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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1923-05-01 · 3 (Mai-Juni 1923) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1923
Issue
3 (Mai-Juni 1923)
Date
1923-05-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Material' des Arbet«-! MM» W»»»»>>0>n >M» de« Abgeordneter A^ua in der deatsche« «nheisshrou» i» «nh^ediet. . llstien Ein nichtjü sührer. den wir der jüdischen Deal sendet ans dle^ einzelnen Städten Namen der beteilig^ annehmsichk eilen za dachstaden angedeute vollen Namen dann sehen werden. Schlange veru NM .. nkr bei K«i .andiedern" wo M. N. discher Sewerkschaftsmn Auskunft über die Haltung im Nuhrgediet gebeten haben, olgenden Berichte, die ihm aus angen sind. Wir haben die en Geschäftsleute, um dieson llnersparen, nur durch die Anfangst. Der Originalbericht mit den auf Verlangen bet uns «inge- Die Schriftleitung. Daß «an Herrn F. tr^» der Er- . g»»»n lagen wollte, beruht »ohi . , *ls auf d« Faulheit seiner vereinsaeaaAan. DemztLe^nkttonä« behanptenstch in ihren Stetlangen nur deshalb so langem weil sie meist in ihrer Organisation di« einzigen sind, die wirklich arbeiten und das Material, insbesondere die Literatur, einigermaßen beherrsch«. Dt« Generalversammlungsteilnehmer, die es Herrn F. ermöglicht haben, sein Amt betzahebalte», dürften sich gesagt haben: Wenn wir jetzt den Mann^SKlägen. muh einer von uns seine Arbeit Übernehmen, und das^«fordert Zeit und Energie. So viel ist uns di« Sache nicht wert: begnstgen wir ans also damit, ihm einmal die Leviten gelesen zu haben, anlasten wir ihn zunächst für ein Jahr weiterwtrken'. Daß in diesem einen Jahr« mehr Schaden gestiftet werden kam« als in Ist wahren gutzumachen ist, wissen diese Trägheits-Logiker im Unterbewusstsein lfehr wohl. Aber die Bequemlichkeit ist und bleibt die Hauptsache. Wlte». ' Geschäftsinhaber verkaufen all« an Besatzungslruppen, haben sich jedoch olS zum äußersten geweigert. Zahlreiche Verhaftungen vnd Bestrafungen wurden dieserhalb vorgenommen. Die ersten Verhafteten waren Juden wie ^)., ft-, E. usw. Nach Aussagen führender Personen der Stadt leisten auch heute die Juden noch sehr viel für den Abwehrkamps, insbesondere für die von Franzosen Aichastierten. Verwaltungsdirektor und Polizeikommiffar von Witten belonten, daß die jüdischen Geschäftsleute gute Stützen der Stadt find. Den jüdischen Geschäftsleuten wurden die Geschäfte vor einigen Wochen geschlossen, well sie nichts an Franzosen verkaufen wollten. Die Juden haben sich überhaupt musterhaft geführt. Dortmund. . Das Warenhaus M. u. G., Dortmund, ist wegen Verweigerung von Warenabgabe geschloffen. Per Anhaber, Herr R.. sollt« verhaftet werden: an dessen Stelle haben flch zwei angestellte Geschäftsführer zur Verfügung gestellt. Die jüdischen Kaufleute weigern sich ganz besonders an Franzosen zu verkaufen. Nachfolgende südtsche Geschäftsleute!>n Dortmund sind zeitweise von «en Franzosen wegen Verweigerung von Warenabgabe verhaftet gewesen, deren Geschäft« geschloffen, und zum Teil mit hohen Geldstrafen belegt worden: M. u. G.. A-, K., T.. S-, B., N., K. Zwangsweise Requisitionen haben in folgenden jüdischen Geschäften stattgefunden: R. u. Co.haus S.. Gedr. K., S. u. Co..Haus S.! > ' j Hattsugea. Dem Kaufmann L„ Linden, Pude) wurden infolge Verkauss- »erweigerung für mehrere Milsionen Bettücher und Strohsäcke beschlagnahmt. Dem Kaufmann U., Hattingen, Pude) wurden ebenfalls wegen Verkaufsverweigerung Bettücher und Wolldecken beschlagnahmt. U. hak als Stadtverordneter in deren Sitzung den Antra-' gestellt, an die Geschäftsleute des Stadt Hattingen eine Aufforderung ergehen zu lasten, an die Franzosen grundsätzlich nichts zu perkaufen. Bochum. Es ist nirgends sestgestellt worden, daß di« Auden den Franzosen gegenüber entgegenkommender sind als die übrig« Bevölkerung. Von dem Syndikus der V- L- K„ Herr Dr. S., wurde erklärt, daß die Juden die besten Stützen im Bochumer Abwehr- Kumpf gewesen sind. l - Mülheim. Gegen das Verhalten der jüdischen Geschäftsleute ln Mülheim ist nichts nachteiliges einzuwenden. Das jüdische Geschäft Gebr. Ä. wurde von der französischen Besatzung wegen VerkaufS- »erweigerong von Waren an die Truppen vom W. März bis Ist. April geschloffen. Bis zu diesem Zeitpunkt halt« noch kein jüdischer Geschäftsmann an die Besatzung Waren abgegeben. Sterkrad«. An, allgemeinen war das Verhalten der jüdischen Geschäftsleute tu SterkrKe korrekt and einwandfrei. Der Verkauf von Waren an hl« BesqjMgstrupoen tst gerat!