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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1922-05-01 · 5 (Mai/Juni 1922) · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1922
Issue
5 (Mai/Juni 1922)
Date
1922-05-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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e n etasten, die manchen Dtäumern trotz aller Lehren der neuesten Zeit die Begründung eines Judeilstaates «orgaukeln — nur einen Staat kann man gründen, ein Volk nimmermehr — haben wir weder Lerständiis, noch auch in der Not unseres Vaterland«s Zeit oder Geld. Tatsächlich haben wir ja aachneb den erwähntenSchwächlingen und Ei rern noch Rabbiner genug, di« es verstehen, -ihre>>Gemeinde für deutsche Idealezu begLtstern. Daß aber auch in die em Stande der Zionismus seit der Revolution bedrohlich im Zunehmen ist, kann niemand verkennen. Die allgemeine Unzufriedenheit, die bei Nichtjuder sich ger ide auch im Anwachsen des Antisemitismus ausspriht, dürfte die Hauptursache bilden; sie wird durch die Zuwanderung — nicht nur von Juden — aus dem Os en ständig genährt. Auch fürchtet man nicht mchr die Aufsicht des Staates, der früher vielleicht roch einmal einem Manne, bei dem er Mangel an deutschem Empfinden befürchtete, die Bestätigung als Eemeinder ivbiner versagen konnte,. Aber jeder einzelne zionisti'che oder auch nur jiidischnationale Rabbinei und R,ligionslehrer bildet einen Krankheitsherd im Körper! >es deutschen Volkes, der seine Keime nach aller Richtung en hin verstreut und den deutsch empfindenden Mitbürg, rn aller Bekenntnisse die Luft vergiftet. In Zunderte von Familien bringt er schweres Ungemach, irdem er len Eltern die Kinder entzieht, um sie unter Ausbeutung ihrer jugendlichen Unerfahrenheit in Gebie e zu führ n, die ihnen innerlich fremd sind. Aber mehr als dcs: seine Predigt dringt auch aus dem Gotteshaus« hinaus in die andersgläubige Umgebung und erzeugt in den ohnehin mit Vorurteilen erfüllten Eemitern vieler Nichtjuden völlig falsche Vorstellungen über das Behältnis der Gesamtheit der Juden zum deutschen Volk. Unter diesen Umständen darf man die Sefahr nicht gering einkchätzen, die Deutschland und besonders den jüdischen Deutschen von Rabbinern undeu scher Gesinnung droht. Daß etwa ein Rabbiner, de ehrlich erkannt hat, daß Deutschland nicht sein Vaterland ist, ni n auch freiwillig das Feld räumt, dürfte in unserer schwierigen Zeit höchst selten Vorkommen, wenngleich es vom religiösen Standpunkte das einzig Richtige wäre. Darum müssen wir Anderen auf Mittel zur baldigen und gründlichen Abhilfe sinnen. , Da ist die erste Maßnahme die Aufkläiung der gefährdeten Gemeinden, die eigentlich von irnen Herais durch den Deutsch-Israelitischen Gemeindebund erfolgen sollte. Zwecklos dagegen ist es, einen Mann, d«r doch schließlich nur von seiner Ueberzeugung auf den falschen Weg geleitet wurde, durch Warnungen odir gar Drohungen zu einem Deutschen machen zu'wolle«. Solche Leute kann man nicht bekehren, m rn kann f e nur beseitigen. Ein Geistlicher ode c Lehre c, der nicht* gewillt ist, dem Deutschtu in zu dienen, gehört weder auf §e ine deutsche Kanzel, noch auf einen deutschen Lehrstuhl. Er muß auf dem schnellsten! Wege, wen n auch unter möglichster persönlicher Schonung, dahin ", - lenkt werden, sich dort zu betätigen, wo sei l wirkliches Vaterland liegt, oder auf alle Fälle in eine Stellun- . wo er keinen Schaden mehr anrichten kann. Dies zr bewirken, wäre sicherlich Sache der betreffenden Stardesorganisationen. Aber diese haben in solchen Füller noch stets versagt. Sie gehören wohl ebensalls zu der vielen