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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1923-03-01 · 2 (März-April 1923) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1923
Issue
2 (März-April 1923)
Date
1923-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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überall geschieht, aufzolreken. B)«r, wie Herr Goldmann, mit' der einen Hand so verblassend diutschkllngende Artikel schreibt und gleichzeitig die andere Hand M» Bettel für das zionistische Dalästinatverk ausstreckt, ist wirklich nicht di« geeignet« Persön-« lichkeit. jjüdischaaUonaler ueberhevttchkeit als berufener Anwalt des Deutschtums entgegenzutreten. Deutscher Offizier-Bund. In Nr. 6 der Bundeszeitschpift vom 24. 3. 23 findet sich folgende Mitteilung der Bondesleltung: Eine Ortsgruppe teilt uns mit. daß das Gerücht verbreitet werde, es sei ein Zusammengehen des D.O.B. mit dem Verband nationaldeutscher Juden geplant, über die! Art des Zusammengehens lei noch nichts zu erfahren, doch stünde der Abschluß der Verhandlungen bevor. An dem Gerücht, von dem wir erst jetzt Kenntnis erhalien haben, ist, soweit der D.O.B. dabei in Betracht komnü, kein wahres Wort. Wir haben an die Bundesleii ung des D.O.B. ein Schreiben folgenden Wortlauts gerichtet: In Nr. 6.bringen Sic.eine Mitteilung .... Wir legen Wert auf die Feststellung, daß an den Gerüchten auch insoweit kein chahrcs Wort ist, als der Verband nalionaldeutscher Juden in Betracht kommt. Lin .Zusammengehen' unseres satzungSgcmäß unpolitischen, lediglich der Pflege des Deutschtums und der Verständigung zwischen nationalgesinntcn Deutschen nichljöüischer und jüdischer Abstammung dienenden Verbandes, dessen Mitgliederschaft sich aus den verschiedensten Berufsftändcn zusammensetzt, mit einer Offiziers-Organisation ist natürlich völlig ausgeschlossen. Demgemäß sind auch von keiner Seite, die mit unserem Verbände etwas zu tun hat, Verhandlungen nach dieser Richtung hin eingelellet worden. Es handelt sich offenbar um eine frei, erfundene Behauptung, über deren — osicnbar mehr gegen den D.O.B. als gegen u'nsern Verband gerichteten Zweck wir nur Vermutungen hegen könnest. Anscheinend liegt ein Manövef aus Kreisens der deutschvölkischen .Konkurrenz' des D.O.B. vor.! Ein wahres Worl.! In der Kritik über ein Buch des Zionisten Dr. Sußnitzki schreibt Herr von Oppeln-Bronikowski in der Di .Sympathisch berührt cs, daß seinem Programm Ernst gemacht gesiedelt ist, während die Mehr nur Verwirrung und Nassendünktl in die Kreise « scssenen Juden tragen.' wenigstens dieser hat und nach 2e> ahl seiner Gesinjiungsgcnossen nserer einge- Antlsemiten-Niecherel. ch. Allg. Ztg,: Zionist mit usalem überiricgerbondeS >en Monaten Der Artikel In dem amtlichen Organ des! Deulschen Reichs .Kysfhäaser', der .Krirgerzeilungl, erschien vor «ini ein Aufsatz .Demaskierung eines llndeutlchen". richtete sich gegen Herrn Dr. Kain Tucholsky, der stnsern Lesern nicht unbekannt ist. Herr v. Ovpeln-BroniLowski! hat in dem viel beachteten Aufsatz .Ossiziersvetze und Iudcnhetze' in Nr. k unseres Mitteilungsblattes iür 1922 (Juli,August-Nummer) die ersprießliche literarische Tätigkeit dieses Herrn in« das richtige Licht gesetzt: der Echristleiter dieses Blattes hat in.einem Nachwort vom Standpunkt