Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 3 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/5438908-5438616-5438742--087-4871082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2. zum Mitteilungsblatt des indes ge ttonaldmtscher Juden e. V. Geschäftsstelle: Berlin W Zs, Bliimesbof y — ^ahr>iaiig i>)2 2. -?,r.; — Echo der Presse. vsrbemerknna: Wir bitten um regelmäßige Uebersendung ältest Zeitung»- und Zeitschriften-Ausschnit e, die sich ot» f unseren Verband, unsere Bestrebung« « und die vor dem Verband oder im Sinne de» verband«» vjs» einzelnen Mitgliedern veröffentlichten Schliffe a beziehen. Insbesondere find uns A »»schnitte ar s i weniger bekannten Provinz- und Lokalblattes!! >, Organen religiöser oder politisch«: Eonderrfftungen usw. erwünscht. - Die Schiistleitung. kt. E. Blätter Januar/Februar 22. ' Artikel eines Herrn Dr. Fritz Goldschm dt, der, nah seinem Verständnis für unsere Bestrebung;n in Verbindung mit den Anfangsbuchstaben seines S amens zu inteilen, mit dem Verfasser des in der Fe iruar-Siumw r unseres Mitteilungsblattes wiedergegeber en „Gedicht! " aus dem Israelitischen Familienblatt (zezeichnet mit F. Sdt.) identisch zu sein scheint. Der Kritiker „würdig " die Schriften Raumanns in Verbindung m it der Echmä )- schrift des Herrn Eisfeld, die er „besonixrs wertvoll" findet. Als Stichproben zur Kennzeiö nung: ,^Du» Deutschtum, das er predigt, ist doch lediglich Produkt d:r deutschnationalen, völkisch-reaktionären Anschauung, und daß auch jene Mehrheit des deutschen Volk:», di« sich zum Zentrum oder zur Sozialdemokratie bekennt, für die lkestaltung des Begriffes „deutsch" eine Bedeutung hal«, läßt er nicht gelten. Armer Goethe! Milßte er fich d«m krittschen Blicke Raumann» stellen, er hfft« da» Recht auf sein Deutschtum schon verloren!.Bon d«m grotesken Gedanken aber, daß die Unterstützung de» Ha- , läftinaaufbau» deutschfeindlich oder wenigstens nicht n it wirklichem Deutschtum vereinbar sei, kann er nicht obkommen." Glücklicherweise ist der Geist dieses Krit kers und seines Meisters Rabbiner Goldmann nicht der tieist de» K. I. Es fehlt nicht an Anzeichen dafür, daß nan in w«it:n Kreisen des K E. der Führerschaft diestr Herren schm stark überdrüssig ist. Deutsch« La Plata Zeltnntz, Bueuo» Aires 2 22. Wörtlicher Abdruck des Artikel» von Friedrich Hussa rg „Bon deutschen Juden" aus der Täglihen Rundfchlu (»gl. die Zanuar-Rummer unseres Mitteilungsblatt«). La reib»»« Iui»«, Paris (Organ der in Frankreich lebend « Ostjuden) 10. 2. 22. Längerer Aufsatz ,T>ie „„wahren Deutscken"" Wrd die ystjuden" von I.O.Lsvine, der Herrn 2 >r. Paul Rath, in Und seinen Freunden nicht fernstehen dürfte. Die üblich « Gedankengänge, wie sie von den Zwische,schichtlern aller Länder gegen jeden vorgebracht «erden, der einer unl eschränkten Zuwanderung von Ostjuden i licht rückhaltl r» beiftimmt. Die Schlußsätze, di« von Rutha» persönl ch geschrieben sein könnten; lauten: „Der <»rLnder der rationaldeutschen Grupp« hat «ine groß« p »litisch« (!) Saivität bewiesen, indem er glaubte, so di« Judenfro ge auch nur für einen Teil de» deutschen 'sudentums lA m (!) zu können. Man braucht nicht hinzu «fügen, daß i i«! Grupp« Raumanns' auf keinen nennenswerten Erfolg »nter dem deutschen Judentum reHnen kann. Trotzdem icrdient die Bildung dieser Grupp« hervorgehoben zu verdeck^ als ein Symptom des jetzigen Geisteszustände» xr deutschen Juden." Zehlendorfer Anzeiger (Völkisch) 15. 