Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 3 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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gewisse Hakenkrcuzritter behaupten die jeden „schwarj" a::ssehcnden Ausländer der Einfachheit halber für einh r Hilden erklären und demgemäß an röbeln, wenn sie znsällig in der Mehrheit find. Tatsäch ich stellt von den aiw Rußland, Polen und den angrenzenden Vaterländer« zuwaudernden^remden das ostjtdische Element m r einen durchaus nicht überwiegendeil Bruck teil dar, uns obwohl uns nationaldeutsche Judö n das in politische, geschäftlicher und gesellschaftlicher öeziehrng oft Höch t bedenkliche Gebühren gerade der O tjuden wegen seinc r Rückwirkung auf unsere eigene Stl ung besonders peil - lich berührt, müssen wir gerechter«» ise doch zugeben, da; das Verhalten der slavischen f/remdlinge aus den Osten den mit starkem Heimatgefühl ausgestatteten Deu - schon nichtjüdischen oder jüdischen Z tamme; sehr häufi; in mindestens gleichem/ Matze abstö >t. We in wir übei - all russische, polnische; tschechische und soistige fremtsprachige Firmenschilder sehen, weni überall Zcitunge i mit uns unverständlichem Text vor unseren Augen en - faltet werden, wenn aller Orten Erotz- und Kleirbühnen aus dem Boden schießen, du in fremden Zunge i mehr oder weniger einwandfreie Kunst verabfolgcr. wenn wir jeden Uebertag von reihtS- oder linkspol - tischen Umtrieben hören, die von mitten i l Berlin g<- legcnen Hauptquartieren aus n< ch den, Osten chsvonnen werden, — wenn wir all, n diese r Ausland«- ^zauber erleben und dabei als gesittete Äuripäer mrser; gelegentlich aufkeimende Reigunc zum Dazwischer - schlagen im Zaum halten müssen dann überschleicht uns alte Berliner schließlich jenes befühl der Unsicherheit, das jeder kennt, der einmal a-s nicht ganz sattelfester Landes- und Sprachkenner im Ausland' umher gewandert ist. Wir beginnen uns fremd?u fühlen i / unserer eigenen Heimat und die Frage: „Liegt Berli / noch in Deutschland?" bekommt für uns mrlen Sinn, der nicht mehr rein scherzhaft ist. Zu den fremden Elementen, die uns von dem Zu sanrmenhang mit dem Heimatboden «ibzudränger drohen, gehört auch eines, das keinem andern am Ge fährlichkeit für das deutsche Volkstum nnchsteht unl trotzdem seltsamerweise gerade nach dieser Richtung hi> noch immer nicht richtig gewürdigt wird. Das jüdisch ^nationale Element ist ein Fremdkörper i m dehtschei Volke, wie nur irgend eine Gattung ausländischer Zu Wanderer, aber es überwiegt sie alle an Schädlichkeit Denn während jene anderen fremden Pflanzen jhnseitder Erenzpfähle wurzeln und nur schmarotz mde Triebc zu uns herüberranken, hat das jüdischnationase Ge wächs in unserem eigenen Boden Wurzeln geschlagen mit denen es Kräfte aus der deutschen Erde saugt, unl emsige Gärtner arbeiten daran, die Verwurzelung nom fester zu gestalten. Der Russe, Pole, Rumäne, Tchechel auch der aus einem dieser Länder stammende Jude, is doch immerhin Ausländer, den man schließlich-aus^ weisen kann, wenn er es gar zu toll treibt, so viel« Rücksichten das einst so stolze Deutschland auch bei der artigen Maßregelungen heute nehmen mußs Der Jü dischnationale, der sich häufig Zionist nenrt, trotzdeni >/ pocht er niemals ernsthaft cn's Auswandern gedacht hat, 7 ruf seiy deutsches Staatsbürgerrecht und auf die. Versalsung, die jedem Staatsbürger die Befugnis zu freier beruflicher und politischer Betätigung gibt. So erleben wir das grotesk, Schauspiel, daß Menschen, die sich selbst als Angehörig r eines fremden Volkes fühle« und os!fen bezeichnen, trotzdem in Deutschland mitreden, als ob sie wirklich Deutsche, nicht nur dem Buchstaben nach deutsche Statsbürgeä wären, daß sie: sich anmaßen, an amtlichen Stellen ind in den Schriftleitunge» großer! Tageszeitungen uns Deutschen vorzuschreiben, wie wjr Deutsche Politik tzu machen haben. Und einmoch grotessexes. aber schon in's Tragische hinübergreifondes Schaüslpiel erleben wir: Wir müssen mit ansehen, daß diese fremden Menschen auf unserem eigenen Boden, in unseren Eigenen Hä«fe,rn Deutsche zu Fremde zu machen trachten, daß. sie skrupellos,ur 'rissen. von ihrem nationalen Wahn, in deutsche Familien eindringen, daß sie Kinder, die ohne ihren Ei nfliiA Deutsche besten Schlages hätten! werden können, durch verführerische Phrasen benebeln, bis die Berauschten den geraden Weg nicht mehr jsehen und sich ahseits locken lassen auf den schlüpfrigen Boden der Heimatlosigkeit! Sh ist der Jiihischnationale ein Feinis des Deutsch? tums, dem er wertvolle! Kräfte entziehtj, mag er sich noch so betulich durch Amtshandlungen u!nd Ratschläge oder ggr durch Ausnutzung seiner.Beziehungen zum politischen Ausland um Deutschlands Wohl bemühen. Und wir müssen endlich erkennen, daß er ein um so gefährlicherer Feind ist, je enget seine Beziehungen zum Aus^. lande sind, je weniger Verständnis er für die Empfin? düng hat, die heute jeden deutschfühlenden Menschen erfüllt, daß wir uns im Verkehr mit dem Ausland für s erste einmal uuf kühlste Behandlung rein geschäftlicher Dinge beschränken, daß wir erst wieder mjt uns selbst in's Reine kommen, unserer selM sicher sein Müssen, ehe wir Gefühlsbeziehungen über die politischen Grenzen hinwegspinnen dürfen. Wir brauch^ um dieses deutschen Gedankens willen den Menschheitsgedanken, nicht zu verleugne«. Aber jede geshnde Entwickelungführt aus dem Engeren in s Weitere, jedes Haus muß erst auf festen Fundamenten stehen,! ehe man auf dem Dach den Telegraphendraht anschließen kann. Erst müssen wir wieder Deutsche^ Nationaldeutsche sein, ehe wir an übernationale Dinge denken können.! Darum ist uns der tziidischnationale doppelt gfs fährlich, der seine Werbearbeit im Zusammenwirken mit dem Auslande treibt. Gerade jetzt, währenti diestz Zeilen geschrieben werden, prangen wieder ait de« Berliner Anschlagsäulen; großbedruckte Zettel, mit denen der z. Zt. hier tagende.„Aktionsausschuß" der Zionisten!zü einem „Jüdischen Massenmeeting" aufruft. Als Redner sind drei Ostjuden gemeldet, darunter ein Abgeordneter des polnischen Sejm. Was wird auf diesem Meeting geschehen? Es wird wieder einmal mit alle« Künsten der Perführung um Seelen und Geld geworben werden, um deutsches Geld, das in-of-