Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- II (1908)
- Issue
- 3/4 (25. September/Dezember 1908)
- Date
- 1908-09-25
- Page
- [Seite] (sequence 43)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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Talmudische Miszellen 137 richtet ein Blinder (סטיא) vor R. Jochanan. — Ob nicht der Name von Rabbi’s Schwiegersohn אלעשה p ״der Kurzsichtige“ bedeutet (arab.)? Anders Gitt. 19b von Rab Jehuda, dessen Augen im Alter schwach wurden (Raschi). \ 19. Was Halevy (Doroth harischonim II, 174, Note 2; vgl. dazu die klare Darstellung Kottek’s im ״Jahrb. der Jüd.-Liter. Ges.“ III, 1905, 131 f) aus dem Buche der Richter über die Kultur unserer Vorfahren in den frühesten Zeiten erweisen will, bedarf der Ergänzung resp. Richtigstellung. Der Parallelismu• zwingt Rieht. 5,14 unter משכים בשבט ספר, entsprechend dem vorangehenden C'ppnc, Führer des betr. Stammes zu verstehen, nicht das gesamte Volk, und (שבט (ספר lässt weniger auf den Schreibgriffel, als auf den Stab der Befehlshaber schliessen (so auch Fürstenthal: טחקקים die Führer — מ׳ כ׳ ם׳ die den Stab der Musterung tragen; dagegen Zunz: Gesetzgeber — den Stab des Schreibers führende, Targum.: בד טרשטץ — -תבין בקולטים דספר חד(?); vgl. auch z. B. Jes. 14,5: שבט משלים). Die Bedeutung des Wortes wird noch klarer durch Vergleichung von z. B. 2. Sam. 7,7 (שבטי) mit 1. Chr. 17,6 (שפטי). Andere neuere Kommentare stehen mir augenblicklich nicht zur Verfügung. Auch die angeblich beweiskräftigere Stelle ib. 8, 13. 14 (nicht 8,3) dient dem gewünschten Zwecke nicht Es muss nicht angenommen werden, dass in ויכתב אליו der aufgegriffene Knabe Subjekt ist (obwohl die Sukkothiten auch nach 1. Chron. 2,54: שובתים schriftkundig waren); vielmehr ist es mir wahrscheinlieh, dass Gideon die durch Ausforschung desselben festgestellten Namen der Fürsten und Ältesten von Sukkoth sich selber aufgeschrieben habe; vgl. z. B. Jes. 7,6 ינבקענה אלינו, 2. Chr. 32,1 und (mit וכתב לו (לו Deut. 17,18 (wo allerdings das Targ. jerusch, sagt: ויכתבין ליה סביא). Diese, von H. angeführten Stellen beweisen also wenig für die Kultur )des ganzen Volkes und zum mindesten nichts für die religiöse Ausbildung in der Thorakenntnis. Vielmehr hätte darauf hingewiesen werden sollen, dass nach Deut 31,19 (vgl. dazu Sanh. 21b und auch Joma 70a) in frühester Zeit jeder verpflichtet war, sich selbst ein Thorahexemplar zu schreiben des Inhaltes, den ihnen Mose