Mannheim
Compact Memory

Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1922-05-01 · 5 (Mai/Juni 1922) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1922
Issue
5 (Mai/Juni 1922)
Date
1922-05-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/5438908-5438616-5438746--117-4871110
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Immerhin möglich, geben mir de^c Zuschrift gens« und mit Zustimmung Raum." «ilttär«ochenbl-tt IS. S. 22. Kurzer Bericht über die „Frontsöldaftn"-V«rsaminlung. ,Dt« VortrSge und die Aussprache bewegten sich durchweg in den hergebrachten Geleisen. Bemerkenswerl es bot nur di« Diskussionsrede de» deu lschnationalen Schriftsteller» Harnisch, der auf die Notwendigkeit hinwi r», im Ginne de» Verbandes n. I. einen scharfen Trenimngs- , strich zwischen Ostjuden und undeut chen Elementen Innerhalb der deutschen Juden selbst (Zionisten usii.) zu ziehen. Herr Harnisch bracht« mul die eigenartig! Tatsache zur Sprache, daß dem Borst senden und den Mitgliedern des Verbandes n. I. der Zutritt zu de, Versammlung verweigert worden war' Deutsch« Zeltuug (Völkisch) IS. S. 22. Verhöhnung der „Zeit", weil sie da!» Schreiben Dr. Naumann» abgedruckt und sich gegen txn Lorrdurf des Antisemitismus oerwahrt hat. „. . . U>«d daß sie das eigentlich doch beinah« wollte, das hat ihr Herr Dr. W. N. suggeriert. ... Er sagt am Ans mg seiner Zuschnft: Ihr habt ja Recht; in der Mitte: Es gibt auch genug deutschstämmige Schieber. Und m i Schlich trum »ft er auf: Sagst Du die Wahrheit, danr bringst Du Dich in den Geruch de» Antisemitismus, uni da» gebührt fiij doch nicht für eine Deutsche Volkspartei .. Münchener Neueste Nachricht«, Aemokra lisch) 17. 6. 22. Ausführlicher Bericht über eine Versammlung unserer Münchener Ortsgruppe und den Vrrtrag de» Herrn Dr. Julius Mainzer „Unsere Stellung zum Deutschtum". „. . . Der Redner schloß unter stmkem Beifall mit den Worten: „„Wenn das deutsche Schiff finkt, finke« wir Juden mit. Wir nqttonaldeutsche Juden find gewillt, die schwere Fahrt des deutschen Schiffes mitzumachm in Gedeihen und Verderb; für uns gibt es nur ein:, die deutsche Flagge!"" In der lebhaften Diskussion, i r der , Vertreter aller drei genannten Richtungen zu Worte kamen, wurde nach Verlesen et a'es Sympathie Telegramme» des Notbundes gegen die schwarze Schmac > von Mitgliedern des Verbandes besonders gegen die öt Einwanderung, den Zionismus und rage Beilin. Ihre An wichtigen Unterschied! im (f olgt kurze, tref ende tliche )ie neutralen jüdischen Jugend-Organisationen scharf Stellung genommen, und die Hoffnung auf Zusammenarbeit!» mit dem Ceitralverein d. St. j. Gl. unterstrichen." MilitSrM-chedblatt 20. 5. 22. Briefkasten-Notiz: ,M. M, zeigt, wie wenig bekannt die deutschen Judentum find. . . . Kennzeichnung der Zionisten und Jüdischnattonaleit). Im Gegensatz dazu wollen die lati'onaldeutschen Juden"", die im Vorjahr sich zu oigantfieten begonnen haben, unbeschadet offenen Bekenr tnisses zu ihrer Abstammung und Religion nur Deutsck e sein. Sie bekii« lpfen mit Nachdruck alle internationaleil Bestrebungen!owie Mißstände unter den deutschen Juten selbst.Eie werden daher besonders aus gewissen jüdischen Kreisen heraus (Weltbühne. Freiheit, JLdi chnationale, Terpraloerein d. St. j. Gl,) lebhaft bekam ist." «iiucheuer Zeitung (Parteilos) 2S. S. 22. Ausführlicher Bericht über die! Müi chener Versammlung. Wie Münchener Neueste Nachrichtens ohne den Zusatz bezüglich des Tentralverein». verliuer volkszeituug (Mosseblatt, angeblich demokratisch) 1. 6. 