Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 7 (September/Oktober/November1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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jüdi Lch eil Studenten zu denken. Für uns ist! die Fragender Zulastung der Ostjuden zur Universität, wieidit ganz« Ostjudenfragc, zunächst eine deutsche Frage . . . AaS eine aber wollen wir äls deutsche Studenten ebenso wie als Juden, daß man die ostjüdischen Studenten gerecht behandelt. Sie Kursen-nicht schlechter behan.delt werden alsanÜere Ausländer, nur deshalb, weil sie,2uden sind. Gegen diese Ungerechtigkeit, die ßanz offensichtlich auch die deutschen Studenten jüdischen Glaubens treffen soll (!!!), wollen wir unS wehren. In dieser Frage vereinigen wir uns mit den nalionaljüdistchen Studenten, die allerdings, bei der Behandlung dieser Frage von ganz anderen Voraussetzungen auSgehe.il, Der Weg zur Verständigung. ' (Aus dem Israelitischen F a m 1 l i e n b l a t l vom 2 8r 9. 2 2s: Ja, w e n n d i c Juden alles» wä/ren ... Das gehört zu den Redensarten, i, mit Vesten /freundliche Arier einzelnen von uns ein s defotdcrcs Zompüment zu niachen vermeinen . . . j-Der 'Gestreichellc empfindet den Schlag nicht, ver gegen die .Zudcnschaft im Allgemeinen, damit schließlich auch gegen ihn geführt wsird. Er hört nur, daß ihm eine Ausnahmestellung -cingerüumt wird, und damit wird der jüdische Antisemitismus lebendig . . Natürlich sollte der Brocken .Hochachtung .zurückgewiesen werden. Et müßte jorort als Angriff entlarv!, mußte mit Hohn.und Spott beantwortet werden. Za. wenn die Juden allf so - wären —l—. - '!- Rur uichls verratenr! -Zn einonC Wiener Zivmslcnblalt geißelt der Theaterkritiker das widerliche Gebaren zwischcnschichtljcher Protzen gcletzenti-ch einer Burgthcater-Premiere. Das Israelitische Famllienvlaii gibt feinelehr.verständigen Worte wieder und hängt ibnenffolgenden -Kommentar an: .Wie werden sich die - , Wiener Antkfcmiten ü b c r d i e j.c grimmige K a p u z i n e r - Pr e d ig I s r c u e nR ' Die Formel, der Zwischenschicht: iAuifatz .Rational und n a ti o n a i i st i s ch' von . Becher: Zü ) i sch - titr? ra l« Zeitung vom 27: 10. -2i: Wenn die Rationalisten des neuen. -Vaterlandes, je sonst als Zionisten bezeichnen, die links^ gern eie Seite des jüdischen Rationalismus darstcllen. >> stellt der Verband der nationaideutschcn Juden,! Her . Las Deu'schtuiy über das Judentum schätzt, die rechts gcrichtete Seite des jüdischen Rationalismus dar. ... LS ist also Mar, daß uns diese völkisch» A s s i m i l i cRu n g immer nxstcr zum Unsegcn gedeihen muß. Nationalistisch ist demnach sowohl die Gesinnung, welche das Deutschtum voranstcllt, ais auch diejenige, welche das Judentum an die erste Stelle letzt. Wahrhaft national ist nur! derjenige, der lick nicht fragt: Deutschtum oder.Judentums som dern derjenige, desien Kulturstrebcn, geistige Richtung,! religiöse Uecerzcugung, kurz, dessen ganze Lebensführung von dem obersten Grundsatz geleitet wird: F,ür Deutschtum und Judentum. Verbrüderung am Nordseestrandech - tvcr a s! a t ka. n g des <ie nirälvcrei ns in ROrder a : o a.-m 14. 8. 22: nach dem Bericht eines V e r s a m m l >, n g s t e i l n e h m e r S.) Erömnung dr Versammlung durch den ^Vorsitzenden Staatsrat Lohn (V o r st a n d s ni i t g) i c d des E V. Unterzeichner . dcS P a l ä st i li a - A u f r U s s), Begrüßung der Anwesenden, Erteilung des WortS ay Dr. Holländer, ,in dem sämtliche Fäden des C. V. zusbistmcnlaufcn': Referat des Herrn D r. H o 11 ä n.d e r j .Die- Stundc der Entscheidung': die üblchen Redensarten! über das Anwachsen des Antisemitismus und das unfehlbare Wittel dagegen: Unterstützung des Centralvereins durch reichliche Geldmittel., D i s K n s s r o n. Erster Redner Herr Nathan Sondtfeimcr, seiner Mitteilung Nach Langjähriges BorstandS-Miglie- . der Frankfurter Ortsgruppe des E. B. Er Habs stets daraus hingewirkk, daß die Einheitsfront gewahrt bliebe. Er fordere immer wieder dazu auf. daß in den Centralverein alle deutschen Staatsbürger .jüdischen G l a u b e n S, a u ch Z i o » i st e ». hineinatzhen sollest. Zweiter Redner Regie rungsrak Goslar (Zionist, Pressechef der preußischen StastsrcgiCrung, damals Inhaber einer Strandburg, die neben der schwarz-rot-goldenen Fahne durch eine blau-weiße zionistische Fahne mt Davidsstern geschmückt war). Er freue sich über Sie Haltung des Versammlungsleiters Stcratscat Cohn und der Herren Holländer