinen menget >n gesagt hat: alle Nebel drängt. ld noch Schranke kennt. Es gibt ein Wort, das trotzt und siegt. nicderbiegt, Berg auf Berge türmt. Bis cs zuletzt den Himmel stürmt Und Jovis Har Ei» Wort. daS/tiotzig, Es heisst: Ich will! d den Bl tz entreißt. sta rk und still: P»! 5 - mi Zunächst meine» verbindlichsten Dank für Jhreii sehr interessanten Brief vom.und Ihre liebenswürdigen Zusendungen in der letzten Zeit, . . . Meinen Eindruck, den ich dadurch empfangen habe, kann.ich nur dahin resümieren, das; Sic sich auf dem einzig richtigen Wege befinden, und ich kann auch nur meine Zustimmung zu der Haltung auKsprechen, die Sie gegenüber den aktuellen inncrpolilischen Problemen eingenommen haben. Ich bin ja überhaupt, wie Sie wissen, der Meinung, dab die v o l k s in ä tz i g - p s y ch i s ch c A u g l i e d e - ntiifl der Juden an d i e Deutschen (das anthropologisch-somatische Moment, zumal noch wissenschaftlich recht wenig geklärt, ist niemes Erachtens sekundär) eine recht empfindliche Hemmung dadurch erlitten hat, dab der o st j ü d i s ch e n Einwanderung . . . . die Tore so weit, wie irgend möglich, geöffnet ivorden sind. Der Widerspruch dagegen braucht gar nicht . . . ein spezifisch antisemitischer zu sein.. Eine derartige Masseninvasion kulturell niedriger stehender . . . fremdvölkischer Elemente würde als eine Bedrohung unserer spezifischen Art und Sitte empfunden weichen. auch wenn sie gar nicht Juden o d e r S e in i t e n (eine anthropologisch vielleicht, wie igesagt, recht ziveifelhafle Gleichstellung) mären. Gerade die in Deutschland lebenden nnts deutschfühlcnden Juden sollten dagegen auf das Schärfste aufkreten, um nicht mit den Eindringlingen verwechselt resp. in einen.-Topf geworfen zu werden. Diese Elemente bringen Gefahren sowohl dem Judentum >vie auch dem Deutschtstni. WaS den erstercn Punkt anbelangt, so schildern Sie ja selbst recht eindringlich die Wirkung bezüglich der zionistischen Propaganda unter der heramvachsenden Generation der sozusagen „altdeutschen" Judenschaft. Und ivas den zweiten Punkt angeht, so beziveifle ich, daß unser ohnehin schon krankes ulf> zerrissenes Volk imstande ist, den neuen Zuzug so zu verdauen, wie das früher der Fall ivar: ich beziveifle rveiterhiu, dab dieser Zuzug so geneigt und fähig ist, wie die altjüdische Generation, gerade die edelsten und tiefsten Güter der deutschen Kultur sich anzueignen. Meiner lleberzeugung nach >v ä r c ohne diese I m in i g r a t i o » die neueste antisemitische Welle nicht geko m m en. zu m mindest ein n i ch t in d ies er3ii t en - si 1 ät . . .' Ich schließe hicrihit, verahrtester Herr Doktor, indem ich Ihren Bestrebungen > ochinals meine wärmste Sym pathie und ausspreche. den Söunfd)1 baue ruber und unifassender Erfolge Sorgt für in die Wahllisten! prahttlcbt Redekunl Bon Karl-Wolfgang Philipp! (Halle). Stimmen vom anderen dfer. s^arion»lctcurs«be Juclen und Oftjuden. Von G e h. H o f r a t Professor iL> r. Fclir N ach f a h l lFrciburg i. B.). , In der richtigen Erkenntnis, dab es von ganz besonderer Wichtigkeit ist. die Ideen unseres Verbandes in Rede und Gegenrede gegenüber den zahllosen Gegnern wirksam zur Geltung zu bringen, wurde vor einigen Monaten beschlossen. Kurse zur gemeinsamen Uebung in der edlen Redekunst einzu ^ichten. Gedacht waren diese Kurse weder als Unterrichts stunden zur Belehrung über Tatsächlichkeiten, noch als Monologe über die Theorie und Technik des öffentlichen Sprechens, sondern die Teilnehmer sollten daran gewöhnt werden, ein ihnen geläufiges Thema in Form eines Referats oder einer Diskussionsrede technisch einwandfrei und gleich zeitig wirksam zu behandeln. Im übrigen war nicht nur an Veranstaltungen gröberen Umfanges, an die Erziehung zum ..Volksredner", gedacht. Es kommt nicht nur darauf an. in groben Versammlungen dem Gegner gewappnet, gegenüber zustehen, sondern ebenso wichtig ist es, in der Aussprache im engeren Kreise das Material geschickt zu verwenden und unseren Standpunkt zu gewissen prinzipiellen und praktische» Fragen in einer auch den voreingenommenen Hörer überzeugenden oder wenigstens zum Nachdenken und zu gründlicherer Orientierung anregenden Form