Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1923
- Issue
- 2 (März-April 1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Vermischtes Achtung: Reu« OftjÄengesahr! Unsere Befürchtung. daß die — zeitweise einigermaßen wirksamen — Verwaltungsmaßregeln Jur Eindämmung des Ostjutzenznstroms sich bald abstumpfen würden, scheint leider begründet gewesen zu sein. Nach eineipMeidung der — getade in derartigen Angelegenheiten stets besonders gut unterrichteten — Bossischen Zeitung steht, dje Wiederauftösung des vor einigen Monaten eingerichteten Preußischen Fremdenamte's und damit .di« Rückkehr zur Dezentralisation' unmittelbar bevor. Mit anderen Worten: An Stelle des leidlich festen Zauns mit nur einem Eingang wird wieder das .bewährte" jviesmaschige Drahtgeflecht aufgerichtet. Wir wdrdcn unser Augenmerk darauf Zu richten haben, daß nicht zu viel unerwünschte Fremde eurch di: Maschen hcreinfchlüpfen. j Zwischen-Geschichtliches. sin dvm^Oriiäriikci des Israel. Fam.-Blaltcs vom 15. 2. 23, der ein von, Oeulschvölkiseden" Standpunkt geschriebenes Buch über.Nasientrunde kritisieren will, finden, fick folgend« Sähe: i Die Prediger wahrer Humanität . - müssen freilich als miüelbccäbt" zurückstchen gegen '.Höchstbegabte" wie Friedrick Wilyc>m l. Die. Freundschaft dieses gekrönten Rohlings un) Despoten können wip Juden leicht verschmerzen, i . . V Wir jüdischen Deutschen sehen in dem Zionismus, «ine Notriurg. und wir wissen, wer unsere rsolierle Jugend . l-rKi-che-shineinstößt, . . . - Wir tragen unser Deutschtum'iMt, Grüpecken naiiona'deuijch -ückjüfnscher Ebarlatane auf dec ^junge, wir baden aber auch .- . . keine Veraniastung, von dev: Wege, den uns rin Sgbiiei Riester vorgezcichnet. um Hnndrreiie adzPveichen.^. . T-- E und wie unauihuitsam, ihr Weg durch , die zionistische .Noiburg hindurch, die nichts alt. ein Kartenhaus ist. zur absoluten Vaterlnndslosd kcit führen muß. Für wen fdas Wesen des gewiß nicht iudensreundlichen und gewiß nicht in jeder Hinsicht sympathischen Friedrich Wilbeim l. .sich im. .Rohtinghaften und Despotischeii" erschöpft, wer nicht begreift, was dieser König für Preußen und was Preußen wiederum für das Deutschtum geleistet hqr, sollte es endlich ausgcben, ig deutscher Sprache Ausläße M schreiben. Die Leser des Israel. Fam.-Blattes werden gegen den Wegfall dieser Ergüsse gewiß jnichts cmzuwenden haben, denn der Reiz deS Blattes liegt jür sie nicht in den Leitartikeln, sondern 'im Inseratenteil, in dem sympathisch: Ostjüdinnen nach .Ncigungs- -ehen' lechzen und geschäftstüchtige Viehhändler sich zur- .Einheirat" erbieten. Tragikomisch aber kft es, wenn Ärtikeljchrelbcr dieser Art Zich-immer wieder aus Gabrirl-Rießer berufen. Wenn Niehrr, der ein echter nationaldeutschr: Jude war. hören könnte, was ür Menschen^ heute seinen Namen mißbrauchen und ihn als Eideshelsev in Anspruch nehmen, würde er sich mehr als einmal im Grabe umdrehen. Kompromißmeierei im Eentralverein. Däs Auftreten des Breslauer Ccntral-Vereins-Syndikus Rechtsanwalt Foerder, dessen eigeuattiges Verhalten wir unter .Verbands-Nachrichten" kennzeichnen, hat lebhäste Erörterungen in dem Preisen der Breslauer E.