Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1922
- Issue
- 3 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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immer den stillschweigenden Vorbehalt maöck: unbeschadel der Unantastbarkeit, meines gmcalogisch n „'s kcservatrcchtcs" )<alürlich soll mit diesen Ausführungen die das ^ro blem ja nur ganz skizzenhaft uintcisen önncn, nick« einer wahllosen, T ruf - und ischehcn! b e w e g u i> § das Wor! geredet »»erden Ip diesen feinsten und tiefsten Feagcn des Gebens must schli ß licb doch immer dem Glnzcti cn das! V:cht ><r letzten! Grth scheidung Vorbehalten bleibcn. Vplk und Staat k!z»r ivohl mahnend und regelnd aber nie bestimmend m Entscheidung hincinredcn. Sonst kymn cn n ir z»l den mir Isecht gerügten „Viehzlichternandpunkl" Aiorauf c« an kommt, ist allein die scharf formulierte Be, >»;«vvrtun; der' '.Frage, die über diesem Aufsatz steht, — die aus >icscr Beantwortung für den naticnaldeurslchc» In!»en, der j einen Standpunkt zu Ende, denkt, »ch ergebende Erkenntnis das« sein S t a m m e S j u d e n ü ii m niemals Selbst z w c ck bleiben darf, und die whhl oft genug nur in bitterernsten Seclcnkämpfcu cjrrnngcüe Bc'j «hung »iesjer Erkenntnis. Der Außenstehende, dpr Icugc cln.S solch Kampfes wird, darf ihn nicht durch! läppisches Treintcd stören; aber er soll dom, der sich chrjlich durisgcrungcn hch, in herzlicher Achtung die Hand cntgcg nstrc tcn. hier aber hebt sich nun der heurige ,völk schc" Einfvaffd empor, wonach bekanntlich „ein Iud^ nie Tculsckcr w;rd n kann". und das edle „arische" Blut durch Ausnahme v. n > ".s (im äusjcrsten, nur theoretisch! lcnstru erbare» jüdischer Beimischung rcitungSloS znprnrdc c ericktcr >r Hierüber noch ein par kurze Morte. I ES ist ein wahres Unglück, das« j»ie positiv völ lisch AussassnnH, wie ich sic eben angedrutSt h rbc. »ic meines achtens unbedingt berechtigt, ja für die Wiedergeburt res Vaterlandes ganz unerläßlich ist. .hgute vielfach chl fälscht wird in einen mystischen Raffcnlchaurinismus, wissenschaftlich und ethisch gleich »> nderwei iig ist. traurigste Denkmal dieser „Geistcsbewegung" unserer ist wohl daS groteske Machwerk des Herrn Dinier, dji umgekehrten „Kraft- und Stoff"-Büchnos» tt S wird dieses ganze ragende Gebäude der uTraktätchen Schlagwortlitcratur einmal dem gesunken ütfthauch Wissenschaft, aus der HumnelsSrich ung der schichte und Genealogie, der Anthropologie md mod Vererbungslehre auszusehen Es bliebe auch n>cht Stein auf dem anderen, cS würde zusammcnstlirzcn wi« Kartenhaus. Bis dahin müssen diejenigen, dik guten Willens die ihre Kenntnisse nicht nur ans ein paer 20 Hetzschriften der letzten drei Jahre äescmmckt haben, die sich in der allgemeinen Aufgeregtheit die 'Kühe des teils bewahrt haben, in beiden h'agcrr umcrdrosscn geduldig daS Ihrige tun. Dann «vorder sich allmählich Spannungen des Haffes lösen, die/Nc>el d: ge» blks und MistvcrstehenS werden sich hotxn uad über einem noscnon und entsühnten Volke, rinfr «virklicken V gcinein'schaft — nickt eineomüt Vorb halt, «vip sie heute oft genug hüben uird drüben grm int wird — svird ein Tag der Liebe und Verminst heran-ziehen Das simisi heute unser aller Glaube sein; denn sonst lobnf cs sich n'.cw chehr zu leben. Deutsche und Juden. ' c» c.wd. med. Alfred Lt Huer. Dorbrnierkang li-brn lll.->rglicbk., jw,'ch,n brm zioiasiisä» und Dr, Mar Rauuianr .ikw» der Arche"). war drr Vrrsalsir!>.s Aufsai , »orli ni>!>t NÜrgti-d unsres zwisibrn cn kca Verband Als Einsamer, in keiner der jüdischen Bewe^ ich, angerezzt durch den im roten „Tag" erschi vab) rbs> e Er i:nscnge der sas ago lscD Ipit. Und Vor Ge rncn ein ein sind, Seite«» längen und i.«l und dix s »Arg«vl>h>«S Dieser A ,ssad eines jagend hir<1> die «u^inandcrs.qiina Rraierunq Irak Hans cholar im Roten Ta-1 anareta« ist uno a.'r. u-ear veaunianr im envren ru,, «narre.» >,r (ral.die Fedenaenrmmer ei screS Min, ilungsblanrs unrrr leschriede» zu « er Zeit, als , eia De irsch L-elteersichrr. Verbände! waz. Er in in u«gcnomm n worden.! Der arrbzlinl. »gen organisiert, utöä'ie enen Asifsatz von Hans Goslar, juin Thema „Deutsche und Juden" ei izcs heil Äler gesckichktichei »Verständnis nicht nur ür das »Vergangenheit hat, sondern auch wachsam das!k eben der trachtet, wird die Bewegung, die sich heute in agen. - »Verden ist der Kege,»narr de: ein „V. (band uanonal'. deutscher Juden" ä»>ßert, «renn sich kurzen Zeit deS Bestlehent ni Hit Endgülriges soivenig wie den Zionismus, l ur für die Jufallsschöpfu»,, halten.! Gleich