Vereinigungen, die das Wort „deutsch" recht sichtbar auf ihrem Schilde führen, ohne sich je der Pflichten bewußt zu werden, die dies gewtcgtige Wörilein seinen Trägern auferlegt. So wird den fr auch dieser wichtigen Aufgabe sich de Verband n a ti o n a ^d e u t s ch e r Juden wir» men müssen. Die zweite Maßnahme ist der planmäßige Ersatz der zu entfernenden Rabbiner und Lehrer uudeutjcher Gesinnung durch zuverlässige Deutsche ohne Rücksicht auf ihre politische Parteirichilung. Das aber wird nicht s) leicht sein. Denn Deutschland ist nicht reich an Jude«, die sich für solche Posten interessieren, zumal diese nur begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten gewahren. Läzr kommt, daß die bisher ft r nötig erachteten Studien sviel orientalisches Beiwerk enthalten, uin manchen r» ligiöS hochwertigen Stulenten schoß nach den erste « Semestern den Akut verl eren und üMsatteln zu lasse«. Kostet esihnen doch sch in Ileberwinduug genug, aus den entsprechenden „Hoch chulen" zu arbeiten, in dene« man kaum ein Wort richtiges Deutsch hört, da das ostjüdische Element, das immer schomdie Weisheit gepackter zu haben vermeint, se n Eastrecht bei uns schmählic) mißbraucht, um sich zu ei>«er Herrschaft aufzuschwinger. die Gesittung und Takt ulq unnötigen Ballast ansiehi. Zu bewundern bleibt es sivigesichts Vieser Ver.hä tnijsc, daß poch immer weite Kreise der unbedingt deutschen Judenheit aus reiner Eutmüligkeit für solche .Hochschulen" Unsummen aujbringen, ohne die diese Ausbildungsanstalten längst eingegangen wären, cmstat: kraftvoll für die Errichtung einer jiidisch-theolotzischei: üt - n zu: solch : n" fü die deutschen Hochschulen geltenden Gepflogenheit«:« zu fügen. Und schließlich gilt es, die Gemeindebe Hörden in einer solchen Zusammen setzung zu-erhalten, daß für ihrWirker im deutschen Sinne ebenso wie inlrich tig verstandenen« religiös-jüdischer Gei st e Gewähr geschaffen ist. V o n j ^d e n Kandidaten für ein verantwortliche« Gemeindeamt verlange man ein ganz unumwundenes und unverklausulierte« Bekenntnis zum Deutschtum; mart be gnüge sich keinesfalls mit den Eingangs gekennzeineten allgemeinen Redensarten. Der Zionismus stell« sich genau wie der Kommunismus in Gegensatz! zum Volksbewußtsein. Wer ihm änhängt, braucht gewiß kein schlechte): Mensch zu sein, aber ein deutscher Mensih ist er eben nicht und nur für solche ist Platz in einer^eutschen Gemeinde, gleichviel welchen Elzuben. Mögen alle anders Empfindenden eigene Gemeinden bilden mit Führern, Geistlichen, Lehrern nach' eigener Wahl Die deutsche jüdische Gemeinde muß deutsch bleiben; ihren Rabbinern ,muh die Pflege des Deutschtums eben so heilig sein, wie den christlichen Amts brüdern. Nur so werden unsere Gemeinden, wie es ihre Pflicht ist, zur Aufrichtung unseres tief genug gebeugten Vaterlandes beitragen können Fakultät an irgend einer staatlichen Universi möglichst nicht. Berlin oder Breslau, die ohnehi Ghettobildung neigen — einzutreten. Eine Fakultät hätte sich natürlich in allen Dingen d« > Feder deren Der Stimmen vom anderen Ufer. Wir führen hier die Aufsatzfolge aus der verstöndigungsbereiter Nichtjuvenfort, mit . Abdruck wir im April-Heft begmtnen haben. Verfasser de» folgenden Aufsatzes 'ist derselbe Heu, -von dem es im Bericht der T. V -Heilung über die Versammlung des Reichsbundes Mischer Front loldaten heißt: „Einen beinah amüsanten Zwi tchenfall ergab da» Auftreten de» Redakteurs am Lokal-Anzeiger und ehemaligen'Pressechef» Kapp », ..di» des Herrn Johannes W. Harnisch, der für Jd««n Dr. Max Naumanns Propaganda zu machen

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