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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1922-03-01 · 3 (März 1922) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1922
Issue
3 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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.,prachc, trotz der deutschen Heimat und I ,er ein großer Teil der jüdischen Jugend dem s , folgt, so muß di« Wesenseigentümlickkeit sie dorthin ..! kann nicht, wie manche run, diese Wahrheit nur durch . .mäßige Versükrung der Jugend" erklären. Ein« Roll« spielt sie - gewiß, denn Kinder'kann man in jedem beliebigen Sinne eezieken Darum auch der Wunsch nach einer narionaljudischen Sckule in Deutsch: land, eine Einrichtung, die trotz ihres Vorzuges, mir einem Schlag« klare Verhältnisse zu schassen, von jedem deutschen Staatsbürger bekämpft werden muß. Nennen sich aber nicht die Zionisten gute deutsche Staats bürger, erstreben aber dennoch eine jüdische Schule? Gewiß sind ste! teuriche Staatsbürger, doch sagt dieser sozusagen juristische Begriff schon alles. Gewiß können ste ihre Pflichten dein Staate gegenüber erfüllen! und ste run es. Doch wer jüdischnarionale Dichtungen liest oder bester , noch hört; mir welcher nationalen Begeisterung sie gesprochen oder ge: jungen werden, muß den Zionisten bestreiken, daß ste mir derselben Liebe! auch -m Deutschtum kängen. Es ist ja unmöglich. Man kann wokl j gut deutsch sein und eine Religion bekennen, die nickt die Mekrheir des . Volkes umfaßt sich denke,an die deutschen Katholiken), dock ist die! Liebe unmöglich, die zwei Nationen mir gleicher Wärme umfasten will, . § selbst wenn Deutschland das Heimatland ist. Mebr als deutscher Staat«: bürger im rechtlichen Sinne kann darum der Niarionaljude nicht sein.! Er kann den Einwurs erheben, daß jeder, der sich zur jüdischen , Religion bekenn», sich damit zugleich dem jüdischen Volt verpflichte, denn beide seien eine untrennbare Einheit. Die Antwort gibt die Geschichte , der Religiosität, die darlegr, daß unserem Zeitalter, dem christlichen Abend: , land, allerdings diese Vereinigung des »Göttlichen und Menschlichen" als eigenartig erscheint.! Aber bis zum Entstehen d.s Ehristentums war , , »jede geschichtliche Gemeinschaft in irgend einer Hinsicht Volk." Mit " der Botschaft des Juden Paulus »entsteht zum ersten Mal eine religiöle > Lebensgemeinsstiafr über den Völkern, ein kesmcpelirischer Bund Volk: j beirlich zersprengter'Persönlichkeiten oder von Gruppen und'Grüppchen."! Die Formen: in denen sich die ewige Tendenz der Religion äußer», werden vergehen und enksteken. Es bedeutet eine Perkennung des religiösen j Problems, wenn Goslar meint, erst die Taufe könne die narionaldeutschcn Juden ganz zu Deutschen macken, als ob es eine deutsch« Religion^ gäbe- Wenn die meisten völkischen Juden gewistermaßen esti Urjstdenwm er: sehnen, so berubt dieses Streben auf ibrer . geschichtlichen ' I Eigenart. Denn sich der nationaldeursche Jude, der eine mehr, der! andere weniger, rzur jüdischen Religionsform bekennt, die wohl mehr sein kann als ein »Liberaler Monotheismus", so gilt für ihn, wenn auch ' nicht für jeden bewußt, daß Religion ewig ist, vergänglich und ver: änderlich aber ihre Formen. Bestätigen diesen Satz dock atheistische Zionisten, die bis auf jene Feste, mir denen, sich nationale geschichtliche j Erinnerungen, verknüpfen, religiösen Kult abichncn, denen das Alte! Testament nur wunderbare Dichtung, Weisheirslekre, Geschichte ist. Und auf der andern Seire: Wiederum nicht aus Vernunftgründen -zibt es die noch kleine Zahl der bewußt deutschen Juden, di« unbe: kümmert um Widersacher zum Deutschtum streben, im Deutschtum leben. Es wäre sur sie wabrlich leichter, der Mehrheit zu folgen, der national: jüdischen Partei zu folgen, in der sie eine »Rolle spielen" könnren, als von diesen bekämpft, vom deutschen'Mitbürger mißtrauisch betrachtet, an! ihrer Idee festzuhalten, die ihnen teures Schicksal ist. Vom Judentum strebt er zum Deutschtum; umgchchrt läuft der Weg seines Diderspiels, des Nationaljuden. Und während dieser zahlreich« Genossen findet, ist der bewußt deutschempfindende Jude noch meist einsam. Ist denn ihr! Zusammenschluß nickt eigenrlich widersinnig, schließen sie sich nickt >- wiederum von der Umwelt ab, wenn .sie einen nur Juden umfassenden . Verband gründen? Nein! der Zusammenschluß ist notwendig alt Über: gang, er nur kann der Umwelt Kunde geben, daß es heute nichts verschiedenartigeres gibt als das deutsche Judentum. Und ist der vom gereiften Menschen gegründet«' »Verband nationaldeurscher' Juden*, der Gegenwart angepaßt, mehr praktisch als kulturell eingestellt,. so hat die nationaldeursche jüdische Jugeüd eine