Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Journal
- Mitteilungsblatt des Verbandes nationaldeutscher Juden e.V.
- Volume
- 1921
- Issue
- 3 (Dezember 1921)
- Date
- 1921-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/5438908-5438609-5438736--045-4871043- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Gmttsch« >H«»dbl«tt (Deutschvölffsch) 10. 11. 21- Längtzxer Aufsatz .Ludendorff uNdde» völkisch« Gedanke — Gedankengäugr Luddndorff» Buch Bezug auf den .!. ..Zu diesen ist unser Verband), t innerhalb Gibt dir üblichen „deutschoölkischen" wieder, gemischt mit Zitaten au» „Kriegführung und Politik." Ni« nt obin angeführten Artikel de» „Tag nationalj Ldischen Kreisen (gemein! deren Ern«uerung»arbei ihre» eigenen Volkstums!von uns Völ kischen nur begrüßt werden könnte, sofern sie keine Nebenabsichten verfolgt, ge sellen sich die von Ludendorff besonders hart betroffene» Zionisten, die in der Vosfischen Zeitunjg, die übrigens nicht einmal den Namen Ludendorsf« richtig schreibt, zu seinem Buch Stellung nehmen lasse« und dpmit auch ihrerseits einen Beitrag zum Thema Begriffsvefwirrung liefern!. " Hamburger Wart« (Bürgerlich) 1» ll 21 Längerer Aufsatz „Jümsche Methodeij". - „Ls gibt eine große Anzahl von in Deutschland lebenden Juden,.die de» Niedergaug Deutschlands nicht wenjjgcr schmerzlich em>' finden als wir, die insbesondere dse Tatsache, daß der Umsturz an vielen Stellen Juden als Führer hatte, be dauern und bereit find, am Wiederaufbau mitzuarbeiten Viele dieser so denkendes Juden haben sich im Verband ' nationaldeutscher Juden seit Kurzem zusammsngbfunden, e — dem auch der ungläubigste Saulus die Achtung nicht ' versagen kann, denn die Leitung dieses Verbandes ist eiftig bemühe dir Juden «inzuordnen als kleinen Teil in ein große« Volk »ganzes, mit anderen Worten, die jüdische - lleberheblichkrit, Herrschsucht und Anmaßung, die das Fundament der anti jüdischen Bewegung im deutschen ' Volk« ift. zu bekämpfen. Kein Wunder, daß der Verband .... dadurch in schärfste Fehde gerät mit dem Zentraloerein deutscher Staatsbürger jüdischen Glauben» und seinem Hauptorgan, dem Israelitischen Familienblatt in Hamburg.(Folgt «ine Polemik gegen den bekannten Aufsatz des Dr. Theilhaber und eine Reihe von Zitaten aus unserem Artikel „Zwischenschichts-Humor" in Ns.- 2 des Mitteilungsblattes). So schreibt .der Vorsitzende des Verbandes ... und sstian muß nur wünschen, daß diese beißende Kritik der Methode gewisser jüdischer Kreise schon um deswegen die Beachtung derer, die es angeht, findet, weil sie von einem Juden ausge sprachen wurde. Es gibt aber auch ändert:, sehr bedenkliche Strömungen im Judentum ." (folgt Abdruck eines Briefes de« „Büros für moderne Aufklärung, vorm Leo Steinberg" zu Berlin, und Polemik gegen dieses Büro sowie gdgen den Lentralocrein.) Sozialistisch« Monatsheft«. Berlin 19.1l 2l (Ernst Hamburger). Längerer Aufsatz „Zuoentum in Deutschland." Inhaltsangabe der Broschüre „Vom nationaldeutschen Juden." „Die Bewegung erklärt sich aus der Entwicklung der von Naumann so genannten Zwischenschicht zu einem positiveren Judentum, das in ihr das jüdisch« Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt hat. ihr eine gewisse Anteilnahme am Werden Palästinas «bringt und daher den Teil der jüdischen Großbourgoisie, für den e^ keine jii dischen Probleme mehr gibt, von ihr absölittert. Naumann macht sich zu ihrem Wortführer Oberflächlich wie ihre Geistigkeit ist seine Broschüre. Seine Bewegung wird Geld und Mitläufer finden, da manche deutschen Juden sich gern ein Nationaldeutschtum in einer Zeit attestieren lassen, in der cs ihnen leidenschaftlicher als je bestritten wird, doch keine Menschen . ." Im Anschluß hieran folgt die Würdigung einer Sonderrichtung innerhalb des Zionismus, die durchaus wohlwollend beurteilt