2. 22. Bericht über eine völkisch« Versammlung, an deren Einierufung auch der Verband nationalgefinnter Soldaten beteiligt war. Der (ungenannte) Referent soll u. «.'gesagt haben: „Bon diesem Gesichtspunkt au» muß man den Verband nationaldeutscher Juden betrachten, solche Pereinigungen diznen nur dazu, dem Deutschen Sand in jdie Augen zu streuen, dienen nur zur Verschleierung der jüdischen internationalen Eouoarität. Hierzu kommt, daß Treue, Ehre und vornehme Gesinnung dem Juden wesensfremde Begriffe find." Wir haben diesen Erguß einem deutlchnationalen " Schriftsteller. Redakteur einer rechtsstehenden Zeitung, zugänglich gemacht, von dem wir irrtümlich annahmen, daß er dem Verband nationalgefinnter Soldaten nahesteh«. , Auirzug aus seinem Antwortschreiben: . . „Es! liegt eine Verwechslung mit dem Nationalverband deutscher Offiziere vor. Zn ihm sind zum Teil auch wild« Hakenkreuzler vertrettn: derartig katastrophalen Blödsinn. wie den Inhalt des Vortrages habe ich aber dort Gott sei Dank noch nicht kennen gelernt. Im Uebrigen glaub« ich. daß gegen derartig« Erscheinungen nicht viel zu machen ist. Die llnunterrichtetrn, die die Politik zum ersten Mal in hakenkreuzlerischer Auffassung kennen gelernt haben, schwören umso selbstverständlicher zu dieser Auffassung, als ihnen so mit einer Hippen und klaren Formel alle politischen Fragen auf» herrlichste gelöst werden. Ich glaube, man wird, hier im wesentlichen neben Einzelaufklärung, zu der ich die Gelegenheit nicht zu versäumen pflege — die Zeit wirken lasten müsffn D!aß Ihr Verband sich jetzt z. B. wieder m . aller Verve gegen die Palästinas«« langen eingesetzt hat, derartige Einzel tatigungen'werden allen. Halbweg» Ei süchtigen auf die Dauer ja zeigen, wie d Hase läufig Auf die.ganz Uneinfichtigen wird verzichten müssen, aber da» ist ja schließlich in allen Dingen so." Diesen vernünftigen Worten ist nichts hinzuzufügen. Der Attchswart (Völkisch. Graf Reventlow) 18. 2. 22.! 8 Spalten langer Aufsatz ,Hilden als Deutsche." Reißt aus einem Schreiben unsere» Verbandes ringeln« Sätze au» dem Zusamtnenhang und erörtert sie, ohne den Zusammenhang anzudeuten, mit den üblichen Argumenten. Di« Zumutung, unser ganzes Schreiben abzudrucken, findet er „mehr jüdisch als nationaldeütsch". Seine eigen« Art, herausgrristen« Sätze zu behandeln, erscheint ihm offenbar garnicht „jüdisch". Im Uebrigen ist der Artikel in der Form sachlich. Daß wir „auf den «ersuch. Herren seiner Geistesrtchtung von der tatsächlichen Unrichtigkeit seiner Anfichte« zu überzeugen, verzichten", ierkennt Re- »enllow an. Schlußsätze: Hede Erscheinung muß bekämpft «erden, «elch« geeignet ist, den Deutschen p> vrrschleiern, daß fi, von Juden beherrscht «erden, daß sie ihr religiöses und kulturelle« Innenleben und Anßen-