unseres Verbandes das Eeinige hinzugesügt »nd besonders den Prolog, den Herr Tucholsky als Theobald Tiger' zu der Kundgebung .Nie wieder Krieg' im Juli 1922 verübt hat, gebührend gewürdigt. Die Spezialität des Herrn Tucholsky in seiner Eigen chaft als ständiges. Mitarbeiter der .Weltbühne' des Herrn Siegfried Iakobsohn,!als früherer Schristleiter des .Ulk' (Beiblatt des Berliner Tageblattes), als Kabarett-.Dichter' Und Spaltensi ller der verschiedensten .deutschen' Presseorgane besteht in d« r Verunglimpfung alles Militärischen, insbesondere in der systematischen Beschimpfung der Offizier«, die im Weltkrieg für drs deutsche Vaterland gekämpft haben. Kein Wunder, daß gestgentlich einmal Inj Lager derjenigen, die nicht zu den Liebhabern der .Weltbühtz,«' und des .Berliner Tageblattes' gehören, > die Neigung sich regt, gerade mit der militärischen Vergangen!»eit dieses ManncS sich etwas näher zu beschäftigen. Das Hit ein ehemaliger Schipper'- Kamerad des Herrn Tucholsky ult dem erwähnten^ Artikel der Kriegerzeitüng gründlich getan. Der Titel des Aufsatzes .Demaskierung eines Alldeutschen' bezeichnet in der Tat tresfend den Isthalt des Artikels. Und, was für uns besonders interessant ist. als Motto hat der Verfasser dem Artikel einen Sah vorangestellt, der sich in dem obenerwähnten Nachwort des Schriftleiters zu dem Aussatz des Herrn b v. Oppeln- Bronikowski findet: .Lin einzig rr Tucholsky züchtet Millionen von Antisemiten'. Der Ursprung dieses Zitates ist durch die in Klammery gesetzten Wort« .Verband nationaldeotscher Juden' bezeichnet. Der-Reichsband Mischer Frontsoldat««, mit d sfem Wicken wir uns ebenfalls schob srtl! »er beschäftigen mußten, hat barcu shin in einem Briese an den D ratsch«» Ävichskriegerbu id Kyfshtuser Verwahrung eingelegt a« gen dies« Zufammenstel ung, wotnrch dem ganz individuellen Falle Tucholsky eine ve rallaemeii ert« antisemitisch« Bedeutung gegeben würde'. (Der Schild', Februar 23. Är. IS).- Sehr zutreffend hat auf dieses Verwahr« ngsschreiben der Vorstand d« s Reichskriegerbundes .Kyfshäuser', Generaloberst von Heerinjen, mit folgendem Schreiben g« antwortet: . Wir können der Aufsasiung, daß der Artikel ,Dee Maskierung eines Undeutschen' in Nr. 4 der iriegerze!tung durch den Satz .Ein ein iger Tucholsky züchtet Millionen von Antisemiten' als ein antisemitisches Propagandamittel aufgelegt werden kann, nickt heitreren. Der Satz ist einer Abwchrkundgebung des Virbandes nalionaldeutscher Juden entnommen. Dadurch, düß n diesem Satze die Abk tzr namhister jüdischer Kreise von der Persönlichkeit des Dr. ll ucholsky, wie sie in dem nachfolgender Artikel gekennzeichnet wird, ai sgedrückt ist, ist von vornherein die Auslegung etter anlisenitijchen Tendenz des Artikels unterbunden. In in in Artikel'ist ' die Konfession Dr. Tuchl iskys nicht erwähnt wo den: es mutz aber berücksichtigt.Werder, daß sie einer großen Anzahl un erer Leser durch Artikel der TageSpresse doch bekannt ist. Durch das Leitwort wird ausdrücklich betont, daß Div Tucholsky nicht etwa als ein Typ des!gesamten Judentums angesehen wcrden dars. e Der Reichskrlrgtrbuud slebl nach wie vor auif dem Sastdpunkt nicht nur politischer, sondern auch konsesyoncller Veulralität. es liegt ihm qollkommen fern, dem Judenhass: in irgend einer. Form