Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1923
- Issue
- 3 (Mai-Juni 1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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o ^>f.-u>r» r .. ,,MW>l^.n>^ Bejlage zum Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e. V. Jahrgang 1923 Mai/Juni Nr. 8 Echo -er Presse ' - Wir dttten um Uebersendung aller unser« Brstrebungen hetreftenden Zettmms. usw. Ausschnitte unter Angabe -es Taget bet Ersthetnens, bei weniger bekannten Blattern auch der Parketrichtung. Di« LÄriftl. Deutsches Schulwesen (Organ des Auslandsschutamtes). Jan. 28. Aufsatz unseres Vorstandsmitgliedes Stabil «nrak Ofner .Nation« ldeutsch'. Schlußsätze: .Den deutschen Eltern und " den deutschen Lehrern, di« sich im Ausland aus vorgeschobenen Posten befinden, rufe ich zu: Erzieht die Jugend zur Einigkeit im nattonaldeutschen Sinn« und schützt sie vor verhetzendn Einflüssen jeglicher Art. Bewirkt durch Euer eigenes Vorbild und durch häufige, eindringlich« >md aesühlsvarm« Wort«. daß sich ein Schutzwall um dt« Herten der Euch anvertrauten Kinder bildet, durch dessen klein« Pforte nur von der Lieb« zum deutschen Hetmatlande erfüllte Gedanken eindringen können . . . Wer sich nicht mit Äanzer Seele zum Deutschtum bekennt, ist dem Deutschen ein fremder, mag er geborener Ausländer oder durch den Zwang der Ideen seinem deutsche» Vaterland entfremdet, mag er internationalistisch oder zionistisch sein. Erzieht Ihr Eure Jugend in diesem Sinne, dann wird sie, wenn sie gereift ist, ein Nationalbewußtsein erfüllen, das frei ist von Ueberhebltchkekt anderen Völkern gegenüber. Und dt« Achtung vor dem deutschen Namen, die hellte noch trotz aller KriegSverhrtzung im Unterbewuhtsein unserer Feind« von gestern schlummert, wird Vieder an s Licht steigen.' Dergaugeuheit und Gegenwart. (Zeitschrift für den Geschichtsunterricht.) Januar 23. Ltteraturdericht des Freiburger Historikers Prof. G. v. Be low .Geschichte der Juden'. Reben Etbogens .Geschichte der Juden' und einigen .deutschoölivischen' Geschichtsdarstellungen wird Naumanns Schrift .Vom nativnaldeutschen Juden' aiqzeführt mit den Worten: .Die kleine Schrift von Naumann, die nicht ein« historische Darstellung enthält, ziehe ich hier doch mit heran, weil sie das jüdisch-deutsche Problem mit mehr Kritik ersaht, als es bei den von jüdischer Seite herrübrenden Schriften ln der Regel der Fall ist. Die Voraussetzung für eine unbefangene Darstellung der jüdischen Geschichte ist die Fernhaltung der naiven Apologetik.' München-Augsburger Abendzeitung (Deulschnational), 30. 1. 23. Ausführlicher Bericht über ein« Versammlung der Ortsgruppe München unseres Verbandes. Aus dem Referat des Herrn cand. phtl. Kusch» ttzky wird angeführt: -Die Jugend habe für das Jammern über den Anksemitsmut kein Verständnis: kein Mißgeschick, kein Verkennen von der anderen Seit« könne ihr di« Freude am deutschen Vaterland, die Lieb« zur Heimat rauben.' Der Bericht fährt fort: Di« Aussprache zeigte, daß allen Mitgliedern sür die Beurteilung sozialer und politischer Fragen ausschließlich der deutsch« und nationale Standpunkt maßgebend ist. Der Zuzug »»deutscher Elemente, insbesondere aus dem Osten, muß ohne jede Rücksicht auf Raste. Staatsangehörigkeit und Religion verhindert werden. Selbstverständliche Pflicht eines leben ist es, daß er Waren aus dem feindlichen Ausland boykottiert.' Zum Schluß wird «in« von der Ortsgruppe veranstaltete Sammlung für daS Ruhrland, die ein sehr gutes Ergebnis hatte, erwähnt. Jüdisch« Randschau (Zionistisch). 1«. 2. 23. Längere Polemik gegen den Artikel Dr. Naumanns ^uslandergefahr und Ostjudengesahr' im Mitteilungsblatt Nr. 1 von 1923. Die üblichen Gedankengänge zur Verteidigung der ostjüdischen Einwanderung. Stichprobe: .Man muß nur lesen, welchen Eindruck Ostjuden aus Naumann machen, wie fl« auf ihn als Asiaten, als vollkommen fremde Menschen wirken,' ein Vorgang, der nur allzu verständlich bet Menschen ist, deren Vorfahren offenbar im Teutoburger Wald gekämpft haben.' Schlesische Zeitnng (Deulschnational), 22. 2. 