herauszuschältn. Dies alles -und sonst noch einiges sollten die Rednerkurse ermöglichen, auch rednerische Anlagen fördern, offenbare Mangel, wie Befangenheit, Unarten in der Sprechweise usw.,> ausgleichen, dqneben die Beherrschung ' des Stoffes selbst vertiefen und zeigen, wie «in Problem von verschiedenen Seifen her beleuchtet werdest kann.!Die folgenden Ausführungen find einein den Vorsitzenden unfeics Verbandes gerichiete» Schreibe» des tekannien Freibttiger Historikeis mit Zustimmung des Versagers 'entnommen. J Die Schriftlcitnng. Wie sind nun die Erfahrungen, die sich stuf Grund der ersten Kursusstunde» feststellen lassest? 3t» ganzen durchaus er freulicher Art. Es gibt viel mehr Menschen mit Rednergabe, als man gewöhnlich annimmt und als diejenizen, die sie de sitzen, selbst vielfach annehmen.( Es geschieht/dab ein Teil nehmer von vornherein erklärt, zur Uebernahme, eines Referats oder einer Diskussionsrede völlig ungeeignet^ zu! sein, und dab er dann, wenn man ihm dennoch die Uebernhhme der Auf gäbe aufnötigt, sich nicht nur sachlich mit ilch gut abfindet, sondern auch in formaler Hinsicht die Erwartungen, zumal seine eigenen, überttifft. Die Scheu vor der Oeffentlichkeit ist oft gerade bei denjenigen zu finden, die zu ihr de» geringsten ,Anlab haben, während umgekehrt,natürlich auch der Wunsch, sich um jeden Preis reden zu hören, gelegentlich bei Menschen auftritt, die von der Natur in dieser Hinsicht röcht mangelhaft bedacht sind. Istnnerhin lind [bie Möglichkeiten, rednerische Fähigkeiten bei sich auszubilden, lehr vielen gegeben. Ratür lich kann nicht jeder ein ganz grober, die Menge mit sich fort reihender Redner werden, aber ein in der Sache beherrschtes Material so zu gliedern und votzutragen, daß bie «figene An sicht klar zum Ausdruck kommt,! ist den meisten möglich, die einmal die Scheu, vor der Blamage^ den Mangel an Selbstvertrauen überwinden. | Aber Auch abgesehen von der Kunst des Vortrages selbst wird in den Kursen manches gelernt. Fast jeder Teilnehmer, der sich über ein bestimmtes Thema äubern sollte, hatte von vornherein zu diesem eine ganz persönliche Einstclluüg. . Wir hielten es für zweckmähig. einige! Make auch die verschiedenen Ansichten unserer Gegner, die »ns ja aus ihren Schriften.und typische» Dersainmlungsreden ehr gut bekannt find, von unseren eigenen Mitgliedern in; der Rolle von Dtskussions rednern wiedergeben zu lassen. Aus diese Weise nötigten wsr jeden Teilnehmer, sich in die gegnerische Mentalität!so hinein zuversetzen.,dah die dann folgende Widerlegung nicht in Schlag Wörtern stecken bleiben konnte, sondern sich mit der! Gefühls einstellung unserer Gegner gründlicher auseinandersetzen muhte. Wir glauben auch durch diese ltebung manches gewonnen zu haben. , War die Beherrschung des Materials im allgemeinen erfreulich. so fehlte es doch im Anfang noch oft ah der formellen Geschmeidigkeit, deren man zur gefälligen Darstellung »n bedingt bedarf. Das vergebliche, zu Stockungen führende Suchen des richtigen Ausdrucks ijn gegebenen Augenblick, ver Iepen eingeschobene, oft lächerlich wirkende Flickwörter („ge< wissermaben", „sozusagen" und dergl.), das Auberachflassen der Satzkonstruktion können so peinlich wirken, dah bei} Eindruck einer gedanklich durchaus guten Rede glatt umäeworfen wird. Hier ist die gemeinsame Kontrolle besonders förderlich. Es darf denn auch wohl gesagt werden, dab in dieser Hinsicht wie auch in der Erlernung der äuhercn Versammlungsttchnik und der parlamentarischen Forme» bei den einzelnen Kursusteil nehmern recht gute Erfolge erzielt worden -find, «ganz ab gesehen davon, dab die eingehende rednerische Behandlung bestimmter Probleme auch hier und da z» einer-Verdeutlichung des Stoffes beigelragen hat, die immerhin nicht überf üssig war. Gelegentlich ergab es sich dann auch, dab — entgegen dem eigentlichen Programm — ein Kursusabend vorüber gehend den Charakter einer regelrechten Unterrichtsstunde annahm. Einmal sollte/über Palästina gesprochen werden. d. h. über die praktischen Möglichkeiten der Besiedelung, über Land und Leute, über die politische Lqge, / über den Keren Hajessod

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