Ä-Mitglieder hervorgeruscn. Das erwähnte Hauptvorstands-Mitglied -des E.V., das sich unmittelbar nach der Versammlung zur Ausnahme in unseren Verband gemeldet hat und inzwischen unter Lie Mitglieder ausgenommen worden ist, hat in einem an den Vorsitzenden unserer Breslauer Ortsgruppe gerichteten Schreiben nochmals betont, daß cs sich verpflichtet fühle, seinen von dem des Herrn Foerder abweichenden Standpunkt zum Ausdruck zu bringen, und daß er seinen Eindruck von der Versammlung .an dir Zentrale (des C.-V.) nach Berlin berichtet" Habe. 22unmehr sendet Herr Rechtsanwalt Foerder selbst an den Vorsitzenden unserer Breslauer Ortsgruppe ein Schreiben, in dem sich folgende Mitteilung findet: Gestern Abend hat sich eine Vollsitzung unseres Vorstandes mit den Ereignissen in der -Versammlung Ihres Vereins: in 3inständiger Beratung beschäftigt. - Das Ergebnis bestand in der einstimmigen Annahme einer Resolution, die dahin lautete, daß der sachliche Inhalt meiner »Ausführungen nichts enthielt, was den Bestrebungen des C.V. entgegenstünde.. Der Vorstand sprach mir sein Vertrauen aus. Insbesondere wurde mein Eintreten für die zionistischen Regierungsbeamten nicht nur aebilttgt, sondern sogar tm Hinblick auf die Art der Polemik des Herrn Dr. Naumann und die Anwesenheit andersgläubiger Elemente als zwingende Notwendigkeit erklärt. Dätz Herr Rechtsanwalt Foerder subjektiv unrichtig wtedergegeoen Hab«, wir von seiner Persönlichkeit Ästen, Mißverständnis, das nach mancherlei sonst nicht ausgeschlossen erscheinen wü sachheik des Tatbestandes nicht wahrschsel davon ausgehen, daß der Vorstand des C.V. tatsächlich eine Resolution gefaßt hat. Was folgt daraus? We verallgemeinern wollten, wie es gerade uns gegenüber häufig geschieht, könntbi die Formel bringen: .Der Central-Veni einzuwenden, daß sogenannte Zionister: deutschen Vaterlandes lenken und datH dringende Dienstgeschäste besetzte Palästina zu werben und damit im tische Interessen zu fördern." Von so haben wir uns bisher frcigehalten und Zukunft freihalten. Wir wißen nach w die Dinge, die in dieser Resolution zu die Austastung .des Lcntral-Vereins schaumigen eines sehr großen und nirt der L.V.-Mitglieder in jeder Hinsicht wir, wenn wir es nicht schon gewußt anderer C.V.-Mikgliedcr, u. a. des Mitgliedes in der Versammlung selbst die Mitteilungen des Herrn Acchtsanwd vollständig, um zu dem gleichen Ergebiii bezeichnend genug, daß über das Äerh in der Versammlung eine Zuständige und daß Ls zur Abstimmung über die ' ist.,:; Wenn trotzdem, schließlich-die unH> stiMm-g-". angenommen worden ist, so jvicLcr eiittn-ft eine' Reihe von leite C.V. gegen ihr besseres Gefühl und sich der olljüdischen Richtung löblich einen fleißigen Arbeiter, der die nicht zu verlieren und um ja gegenüber t'eä" die hektische jüdische Einheitsfront liefe Kluft, die auch 'innerhalb des Sevtsästühlpude Juden von aüjüdisch trennt, ist wieder einmal durch ein sau worden und die .andersgläubigen Elch wirklich di? deutschen Irften nach eil des L.V. beurteilen wollen, mit Recht schließi-ch doch zusammonhängen wie ds sinnungsopser bcingen, als undcutsch Stammssgenossen preiszugeden. Wir b Breslauer Ortsgruppe und die Betriebst anwftt Foerder aufrichtig, weil nicht, kann,' wie notwendig die Gründung un' L.ulschsrchlcndcn Milgücdcr des C.V., noch nicht den Mut ihrer eigenen Ile werden uns eines Tages dafür dank Kampfe um ihr bedrohtes Deutschtum außen her unterstützt haben. 