Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- III (1909)
- Issue
- 1/2 (März-Juni 1909)
- Date
- 1909-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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10 Y. Aptowitzer. nehmen ein literarisches gemacht, hat konsequenterweise die Isolierung der Uebersetzer in ihr gerades Gegenteil geändert.1) Aber der naiven Offenherzigkeit eines der ältesten Kirchenväter ist die Erhaltng einer Ueberlieferung zu verdanken, dass die Isolierung der Ueber8etzer aus dem Grunde geschah, weil Philadelphus misstrauisch gegen sie war. Irenäus kennt als den Ursprung der Uebersetzung den Wunsch Ptol. I. xr!v 6tc 00x00 xaxeaxeoaapivijv ßißXtoür/ijv iv AXe£av8peta xoa^aot, erzählt aber, wie wenn es die allernatürlichste Folge dieses Wunsches wäre: 6 81 tötqt iteipav aoxcov Xaßetv öeX^aa? euXaßvjdef? xe, ןז1ן xi apa aov01|xevot anoxpo^toai xijv ev xoi? 7pa<pa1c 814 xr(c epjiTjvefaj aXr(Oetav, X«>p1aoc 00x00« ent äXX^Xwv IxiXeoas xooc ratvxoc xi^v aoxrjv Ipii^vsoetv ]fpa׳pT(v xxX.2) Die Dissonanz zwischen dem Wunsche: xijv ßtßXio- ÖTjXTjV xoap^aat und diesem Verdacht und dieser Vorsicht machen es sicher, dass Irenäus, hier nicht aus Eigenem interpretiert, sondern eine Ueberlieferung mitteilt, die aber einen ganz anderen Ursprung der Uebersetzung ahnen lässt als den, welchen auch Irenäus kennt, nämlich einen solchen, bei dem der Argwohn, [atj airoxpo^toai xr(v iv xoT? fpatpaic aXijfkiav, verständlich ist. Dies aber können nur die gedachten politischen Motive sein. Bedenkt man nun noch, dass die rabbinischen Quellen, teils ausdrücklich, teils höchstwahrscheinlich, bloss von fünf Uebersetzern sprechen, 80 erscheint die Erzählung von der Isolierung der Uebersetzer nicht mehr als ein unsinniges Märchen, sondern als eine sehr glaubwürdige Tradition, da sie nichts anderes berichtet als das, was wir selbst als Antwort auf die Frage hätten vermuten müssen: wie bat der König dem ,Vorbergen der Wahrheit durch die Uebersetzung“ vorgebeugt, wenn er dieses befürchtet? Und dass er dieses befürchtet, ist, wie *) Auch Philo und Josephus, die aus Aristeas schöpfen, wissen nichts von der Separierung der Uebersetzer. Merkwürdigerweise aber bringen der Kirchenschriftsteller Nicolas, Wendland S. 169,14 und Asarja de Rossi, Meor Enjyim ed. Wilna B. 116, diese Erzählung im Namen Philos; auch Friedmann, Onkelos und Akylas, S. 24, spricht von .der göttlichen Eingebung, welche Aristeas bekanntlich bei der Uebersetzung walten lftsst“. י) Aristeas ed. Weneland, S. 28. Augustin, ibid. S. 164, 4: .cum ad hoc opus (translationem) separatem singulisederint(ita enim eorum fidem Ptolemaeo placuit explorare“. ,