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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1923-05-01 · 3 (Mai-Juni 1923) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1923
Issue
3 (Mai-Juni 1923)
Date
1923-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Sch«»: auch Ff dem Boden, I «n die Ztontste» MWMö gar M ihre L»e gesichert zu b che» meine». Mch m ihren Reihe» gi/es genug .Hwisch Mchichtler' von fchme^ender Aaltung,a»f die wir noch Än W gewinnen kd>Br», weil ste sich Sdedie ungeheure Trag mme der zionistische« Bestrebvngen str die Stellung -erdeutschen Anden in ihrem bisherigen Vaterland« durchaus nicht klar geworden find. Wir werde» viele von ihnen für UNS gewinnen können, wenn wir ste zum stampf aufrufen für die Verteidigung der Güter, die Vir als das Erbe unserer Vater überkommen haben. Vermischtes ' Aus de« getobte» Laude. (Aus zionistischen Quellen.) 1. .Rar" 2 Selbstmord« im Monat. AL B.) Am englischen Unterhaar war behauptet worden, daß ln Palästina während zweier Monate 14 jüdische Einwanderer Selbstmord begangen hätten. DaS Zeakralbüro der zionistischen Organisation stellt fest, daß die Zahl der Selbstmorde in der angegebenen Zeit .nur 4' betragen habe. 2. Der ermordet« Polizist, (I. C. B.) Ein jüdischer Polizist In Jerusalem Ist, während er aus Possen stand, durch Schüsse aus einem Automobil getötet worden. 3. Boykott jüdischer Arbeiter. (Jüdische-Rundschau.) Die Stadtverwaltung von Laisa beschäftigt keinen einzigen jüdischen Arbeiter. Einem Angebot der jüdischen Arbeiterorganisation wurde ein italienischer Angebot vorgezogen, obwohl daS jüdische Angebot niedriger war. AK der italienische Unternehmer dann jüdische Arbeiter beschäftigen wollte, droht« di« Stadtverwaltung mit Auflösung des Vertrages. Proteste an den Gouverneur und den Oberkommissar (Sir Herbert Samuel) blieben ohne Erfolg. 4. Eine hebräische Zeitung eiugegaugeu. (jüdische Rundschau.) Me Tageszeitung .Erez Jsriael' hat einige Wochen nach der ersten Herausgabe ihr Erscheinen wegen .technischer Schwierigkeiten' eingestellt. . S. M« Armut in Jaffa. (3. C. B.) In den Passah-Tagen haben ln Jaffa und Tel Awlw 8<X) Juden ' Mazzah-Unterstützung in Anspruch genommen, d. i. 4V -S der gesamten jüdischen Bevölkerung beider Städte. t >- -. Dt« Pferbeschau in Selm«. (Jüdische Rundschau^ In Selme bei Jaffa fand eine große Pferdeschau, verbunden mit.Wettrennen, ln Gegenwart des Oberkommissers und vieler tausend Einwohner Palästinas statt. Die jüdischen Kolonisten verließen unter Protest den Platz, weil auf Beschluß des arrangierenden Sportklubs das Programm in englischer und arabischer, aber nicht iy hebräischer Sprach« gedruckt war. 7. Arbeitslose»^»«»«?»». (3. E. B ) Nach Mitteilung der zionistischen Exekutive sind In Palästina gegenwärtig über 2VÜV jüdisch« Arbeitslos«. Verschiedene industriell« Unternehmungen in Jaffa und Tel Awiw haben die Produktion .vorübergehend eingestellt'. 8. Dl« .offiziell«' hebrLfche Sprach«. (J.E.B.) Trotzdem nach dein Gesetz« Hebräisch ebenso wie Englisch «ine - offizielle Landessprache ist, viersendet die zentrale Postond Lelegravben-Verwaltung ihre Zirkulare und Abrechnungen auch an jüdische Abonnenten entgegen den von diesen gesteltten Anträgen in englischer Sprache, j 9. Li» Ziouijit über di« uatloaal« Heimstätte. (I. L. B.) Der in London lebende Schriftsteller Israel Aangwill, einer der älAjeu politischen Zionisten «ad Mitarbeiter Herzls, sagt« in einer BeMmmlanwörtlich:! .Es existieren IS 430 Ml) Jade» tu der Wett und jeder Gedanke, sie all« nach Palästina au bringen, wäre «ehr als schlüerhash er wäre «stU T« «ar kein« Möglichste«. , . i ' . e»' «tuMdischeS nationales Hei« tu Palästina M errichten, es fei «Vm, bah dies in «tue» «uOeareuzte» Sinne