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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1922-05-01 · 5 (Mai/Juni 1922) · p. Seite 12

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1922
Issue
5 (Mai/Juni 1922)
Date
1922-05-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Echo der Presse:! Mir bitten "um llebersendung aller unsere Bestrebungen betreffenden Zeitungsusw. Ausschnitt«. Di« Schrift!. De, «nker. Berlin (Rational) 14. 4. 22. „Die nationaldeutschen Juden und der U. E. P.-Cohn". Wörtlicher Abdruck aus der Deutschen Allgemeinen Zeitung (»gl. »nser« April-Nummer). Wiener M»rg«»zeit»»g (Jüdischnational) IS. 4. 22. .' „Asfimilantenschreck in Deutschland". Bericht über unser« Bestrebungen mit ausführlichen Zitaten. Im Groben und Ganzen ruhig und sachlich. Stichproben: „. . .Herr Naumann hat die Schwächen de» Assimilationssystems erspäht und er geht mit demselben Elan gegen die assimilatorische Zwischenschicht los, wie gegen di« bösen Zionisten. Beide Gruppen find ihm auf gleiche Weise Bgterlandsfeind«, und während er bei »den Zionisten rin eindeutiges Programm vorfindet, wird er nicht müde, den Assimilanten Feigheit, Unentschiedenheit und ein Lavieren zwischen Judentum und Deutschtum vorzuwerfen. . . . Vielleicht hat auch dieses Getue sein Gutes, > indem es gewissen Schichten der deutschen Juden die Augen darüber öffnet, dah es auf die Dauer nicht möglich ist, in zwei Sätteln zu reiten, und sie zu einer klaren ' Entscheidung an Stelle des bisherigen Lavierens drängt.^ * (Bravo! Die Schrift!.). Da, Deutsche «beudblatt (Völkisch) 2V. 4. 22. Ausführlicher Auszug aus dem Artikel „Jüdische Minister". Zusatz: „Eine so geringfügige Ausnahmeerscheinung, wie das Herr Dr. Breslauer haben möchte, war nun freilich der Antisemitismus vor dem Auftreten Eisners auch in Bayern nicht. Im Uebrigen find wir über die jüdischen Minister, die Deutschland im Laufe der Jahre bescheert wurden, so ziemlich der gleichen Meinung wie Dr. Breslauer, nur möchten tzoir bezweifeln, ob deren Amtstätigkeit für die Juden wirtschaftlich von so geringem Nutzen war, wie Dr. Breslauer zu glauben scheint." D« Bayerisch« Baterkaud (Völkisch) 1. 5. 22. Auszug aus dem Aufsatz .Liegt Berlin in Deutschland?'^ Zusatz: „Herr Dr. Max Naumann sagt hier über das Solidaritätsgefühl der auf der ganzen Welt verbreiteten Rasse und die Urberhandnahme des jüdischen Elements und seiner Macht im Wesentlichen dasselbe, aas schon wiederholt in „„antisemitischen"" Blättern gesagt worden ist und dann von der Presse Alljudas als „„antisemitische Hetze"" verschrieen wurde." (Zur Würdigung dieses Zusatzes vgl. oben den Aufsatz „Wer liefert den Antisemiten Material?" Die Schrift!.). Berliner Tageblatt (Demokratisch) 3. s! 22 Bericht über die „Frontsoldaten"-Nersamtnlung. „. . Harnisch wandte sich gegen die deutschoölkische Bewegung und erklärt« sich mit den Zielen Dr. Max' Naumanns, des Borfitzenden des Verbandes n. I. einverstanden, der zu der Versammlung keinen Zutritt bekommen hatte. Dr. Paul Nathan begründete in Erwiderung dieser letzten! Ausführungen die Verweigerung des Einlasses für Dr. Nauinann damit, datz der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten keinen Äiann in seiner Mitte dulden, könne, der den meisten deutschen Juden den Patriotismus abspreche." (Das Schreiben Dr. Naumanns, in dem Nathan aufgefordert wurde, seine unwahr« Behauptung zu begründen bezw. zu beweisen, hat das Berliner Tageblatt nicht ausgenommen. Die Schrift!.). Berliner Lokal-Anzeiger ^Parteilos, national) 3. 5. 