nicht minder wichtige und wertvolle Aufgabe zu erfüllen. Auch sie muß sich zusammeuschließen. Deutschrum steht auf ihrer Fahne. Zain Deutschtum will sie erziehen, die noch Gleichgültigen aus ihrem Schlummer wecken, ihnen und sich selbst das Deutschtum erringen. Nicht kleinlich und pharisäerhaft wollen wir warten, bis die andern zu uns kommen. Wir wollen beginnen, Stein für Stein von der Mauer abzutrckgtin,! zu den deutschen Gefährten bauen, ist deutsches Land wandern, in ihn» deuh erleben, uns »fromm und still" in Geisteswelt versenken. Dann kann es Lebensinhalt sein« blinde Liebe zum halten am deutschen Wejen ist, mir sii »In dieser Treue, der er schweige, selzen, ruhige Entwicklung feiner Perlon losen Liebe zum deutschen Wesen wird leine Würde wiederfinden." >us ihnen wollen wir die Brücke ehrenden Auges wollen wir durch >c Geschichte und deutsches Wesen weite, wunderreiche deutsche deutschbewußkfn Juden, dessen öuksckkum, sein unbedingtes Festhr heißen: alles opfert: Behaglichkeit, Anichkeit — in dieser bedingungs: r deutsckbewußle Jul^e immer Verbandsnachrichtm. 1. ) Versammlungen: Am 9. Restaurant Heidelberger eine zw, in der unser Hauptvorstandsmitglö Dr. Iöhlinger über „Presse land" sprach. Die Veranstaltung ihre Angehörigen zugelassen waren lief sehr Jöhlinge Pressewesen mld tenke mancherlei Anwesenden vorher kaum bekannt Diskussion gestaltete sich sehr lebhi unsere Mitglieder trotz aller Frei Anschauung des Einzelnen lassem dem Wunsche, die ausgetretenen Wege zur Einordnung der Nation die deutsche Volksgemeinschaft zu 2. ) Ausschutz zur Bearbeitung Sitzung des Ausschusses fand am jugendlicher Mitglieder und Kindes wurden die Grundlagen für eine Anschauungen m geeigneten Zuge nächster Zeit soll mit der Veraist begonnen werden, aus denen eine im Geiste unseres Verbandes erwa wird von Jugendlichen selbst austz 2.) Geschäftsstelle: Wir bittep rein persönlichen Inhalt haben, lin W35, Blumeshof 9, zu richten unser Bankkonto (T. H. Kretzschm oder auf unser Postscheckkonto (Be^r 4.) Schriften des Verbandes beiden ersten Hefte sind erschienen durch die Geschästsstekle zu beziehest März » d. I. fand in Berlin im arglose Zusammenkunft statt, iqd, Herr Ministerialrat ndJuden inDeutschzu der nur Mitglieder und war gut besucht und verr beleuchtete scharf unser Einzelheiten mit, die vielen gewesen fein dürften. Die aft und zeigte wieder, dass isheit, die wir der politischen einmütig zusamenstehen in leise zu verlassen und neue äldeutsch fühlenden Juden in suchen. der Jugeudsrage: Die erste 14. März unter Zuziehung von Mitgliedern statt. Es gemäße Verbreitung unserer ldkreisen beraten. Schon in staftung von Wanderungen »ieuartige Jugendorganisation hsen soll. Die Organisation «baut werden. - E e s°lh! an ,r »» >nd Heft l: Peyser „DerBe in unsererE Heft 2: Naumann „G a n Deutsche?" s4 sche oder E heilsfront Jona, der Pr Die Heste^ eignen sich besonderst halten in Kürze fast alles, was strebungen und zur Widerlegung Unwahrheiten erforderlich ist. .',.) Osterwandernng: Jugendti von Mitgliedern, die sich an einest Wanderung vom! 13. bis 17. werden gebeten, sich an Herrn st» Berlin, Keithstr. 18 (Fernsprecher t>.) Beiträge und Spenden: noch nicht gezahlt haben, werden zuholen. Freiwillige. Spenden ständig steigenden Druck- und nommen. Von einer Erhöhung dest abgesehen, jedoch erwarten" wir Verhältnisse es irgend gestatten, als den angesichts des heutigen Betrag von jährlich 10!— Mark. 7.) Aaschriftäuderuugeu: Mist oder Aufenthaltsort wechseln (S; ihre neue Anschrift der Geschäfts^ teilen. 8.) Familienmitglieder: Alle ihre Familienangehörige! des Verbandes stehen, zum Bei Der Jahresbeitrag von 10.— Mst dernis sein. alle Zuschriften, die nicht unsere Geschäftsstelle Ber- Zahlungen bitten wir auf Berlin W8, Jägerstr. 9) lin Nr. 111231) zu leisten, tionaldentscher Juden: Die! zum Preise von je 3 — Sic enthalten j ,rifsnationaldeutsch rziehungsarbei t", z-Deutsche oder Halb- Aufsätze: Ganz-Deutalb-Deutsche;- Einnd Nationalgefühl; ophet; Reigen). zur Propaganda. Sie ent- ,fum Verständnis unserer Bede r über uns verbreiteten iche Mitglieder oder Söhne viertägigen Osterril d. I. beteiligen wollen, d. pharm. Kurt Lewy, Lützow 1696) zu wenden, itglieder, die ihren Beitrag gebeten, dies schleunigst nachrden mit Rücksicht auf die rtokosten gern entgegenge- Jahresbeitrages haben wir oon jedem Mitglied, dessen es freiwillig mehr zahlt, ti Lk ne Po tatz Leldwertes äutzerst geringen glieder, die ihren Wohnsitz üdierende) werden gebeten, «Ile jeweilig sofort mitzu- Mitglieöer werden gebeten, . soweit sie auf dem Boden tritt zu veranlassen, rk kann hierfür kein Hin- Der Borstand.

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