Protagandamitlel in die Hand zu giben: wir wissen durchaus zu schätzen, daß auch jüdi che Solisten ihre Pflicht gegen das ^Baterland voll erfüllt Haien. Mit Kameradschaft!! hem Grußb- Dcr Vorstand des Deulsthen RcichSkricgerbundcs .Kysfhänser' I gez. von Hrerintcn, Generaloberst, Präsent. / Was jolgi für uns naiionaldeutsche Jude» aus diesem Briefwechsei? Lediglich die Bestätigung der uns längst.bekannten, aber immer wieder der Interstreichung werten Tatsache, daß cs unter den deutschen Iuien Menschen gibt, derer Empsin ilich- Keit schon durch das Arusprechen deS Wortes Jude' aifgesiachelt wird und die, wei n dieses Wort in irgend einem Zusammenhänge fällt, schlechthin nicht mehr in dir Lage .sind, schwarz und weiß von einander zu unterscheiden! Man sollte meinen, daß die ausgesprochen nichianliseinttijch«' Tendenzs des Zitates aus unserem Mi teilungsblatt für jeden vernün ligen Menschen hätte erkennbar sein müssen. Wir Iudenj und zwar in diesem Falle nicht nur wir deutschsühlenden Juden, sonderst die Juden aller Gesühlsrichtungen sollten sroh. sein, wenn rech! oft durch derartige Zitate vo, Nichtjuden zum Ausdruck gebracht würde, daß Erscheinungen wie Herr Tucholsky nicht mit .den Juden' gleichgesetzt werde i dürfen und daß auch in jüdischen Kreisen für die verderblicke Wirkung, die solche Erscheinungen aus dos Verhältnis der - nichtjüdischen Umwelt zu uns <uden ausüben müssen, Verständnis besteht. Darüber, daß Herr Tucholsky ein Schädling im Deutschtum, ist. scheint auch der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten im Klaren zu sein: dies geht aus seinem eigenen Verroahrunasschreiben hervor. Sollte er nicht auch darüber im Klaren sein, daß Herr Tucholsky ein Schädling am Judentum ist und daß er durch seine widerlichen Erzeugnisse mehr Iudenfeirdschast erregt hat, als zehn Veriände anständiger Juden gutnsochen können? Und hat der Vorstand des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten wirklich gar.^kein Verständnis drsstir, daß die von ihm geübte! Form der Antiscmiten-Riecherei nicht nur ihn selbst lächerlich macht, sondern auch geeignet ist, in nichtjüdischen Kreisen dem Wahn, jeder Jude fühle sich nun einmal in d<m andern getroffen, neue Nahrung zu geben? Wir haben schon früher daraus hingewiesen, dcß in dem AeichSbund jüdischer Frontsoldaten neben sehr vernünkgen und deutschsühlenden Herren auch Zionisten und vor^ allem Zwischenschichtlcr der / bei annten Gattung ihr Wesen tb iben. Sollte vielleicht die Einpsindlichkeit dieser Herren auch dadurch beeinflußt sein, daß .sie e< nun einmal nicht vertragen können, wenn unser Verband von Nichtjuden in zustimmendem löinae erwähnt wird? Im Jahre 1893 ve tapfere Schrift .Schutzjod^ hat damals den Anstoß deutscher Staatsbürger s lassung zur Verössentlichrstr Jüdischen Gemeinde zu. zu Kaiser Wilhelm II. Schutz und Schirm gegjri Raphael Löwenfeld schri Echutzjuden, S aalsbyrger oder Deutsche?!i rt sfcnjlichte Raphael Löwenfeld ' n oder Staatsbürger?' Die zur Gründung des Central-Vst« indischen Glaubens gegeben. >a der Schrift gab eia Beschluß rlin, der dahin ging, eine Abo«», schicken und .den Monarchist n den Antisemitismus anzu" wörtlich dazu Folgendes ZU vibt seine Schri st reins rander »9 um n'. « muv fkhen

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