Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 5 (Mai/Juni 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- " '> mann zu einen» Exemplar eine« lebenjren Mansche!' ..Raumann muh der Arzt wertenf. ,F8eil Naumann antisemitisch« n Geist in s«iine Blätter gieht. glaubt er, jüdi che Politik zu betreiben, weil er sich wie Ahlwardt mit den Ju >en auseinandersetzt, vermeint ^r, als jüdischer Führer anerkannt zu werden" .Ein Mauschel, wie ihn Herzl sah." „Ein verstudietter Hauptmann, den nur der chiater richtig werten kann." „Ein neuer Don Quichote". „Hemmungslos". „Sein Fall gehört vor ein medizinisches Forum.' Wir glauben »nicht, dah auch der Fall des Herrn Der und Die Dr. Theilhaber vor ein medizinisches 8 orum gehört, gesunde Verstand eines Menschen van Geschmack leidlicher Erziehung "eniigt zu seiner Entscheidung, wiedergegebenen freundlichen Wend, ngmmwürden uns auch nicht veranlassen, über das „NiDrigerhänx en" hinauszuaehen. Aber eine andere Sssite der Sache Moerdient, erörtert zu werden. Herr Dtc. Theilhaier bezeichnet sich selbst a 1 s „Iuden.!,er die historische Wahrheit höher sch itzt als die Tugend, unter ungerechten Anwürfenzu leide n". Wir wollen betrachten, »wie weit seine Schätzung der Wahrheit geht. 1. Von dem Artikel Rosenb;rqs. den er! als „dummdreiste Zeilenschreiberei" bezeichnet, hat yerr Dr. Theilhaber nur einen Absc tzweggelasfen, den letzten. Wir wollen ihn nachholen: „Freunde Einsteins haben mir versichert.! dah dieser selbst nicht nur ein genial;r. sondern auck ein sehr zurückhaltender und besche idener Mensch,-sei. Um so beklagenswerter ist der Reklamekult, der mit ihm getrieben wird und durch den nicht Nur der Glanz seines Namens getrübt, sondern der Stellung der deutschen ^uden in ihrer Gesamtheit geschadet wird. Gogol läsit einmal einen leiner Melden sc gen: „Eewisi war Alexander ein arojer Mann, abe r ist es deshalb notwendig. Stühle zu zertrünsmem?"' Es ist niemals oelchmacknoll. seine Begeisterung dadurch »um Ausdruck zu brinaen. dak man Möbel entrweilchlägt. aber es ist besonders töricht, wenn es sich dabei um den Stuhl hanleelt, auf>dem man selber sitzt. - X Man begreift, warum dieser-Absatz weableiben ..muht e". Sonst hätte ia?err Dr. Theilhaber nicht behaupten könren, Rosenb arghabeEin st ein „entlarv t". 2. Von Dr. Naumann sagt H >rr Dr. Theilhaber, dah er sich „gerne als Hauptmann d. R. ur terzeich ne". Mix bewundern die krstndnnasaab; des ..wabrbeitliebenden" Hprrn. In Wahrheit ha t Dr. Naumann seit seiner Rückkehr aus dem Felde sich , ie - mals mit seinem militärischen Dienstgrade unterzeichnet, obaeschen nan Schi eiben an militärische Dienststellen, militärische Verbund» und mititstrlsche Zeitschriften, im Ganzen vielleicht vie oder fünf Mal in 3'/, Jahren. 3 Van uusereip 'M i t t e t l u n q s b l a t t sagt ..n u r s ch w« r z u oll olsenhar erklärt Herr Dr. Theilhaber. dah man es Gesicht bekommt". Damit werden, warum die Entrüstung ded wobrheitliebtenden Herrn erst jetzt noch 6—7 Monaten aufflammt. Nur vergibt Herr Theilhaber dah ihm die<°>ktobernumrrer die das Treiben an das Militärwocheubaltt am 29. November 1921, also zu erwäb enthält, bereits immerhin auck schon n e n. vor 5 Monattn, von Dr. Naumann unmittelbar übersandl ist und zwar auf seinen eigene», telephonisch ausgesprochenen Wunsch. I 4. Herr Dr. Theilhaber wehrt sich gegen dek Vorwurf. gegenüber den aktiven Offizieren „verallgemeinern ' - Er gibt zu diesem Zwecke die Worte wieder, die er gebraucht haben will. Die Form, in der er sich selbst zitiert, lautet wörjt lich: .,„. . erfaubte ich mir zu bemerken, dah ich selk „Fälle vo nl Feigheit bei aktiven Offizieren" sck losester Art gesehen hatte. „Die geringste Verletzung harmlosestes Änwohlsein, Aerger im Dienst, unbequeme Vorgesetzte waren willkommene Anlässe, um sich aus der Fronte hepauszustehlen, um dann Zahr und Tag gesund und wohlgemut im Ersatzbataillon den weiteren Kriegim dortlgen Kasino zu überstehen!". . Wir wollen mit Herrn Dr. Theilhaber heute nicht darüber streitet,, ob nicht schon in dem, was er gesagt zu haben zugesteht, unzulässige Verallgemeinerungen liegen. N u r u m die Wahrheit, die Herr Hr Theilhaber so schätzt, geht es uns heute. Und um dieser Wahrheit willen müh fest ge stellt werden, dah Herr Dr, Tei!^- haberseineeigenenWortefa^schwiederg i b t. Sie lauten in richtiger Wiedergabe: „Ich selbst habe an der Front niemals so schamlose Fälle von Feigheit beobachtet» wie bei aktiven Offizieren. Die geringste Verletzung . .^. zu überstehen! Insbesondere dasaktivej Sanitötsoffizierskorps hat es m eiste rhaftver st anden, den jüdischen Arzt in den Schützengraben zu stecken und im Hivisiansstabsquartier oder in der Etjappe sich mit denOrden die Heldenbrtzst schmücken zu lassen." Man vergleiche dieses richtige Zitat mit dem — nun. sagen wir: picht ganz richtigen des Herrn Dr. Theilhaber. Wir nattonaldeutschen Juden stehen zu den Zionisten oder wenigstens zu einzelnen Gruppen von ihnen in scharfem Gegensatz. Wer in diesem Kampfe der Angreifer ist, mag man Nachlesen in Naumanns Schrift „Von Zionistssn und Jüdischnationalen" im Kapitel „Der erzwungene Kampf". Gerade in letzter Zeit sind wir wiederholt genötigt gewesen, gegen zionistische Uebergriffe blank zu ziehen, und wir werden dies äuch^ in Zukunft tün, wo es nötig ist. Aber darum haben wir doch unseren Gegnern die persönliche Achtung noch niemals versagt. Man kann sich bekämpfen, ohne deshalb den Schmutz für eine zulässige Waste zu halten. Die Herrsch von der Jüdischen Runds mögen sich überlegen, ob es ein gl licher Einfall war, geradedenW heiksfanatiker Theilhaber zum Fü ihres Stoßtrupps gegen unseren bandzumachen. Jsi ä! Die Lckrilten. von steumann: H? 11 „VM »onskcbeil »m »Ickmmsküen im«-? - ri riM« «li MMsiimi«- z (kchckienen bei 6er Oeutscken Verlaxsxesellscchslt N!lür Politik Un6 Oascliickte m. d. st., kerlin» jj sin6 äurck che l!? /vesedUItpsteUe «le, VerdavSe», verlln V >«S, p? LlllMesI,«»» « ru derieden (Preis lür je6es stell: 8 8 rurü^lick pyrto).