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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1924-01-01 · 1 (Januar-Februar-März 1924) · p. Seite 11

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1924
Issue
1 (Januar-Februar-März 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 11 (sequence 15)
Language
German
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lammlung geschlossen war. klttterte der erwähnt« Kantor auf di« RednettNbüne, schart« Me Getreuen um sich und lies, sie «m« ..Resolution" anneymien. in der di« Ausführungen de» Referenten „verworfen" wurden, „weil sie erstens nicht geeignet sind, die Judenheit zu einen, sondern den Frieden m der Gemeind« p, stören und zweitens, weil die Ausführungen jeden positiv jüdischen Gedanken haben vermissen lassen" <!). Wir werden in Königsberg bis man dort ernstlich von eis tums reden darf. Vielleicht di« jetzt für ihre eigene Wij glieder des Tentralvereins. deutsch empfinden Elemente, licher Teil der Tentralvereinsin Ostpreuhen. einem der Einfs die Dauer nicht zu entbehren 4. Berlin. Am 12. Janu Adolf Gerson, Berlin-Pai gliederabends über „Thriste Seine interessanten, durch zahl und Reuen Testament ergänzt lebhaft« Aussprach« aus, in dei religionsgeschichtlichem Wilsen Herrn Pulvermann Äeach Ueber die öffentliche Versammlung vom 28. Januar 1924 ist an anderen Stellen dieses Blattes berichtet. Am 21. Februar 1924 fand eine Besprechung über den Verlauf der Versammlung im Mitgliederkreise statt, in welcher vr. Naumann über „Tatsächliches und Grundsätzliches zum Verlauf, der bezeichneten Versammlung" referiert«. Der Redner verlas einen Teil der sehr zahlreichen Zeitungsberichte und knüpfte daran Mitteilungen insbesondere über das Verhältnis der politischen Parteien zu unserer Bewegung. Di« Aussprache brachte mancherlei Interessantes. So wurde von Herrn Iustizrat Vr. Siegmann mitgeteikt. dah in Amerika, wo infolge des starken Ostjuden-Zustroms und der zionistischen Agitation eine ständig wachsende antisemitisch« Strömung sich geltend macht, eine der unsrigen völlig gleiche Bewegung besteht und dah in amerikanischen Zeitungen über den Verlauf unserer Versammlung berichtet worden ist. noch viel zu arbeiten haben, ein Ueberwiegen des Deutschs merken dies allmählich auch amtest so begeisterten Mit- Zusammenschluh der wirklich oenen sicherlich ein erhebitglieder gehört, wird gerade lltore des Ostjudentums, auf sein. r 1924 sprach Herr Lehrer low, im Rahmen eines Mititu^n und Judentum", eiche Zitate aus dem Alten i Ausführungey lösten eine insbesondere die von reichem ugenden Ausführungen des ng fanden. § Am 21. März wird «in Näheres wird noch bekannt geg an der Spitze dieser Blattes) «in Mitgliederabend stattfindet „Jüdische oder deutsche Bezugnahme auf die traurigen Berliner jüdischen Gemeinde erö ergehen besondere Einladungen «leseiliger Abend stattfinden. ifben svgl, die Ankündigung Ferner wird im März noch an dem das Thema chule?". unter besonderer Verhältnisse innerhalb der ritert werden soll. Auch hier S . Auf Einladung der Orts- . Alerander Dich, der Frankfurter Geschichte, am : „Aus der Geschichte §Die Versammlung war sehr Vertrag wurde mit lebgeeignet ist, eine engei e Fühlung unter den Mitfrechtzuerhalten, möglichst weitgehendes Interesse 5. Ortsgruppe Frankfurt a. grupp« sprach Herr Iustizrat bekannte lnichtjüdische) Kenner 5. Februar 1924 über das Themcj der Frankfurter Jude n." gut besucht. Der hochinteressant^ hasten, Beifall ausgenommen. Die Frankfurter Mitglieder!treffen fick jeden Dienstag abend am Stammtisch im Cafe Westend. Opernplatz. Die Ortsgruppe bittet, her Einrichtung des Stammtisches. die gliedern au zuzu wenden. 6. Merkblatt zur Kriegsschsildfrage. Der Arbeitsausschuh deutscher Verbände, die Zusammenfassung von mehr als 70V Organisationen aller politischer Richtungen, der auch unser Verband angehStt. hat unter dem obigen Titel eine kurze Schrift <16 Seiten) herausgegeben, die in gedrängter und übersichtlicher Form einen Ueberdkck über die Vorgeschichte und den Ausbruch ks Weltkriegs gibt. Die kleine Schrift, di« sich jeder post ischen Stellungnahme enthält. deren Inhalt aber im deutschin Aklaemeininmresse gröhte Beachtung verdient, kann durch d e Geschäftsstelle des Verbandes bezogen werden. (Preis 0,20 Goldmark.) 7 Ortrpr»»»« H«nl«»«r. R« ich einer soeben eingehenden Mitteilung ist die formell« Grün >ung der Ortsgruppe am S. MSq 24 erfolgt. Vorsitzender ist Herr Bankier Julius Blonck, Georgsplatz 14. stelloert seiender Vorsitzender Herr vr Hugo Bamberger, Hinük erst». 18, Schriftführer Herr Kaufmann Kurt Sonnenberg. Flüggestr. 