Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 3 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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s er oder kaum, verschleierter Form dem Ausland zugeleitct werden soll, und, was noch schlimmer ist, um die Seelen junger Menschen, der Kinder deutschfühlender Eltern. Ob das Geld sehr reichlich strömen wird, bleibt abzuwarten Trotz aller Opferwilligkeit der deutschen Zionisten werden sich die fremdländischen Organisatoren allmählich überzeugen müssen, daß aus dem verar 'n Deutschland für ihre Zwecke nicht mehr allzu ri.. herauszuprcsten ist, obwohl auch deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens, die nicht Zionisten genannt sein wollen, gefühlsfrcmd und einsichtslos genug sind, selbst hier^ wieder mit den Jüdischmationalcn die berühmte „Einheitsfront des Judentums" zum Nachteil des dentschcn Vaterlandes zu bilden. Aber Seelen werden sie wieder fangen, die zionistischen Rattenfänger, unzweifelhaft. In der überhitzten Atmosphäre der Massenversammlung, u dem Trommelfeuer der oft erprobten Argumente demagogischer Redner wird das Deutschtum vieler jünger Menschen zusammenbrechen, denen nicht schon vorher durch Exerzieren im Feuer die Nerven gestählt sind. Am Exerzieren im Feuer hat es bisher gefehlt. Denn solche Hebungen kann nur der leiten, der selbst kampfliichiig und kamvfgewillt ist, der die Listen und Schliche des Feindes kennt und ihnen zu begegnen weist. Wenn die zionistischen Rckrutenjäqer auch unter den Kindern deutschfühlender Juden so reiche Beute machen, liegt es nur daran, dast die Eltern und Lehrer, w?lt- / liche und geistliche Lehrer, die Größe der Gefahr stets unterschätzt haben, ja sie auch heute noch unterschätzen. Mancher nationaldeutsche Jude hat vertrauensvoll angenommen, sein Kind könne garnicht anders fühlen, als er selbst, und das angeborene Gefühl laste sich nicht unterdrücken. Das war gewiß im Grunde richtig gedacht und das Wort, daß die Natur' sich schließlich durchsetzt, auch wenn man sic mit der Mistgabel aus zutreibcn sucht, isi heute noch so wahr, wie einst zur Zeit dcs-Horaz. Aber ebenso wahr ist. daß man dem jugendlichen Menschen, der nicht rechtzeitig erweckt, gewarnt und gefestigt worden ist, mit Leichtigkeit Gesinnungen ausschwatzen kann, die er, sich selbst täuschend, lange Zeit für echte Gefühle hält, und deren Hohlheit und dem Kern seines Wesens iricht anstehende Fremdheit er erst durchschaut, wenn schwere Jahre der Enttäuschungen rmd Seelenkämvfe hinter ihm liegen, wenn er seine Eltern, seine wahren Freunde und sein wahres Vaterland verloren, häufig genug unwiederbringn.g verlorcU hat. Wer das junge Geschlecht zur Erkenntnis der Gefahr erwecken will, muß erst das Geschlecht der Ellern erwecken. Aber viel zu viele von diesen wollen garnicht erweckt sein. Sie blicken den lästigen ^.orer unwirsch an und wenden sich ab, um behaglich weiter zu dämmern auf ihrem mit biegsamen Worten - und durchgewalkten Pseudo-Gedanken ausgcstopktcn « Schlummerkissen. ' In der geistigen Trägheit der älteren Generation ' deutscher Juden liegt die Gefahr, die. in letzter Linie das ganze deutsche Vaterland trifft. Gewiß sind unter diesen Eltern und Lehrern nicht wenige, die selbst — häufig unbewußt — mit jlldischnationalem Empfinden so durchsetzt sind, daß sie bei bestem Willen sich zum Kampfe gegen die zionistische Gefahr nicht aufraffen können. Aber der andere Teil, der sicherlich nicht kleiner an Zahl ist, rafft sich nur deshalb nicht auf, weil es ^-so viel bequemer ist, sein Rißlein in ausgefahrenen Geleisen trotten zu lasten, als querfeldein sich den,eigenen Weg zu suchen. Diese Leu e haben von,Jugend aus nichts anderes gehört, als daß gegen den gemeinsamen Feind. dcU sie Antisemitismus nennen, alle Juden zusqmmenftchen müßten. Sie können sich heute ans reiner Denkfaulheit nicht entschließen, in reiferen Jahren noch einmal umzulernen un» die Erkenntnis in sich aufzunehmen, daß unter ihren jüdischen Stammesgenosten ihre bittersten,;efahrljch,len Feinde zu finden sind, während manche ' Nichtjude, den sie als Antisemiten verschreien, wpU er hier und da das Ge bahren jüdischer Persönlichkeiten und jüdischer Kruppen beim rechten Namen nennt, zu ihren natürlichen Bundesgenossen gehört. Sie kleben an dem hergebrachten Feblgedankeu der „jüdischen Einheitsfront", sie verbünden sich mit Menschen, die ihnen im Kern d«<- Wesens fremd und feindlich siizd, und sie wundern sich noch, wenn sie darüber ihre wahren Freunde, ja ihre eigenen Kinder verlieren. Vor einigen Wochen war Professor Dr. Chajim Weizmann, der Präsident der zionistischen Weltorganisation, in Berlin, ein in London lebender Ostjude, dqr durch Geschicklichkeit und Hingebung an seine Sache dre Iüdischnationalen aller Länder trotz mancher in-! nercn Gegensätze zusammenh ist von dem Vorstand dischen Gemeinde of worden und der Vo meindercpräscntant beraler Jude, der n Z i o n i st seinwill, hat an ihn gerichtet. Hat ilt. Dieser Mann der Berliner j ii - iziell empfangen rsitzendeder Ge^ : n. e i -r religiös l i - ichts weniger als Begrüßung-s worte sieser Mann, haben diese Vorsteher der größten Gemeinde Deutschlands wirklich! kein Verständnis dafür, daß ihr Verhalten ein Schlag! in das Gesicht des deutschen Volkes ist? Die jüdischen! Gemeinden sind Kultusgemeinden. Ihr Arbeitsgebiet , umfaßt nur religiöse Dinge und solche, die mit dem Kultus irgendwie zuiamenhingen, wie gewisse Auf- , gaben des Lehrfachs und die Pflege der Wohlfahrts-! einrichtungen. Und die solchen Kultusgemeindc. in! Geistesrichtungen vertreten siird, die aber trotz reichlicher jiidischnationaler Einschläge doch immerhin eine deutsche Gemeinde bleibt, halten es für zulässig, einen Fremden offiziell zu empfangen, der nach Deutschland zu dem ausgesprochenen Zwecke kommt, für eine ung^wählten Vertreter der alle Gefühls deutsche, dem Deutschtum sch Ich weiß nicht,'ob Professor ist: viele seiner Anhänger sprachen antireligiös Aber 1Srr»»k«»rrI. 8«bMIrikrr: Dr, Mar Na» IN-uw, kl>arl»är^^^>r»«k - / - Bullae, Jlcclame-Dro-krrri Gearß Marco«. Derto kr. 8rraIaoer 8tr. einer und übliche Sache zu werben! Weizmann selbst religiös sind bekanntlich ausgeer mag selbst ein religiöser ' Hortsrtzung r. Prilazc