22. Bericht über die gleiche Bersan.mlung: „Schriftsteller Johannes W. Harnisch trat für den Verband n. I. ein, dessen Führer Rechtsanwalt Dr Naumann wegen seines in gewissen Hauptfragen gegensätzlichen Stand- Versammlung leider nicht notwendige Klärung der pstnktes vom Eentralverein zur ztzgelassen worden war. Die Anschauungen, z. B. über di« ostjüdisch« Einwanderung, wie überhaupt über die national« Seite des Empfindungslebens der deutschen Juden konnte auf dies« Wesse bei der gestrigen Veranstaltung nicht herbeigeführt werden." Meitzner Tageblatt (Deutsche Volkspartei) 7. S. 22. Längerer Auszug aus dem Aussatz „Jüdische Minister ".' Nheinisch-Westfälisch« Zeitaag (Parteilos, national) 7. S. 22. Kritik der Densschrift des Reichsamt» de» Innern über die Ostjudenfrage. ,Ien Wert! dieser amtlichen Angaben mag die Behauptung belegen, Hatz es in Deutschland nur S0 000 ... Ostjuden gäbe. Herr Köster wohnt doch in Berlin und könnte sich dort leicht von dem Lächerlichen dieser Angaben überzeugen; yielleicht läßt er sich auch einmal von dem Vorfitzenden des Verbandes n. I.. «r-! zählen, wa^von der Behauptung, nur 10 Proz. der eingewandertM Juden entzöge»! sich der Kontrolle, zu halten sei." Deutsch« Zeitung (Völkisch) S. 5. 22 Abdruck der Aufforderung an Dr. Nathan, deren Aufnahme das Berliner Tageblytt verweigert hat, ohne Zusatz. Die Zeit (Deutsche Volkspartei) 12.! 5. 22. - Das Blatt hatte in der Morgenausgabe eine Notiz „Sie haben's" gebracht, in der geschildert wurde, wie eine „mit etwas galizischem Akzent" sprechende Dame in einem Warenhause 120 Tausendmarsscheine verloren und aus den Vorwurf, dah man mit sg viel Geld nicht so leichtfinnig umgehen sollte, erwidert habe: „Wie haitzt viel Geld? Soviel braucht man doch heutzutage an einem Morgen, wenn man Einkäufe! macht." In der Abends ausgabe folgt Abdruck eines längeren Schreibens Dr. Naumanns, in dem es u. a. heiht: „Wir wissen aber andererseits, dah diese üble Schieber- und Kriegsgewinnler-Gesellschaft, wie sie in Ihrer Notiz an einem Einzelfall recht treffend gekennzeichnet ist, nur einen nicht einmal sehr erheblichen Bruchteil der Ostjuden darstellt, die sich z. Zt. in Deutschland befanden und heute noch zuwandern. Der Rest ist zum sehr großen Teil armes Volk, auf das diese Charakteristik in keiner Weise zutrifft; di« Gefahren, die dem Deutschest auch von diesem Rest kommen, liegen auf einem ganz anderen Gebiet, nämlich dem der meist jüdisch-nationalen Gefühlseinstellung. Eie werden auch nicht verkennen, dah Erscheinungen, wie die von Ihnen gekennzeichnete, Nicht nur aus die östlichen Zuwanderer beschränkt find, sondern dah das Echiebertum auch unter Deutschen nichtjüdischer Abstammung leider heute einen bedauerlich breiten Räum einnimmt. Unter diesen Umständen erscheint es mir und sicherlich allen deutschen Juden, die auf meinem Standpunkt stehen, nicht unbedenklich, wenn ein Einzelvorfall gerade in der! Form, wie es in Ihrer Notiz geschehen ist, der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wird.Sie werden mir recht geben, wenn ich der Auffassung Ausdruck gebe, dah , eine Partei, die in ihrem offiziellen Programm jeden verallgemeinernden Antisemitismus verwirft und sich mit solcher Entschiedenheit, wie es gerade in den letzten Monaten mehrfach geschehen ist, gegen alle derartigen Auswüchse erklärt, alles vermeiden muh, was den Gegnern der Partei einen erwünschten Vorwand liefern könnte, die Partei als solch« als „„antisemitisch"" zu verschreien." Zusatz de» Cheftedakteurs Heinrich Rippler: „Wir stimmen den Ausführungen Dt. Naumanns vollinhaltlich zu, müssen aber auch bestätigen, was ja auch Herr Dr. Naumann annimmt, dah weder der Verfasser noch wir eine verallgemeinerte antisemitisch« Anklage erheben wollten. Da abfr eine Mihdeutung bei gewissen Kreisen

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