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Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V. · 1922-02-01 · 2 (Februar 1922) · p. [Seite]

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Journal
Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
Volume
1922
Issue
2 (Februar 1922)
Date
1922-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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< re»« Arbeiterführer, die , . . dem deutsche»» Volk ihr persönliches Gefühl als das allqemeingiliise aufzu schwätzen versuchen. Wir nationaldculschcn Juden halten uns ron der' Gesinnung, die aus dem Mißbrauch des einen wie des anderen Wortes zutage tritt, frei. Für uns gilt im wahrsten Sinne der Satz, der einmal vor Zähren gesprochen, aber leider nicht in die Tal umgesetzt wurde: «Wir kennen keine Parteien, wir kennen nur Deutsche". Wer in unserem Sinne von dem nationaldeutschen Ge danken beseelt ist, den heißen .wir willkommen, mag er parteipolitisch rechts oder links stehen. Und wir meinen, daß wir darin mit der Gesinnung aller ehrlichen Sozialisten, jüdischer und nichtjüdischer, übcreinstimmcn müßten. Wer Sozialist wurde, weil die sozialistische Welt- und Wirtschaftsanschauung die seinige ist, der »st uns achtungswürdig, auch soweit wir anderen Mitglieder des Bcrbandes politisch nicht auf demselben Boden fkeken. Wer aber bei einer der Parteien, die sichmit mehr oder weniger Neckt „s o z ia l d e m.o irakisch" nennen, Ntzrdes dalb unter kriecht, »veil er in sci-ner Eigenschaft als Zude vonAbst'ammung meint, dort am besten gegen ^.Antisemitismus" g e s i ch e r t z-u se i n, der ist uns — und nicht zuletzt den wahren Sozialisten, k/i c wir in unseren Neihen haben — ein-verächtlicher Geselle, der nirvtwerr ist, sich einen Deutschen pu nennen. ' - - Lerbands^achnchterl^ 1. Hauptversammlung: De« Berich, über di« Hauprsersamui,' luug kann, da das vorliegende Blatt vo, dem Persammlungstage abge schlossen werden mußte, er>t in der nächsten Nummer veröffentlich, werden 2. Vertrauensleute: Unser« auswärtigen Vertrauensleute werdeitz gebeten, ihre Berichte (stehe die ihnen übersandten Rundschreiben) möglichst bis zum EndeFebruar an di« G« chä rssielle gelangen zu lassen. Sobald die Mehrzahl) der Berichte vorliegr, wird eine Jusammenkrznft der Vertrauensleute in Berlin zum Zwecke der Aussprache über prganisakioaisfragen veranstaltet werden. , 3. Mitteilungsblatt: Die Schrifrleimng besitzt z. Zr noch eine ganze Reihe von Manuskripten, di« zum Abdruck angenommen sind, aber wegen RauminangelS zurückgepellt werden mußten. Es wird gebeten, die eiugesandten Beiträge möglichst kurz zu halten. Besonders erwünscht sind Beiträge über di» Isitgeudfrage und die Frag, der landwirtschaftlichen Betätigung diurschfühlender Juden. 4. Beiträge: Ein Teil unserer Mitglieder hat bisher verabsäuuir, die fälligen Beiträge einzusenden.^ ES wird gebeten, die Einsendung baldigst nachzuholen. Durch Mahnungen und Nachnahme-Einziehung enrstcl)«» Unverhältnismäßig hohe -.osten. > Der Vorstand. Die 8ci»rikt«a von dlax dlsomsnn: 1) „Vom mosaischen und nicktmossiscken suden" L) „Von Äonisten u. lüdisdtnstionslen" (krsckienen bei der Oeutscken Verlsgsßeseilscbsst kür?o!itik und 6esckidde m. d. , verlin) sind durck die - QeretiLltrrtelle Verdru»«1es, AZ, klumertiol 9 ru derieken.> An unsere Leser. Das Mitteilungsblatt wiid in Zukunft auch einen Inseratenteil enthalten. Wir erwarten von unseren Mitgliedern, daß sie uns durch Inserate»-Aufträge in weitgehenden, Maße unterstützen, damit ein weiterer Ausbau unseres schon jetzt vielgelesencn Blattes ermöglicht wird. Wir erwarten ferner, daß unsere Mitglieder die inserierenden Firmen bei Bestellungen in erster Linie berücksichtigen. Berlin, ir, Januar 1922 - Der Vorstand.

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