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Haḳedem · 1909-03-01 · 1/2 (März-Juni 1909) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
III (1909)
Issue
1/2 (März-Juni 1909)
Date
1909-03-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German, Hebrew
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/ 12 V. AptoWitter. delphus vollendet“.1) ״Zwar hatte der Talmud selbst r jener (der Septuaginta)^rühmend erwähn{*?) ״Die 70- Uebersetzung, welche die alexandrinische wie palästinische Tradition mit solchemStrahlenglanze umgehen hatte“.1) 118״ (les Juifs de la Palestine) avaient adopte avec empressement la fable d’ Aristäe, qui, du reste, s’accorde 8i bien avec leur amour-propre national et leur penchant au'merveilleux.“4) .... Die A p 0־ theose der Septuaginta, welch R. Jehuda ben Ilai ... offenbar der Aristeassage entlehnt', aus Alexandrien gebracht bat‘*.6) — Dies die geläufige Auffassung des Berichtes im Babli. Liest man nun diesen Bericht, so findet man, dass die^e Auffassung teils einfach Sinnestäuschung, teils Missverständnis ist. In dem Bericht des Babli ist keine Spur von einer ״Apotheose“, einem ״Strahlenglanz,“ von ״Freuden“ und ״rühmenden Erwähnen“ zu finden. DieBoraitha lautet in wörtlicher Uebersetzung folgendermassen: ״Einst hat der König Talmai 72 Aelteste Zusammenkommen und in 72 Oemächer setzen lassen, ohne ihnen zu sagen, zu welchem Zwecke er sie versammeln liess. Er ging dann zu jedem einzelnen von ihnen und sagte: schreibet mir die Tora eures Lehrers Moses. Da gab Gott in den Sinn jedes einzelnen einen Rat und sie stimmten alle in einem Gedanken überein und schrieben statt ״ ... .אלהים ברא בראשית :בראשית ברא אלהיםDass hier keine Silbe von etwas steht, was wie eine ״Apotheose“ aussehen könnte, nicht der matteste Schimmer eines ״Strahlenglanzes“ wahrzunehmen ist, braucht nicht eines längeren erörtert zu werden. Der Irrtum aber, dass der talmudische Bericht die Uebersetzer inspiriert sein oder unter göttlicher Einwirkung gleichmassig übersetzen lässt, hat seine Quelle in der irrtümlichen Auffassung der Worte: ״Da gab Gott jedem einzelnen von <• *) Duachak in Jahrbuch für die Geschichte der Juden, I S. 134. Duschak erklärt auf diese Weise Soferim I, 7, 8 ף Frankel, Vorstudien S. 61 Note k. •) Geiger, Urschrift, S. 419. 4) Frank, l.a Kabbale S. 273. *) Gr&tz, Geschichte4, 111 S. 578, ähnlich S. 597. Vgl. auch Frankel, Vorst. 8. 27

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