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Haḳedem · 1908-09-25 · 3/4 (25. September/Dezember 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
3/4 (25. September/Dezember 1908)
Date
1908-09-25
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German, Hebrew
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118 V. Aptowitzer. Nichts von alledem, was gegen die palästinische Heimat der Übersetzer vorgebracht wurde, ist stichhaltig. Hodys Be* weise aus einzelnen Stellen hat Frankel1) selbst als schwach oder gegen das zu Beweisende sprechend nachgewiesen. Die Beweise aus der Sprache hätte man sich angesichts der beispiellosen Willkür in der Behandlung des Septuagintatextes überhaupt ersparen sollen. Merkwürdig, Frankel, der von dieser Willkür ein geradezu erschreckendes, übrigens viel übertriebenes Bild entwirft2), findet in der Sprache unserer heutigen Septuaginta einen Beweis gegen die palästinische Heimat der Übersetzer! Sechzehn Jahrhunderte nach Origenes soll die Sprache der Septuaginta Aufschluss geben über den Ursprung ihrer Verfertiger?! Aus demselben Grunde ist auch aus dem Geist der Septuaginta nichts zu beweisen. Denn kämen auch in ihr Spuren hellenistischer Philosophie vor, wer garantiert dafür, dass sie nicht später hineinphilosophiert wurden? Aber trotz aller Mühe und Anstrengung, die darauf verwendet wurde, ist es überhaupt nicht gelungen, solche Spuren in der Septuaginta zu entdecken3). Und Frankel selbst hat ein grosses Buch ge- , schrieben: Über Einfluss der palästinischen Exegese auf die alexandrinische Hermeneutik, und doch verkündet ihm der Geist der Septuaginta, dass die Übersetzer keine Palästinenser gewesen. Aber, wird behauptet, es ist unmöglich, dass es zur Zeit des Philadelphus in Jerusalem Männer gegeben hätte, die fähig gewesen wären, den Pentateuch ins Griechische zu übertragen4). Nun sprechen die tatsächlichen Verhältnisse gegen diese Unmöglichkeit. Aus dem, was bei Josephus5), Eusebius5), Porphyrius5) und dein. Alex.5) erzählt wird, geht hervor, dass noch vor der Invasion Alexanders in Syrien ein Verkehr zwischen gebildeten Juden und Griechen stattgefunden. Seit 332 stand Palästina unter griechischer Herrschaft; schon dadurch waren l) Vorstudien S. 40 Note g. ’) Vorstudien S. 62—89. ') Vgt. H&vernik, Einleitung, S. 350, besonders aber Freudenthal in J. Q. R., II S. 206—222. *) Vgl. Herzfeld, Geschichte, III S. 645; Eduard Reuss, Die Geschichte der heiligen Schriften alten Testaments, S. 634 f. ’) Die Stellen bei Th. Reinach, Texts d’auteurs grecs et romains relatifs au Judatsme. S. 7 ff.

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