den politischer Parteien sind auch geschichtlich geworden. Daß Schicks,il. Durch die Gründung des sie leben, daji sie diese Dr„- verden muhren, , lic« r »Verbandes narionaldjukscher Juden" die Dreigliederung dics heun'gkn deutschen Judentuois auch für den a der Dbsitftäche, der sie früherI übersah oder übersehe , wellte. »Ikaiürlic, har der Verband nlct r rrst die Teilung des Judentums bewirk»; da che und Wirkung »oerwechseln. Man tapn erw, bewusir nentschen Juden bar ihre »Verkörperung — ist freilp»' noch unvollkommen — in dem »Ver ann.hmen hieste.llrs«, sagen: die Idee des das Abbild der Idee band nationaldeutsche: Juden"! rrfahrrn. Wie man bi« drei Glieder de, deutschen Judentums bezeichne^ will, ist ziemlich belanglos. »Man tanr sich die »Aamnannjchfn Bezeiantztzgen zu eigen m ichen, und von na tionaldeMsuen Iudenj Zwischepschichltern. Zionisten sprechen oder, wie in. der .Zreideuische» Jugend" «Dezember lyresi, von Assiiiiilanten oder enil I Di Uv>deisDuich die dia. Iud.ntNin schlechthin spreche» ka«»n, will ich den Ausdruck gel und darunter im Si, ne Goslales jene im christliche» ^brridtanl jüdischen Deutschen, vurzelten Westjuden und IienijkeU. ästig an rrftek «teste stellenden „Zwischcnschichtler iktral enluegengesehren «trömurgon, Zionisten und na«lo»ajdeusi'che Juden, g„-iffawr Entscheidung gedräi g« und so allmälu liel'Z. wenn nicht zni» Verschrviizden gebracht, doch stai k Iverklcinert. »Wie jede Bewegun.«, inenden sich atich diese beiden, um rische Kraft z» ge: winne» und ihre Zukunft «u silliern, an die Jugend. .. Gcwist har Goslar Reck», wenn er behauptet, k r größte Teil der I jüdisches Jugend in Deutschland wachse auf, ohne d>» Judentum kennen Ul lernen. Dbwcbl überzengt, fast man beute nicht mehr eindeutig von brauchen rnldland einzige Vereinigung von »aii'chiale,» „,ld religiösem Iudentui > verstehen, Dock» auch die Gegenfrage b-steht zu Mecht: «kernt den» der! größte Teil der judiscl-e» Jugend das Deutschtum kennen? Wobei tieles Kennciilernen doch als ei» aktiver Vorgang zu verstehen ist, der m!t verständnisvoller «klebe und Hingabe in Tatsache ui« Ged^nkengänge, reliz iose, philosophische, geschichtliche oder fullurelle, eiödringt. Ein Geschbchj Wächst heran, dem schließlich Deurscptuin und Judentum in gleicleisi Maste fremd bleiben. Diese Tat'ifche ist für den „entwurzelten Iudeit" überaus kennzeichnend. »Was er vom Iildentuin annimmt, di S^ läßt sich »eben seiirer oberflächlichen Assimilation unter dem Schlag von: „allgemeine Bildung? jiisammcnfalsen. »W>« er von, Judentum noch weiter pflegt, das ist der Üiilus und plulius als für il»i erstarrte, von «Krem lebendige» Sinn losgelöste Form^n^tas «st ein Sichabschliesten siege» die nicht: jüdische llmwelt. aus »lbiekäl »nkzTraditio» oder aus ter! «rimine seines »Blute« lieraus, die er nicht l»ö«. Den Schritt zu t> n, der allein ihn z» neuem «kehen führ » kann, bewnstt Deiitscher zu werden, bewußt „das innere Ghetto" z> l überwinbe» oder bewußt nic >t! nur als »Ange: böriger .hier stieligions zeMeinschalfr Jude zu sein, so» >ejn darüber hin: aus auch Glich der > larionaljüvischen Verbundenheir, zu solchem Er. wachen fehlen ihm »»ch alle »Voranssetzungen. Ist »sich auch er ei» Wellstädter, wie ihn Tpengler schildert, „Tatsachen, atnsch, irreligiös, intelligent, ebne Ehrst» cht vor dun Überlieferten und (»ewachsencn . . ." 'Wohl satten unter dm Begriff „Zwischenschichlter" Einige tragische Persönlicliteiten, bei der en ibrer ffiebe zun, Deutschrum ihre Verwurzelung im Iudenilim gegenübi rstehr, das ihnen wobt mcbr scheutet als nur relig-o e, über doch w, »iger als pollheirliche Geiiieinscl ask. Man kann diese komplizierten »üar iren, die sieh in inneren Käinpf N aufzehreü, bedauern. Jugriid aber oeilangt k arc eindeutige Eiirsch idung, ein Entweder — j'Tder. »Wie elne »V. freru»g wirken. D er jüdischnat aus seelisct er »^zct mußte die Id e des Zionismus onaleu^tevegimz, die auch heule vor allem von der Jugeük»- getragen ntird, ström rn mit die besten uni > edelsten jungcn Juden zu, nicht au« politischen <ber wirtschaftlichen Cirpägungen, nein weil ei»« Idee sie fies, die ihw n die Möglichkeit ei ><r Wiedergeburt bot. Man must zum bchcren Ver ändizis die Gleichzeisisikrir der deutsche» und jüdrshoo Jugendbewegung wir in Betracht sichen. Man kann der deutschen Jugend, die selbst mit u n Form und Inhalt kämpfte,'es nicht zum' »Vor« «es machen, daß sie die groß« Aufgabe übersah, dir sie hätte leisten können, die Ersieh,»,g de, jüdischen Jugend züm Deutschtum.