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Haḳedem · 1909-03-01 · 1/2 (März-Juni 1909) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
III (1909)
Issue
1/2 (März-Juni 1909)
Date
1909-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German, Hebrew
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8 V. Aptowitzer. jüdischen Bevölkerung am Anfang des III. Jahrhunderts, der das /> Hebräische noch geläufig gewesen sein ,muss, von der aber ein Teil das Griechische kaum erlernt und ein anderer Teil es noch nicht einmal korrekt gesprochen haben mag, haben die Meturgamim gewiss nicht griechisch vorgetragen und ist kein Bedürfhis nach einer griechischen Uebersetzung vorhanden gewesen.1) Es bleibt daher nichts anderes übrig, als der Tradition auch in dem Punkte Glauben zu schenken, dass die Uebersetzung auf Veranlassung des Philadelphus entstanden ist.2) Nur darf man hierin nicht soweit gehen, was sogar manche moderne Forscher3) tun, und auch das für glaubwürdig halten, dass die Uebersetzung dem bibliophilen oder literarischen Eifer ihren Ursprung verdankt. Dagegen gibt es allzu gewichtige Bedenken4), das ist, wenn auch nicht unmöglich, 80 doch höchst unwahrscheinlich. \ Wogegen aber nichts spricht, was sehr wahrscheinlich ist, das ist die Annahme, dass politische Motive es waren, welche den Philadelphus veranlassten, eine Uebersetzung des Pentateuchs anfertigen zu lassen. Ein in seiner Art einziges Gesetz, das einen beträchtlichen Teil seiner Untertanen, Juden und Samaritanern, alleinige Richtschnur war, durfte den Griechen nicht ein versiegeltes Buch bleiben.3) Was mag nicht alles, dachten Philadelphus und seine Staatsmänner, in einem solchen Gesetze enthalten sein! vielleicht gar selbst Staatsgefährliches, 3) Vgl. Herzfeld, Geschichte des Volk. Jisrael, II S. 640; Grätz Ge• schichte*, III. S. 677; vgl. auch Wellhausen in Uleck-Wellhausen, Einleitung * S. 629. ף Ygl. Hug, De Pentateuchi versione Alex. S. 6 ff.; Herbst,.Einleitung S. l&Of.; Herzfeld, U S. 640; Ewald, Geschichte1, IV. S. 284 fl.; Duscliak in Jahrbuch für die Geschichte der Juden, I. S. 184; Schmidt in Merx, Archiv, I. S. 12 Note; Wellbausen, 1. c.; S. Friedmann in Kahmers Literaturblatt, XI. S. 47; M. Friedmann, Onkelos und Akylas, S. 7. ף H&vernik, Einleitung, S. 862 f.; Oatermann, De Demetrii Phalerei vita, II. S. 8f.; Wellhausen, 1. c. 4) Die Literatur darüber ist unabsehbar, ist ja das der erste und wichtigste Punkt, bei dem die Aristeaskritik ansetzt, um die Unechtheit des Aristeasbriefes zu beweisen. Ich verweise bloss auf Nöldeke in ZDMG XXII. S. ü88; E. Reuse, Die Geschichte der heiligen Schriiten des alten Testamentes S. 684; König, Einleitung S. 103. •) Vgl. Ewald, Geschichte *, IV S. 284 f.

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