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Haḳedem · 1908-09-25 · 3/4 (25. September/Dezember 1908) · p. [Seite]

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Journal
Haḳedem
Volume
II (1908)
Issue
3/4 (25. September/Dezember 1908)
Date
1908-09-25
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German, Hebrew
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Die rabbinischen Berichte Aber die Entstehung der Septuaginta. 115 ginta nach der Tradition unter Philadelphus oder erst später eutstanden sein 1). Ebensowenig kann es bestritten werden, dass Alexandrien zur Zeit der Entstehung der Septuaginta in religiöser Abhängigkeit von Jerusalem gestanden. Finden wir ja diese Abhängigkeit noch zur Zeit PhilosJ), also zu einer Zeit, wo die jüdische Gemeinde zu Alexandrien über 300 Jahre alt und hoch entwickelt war, einen eigenen Tempel und eine aus zahlreichen Mitgliedern bestehende Gerusia besass. In der Zeit aber, wo das jüdischalexandrinische Gemeinwesen noch jung, gleichsam erst im Entstehen begriffen war, muss diese Abhängigkeit eine viel strengere, das religiöse Band zwischen Mutter- und Tochtergemeinde ein viel engeres gewesen sein. Darüber kann kein Zweifel bestehen. Ebensowenig kann ein Zweifel darüber aufkommen, dass die Übersetzung des Pentateuchs ins Griechische als eine religiöse Angelegenheit von hervorragender Bedeutung angesehen wurde, dass gegen die Veranstaltung der Übersetzung vielfache Bedenken rege wurden. Die Folgen der Übersetzung, die im üaufe der Zeit wirklich nicht ausblieben, die Verschiedenheit derTexte, derHellenismus, mussten vorausgesehen und befürchtet werden. Noch mehr, es sind deutliche. Spuren davon vorhanden, dass die Übertragung der Torah in die Sprache der Heiden als , eine Profanation der Torah betrachtet wurde. Aristeas erzählt nämlich: zapaveyvtiffö׳»] bi aövß (tö ßamXei) xai xavra, xal XCav £;s&au;jLa<re toü vojj.o&£to׳j Siavoiav. xai spo; röv Anj^Tpiov etxe' ‘) Die grosse Mehrzahl der Forscher ist darin einig, dass aus der Tradition Aber die Septuaginta das als ״historischer Kern* berauszuscb&len ist. sie sei unter Philadelphus (einige: seinem Vater) entstanden. Dass aber die Übersetzung schon am Ende des III. Jahrhunderts vorhanden gewesen, wird jetzt kaum mehr bezweifelt. Vgl. Jalin, Einleitung S. 151; Hug, de Pentateuchi versione Alexandrina, 7 ff.; Herbst, Einl. S. 150 f.; Hüvernik, Einl. S. 362 ff.; Frankel, Vorstudien S. 8f.; Herzfeld, Geschichte III S. 640; Ewald, Geschichte *, IV S. 284 f.; Hitzig, Geschichte II 8. 339 f.; Ostermann, De Demetrii Phalkrei vita, II S. 3f.; Duschack im Jahrbuch fi'lr die Geschichtender Juden, IS. 134; Schmidt in Merz’Archiv I S. 12; Freudenthal, Hellenistische Studien, II S. 36 f.. 41, 43, 207; Mommsen, RSm. Geschichte, V * S. 490; Wellhansen in Bleck-Well hausen, Einleitung * S. 629; KOnig, Einleitung S. 103; S. Friedmann in Rahmers Literaturblatt, XI S. 47; Wendland bei Kautzsch, Apokryphen II S. 1; ScbArer, Geschichte *, III S. 316, 468. ’) Vgl. Frankel in Monatsschrift 1862, S. 40; Herzfeld, Geschiohte, III S. 469, 463; SchArer, Geschichte3, II[ S. 100.

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