« von d«n jüdischen DejchäMeute,, bi« äußerste eingeschränkt, ja sog« in den «eiste» Fällen vervwwerl worden. Das beweist htir Verhqftvig ein«» Angestellten der Firma Mn. der wegen Verweigerung non Ware» an dt« Besatzungstrupp«» zu S Monaten venrrteitt tst und dies« Strafe z»rz«tt in ZweidrüLen in der Pfalz orrbützt. Dr. Berlin. Eine zusammenfaffende Darstellung desien, was unser Verband in den zwei Jahren seit seiner Gründung unmittelbar und mittelbar geleistet hat, wird aus der Feder des , Verbands-Vorsitzenden im Herbst d. A. in unserem Mitteilungsblatt erscheinen. Ls ist ln, Aussicht genommen, das Thema auch an einem Vortragsabend zu erörtern. A. F^ Lhemnltz. Wir sind nicht, wie Sie sich etwas nai» ausdrücken, .Feinde der Ostjuden', sondern Gegner der ostjüdischen Einwanderung. Das ist immerhin ein kleiner Unterschied. Wenn Deutschland zufällig an Griechenland oder China grenzen und wenn von diesen Landern her ein Sirom wesensfremder Einwanderer unser Vatersand überfluten würde, müßten wir es mit derselben Energie, die wir setzt der Ostjudenfrage zuwenden, gegen die griechische oder chinesische Einwanderung verteidigen. Trotzdem wären wir keineswegs .Feinde' der Griechen und Chinese», für deren besondere, in einer fremden Kultur wurzelnd« und deshalb durchaus berechtigt« Eigenart wir genau das gleiche Verständnis haben, wie für die entsprechende Eigenart der Oftjuden. Wir geben Ahnen auch darin recht, daß Sie hie Einwanderung nlchtjüdischer Ost-AuSländer für nicht minder schädlich halttn. Das Gleiche tst in den Schriften Max Naumanns wiederholt mit größter Deutlichkeit gesagt. Nur dürfe« wir nicht vor der Tatsache die Augen schließen, daß unter den Zuwanderern von Osten her die Juden nun einmal ein besondersaroßes Kontingent stellen. Warum wir als Juden gerade diesem Teil der Osteknwanderununsere besondere Aufmerksamkeit zUwenden, tst weniger eine Gesühls-, «s eine Zweckmäßigkeitssrage. Wir könnten nichts Dümmeres tun, als die Verteidigung unseres deutschen Vaterlandes gegen gerade dies« gefährlichen Fremden ausschließlich den .Antisemiten' zu überlassen- Hätten die deutschen Aud«n dies rechtzeitig erkannt, so wäredie Verquickung der Ostjudenfrage mit der deutschen Audenkrage, wie sie von den geschäftsmäßigen Audenfelnden systematisch betrieben wird, in diesem Ausmaß« nicht möglich gewesen, und es hätten sich nicht so viel an sich durchaus vernünftige Nichtjuden in den .Antisemitismus' hinein-., locken lassen. Dr. K.. Hamburg. Ihre Annahme, daß die Bne-Bsiß-Logen grundsätzlich auf zionistischem Standpunkte stäuben, ist durchaus unzutreffend. Die Logen umfassen zahlreich« Mitglieder, dt« durchaus nationaldeutsch in unsereni Sinn« sind. Nicht .wenig« unserer Verbandsmitglieder, insbesondere außerhalb Berlins sind gleichzeitig Logenmitglieder und wirken auch innerhalb der Logen energisch im deutschen Sinne. An Berlin allerdings scheint der Zionismus und das verworren« Alljudentum, das sich besonders in den Palästinabestrrbnngen geltend macht, allmählich die Oberhand zu gewinnen. Vorträge führender Zionisten In den Berliner Logen, insbesondere über Palästinafragen sind an der TageSordnung. Die Keren-Hajeffod-Anserate erscheinen tm Mitteilung«» blatt der Berliner Logen ln derartiger Aufmachung, daß jeder, der nicht ganz genau hinsieht, Ke für redaktionelle Kundgebungen halten mutz. Ls wäre erwünscht, daß auch in Berlin die deutscksühlenden Logrnmitglieder sich etwas aktiver zeigten. Jüdisch-Liberaler, Charlottenbura. Die pöbelhaften Ausfälle, di« «ine Zeit lang fast ln jeder Nummer der Jüdisch-liberalen Zeitung gegen unS erschienen, gehen ans Las Konto des früheren .Lhrsredakrmlrs' Woyda, der zum Borteil des Blattes vor einige» Wochen aosarschieden ist. Der jetzige Schriftletter schein!" dt« «nst« Absicht zu haben, das Blatt wieder ans einen anständigen Ton zp stimmen und sachlich« Meinungsverschiedenheiten nur in würdiger Form auttragen zu lassen. Die .Richtung' des Blattes läßt »ch sich nicht mit einem einzigen Worte kennzeichnen. Die Ansichten, dt« ln -er Zeitung zum Ausdruck komWmst sind so oieigbstMa, wtu der s««n»mte Liberalismus überhaupt. Neben wirklich deittschstlbleAq» Anden, die in all»» «sseuWchl» Mit uns Sb«r«j»AkM,u. stutzet «ü, PuMAungen wirr« Phantast», flach« Zweckmätzigkettspottttker und selbst solcher .Liberaler'.

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