Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 3/4 (25. September/Dezember 1908)
- Date
- 1908-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 44)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
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138 B. Koenigsberger beigebracht hatte (ib. V. 22). Und für wen schrieb z. B. Josua (8,32) die Thorah auf die Steine, wenn nicht ftir das des Lesens kundige Volk? Und noch mehr. Weist nicht darauf auch z. B. וכתבה (Deut. 6,9) und יבחבחס (ib. 11,20) hin? Vielleicht auch וכתב Deut. 24,1. 3. Ebenso ויכתבו Jos. 18,4. 6. 8. 9. Des Schreibens und Lesens sind aber auch andere Völker kundig gewesen, wovon auch Ägypten und Assyrien-Babylonien mit ihren Schriftdenkmälern aus ihrem Religions-, Rechts- und Handelsleben Zeugen sind. — Wer sagt übrigens H., dass unter ('D נער (מאנשי ein Knabe zu verstehen ist? Josef wird noch mit 17 Jahren 80 genannt; ebenso Absalom (2. Sam. 18,6), שכם Gen. 34,19, der Bethlebemite Rieht. 17,7, die opfernden Jünglinge Ex. 24,5, die Söhne EÜ’b 1. Sam. 2,17; ein ägyptischer Krieger ib. 30,13 und 17. Anders e. B. 1 נער קטון. Kön. 3,7 von Salomo; ebenso 1. Chr. 22,5 (נער ירך), von Samuel 1. Sam. 2,24: והנער נער. Wäre unter נער aber wirklich ein ״Knabe“ zu verstehen, 80 schreibt ihm zu Jes. 10,19 der Talmud (Sanh. 95b unt.) nur die Fähigkeit zu, ein Jod oder höchstens ein Waw (nach Echa rabb. Proö. § 30 und IV 15 [vgl. auch Schoch, tob. 79,1] kann er nur Punkte [י] oder Striche [ו] machen) zu schreiben. Vgl. dazu רמב״ן zu Exod. 2,6 und Gen. rabb. 84 Anf. Nach Midr. Mischle I § 4 reicht das Alter eines נער bis zum 24. resp. 30., mindestens aber bis zum 20. Jahre. S. noch Gen. 18,7 und Jes. 65,20 und in ״Raschi“ zu 1. Chron. 22,5, 2. Chr. 13,7 und 34,3. 20. Die Darlegungen Halevy’s (nach Kottek’s gen. Aufsatz) zur Ehrenrettung des talmudischen ״Pilpul“ (vgl. Ned. 38a: פלסילא בעלמא und רא״ש dazu), beweisen in vielem die Eilfertigkeit der früheren Geschichtsforschung auf diesem Gebiete, bedürfen jedoch der Ergänzung.־ Ich habe mich auch ein wenig mit dem Jeruschalrai beschäftigt, und es hat sich mir ein immerhin grosser Unterschied zwischen der Beweisführung und Durcharbeitung von halachischen Thematen im Babli und Jeruscbalmi ergeben. Mir fällt dabei z. B. die sicherlich doch pilpulartige Erklärung bei, die Raba den Rab Papa dem Rab Huna b. Chinena (Sanh. 87 a/b) zu der dem Sifrd entnommenen Deutung für den רין שלוקן ממרא (nach R. Meir) geben lässt. Etwas der-