gemeint set. Ich Haobacht« ungeheuer viel Selbstaufopferung, Idealismus Mchoneu seitens der Jude« tu Bezug auf Palästina. > 2« Saafa^er letzten 2 Jahr« habe» ste eure Million Pfund gesammelt. dt«, wie ich es »ersteh«, ga», Br Entwicklung eines britischen Besitzes verwandt wurde», so daß die Jode» selbst lehr wenig davon haben werden. Obwohl der Oberkommissar de» Landes Sir Herbert Samuel ist, ist «r so übertrieben gerecht, daß er schon ungerecht wird. Gr tut alles für die Araber und sehr wenig für die Juden.' Zwei Theorie» »ud di« Praxis. (Aus dem Bericht der E. ^.-Zeitung vom 23. S. 23 über die groß« Haoptvorstandssttzung des L. B. vom S. S. 23.) . t -i'/ 1. Die eine Theorie. j Rechtsanwalt Geiger-Frankfur« steht in der Ostjudenfrag« gegenwärSg «ine schwer« Gefahr für Deutschland. 2. Dl« auder« Theorie. Rechtsanwalt Foerder-Breslau fleht in dem Ostjuden nur das bekannte Ablenkungsmanöver unerbittlicher Feinde. » Geheimrat Fuchs setzt sich für seinen Standpunkt «In, daß eine unterschiedlich« Behandlung zwischen jüdischen und christlichen OstauSländern ungerecht und unsittlich sei. Dr. Paul Natban weist darauf-hin, daß di« deutsche Wirtschaft, die deutsche Kultur, die, deutsch« Sprache nur durch die .Beziehung mit dem Osten gewinnen könnten. 3. Die Praxis. Aus den Worten des Syndikus Dt:. Wjener merkt man so etwas wie Enttäuschung heraus über die dünne Saat von Anregungen praktischer Art. fchtuml Zionismus und Deal Einem Leitartikel der .Jüdischen Rundschau' vom 8. 12. 22, die uns erst jetzt >.in die Hände kommt, entnehmen wir folgende Sätze: .In allen Ländern, auch in Deutschlands, sind die Zionisten längst an führender Stelle und mit aller: Energie bet allen Maßnahmen vertreten, die die Position ier Juden, stärken und die Entwicklung ihrer Institutionen f-rdern sollen. Das gilt etwa von der Gemeinde-Arbeit und von der kulturellen Tätigkeit auf dem Gebiete der hebräischen Sprache und der jüdischen Schule.! .In einem Punkt . . . haben wir uns stets für verpflichtet gehalten, mit allen unseren Kräften aktiv zu sein. Das war jedesmal da, wo es sich um ostiüdische Angelegenheiten handelte. Wir hatten und wir haben nicht da» Vertrauen, daß diese Angelegenheiten von anderen Gruppen im jüdischen Volk in der Form behandelt werden, die wir für die richtige halten. .... — Wir werden die Assimilations-Psychologie in keiner Weis« mllmachen können, die ihr Recht davon abhängig machte daß ste die Etätke ihres deutschen Empfindens zum Gegenstand der Debatte! macht. Wir können die-Debalit« über diese Frage als nicht zur Sache gehörig ablehnen. Wir erfüllen unsere ^flkhten und verlangen mit allem Nachdruck u«>ere Aber die deutschen Judkn sind etwas ganz anderes als eine. ReligionS-Gemeinschast, etwas ganz anderes etwa auch als nur eine abstammungsmäßig verbundene Gruppei von Menschen. Sie sind bis Zum heutigen Tag« «ine erkennbar« Gruppe mit besonderen Merkmalen, deren Aeußeres, deren Berussschichtung, deren Mentalität, deren Stellungnahme ln allen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Dingen sie immer wieder als Jaden charakterisieren. Diese Zusammenhänge drehen. Unser« Tendenz ist, st« soweit zu stärken, al» es möglich ist, die nationalen Zusammenhänge zu unterstreichen, das deutsche Lchentom wieder zu einem lebendigen Zweig« am Baum des jüdischen Volkes zu machen.'' Man muß solche Sätze Immer wieder lesen, um sich zu vergegenwärtigen, welche ungeheure Gefahr der Zionismus für die Einheit des deotschea Volkes and welch« «nerhört« Zumutung für das deutsch« Volk es /^RegieruygsdeaMt« hinzunehmen, die fu dieser Gedanken- ,v: Gefühlsphäre lebe». Was dies« Leute, verallgemeinernd wte^ dt« dümmsten Judenfeinde»

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