22. Längerer Bericht über einen Diskuffionsabend der ,)Liga Junge Republik", in der vorwiege «d jüdische Zwishenschtchtler der verschiedensten Grade, (Regierungsrat Goslar und Ministerialrat Dr. Bädt), autzerdem einig« Richtjuden gesprochen haben. Stichproben: „Referent Regieruni gsrat Goslar: st>a» Religiös« und Rational« sek bet« Judentum zu einer unzertrennbaren Einheit verschmolzen.!. . Der Versuch Dr. Max Naumanns, di« deutschen Z^tn mm der sittlichen und blutmäßigen Verpflichtung. der Solidarität mit den Juden der übrige» Welt loszul-sen. ist kindlich ausfichtslo», denn er negttrt grade di« besten Eigenschaften der Juden, den Sinn für menschlich« Solidarität und soziale Gerechtigkeit, di« Eigenschaften, dt« den Juden zum guten Staatsbürger machen. . . Dr Paul Nathan hielt es angesichts der historischen Entwickelung für falsch, die Zudenhett der ganze« well als eine Rassengemeinschaft anzusprechen. . Dr. L öwrn - thal wollt« da» Judentum zwar nicht als rein« Rasse, aber als wohlcharakteristerte» Volk anerkannt wissen. Arthur Zickler sah in Dr. Naumann» Propaganda den Versuch eine» Renegaten, der sein« Haut rette« wolle angesichts der tragischen Schicksal«, di« den Juden jetzt vielleicht bevorstehen.Dr. Manfred Georg war mit dem Referenten gegen eine Rassenmischung. Dr. Rath a n hielt eine jüdische Rassenaickledlung in Palästina für schwierig, während der Referent' (Goslar) und Ministerialrat Dr. Badt aus der Förderung der jüdischen Palästina-Siedelung nicht nur für da» Judentum, sondern auch für Deutschland und den menschliche« Fortschritt tm - Allgemeinen Vorteile erhofften." (Der Abend mutz für nationalgefinnte Deutsche sehr amüsant gewesen sein. Die einzigen vernünftigen Worte scheine!« zwei Rtchtjuden HansSiemsen und Fräulein Dr. Anna Siemsen gesprochen zu haben, die sich „mit Goslar» Gegnerschaft gegen Mischehen nicht einverstanden und bei der enjgen Kulturgemeinschaft zwischen Deutschen und Juden irgend welche bevölkerungspolitischen Maßnahmen zur Reinhaltung der Rasten für garnicht möglich und erst . recht nicht wünschenswert" erklärten. Die Schrift!.). Frankfurter-Lcherzeitung (Bürgerlich) 1. S. 22. . ' Bericht! über die Münchener Versammlung. , Abgeschlossen 4. S. 22. BHcherschau- Han» vlilher. Sec Lftsti o Judaica-Philosophisch« Grundlegvng der historischen Situation »es Judentum» und der antisemischen Bewegung. Der weiße Ritter Verlag; Berlin 1922). Ja und Pein. Richtige» und Grundfalsche», Zustimmung und Ablehnung wechseln miteinander fast wie Satz auf Satz folgt. Man müßte wie bei Rudolf Steiner» Echrtsteir Zeile um Zeile darftgen und annehmen oder ablehnen. Falsch ist der stolze Untertitel. Philosophie ist WissyMast. In keiner Hinficht «ft Mützers Buch wissenschaftlich, sein« Grundlegung ist Dichtung, seine Philosophie Weltdichtung und Phantast«. Wer unter Geschichte mehr versteht als die zusammenhanglose Folge von Einzelgeschehnisten, nur abhängig von äußeren Faktoren, vor allem de« Wirtschaft, muß gegen Blühers Geschichtsauffassung, wenn . dieser auch die materialtstisch« bekämpft, seine Darlegung des Verhältnisse» zwischen Geschichte und Wirtschaft zutrifft, dennoch einen scharfen TrennuiPSstrtch ziehen. „Geschichte ist stets mit dem Schicksal de» Volkes verbunden." Gut. Doch der Begriff Schicksal hat bei Blüher eine verhängnisvolle Aufgabe. Mt Schicksal erklärt und begründet! er die vieldeutigste, widersprechendsten Erscheinungen. „DiejJuden treiben Mimikry de» Blute», de» Namen» und der Gestalt. Sie gehört zum Schicksal der Raste." Nicht um Mimikry handelt es fich bet dem Lorgarm, de» Blüh«, so nennt. Es ist «ine tieft inner« Wandlung, die schon seit geraumer Zeit im Gange ist: die völlige Berdeutschuna einer großen Zahl der deutschen Juden, und niemals kann sie rückgängig gemachjt werden. Eine Forderung de» „neuen, echten" Antisemitismus — „der alte stammt au» den Affekten, der neue aus der Erkenntnis" — ist aber die Aufhebung der nernmtntlichen Mimikry. Wie ist bas möglich, da sie doch zum Schicksal gehört? Höchst einfach: die Mimikry wird durch oe« tbensiul» schicksalsbedingten Zionismus, .„ein rein historische, Ereignis", in der Wurzel ausgehoben. Da» Schicksal ««klärt eben alle». .Die Juden steck» da» für dt« Geburt Christi auserwihlt« >olk. Di« Substanz ist dadurch so erschüttert worden, daß st« Seitdem ist da» Volk im Schicksal krank, jeder Jude uv »» mo» eH«M« uHLSLr 13

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.