23. Längerer Bericht über den gleichen Artikel Dr. Raumanns. Stichprobe: .In brauen jüdischen KrstW» wird die vielbesprochene aber noch iniiner nicht «tngedämW« Einwanderung von Ostjoden in Deutschland ganz zutreMttd alt eine dringende Gefahr für unser soziales und wirtschaftliches Leben erkannt. Immer deutlicher wird von dieser Seite her den Zionisten, bi« ein« solch« Gefahr leugnen, die Meinung gesagt. Namentlich der Verband n. I. läßt es in seiner Veroandszeitung an Kritik nicht fehlen. Sein Wortführer, Mar Naumann, nimmt in der jüngste» Nummer den mehrfach erwähnten Erlaß des Ministers Severtng über di« Ostjudenfrage zum Anlaß einer erfreulich klaren Aussprache.' Müucheuer Reuest« Racheichteu (Parteilos, national), 2. 3. 23. Kurze Notiz über den gleichen Arttkel Naumanns. Deutsch« Zeituug (Deukfchoölkisch). 3. 3. 23. In dem: Arttkel ^Di« Politik der Woche' von Otto! ».Schilling mehrfach Zitate aus unserem Mittrilongsblatt, natürlich mit der üblichen Sinnverdrehung. Schlesisch« Zeittrug (Deutschnalional), 23. 3. 23. Ausführlicher Bericht über bke Versammlung unserer Ortsgruppe Breslau und das Referat Dr. Naumanns. Schlußsätze: .Der Redner fand am Schluß starken Beifall der nattonal-deutschgestnnten Glaubensgenossen. Von der Gegenpartei «rgri s u. a. Dr. Hamburger das Wort, der kürzlich Regirrungsrat beim Ober-Präsidium geworden ist. Er fand mit seinen Widerlegungsverfuchen und seinem zionistischen Standpunkt bet der Versammlung wenig Dehör.' Breslauer Reueste Nachricht«» (Parteilos, national). 23. 3. 23. Kurzer V«v.cht über di« gleich« Versammlung: .Er wies darauf hin, daß gerade dl« ostjüdische» Elemente Hauplkrästeqnellen des Zionismus feien u»k durch ihr Heretnprüme« nach Deutschland ftemdländlschea Geist in unser deutsches Vaterland tragen .... An den mit starkem Beifall ausgenommenen Vortrag schloß sich eine längere Aussprach«, ig der mehrere Zionisten .... zu Wort« kamen.' Schlesisch« Volkszettuug (Zentrum), 23. 3. Ä. Ausführlicher Bericht über die gleiche Versannnlung. Stichproben: .Die Iudenfeindschaft, von per unser Vosk zum Teil durchdrungen ist, sei im wesentlichen ein« Asfektsach«. Mit großer Sorg« verfolge das »ationalgrpnnte deutsche Judentum die Propagandatätigkeit der Zionisten für das Palästinawerk. Hierbei gehen dem deutschen Volksvermögen unendliche Werte verloren. Für die Zwei-Vaterlandstheorie der Zionisten hat der nationale Jude kein Verständnis. Für ihn kann es nur ein Vaterland geben, das Ist Deutschland .... Der nationale deutsche Jude ist mit Deutschland auf Gedeih und Verderben verbunden, er scheu« sich daher auch nicht, in ein jüdisches Wespennest zu stechen: Ostjudenlum - und Zionismus seien zwei gefährliche Wespen .... T>:r Pressechef des Ober-Präsidiums, RegierongSrat Dr: Hamburger , der sich als Zionist bekannte, verwahrte sich dagegen, i daß «ln Zionist niemals deutscher Verwaltungsbeamter sein könne, weil er Anhänger der Zwei-Vaterlandstheorie sei.' > Schlesische Zeitung (Deutschnational), 8. 4i 23. K. In einer Polemik gegen ein« Verordnung des Ober- Präsidenten wird auch erwähnt, daß Regierungsrat Dr. Ham- 1 burger .schon deswegen nicht das Vertrauen des Bürgertums besitzt, well er sich vor kurzem in einer öffentlichen Versammtuna als Zionist bekannt und sich somit sogar ln einen scharfen Gegensatz zu den nattonaldeutschen Juden gestellt hat.' Jüdisch-liberal« Zettunz'II. 4. 23. Längerer Bericht über ti« Breslauer Versammlung, offenbar aus dem streife um Rechtsanryalt Foerder herrührend. Lückenlose Reihe von Unrichtigkeiten, Mißoerständniffen und Entstellungen. Jüdisch« R»»bscha» (Zionistisch). 10. 4. 23. Notiz: .Rational deutsches Judentum in Oesterreich'. Wiedergabe einer Notiz des Wiener .Abend', in der erzählt wirddaß ein« .Abordnung hodenständiger Juden' den Führer der Nationalsozialisten ausgesucht und mit ihm Fühlung zum Zwecke eines .gemeinsamen Vorgehens' genommen hätte. Di« Jüdisch« Rundschau bringt dies« Räubergeschichte, an der natürlich Mitglieder unseres Verbände» ganz unbeteitigi sind, mit dem Eingangssatze: .Welcher charakterlose» Lumperei national-deutsch« Juden auch in Oesterreich fähig sind» lehrt folgend« Notiz'. Dieseld, steit»»L 1«. 4. 23. Referat über einen Vortragdes Ziomjstenführers D r. stlt« .Hobrecht und Rakischki . Die übliche» Redensarten zur Verhimmelung des Alljudeatoms »ud Herabsetzung .der naltonalde»tsch-jüdischen Richtung', der wleder einmal .Denunziation der Ostjud«»' vorgeworfen wird- Ansklang: .Ganz Israel bürgt für einander'.