und Sondheimer, die immer aus die E! n he ik S f r o n t während kritischer Augenblicke im Judentum bedacht seien. Er hoffe, daß diese H e r r.e n und ihre Anhänge rschaft immer im Centratverein die Oberhand behielten. Anschließend parteipolitsche Ausführungen (der Redner ist Sozialist) mit Ausfällen gegen die 'Judendie sich der >t. .antisemitischen Deutschen Volksj artet' angeschlossen?HStten, Lebhafter Beifall der stark besuch f«n Versammlung. Schriftliche Anfrage an dem Vorsitzenden: ,3p der lkentralverein ein zionistischer Verein?' staatsrajt Cohn i antwortet: Der Centralverein beschäftige sich vorliegend - mit der Bekämpfung deS Antisemitismus. Er trete für die Gleichberechtigung qller deutschen Staatsbürger ein: was für Ostchristen gleite, müsse auch für Ostjuden gelten. Schluß det Versammlung unter Begeisterung und Geldsammlung, j .Unbeirrt deutsches' Alljudentum. , j (CentralverelnS-ZeiluNjg 24. 8. 22. Aus einer Kritik des Herrin Dr. Ludwig! Holländer über Peyscrs Schrift .Der Begriff nationaldeutsch u sw.'). Denn müssen wir feststellen, daß Peyser seine Stellung zu jenjem alten Leitsatz deS Judentums nicht angibk, den wir stlle kennen und asterkennen (!!): .Kol jisroel arewim se bole" (GanzIsrael bürgt e i n er f ü r d e n a n d e r n). Cs scheint mir so, als ov dieses' Gerüst des Judentums von unseren .Nalionaldeutschen' abgebrochen worden sei. Aber dajnn hören sie auf, in Wirklichkeit Juden zu sein (!!) Theorie und Praxis. (AuS den Mitteilungen (P a l ä st i n a w e r tz): Israe b'latt, 9.11.2 2). In d«> sich .Vera x' von Zeit zu jüdischen Einigkeit zum Ausbau für Ausschluß der Zionisten eistlrilt und Keren Hajcssod zu unterminieren sucht . des Keren Hajessod litischeS Familien- C. V.-Zeitung spielt Zeit als Vorkämpfer der von Palästina auf, ikdem er die Position dxS Es ' ' ist Ein sehr Verax wingen, enden einsetzt/ I. 2 2): Ocsterzu verwundern, daß der Cfntralverein es Herr« gestattet, sich dergestalt zu seincck Sprachrohr auszusch obgleich eine - beträchtliche Zahl seiner führ Männer sich aufs aktivste süi den Keren Hajessod Weltoerband jüdischer Stodeasien. (Jüdisches Corrcspondenz-Büro, 20. 1 Die Zahreskonferenz ger jüdischen Studentenschaft in! reich beschloß, die Initiative zur Gründung eincS WeltvsrbandeS der jüdischen Sludentenorganisakionen in allen Weltteilen zu ergreifen. Der Weltveroand soll auf Grund eines Minimalprogramms zusammentreten, damit im -Voraus schärfere Differenzen zwischen einzelnen Gruppierungen vermieden werden. I WaS sie Religion nennen. I (.Jüdische Rundschau, ^Religion und Ratio gegen den Geistlichen der Rabbiner Dr. Coblenz), sch e Religion, sondern Jahrtausenden entwickelte! auffassung, die sich ebeusi Menschen und des Volkes zum Leben dieser Menschen untereinander und in der Verbindung mit ihrem Lande erstreckt. '?Be> Sie (I ü d i s ch - l i b e r a l e Zeitüng, 10. II. 22. Aus satz .Liberales Judentum und National juden tum' von Heinrich Stern). DaS Benenntniszu einer jüdischen Einheit scheidet unS Liberale scharf von der kleines Gruppe der sogenannten .nationaldeutschen Iuhen", sür die die Iuder.- heit als Einheit überhaupt nichts mehr in Frage kommt, und die dieselbe in einer Gruppe vo r Landsmannschasten auflösen wollen, dbei dem eS jedem Einzelnen überlasten bleibt, wie weit er hinter dem Namen Jude einen religiösen oher kulturellen Wert zu bergen vermag, es spielend.! sche Runbschau, 2il. II. 22. Notiz. II. 22. Aussatz von F. L. Polemik Berliner Resormgemeinde ES gibt keime jüdieS gibt nur eine in jüdische (Gesamto auf das .Verhältnis deS Ueberirdischen wie aus daS 7 lernen (I ü d räis haben nen. , .Heble K i n d e r s p i e l e',! . g e z e i ch n c t L.) Wir schon gelegentlich auf Versuche Hinweisen Köndjc so beliebten Kinder-GesellschaftSspiclc in hebräischer Form Herau-Szugeben oder sonst in irgend einer Weise mit jüdischen Inhalten zu perknüpfen, rund so beim Spiel jfidischerriche risch auf ein Kindt einwirken zu können. Wir siegen uns, heule auf zwei besonders gelungene Versuche di/ser Art Hinweisen zu könn, n. ES handelt sich mm zwei Spiele ... ' > / (Abgeschlossen 30. 11.. 22)^ wir und c^ler k. C. In der Mai/Iuni-Nummer unseres Mitteilungsblattes wiesen toir unter .Vermischtes' darauf hin, daß in Würzburg bei der Wahl zum Studentenausschuß der K. L. sich mit den Jüdischnationalen zu einer .Fraktion jüdischer Studenten', also, zu einer alljüdischen Einheitsfront im Kleinen zusammengeschlosfen habe.