2>. Alle di« Ortsgruppe betreffenden Mitteilungen bitten wir an den Schriftführer zu richten. Der Vorstand. Kriefkaften. Mitglied in Bager«. Die Nummer der Weltbühn«, in der-Herr Ignaz Wrobel (Kurt Tucholsky> wieder einmal die Parole ausgibt: „Reisende, meidet Bayern!", liegt uns vor. Wir lönnen nur wünschen, dah diese Mahnung von den Lesern und Gönnern der Weltbühn« in möglichst weitgehendem Mähe befolgt werde. Wäre dies schon früher geschehen, so wäre wahrscheinlich die Anhängerschaft der Hitler und Genossen wesentlich geringer, find. inr. L-, Breslau. Wir sind durchaus damit einverstanden, dab unsere dortige Ortsgruppe di« »weite Vorführung des zionistischen Palästina-Films durch Einspruch bei dem Leiter der Kino-Gesellschaft verhindert hat. Die Vorführung dieses Werbefilms ist vom deutschen Standpunkte ein Skandal, genau wie jede andere Form der keren- Hajessod-Propaaanda zur Zeit schwerster deutscher Not. Fallen Sie doch Nicht auf so tünchte Redensatten hinein, wie es die Behauptung ist. „der deutsche Keren Haiessod habe eine selbständige Verwaltung und di« gesammelten Gelder blieben m Deutschland". Wenn wirklich in Deutschland für das Geld etwas gekauft wird, geht doch dt« Ware selbst ins Ausland, d. h. ein Teil des deutschen Volksvermögens wandert ohne Gegenwert Uber die deutschen Wirtschaftsgrenzen. Und jeder Pfennig, der in dieser Weis« für den „deutschen" Keren Hajessod aus Deutschland herausgezogen wird, erspart der zionistischen Organisation eine Ausgabe, die sonst aus anderen Mitteln bestritten werden mühte. Wer für den Keren Hajessqd gibt, finanziert di« zionistische Organisation und hilft mit. in Deutschland eine fremde Nation zu organisieren. E. Albert. Berlin. Es ist nicht gesagt, dab der Mitarbeiter der „Jüdischen Rundschau'" der uns neben anderen Schandtaten auch „Äusmietung von Sälen" vorwirft, unbedingt geisteskrank sein muh. Näher liegt der Gedanke, dah einem Intellektuellen aus dem Osten seine mangelhafte Kenntnis der deutschen Fremdsprache einen Stresch gespult hat. rand. med. A.. Breslau. Dir Beleidigungsklage ist > unmittelbar vor Ablauf der Dreimonatsfrist bei einem unzuständigen Gericht erhoben worden. Dah sie nach d« voraussehbaren Abweisung rechtzeitig btt dem zuständigen Gericht würde erneuert werden können, mubte von vornherein ausgeschlossen erscheinen. Dah dieses Versehen etwas auffällig ist. geben wir zu. Vielleicht war es dem Privatkläger» und seinen Beratern nicht allzu unangenehm, auf diese Weis« den unter Umständen peinlich«, Prozeh vermeiden, aber sich dann in die Brust werfen und die Vereitelung des Verfahrens beklagen zu können. In der Sach« selbst ,beabsichtigen wir! nicht, uns noch emmal zu einer öffentlichen Erörterung herausfordern zu lassen. Wer wirklich gelesen hat. was von beiden Seiten über diese Angelegenheit geschrieben worden ist, muh längst wissen, was er davon, zu halten hat. Goethe sagt: „Getretner Quark — wird breit, nicht stark." Wir überlassen das weitere Breittreten dieses Quarks den Leuten, die ein so schmackhaftes Gericht für ihre Agitation»-Menus - anscheinend nicht entbehren können. vr. E.. Hamburg. Sie haben an sich durchaus recht. Heiratsinserate erscheinen auch in rein „germanischen" Blättern. Sie mitten an der «inen Stelle so peinlich wie an der anderen. Aber bezüglich der von Ihnen erwähnten Zeitung liegen die Dinge doch noch etwas anders. Beachten Sie. wie in jeder einzigen Nummer des Blattes seitenlang bitte Inserate angehäuft sind und welch« unsagbar widerliche Verquickung des Geschäfts mit dem Familienleben dabei zutage tritt („Geschästsbeteiliaung, eventuell Einheirat!"). Es ist -- und bleibt «in Stück Asien, das diese sogenannten Deutschen mit sich umherschleppen. Die Lesergemeind« des Blattes, für die offenbar der redaktionelle Teil nur eine Beigabe zu den Inseraten dieser und verwandter Art bildet, stellt nach unserer Ueberzeugung den geistig und vittfach auch moralisch am tiefsten stehenden Teil der deutschen -Judenhttt dar. Kein Wunder, dah auch der redaktionelle Teit danach ist. „Palästina". Wir können nicht in jeder Nummer bitte« Blattes ausführliche Berichte über die politischen Verhältnisse Palästinas und Klein-Asiens bringen. Unsere Stellung zu den dortigen Vorgängen ist bekannt. Wir achten, bewundern und bedauern die ehrlichen jungen Menschen, die dort hatte Arbeit für ihre Ideal« leisten und noch immer nicht merken, dab sie für den König von England, vielleicht auch für Seine Majestät König Hussein von Hedschas arbeiten. Wir beobachten mit Interesse die Wendungen des engfischen .Ränkespiels, das unter jeder Regierung, auch der zionisten- und sozialilten-freundlichsten, dar gleiche bleibt und bleiben wird, bis die grobe Auseinandersetzung zwischen dem britischen Imperium und der immer mehr erstattenden panislamitischen Macht beginnt. Dann werden der politische

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