1 g«! >' Kal i Die Legende von den ostjodischm Bergarbeiter«. Die .Polillker", deren Spezialität judcn ist, pflegen gern auf die große s, arbeiler hinzuweisen. DaS zionistisch I.E.B. meldet nunmehr das L^ebnis angcstellten Erhebung des Verglau-Be Erhebung waren ooir 545 380 Arbeiters hören, ganze 4M Mann .Oftjudcn. .Diese Statistik bezieht sich' nur auf d Bergbau-Vereins es sind aber noch , im Ruhrrevier beschäftigt, die diesem Es ist schade, dMlf keine Andeutung .zahlreich" diese Außenseiter sein i schade, daß die Statistik sich nicht wieviel von den wohlgezählten 4M o,. kommunistischen, syndikalistischen, jüdisch Gegensatz zum Deutschtum -stehende« mög Züdischnationale.Kultur und ihre-Zutreiber. In Nr. S' der C.V.-Zeitung vom Raddiner Dr. Goldman»' darüber auf, nistischet Seite «ine hebräische Schule i Goldmann sagt, - kann von jedem nativ für Wort unterschrieben werden; er zil sich besten bewußt zu sein, aus Na>> nationaldeutschen Juden". Nur das eil« mann zu erwähnen, daß gerade die Leus, es sind, die «s den Zionisten möglich < Boden mR solcher Anmaßung, wie «s gelb ' »K h >»«>!»> I«n Inhalt der Resolution t, kommt nach allem, rdaS rtcht in Frage. Auch ein Vorgängen der letzten Zeit pH«, ist angesichts der Gininltch. Wir müssen älso djer Breslauer Ortsgruppe des angegebenen Inhalts nin wir in derselben Wetsr. aus diesen Kreisen heraus n wir das Ergebnis aus n hat also nichts dagegen di« Staaisgeschäsle des i ihre nicht gerade durch rizeit benutzen, um für gebnts ausschließlich ep.gchnseitigen Formulierungen i werden wir uns auch in e vor, daß die Austastung n Ausdruck kommt, nicht ist, sondern den Ant des schlechtesten Teiles zluwiderläust. Dies hätten Hilten; aus dem Verhalten eswähnten Hauptvorstandserkennen müssen. Aber lt Foerder selbst genügen iste zu gelangen. Es lst alten -cs Herrn Foerder Debatte stottgcfunden hat A>erlrauensfrage gekommen aubliche Resolution ,einfttzibt sich weiterhin, daß rdcn Persönlichkeiten -es en ihre klare Erkenntnis unterworfen haben, um inettsfrage gestellt hatte, .andersgläubigen Elemenausrechtzuerhalten. Pie tandeS dieser Ortsgruppe lenden Zwischenschichtlern es Kompromiß überbrückt nente" können, wenn sie ner einzelnen Ortsgruppe sagen, daß .die Juden" e Kletten und lieber Befühlende und wirkende -jgrußen die Resolutton der ' mkeit des Herrn Rechts- . deutlicher gezeigt werden sires.Verbandes war. Die elbst diejenigen, die heute Üerzeugung finden können, I-ar sein, daß wir sie im vonünnen und auch von die Verteidigung der Ostahl der ostjüdischen Berg- :, von 'Ostjuden geleitete einer im Februar d. I. ejreins Esten. Nach dieser die dem Verein ange- Das I.C.B. setzt hinzu: e Mitglieder des Essener zahlreiche jüdische Arbeiter Verein nicht angehören." darüber gemacht wird, wie en. Und es ist ferner chich darauf erstreckt hat. ^jüdischen Arbeitern einer nationalen oder sonst im Organisation angehören. 1. 3. 23 regt sich Herr daß für Zoppot von ziogsefordert wird. Was Herr naldeutschen Juden Wort kiert sogar, ofsenbar ohne manns Broschüre .Vom e vergißt Herr Dr. Golde seines eigenen Schlages acht haben, ans deutschem ' k nur in Zoppot sondern