Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 4 (April 1922)
- Date
- 1922-04-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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'den nde i kie rr ui würde zur völligen Isolierung der führen, er würde eben diejenigen Zustä wir vermeiden wollen, und — mindil gehend — dem devtschvölkischen Antise Liege verhelfen. Man wird meine Behauptung für trieben erklären und wird eine List« Männer und Frauen aufstellen, die du Tat bewiesen haben, wie neutral od; wollend sie den Juden gegenübersteher nicht daran, daß es möglich ist, eine solch menzustellen. Vielleicht würde sie sogar hunderttausende von Namen umfasse würde sie beweisen gegenüber den Mittig Millionen Deutscher, die aus ihrem kein Hehl machen? Und wie würden tausende auf die Bildung einer jüdisches reagieren? Sie würden, nachdem sie e Vermittlung gewagt hätten, sich — v willigen Herzens, aber einer Notwendig — in die Reihen ihrer nichtjüdischen M Denn darüber möge man sich keinerlei geben: jeder Kampf bringt Taktlosigkeit und Grausamkeiten mit sich auf beider sich seines Lebens wehrt, kann nicht ein Hieb gelegentlich fehlgeht und eim trifft. Unfern Gegnern werden solche wesentlichen Schaden zufügen können, sie auch die Wenigen entfremden, die uns gehalten haben. Es ist eine bittre Wahrheit, die ich es ist nötig, sie auszusprechen, um den Hdischen Einheitsfront zu bekämpfen. So sollen wir denn dem wachsend^ mus hoffnungslos zuschauen, die Flutgn und tatenlos warten, bis sie uns Durchaus nicht! Der Antisemitismus ist eine Regel, die ohne Zweifel viele läßt. Es gibt kein sinnloseres Wort, brauchten Satz, daß die Ausnahme die Die Ausnahme beweist vielmehr, daß züsammengefaßte Summe von Tatsach Wirklichkeit, aber keine logische Notwey wäre sinnlos, nach einem Dreieck zu ke/summe nicht zwei Rechte betrüge, zu hoffen, daß der Antisemitismus in Ende nehme, welches er verdient. Um beschleunigen, ist es notwendig, daß w derjenigen stärken, die dem Antisemiti» verfallen sind. Das geschieht nicht daduri Abwehrfront bilden, sondern daß wir Gesinnung ohne Zudringlichkeit, aber und ohne falsche Scham zeigen und jeder „Antisemit" ist böswillig. Schon samkeit des Verbandes nationaldeutsch das jedem, der mit offnen Augen du an zahlreichen Beispielen bewiesen, teristisch, daß erst jüngst ein Mitarbe zeituna in einem Aufsatz: „Jüdische Judenfrage", nachdem er Max Naumaü Veröffentlichungen des jüdischnationgl Emil Lohn, Jakob Wassermanns und aggressiven Zionisten angeführt hat, kommt, „wie falsch es wäre, von Juden als eine einheitliche Masse Fühlt man nicht, daß dies schwache zont zwar noch nicht den Sonnenaufgc und besseren Tages bedeutet, aber dock Zerteilung der Nebelwand, die unsex tschen Jlfden schaffen^ die stens vorüber nitismus zunt maßlos übernichtjüdischer rch Wort und r sogar rpohl Ich zweifle e Liste zusamnde, vielleicht n. Aber was nen und Abcrsflntisemitismus diese Hundert- Abwehrfrant aussichtslose elleicht wider eit gehorchend tbürger stellen Täuschung hin en, Mißgriffe Seiten. Wer oermeiden, das n Unschuldiger ißgriffe keiner s aber wetder bisher noch zr verkünde, Wahnsinn als di sucke aber deu i Leu I I abei einei n Antisemiitis steigen scher verschlingen? in Deutschland ilusnahmer zu den viel miß Regel bestätige, e in der Rege en zwar ein; digkeit sei.! Eu n, dessen Wirres ist erlgubi Deutschland da» dieses Ende zu ir