wird bis auf hie ihr vorgehaltene „Programm lofigkeit auf wirtschaftlichem Gebiet." (Der Verfasser dieser Kritik ist anscheinend nicht ganz auf dem Laufenden. Er kritisiert erst jetzt die vor einem Jahr erschienene Pro schür« und weiß offenbar noch nichts von unserem Verbände. Anderenfalls würde er sich uoohl inzwischen über- — zeugt haben, daß wir „Menschen" selbst im Sinne der Sozialistischen Monatshefte in reichlicher Zahl gefunden haben. Im llebrigen find wir der Ansicht,'daß es für Deutschland heute weniger auf „Geistigkeit" ankömml. als aus praktische Arbeit. Die Schrift! ) > . Bosiisch« Zeitung (Drmokratisch) 22. 11. 21 Da« Blatt, das zum ersten Male eine^do» uns ausgehende Veröffentlichung dringt, druckt eine Erwiderung Max Naumanns auf den oben erwähnten — doppelt so - langenGoslarschen Artikel in verkürzter Farns ab Ueberschrift ..Ludendorff. Zionisten und nationaldetztsch« l Juden." „Ich bin mit Goslar darüber einig, daß der sonst so klare Ludendorff sich mit diesem Teil seiner Gcdankengänge in das Gebiet der Phantastik verliert. Aber im Gegensatz zu Goslar bin ich der Ansicht, daß gerade die Zionisten es sind, die das Aufkommen so abwegiger Anschauungen veranlaßt haben und ihnen noch heut« dauernd Nahrung geben. . . . Herr Goslar mißversteht, uns gründlich, wenn er uns unterstellt, wir wollten uns auf „Kosten der übrigen Juden gegen die antisemitische Propaganda «verteidigen". Unser Verband ist kein Mub. der nur gerade für seine Eingeschriebenen « Mitglieder besondere Rechte oder Vorteile in Anspruch ntnimt. Er ist nur die Keimzelle eines organisatorischen > Zusammenschluß derjenigen deutschen Juden, die au« zwin-! genden inneren Gründen die Anschauung der Jüdischnationalrn bezüglich der Weltsolidarität des Judentums ableh->" nrn müssen. . . . Wir nationaldeutschen Juden und zu j - uns gehören viele Zehntausend«, vielleicht Hunderttausende, die sich heute noch nicht unserem Verbände angeschlossen haben — find von den Anschaltungen, wie sie. l Herr Goslar vertritt, durch eine Welt geschieden. ..." i Der von der Vosfischen Zeitung gestrichene Schluß- ' teil de» Aufsatzes-lauten „Und darum begrüßen auch diejenigen von uns, die „Männer von Geschmack" zu sein glauben, entgegen der Ansicht des Herrn Goslar mlt auf richtiger Freude Aeußerungcn nichtjüdischer Deutscher, die unseren Weg für den richtigen halten. Und wir „bei ' ' neiden nicht" diejenigen Juden, die sich selbst für Ziorsisten ansehen und trotzdem der Meinung sind, sie müßten schon. deshalb „als vollwertige deutsche Staatsbürger angesehen werden", weil fiel für Deutschland ihre formelle Pflicht und noch einiges darüber hinaus getan haben. Nicht^ auf das formelle Etaatsbürgertum kommt es an. sondern auf den gefühlsmäßigen Zusammenhang mit dem deutschen Volke. Und diesen Zusammenhang kann kein Jude haben, der sich selbst zur jüdischen „Nation" rechnet, mag er auch die Begriffe „Vaterland", „Skaatsoolk (I)", und „Natron" noch so künstlich konstruieren. Was Deutschland heute brauchen kann, sind nicht „gute - Staatsbürger", sondern gute Deutsche, und ein guter > Deutscher kann-nur der sein, dem das deutsch« Vaterland mehr ist, als das Land seines Etaatsbürgertum» Der (rote) Lag (Parteilos) 23. 11. 21. I Längerer Aufsatz „Eänz-Deutsche oder Halb-Deutsche?" i von Max Naumann. Deutsch« Hochschule (Organ de» B. E. und der Deutschs» national-freiheitlichen Studentenschaft) November 1921. Längerer Aufsatz „National-freiheitliche Korporationen und nationaldrutsche Juden." Von Max Naumann. Abgeschlossen 25. 11. 1921 - Die'beiden letztbezeichneten Aufsätze, abgedruckt im roten „Tag" > und in der „Deutschen Hochschule", find, solange! dr vorhanden«" Exemplar« ausrrichen, von der Geschäfts- 'ell^gegen Etnfenvung de, Porto» kostenlos zu beziehen > * Die Echriftfeitung '/ >