die Stellung mus noch dicht ch, daß wir ein: unsre der tsch: H selbstbewußt betätigen. Nicht die kurze Wir! er Juden iqt Hs Leben g, h Es ist chara ter der Kriuj Sseußerungen zur n erwähnt and en Rabbiners eines besonders dem Schluss scher Seite d zu behandeln chten am Höring eines neuen immerhin eir e e nichtjüdischen 7 / Mitbürger bishej: verhindert hat und zuM Teil'noch verhindert, unser Wirken und Wesen mit unbefangenen dkugenzu betrachten? Darum müssen wir denjenigen „Antisemiten", die unter dem Zwange ihres Vorurteiles stehen und oft selbst darunter lewen, es gibt solche — in taktvoller Weise unsere Hand reichen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich über unsre Bestrebungen und Ziele besser zu unterrichten, als sie dies bisher l konnten. Unsre Kritik darf vor den eignen Stammesgenossen nicht haltmachen. Wir müssen unfern Nichtjiidischen Mitbürgern beweisen, daß wir Schädliches und Häßliches verdammen, auch wenn es von jüdischer Seite kommt. „Abbau", nicht „Abwehr" des Antisemitismus, dieses Wort Naumanns, ist es, das und den Weg in eine lichtere Zukunft weist. Nichts aber würde uns diesen Weg hoffnungsloser versperren, als die Bildung einer „jüdischen Einheitsfront". ' - Stimmen vom anderen Ufer. I. Dorspruch. „Schoy hat man am anderen Ufer unsere Arbeit bemerkt, schon regen sich auch drüben <! geschäftige Hände. Von beiden Seiten wächst die Brücke über den Strom. Baut weiter und jagt die llnfugstifter fort, die uns bei der Arbeit stören." - Wenige Monäte sind vergangen, seit wir diese Worte schrieben. Man mag sie Nachlesen im „Programm der nationaldeutschen Juden", in der ersten Nummer unseres Mitteilungsblattes vom September/ 192l. Wir können zufrieden sein mit.der Arbeit, dieseithergeleistet wurde, geleistet auf oeiden Ufern des Stromes. Von beiden Seiten ist die-B rücke g e - wachse.n. Noch hat sich die Lücke nicht geschlossen und noch werden Jahre vergehen, bis sie sich völlig schließt. Aber schon sind die Arbeiter zu beiden-Seiten sich näher gekommen, so nahe, daß anfeuernde Zurufe herüber und hinüber dringen, daß selbst das Geheul der Unfugstifter sie nicht mehr zü übertönen vermag. Noch klingt uns manchmal „fremd vor'm Ohr", was von drüben schallt. Einmal fast zaghaft zweifelnd, ob wir auch stark genug sein werden, die saure Arbeit zu schaffe». Ein anderes Mal fast zu aegenwartsfreudig, als könnte schon morgen die Brücke vollendet sein. Aber nicht so belanglosen Beiklang lasset uns erlauschen. Auf den Erundton wollen wir hören, den Erundton der ehrlichen Schaffensfreude, der aufrichtigen Hoffnung, daß eines Tages die ArbSit vollendet sein wird, daß eines Tages die Werkleute von hüben und drüben sich werden die Hände reichen können. > Bautweiter! . 7 Max Naumann. II« Deutsch« Erziehung.! Brief'eines ehemals aktiven Offiziers. Sehr verehrter Herr Doktor!! - Aus meiner großen Anteilnahme an der Ueberbrückung des Gegensatzes Jude-Germane heraus möchte ich Ihnen gern einmal meine früheren ünd heutigen Beobachtungen über die Eeaenfätze mittejilen, die ich in dem Benehmen junger Juden und junger Germanen in der Schule und Familie fand. Ich Hape nie einen faulen Juden gefunden! Das iss ein gtoßes Minus in der Erziehung. Nicht, daß ich der absoluten Faulheit das Wort reden will, nein, ober jener jugendfrohen Unbekümmertheit um den morgigen Tag.I Jener Lust am Spiel, am Sichaustoben in freier Luft bei jedem 3